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		<title>CivWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:54:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici|Katharina von Medici (Schwarze Königin)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Schwarze Königin)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici|Katharina von Medici (Schwarze Königin)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Schwarze Königin)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
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Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
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Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien (Kapetinger)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:54:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
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| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
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Name = Katharina von Medici (Schwarze Königin)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien&amp;lt;br&amp;gt;(Kapetinger)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Frankreich_(Civ6)&amp;diff=58262</id>
		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:54:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici|Katharina von Medici (Schwarze Königin)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Schwarze Königin)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
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Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien (Kapetinger)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>England (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:51:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''England''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[England]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = England&lt;br /&gt;
| Bild = england_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_England_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[England_(Civ6)#Victoria I.|Victoria I. (Imperial)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Victoria I. (Dampfzeitalter)|Victoria I. (Dampfzeitalter)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Elizabeth I.|Elizabeth I.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Sea_Dog_(Civ6)|Sea Dog]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  sea_dog_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Hafen_(Civ6)#Royal Navy Dock|Royal Navy Dock]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = hafen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Rot, weiss&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
In der Antike lag Britannien an der Peripherie der zivilisierten Welt. Julius C&amp;amp;#228;sars Landung in Britannien im Jahr 55/54 v.Chr, galt damals als waghalsige Reise in das Unbekannte. Nach der Eroberung der Insel durch die Truppen des r&amp;amp;#246;mischen Kaisers Claudius im Jahr 43 blieb Britannien 400 Jahre lang r&amp;amp;#246;mische Provinz. Die R&amp;amp;#246;mer bauten St&amp;amp;#228;dte, Stra&amp;amp;#223;en und riesige Badeh&amp;amp;#228;user, deren Ruinen die Zeiten &amp;amp;#252;berdauert haben. Nach dem Untergang des R&amp;amp;#246;mischen Reichs setzten Mitte des 5. Jahrhunderts erste Siedler nach England &amp;amp;#252;ber. Diese wurden sofort von einem britischen Stammesf&amp;amp;#252;hrer rekrutiert, um dessen K&amp;amp;#246;nigreich gegen die Pikten und die Schotten zu verteidigen. Die ersten S&amp;amp;#246;ldner entstammten drei verschiedenen Volksst&amp;amp;#228;mmen - den Angeln, den Sachsen und den J&amp;amp;#252;ten - die sich an der K&amp;amp;#252;ste Nordwestgermaniens angesiedelt hatten und schlie&amp;amp;#223;lich die alte Ordnung auf den Kopf stellten. In der Folgezeit stand das Land unter der Herrschaft rivalisierender K&amp;amp;#246;nigreiche. Das erste politische Gebilde, das den Namen &amp;quot;England&amp;quot; verdiente, entstand, als das K&amp;amp;#246;nigreich Wessex die Insel im Kampf gegen die D&amp;amp;#228;nen und Wikinger im 9. Jahrhundert erstmals unter einem Banner vereinte. Doch die englische Vorherrschaft war nur von kurzer Dauer: Nach der Eroberung durch die Normannen (1066) musste sich England dem fr&amp;amp;#228;nkischen Adel beugen, der schlie&amp;amp;#223;lich auch den Feudalismus einf&amp;amp;#252;hrte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Invasion der Normannen f&amp;amp;#252;hrte zu einer neuerlichen kulturellen und politischen Umorientierung Britanniens, da die Eroberer viele Elemente der r&amp;amp;#246;mischen Kultur, die w&amp;amp;#228;hrend der Besetzung durch die Germanen verloren gegangen waren, wieder einf&amp;amp;#252;hrten. Die englischen Normannen sorgten schlie&amp;amp;#223;lich auch f&amp;amp;#252;r die Entstehung einer rein britischen K&amp;amp;#246;nigslinie, dem Haus Plantagenet. In den 300 Jahre sp&amp;amp;#228;ter stattfindenden Rosenkriegen zwischen den Angeh&amp;amp;#246;rigen der Plantagenet-Nebenlinien York und Lancaster wurde der legitime Thronanspruch zum vorerst letzten Mal ausgefochten. Als Heinrich Tudor, Graf von Richmond, 1485 zum K&amp;amp;#246;nig gekr&amp;amp;#246;nt wurde, nachdem Richard III. aus dem Hause York auf dem Schlachtfeld gefallen war, h&amp;amp;#228;tten wohl nur wenige Engl&amp;amp;#228;nder vermutet, dass damit eine 118 Jahre w&amp;amp;#228;hrende Regentschaft des Hauses Tudor beginnen sollte. Elisabeth I. (1558-1603) erwies sich als die r&amp;amp;#252;hrigste Monarchin dieser Abstammung. Ebenso wenig wie 1485 h&amp;amp;#228;tten Beobachter im Jahre 1558 wohl vorhersehen k&amp;amp;#246;nnen, dass dem K&amp;amp;#246;nigreich trotz der sozialen und politischen Zerrissenheit und der internationalen Niederlagen der vergangenen Jahrzehnte ein weiteres glorreiches Zeitalter bevorstehen sollte: Ausgel&amp;amp;#246;st durch Elisabeths Regentschaft waren die n&amp;amp;#228;chsten 200 Jahre der britischen Geschichte von kundschafterischen Erfolgen, Kolonisierungsbestrebungen sowie k&amp;amp;#252;nstlerischer und intellektueller Fortentwicklung gepr&amp;amp;#228;gt. Als Elisabeth, auch die &amp;quot;jungfr&amp;amp;#228;uliche K&amp;amp;#246;nigin&amp;quot; genannt, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, bot das Parlament die Krone ihrem n&amp;amp;#228;chsten Blutsverwandten Jakob VI. von Schottland an. Dieser bestieg schlie&amp;amp;#223;lich als Jakob I. den englischen Thron (1603-1625) und begr&amp;amp;#252;ndete die Dynastie der Stuarts. Allerdings regierten die Stuarts meist gl&amp;amp;#252;cklos. Karl I wurde w&amp;amp;#228;hrend des englischen B&amp;amp;#252;rgerkrieges von Aufst&amp;amp;#228;ndischen gefangen genommen und hingerichtet. W&amp;amp;#228;hrend der &amp;quot;Glorious Revolution&amp;quot; im Jahr 1688 wurde mit Jakob II. schlie&amp;amp;#223;lich der letzte m&amp;amp;#228;nnliche Stuart auf dem britischen Thron gest&amp;amp;#252;rzt. Doch trotz aller Probleme verschmolzen England und Schottland mit dem Act of Union im Jahr 1707 zum &amp;quot;K&amp;amp;#246;nigreich Gro&amp;amp;#223;britannien&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das britische Empire entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer bedeutende See- und Handelsmacht. W&amp;amp;#228;hrend des 18. und 19. Jahrhunderts nutzte das K&amp;amp;#246;nigreich jeden Krieg, an dem sich seine Soldaten (die so genannten Rotr&amp;amp;#246;cke) beteiligten, f&amp;amp;#252;r die Vergr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;erung seiner Kolonialmacht. Besonders wichtig waren dabei der Siebenj&amp;amp;#228;hrige Krieg und die Napoleonischen Kriege. Um 1820 umfasste die Gesamtbev&amp;amp;#246;lkerung des britischen Reichs 200 Millionen Menschen, 26%% der Weltbev&amp;amp;#246;lkerung, was den Einfluss und das Ansehen der Krone und des Landes f&amp;amp;#246;rderte. F&amp;amp;#252;r die Privilegierten bedeutete die viktorianische &amp;amp;#196;ra unter der F&amp;amp;#252;hrung der langj&amp;amp;#228;hrigen Premierminister Gladstone und Disraeli eine Zeit der Selbstgef&amp;amp;#228;lligkeit. Kein Wunder. Schlie&amp;amp;#223;lich war das britische Empire, das zu jener Zeit Australien, Neuseeland, Indien sowie weite Teile Afrikas und Kanadas umfasste, tats&amp;amp;#228;chlich ein Reich, in dem &amp;quot;die Sonne niemals unterging&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch der &amp;quot;lange Sommer des Friedens&amp;quot; fand mit dem Blutbad von Flandern ein j&amp;amp;#228;hes Ende. Die Briten hatten zwar weniger Verluste zu beklagen als die Franzosen und mussten auch keinen politischen Umsturz f&amp;amp;#252;rchten, dennoch ersch&amp;amp;#252;tterte der 1. Weltkrieg das Land st&amp;amp;#228;rker als jede andere europ&amp;amp;#228;ische Macht. Auch bildete er die Basis f&amp;amp;#252;r einen sozialen und wirtschaftlichen Umbruch: Die Pfeiler der industriellen Fortentwicklung, wie z.B. der Kohlebergbau und der Schiffbau, auf denen der britische Wohlstand gr&amp;amp;#252;ndete, verarmten oder waren schlicht &amp;amp;#252;berfl&amp;amp;#252;ssig geworden. Nur langsam entwickelte Gro&amp;amp;#223;britannien neue Wirtschaftszweige, wie die Chemie-, Elektronik- und Automobilindustrie. In der Nachkriegszeit konzentrierte sich die britische Au&amp;amp;#223;enpolitik lange Zeit auf die Rehabilitation Deutschlands, w&amp;amp;#228;hrend die Inlandspolitik ihr Augenmerk auf die Institutionalisierung des Sozialismus richtete, um den Missst&amp;amp;#228;nden im Land entgegenzuwirken. Diese Ambitionen standen allerdings im Konflikt mit der Politik Frankreichs - ein Bruch zwischen Gro&amp;amp;#223;britannien und seinem Alliierten aus Kriegszeiten war unvermeidlich. Frankreich geriet in die Isolation, was mit dem Aufstieg Hitlers in den 30er Jahren verheerende Konsequenzen f&amp;amp;#252;r Europa haben sollte. Gro&amp;amp;#223;britannien stand am Ende des Krieges zwar auf der Seite der Sieger, konnte jedoch die fortschreitende Dekolonisation der 50er und 60er Jahre nicht verhindern. Und obwohl die Briten einen hohen Lebensstandard wahren konnten, setzte sich die Stagnation der britischen Wirtschaft auch in den 60er und 70er Jahren fort. Erst Margaret Thatcher (1979-1990) beendete den Sozialismus in Gro&amp;amp;#223;britannien: Sie erlie&amp;amp;#223; eine Reihe von Gesetzen zur Entstaatlichung nahezu aller Industriezweige, die die Labour-Partei in den 40er Jahren in Staatsbesitz gebracht hatte. Mit dem Versprechen &amp;quot;Wir werden als neue Labour-Partei regieren&amp;quot; &amp;amp;#252;bernahm die 1997 gew&amp;amp;#228;hlte Blair-Regierung zwar einige von Thatchers au&amp;amp;#223;enpolitischen Strategien, setzte aber auch Wirtschaftsreformen durch, wie sie es in ihrer Grundsatzerkl&amp;amp;#228;rung versprochen hatte. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch terroristische Gruppen arbeitet Gro&amp;amp;#223;britannien im Kampf gegen den Terrorismus heute eng mit den USA und anderen Nationen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Imperial)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = [[Datei:rotrock_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Linieninfanterist_(Civ6)#Rotrock]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Mit Gottes Güte Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, Verteidigerin des Glaubens, Kaiserin von Indien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Man sollte andere niemals seine (sehr natürlichen und gewöhnlichen) Gefühle zeitweiligen Zorns und Unbehagens sehen lassen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor sie mit Prinz Albert verheiratet war, die Mutter von neun Kindern und Großmutter von 42 Enkeln wurde (wodurch das Haus Windsor letztendlich mit beinahe jeder Monarchie in Europa verwandt war) und Großbritannien und sein Reich 63 ereignisreiche Jahre lang regierte, wurde die junge Victoria als voraussichtliche Erbin bereits in jungen Jahren auf den Thron vorbereitet. Sie sollte ihre Kindheit als &amp;quot;ziemlich melancholisch&amp;quot; beschreiben. Ihre Mutter war extrem beschützend und Victoria wurde isoliert von anderen Kindern unter dem &amp;quot;Kensington-System&amp;quot;, einem komplexen Satz aus Regeln und Protokollen für jede Verhaltensfacette, erzogen. Sie durfte niemanden kennenlernen, der als &amp;quot;unerwünscht&amp;quot; erachtet wurde (was in den Augen ihrer Mutter so gut wie jeder war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war keine Überraschung, dass die intelligente junge Frau - sie war von Privatlehrern im Palast, den sie nur sehr selten verließ, äußerst gut ausgebildet worden - die ganzen Regeln verspottete. Als sie volljährig wurde, bat sie ihren Vater, den König, um zwei Dinge: dass sie jeden Tag eine Stunde für sich bekäme, ohne ihre Anstandsdamen, und dass ihr Bett aus dem Zimmer ihrer Mutter entfernt würde und sie ein eigenes Schlafzimmer erhielte. Im Mai 1836 wurde sie Albert vorgestellt, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, einem von vielen Verehrern. Sie interessierte sich sehr für ihn allein, wie sie ihrem Onkel, König Leopold von Belgien, schrieb, der sie einander vorgestellt hatte, um ihm &amp;quot;für die Aussicht auf großes Glück ... in der Person des guten Albert&amp;quot; zu danken. Doch da sie erst 17 Jahre war, verwarf sie jeden Gedanken an eine Heirat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wurde nur durch Victorias 18. Geburtstag im Mai 1837 vor einer höchstwahrscheinlich unglückseligen Regentschaft unter ihrer Mutter und deren Liebhaber, dem ehrgeizigen Sir John Conroy (eine von König William gefürchtete Möglichkeit, der verkündete, dass er nur so lange leben wollte, bis Victoria alt genug sei, um zu regieren) gerettet. Ihr Vater starb weniger als einen Monat später und sie wurde Königin von Großbritannien. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war es, Conroy aus ihrem Umfeld zu verbannen und alle persönlichen Verbindungen zur Königinwitwe zu unterbinden. Albert kehrte nach London zurück, um seine Freundschaft zu Victoria zu erneuern; sie wurden fünf Tage später auf Schloss Windsor im Oktober 1839 getraut. Was immer er für Fehler hatte, er hatte eine stabilisierende und entspannende Wirkung auf Victoria, die zudem auf intellektuellem Niveau von seinem Glauben an Sozialreformen und &amp;quot;moderne&amp;quot; Innovationen angetan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte Victorias lange Amtszeit als eine Litanei von Kriegen an fernen Orten betrachten: die Anglo-Afghanischen Kriege, die Opiumkriege, die Sikh-Kriege, die Xhosa-Kriege, die Birmanen-Kriege, der Krimkrieg, der Perserkrieg, der Indische Aufstand von 1857 (der ihr den Titel &amp;quot;Kaiserin&amp;quot; einbrachte), die Aschanti-Kriege, Zulu-Kriege, zwei Burenkriege, den Mahdi-Aufstand und neben anderen militärischen Abenteuern noch der Boxeraufstand. Die Realität der Pax Britannica bedeutete viel Blutvergießen. Also überließ sie stattdessen diese ganzen Torheiten ihren vielen Premierministern und dem Parlament, während sie ihre Tage mit ihren eigenen Interessen verbrachte ... wiederholte Schwangerschaften und, auf Alberts Drängen hin, soziale Reformen für die unteren Klassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England litt an allen Krankheiten (und noch ein paar mehr) einer Industriegesellschaft, und die von Victoria und Albert verkörperte Krone übernahm die Führung darin, sich dieser anzunehmen. Einige glaubten an die Philosophie der Selbsthilfe, durch die sich die Benachteiligten selbst von dem &amp;quot;heilten&amp;quot;, an was auch immer sie litten, ob nun Alkohol, Drogen oder Armut. Aber viele glaubten, dass die Regierung und/oder die Reichen versuchen sollten, das Leben der Massen zu verbessern. In ganz England wurden Hunderte von wohltätigen Stiftungen gegründet, von denen viele Victorias und/oder Alberts Namen trugen. Soziale &amp;quot;Experimente&amp;quot; wie Robert Owens' utopische Gesellschaften wurden gestartet. Autoren wie Dickens und Thackeray machten auf die missliche Lage der Arbeiterklasse aufmerksam. Da die britische Königsfamilie immer noch einen gewissen Einfluss auf Staatsangelegenheiten hatte, auch wenn es nur der Einfluss auf die allgemeine Meinung war, äußerte sich Victoria zu solchen Reformen wie dem Elementary Education Act (kostenlose Schulbildung für jedes Kind bis zum 10. Lebensjahr) und dem Matrimonial Causes Act (ein Gesetz, dass die Scheidung zu einer rechtlichen statt einer religiösen Angelegenheit machte, und es einer Frau ermöglichte, anschließend die volle Kontrolle über ihre eigenen Zivilrechte und Finanzen zu erlangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit färbte Alberts Interesse an Wissenschaft als Weg zur Verbesserung des Lebens des Volkes, was viele der Dilettanten der oberen Klasse teilten, die etwas Unterhaltsames zum Zeitvertreib suchten, auf Victoria ab. Die Krone ermutigte und finanzierte sogar manchmal die ganzen britischen Abenteurer, die durch die Welt bummelten, Berge bestiegen, Wüsten und Dschungel durchquerten, exotische Tiere töteten oder sammelten, bei eingeborenen primitiven Stämmen lebten und ganz allgemein ihre Nasen in alles Mögliche steckten. Rationalismus war weit verbreitet und selbst Victoria war neugierig, ob Technologie die soziale Ordnung retten und den moralischen Verfall aufhalten könnte. Tausende kamen, um die Ausstellungen in der Royal Horticulture Society, der Londoner Royal Society, der Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreiches für die Naturwissenschaften, und der Londoner Industrieausstellung (1851, die erste &amp;quot;Weltausstellung&amp;quot;) zu besuchen. Auf der praktischen Seite führte der &amp;quot;Große Gestank von 1858&amp;quot; die Krone dazu, die größte technische Errungenschaft des viktorianischen Englands zu finanzieren: eine Kanalisation in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1861 starb Prinz Albert an Typhus. Es brach der mürrischen und stoischen Victoria das Herz und sie verbrachte den Rest ihres Lebens in einem andauernden Zustand der Trauer. Es gab allerdings Gerüchte, dass sie Trost in der ergebenen und fast ständigen Anwesenheit von John Brown, ihrem schottischen Diener, fand. Wie auch immer ihr Verhältnis war, Victoria zog sich nach Alberts Tod in die Abgeschiedenheit ihrer Schlösser und Paläste zurück, schränkte ihre öffentlichen Auftritte ein und hielt sich für den Rest ihres Lebens nur noch selten in London auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Victorias goldenem Jubiläum im Jahr 1887 befand sich das British Empire beinahe auf seinem Höhepunkt. Es war die erste &amp;quot;Supermacht&amp;quot; der Welt, seine Tentakel reichten bis in jede Ecke von Gesellschaft, Kultur, Finanzen und Politik auf der ganzen Welt. Die Feierlichkeiten waren Victorias Wünschen entsprechend reserviert - und moralisch: Es gab nur eine Prozession und einen Dankesgottesdienst in Westminster Abbey. Mit Victorias Diamant-Jubiläum übertraf sie George III. als den am längsten regierenden Monarchen in der englischen und schottischen Geschichte (wie auch anderer Monarchien). Wieder bestand sie darauf, dass das Jubiläum vielmehr das Empire statt ihre Herrschaft feiern sollte. Anfang Januar 1901 fühlte sich die regierende Königin Victoria &amp;quot;schwach und krank&amp;quot;; sie starb friedlich am 22. Januar - im Tode ebenso würdevoll und reserviert, wie sie es im Leben gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Victoria ist eine höfliche und freundliche junge Dame, so lange sie ihren Willen bekommt. Aber wehe, Ihr lasst sie nicht auf Euren Kontinent - damit versteht sie keinen Spaß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England (und Victoria) sind Meister darin, die Macht Britanniens jedem Kontinent rund um den Erdball aufzuerlegen. Zu Beginn nutzt sie die Royal-Navy-Werft und ihre Sea Dogs, um die Herrschaft über die Meere zu erlangen, um dann während des Industriezeitalters mit Rotröcken aufzumarschieren und ihre Position in der Welt zu festigen. Diese Expansionspolitik wird Englands doppelt so starker Archäologie zuspielen, wodurch ein Kultursieg immer wahrscheinlicher wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. (Dampfzeitalter)==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Dampfzeitalter)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_steam_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_Steam_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Bei großen Ereignissen bin ich ruhig und gelassen; es sind nur Kleinigkeiten, die meine Nerven reizen.'''&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit Victoria im Dampfzeitalter könnt Ihr England zur industriellen Revolution hinführen und so die Weichen für Euren Sieg stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victoria macht England zu einer {{6prod}} Produktionsmacht. Ihre Forschung sollte anfangs auf Bronzeverarbeitung ausgelegt sein, damit sie Eisen freischalten kann, auf das sie durch ihre Anführer-Fähigkeit +2 {{6prod}} Produktion erhält. Ihre Zivilisationsfähigkeit sorgt zudem dafür, dass es schneller angehäuft wird. Als Nächstes sollte sie Ausbildung priorisieren, um das Industriegebiet und die Werkstatt freizuschalten. Dank ihrer Fähigkeiten kurbelt die Werkstatt die {{6prod}} Produktion an. Die Royal-Navy-Werft ist ein guter Ort für die vielen strategischen Ressourcen, die sie ansammeln wird. Auf ihrem Weg zum Sieg kann sie {{6prod}} Produktionsbonusse nutzen, um eine große Armee für einen Herrschaftssieg aufzustellen oder um Bezirke und Gebäude zu bauen und England in den Weltraum zu führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien (Plantagenet)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore symbol civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten erzeugen zusätzliche Loyalität für ihre Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elizabeth I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Elizabeth I.|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1533 - 1603|&lt;br /&gt;
Bild = elizabeth_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
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Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Welt schaut zu. Wir herrschen auf ihrer Bühne.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth I. (1533-1603) ist heute fast noch berühmter als zu ihren Lebzeiten. Sie war es, die den Grundstein für das spätere British Empire legte – mit einem zusammengewürfelten Haufen Freibeuter und Spione in einer Weltordnung, die von feindlichen Mächten dominiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tudorzeit in England ist der Inbegriff der frühen Neuzeit. In dieser Epoche lassen sich die Anfänge des Weltsystems von heute erkennen, seien es nun die Ursprünge des Finanz- und Versicherungswesens und der Investition in den Hallen der britischen Ostindien-Kompanie, die Reformation oder das Fundament der absoluten Monarchie und des demokratischen Parlamentarismus. Sie alle entstammen dem Elisabethanischen Zeitalter, als einer der bedeutendsten Monarchen in der Geschichte Englands – und der Welt – regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die frühere Weltordnung noch in ihrer Blüte. Die Imperien Spaniens und Portugals befanden sich auf dem Höhepunkt, sahen den außerordentlichen Reichtum, den sie durch ihre Kolonien angehäuft hatten, jedoch nach und nach in Kriegen um die königliche Nachfolge dahinschwinden, die für das Volk kaum Relevanz besaßen. Das Ming- und das Mogulreich waren sich ihres wohlhabenden Status so sicher, dass sie dem aufziehenden Sturm der Kolonialisierung mit Selbstgefälligkeit begegneten. England war nur ein verregneter, matschiger Felsen am Rand der Welt. Niemand rechnete damit, dass dort ein Imperium entstehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth war die Tochter von Heinrich VIII. und seiner zweiten, unglückseligen Ehefrau Anne Boleyn. Nach Boleyns Tod und der Annullierung ihrer Ehe galt Elisabeth als unehelich – was ihr nicht gerade einen vielversprechenden Start bescherte. Noch schlimmer wurde es, als die Katholikin Maria den Thron bestieg, da Elisabeths protestantische Neigungen sie in Gefahr brachten und sogar zur Inhaftierung der zukünftigen Königin führten. Doch Maria war krank und nach ihrem Tod 1558 bestieg Elisabeth den Thron, wo sie jedoch keineswegs sicher war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeths Lage war besonders in den ersten Jahren ihrer Regierungszeit prekär. Nachdem sie zwölf Jahre lang regiert hatte, ohne Anstalten zu machen, sich wieder der katholischen Kirche zuzuwenden, erklärte der Papst ihre Exkommunikation. Es folgten mehrere Komplotte gegen sie und ihre Herrschaft. Elisabeth fand verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen: Sie vergrößerte die Flottenpräsenz, etablierte eine Geheimpolizei rund um den Spion Francis Walsingham und kokettierte mit katholischen Monarchen. Doch nicht jede Drohung ist subtil. Nach jahrzehntelangen Schikanen durch englische Freibeuter und nach einer Rebellion niederländischer Protestanten gegen die spanische Herrschaft entbrannte 1585 ein Krieg zwischen England und Spanien. Spanien entsandte seine vielgerühmte Armada an die Küste Englands – eine nicht zu verachtende Bedrohung, da das Spanische Reich in den 1580ern besonders mächtig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg über die Armada war die Geburtsstunde der &amp;quot;hölzernen Mauern&amp;quot; von England und seiner jahrhundertelangen Überlegenheit auf See. Zwar machte keine Schlacht von Salamis (wie in den Perserkriegen) den Sieg aus, doch eine Reihe zermürbender Überfälle auf spanische Schiffe, der waghalsige Einsatz mit Öl getränkter Boote und ein Sturm im richtigen Moment trugen zur Niederlage der Spanier bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war bewusst, dass ihr Stand im eigenen Land heikel war. Da sie die katholischen Mächte bereits gegen sich aufgebracht hatte, vermied sie offenkundigen protestantischen Symbolismus und verbannte sogar die Puritaner (die sich später in den englischen Kolonien in Nordamerika niederließen). Sie lehnte außerdem jegliche Heiratsangebote ab – wobei wir nur spekulieren können, ob dies aus persönlichen Gründen geschah oder aus Sorge, zu tief in der politischen Schuld ihres Ehemannes zu stehen. Daher stammt ihr Spitzname &amp;quot;the Virgin Queen&amp;quot; (die jungfräuliche Königin), dem die nordamerikanische Siedlung &amp;quot;Virginia&amp;quot; ihren Namen verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Bereich ließ sie jedoch alle Vorsicht außer Acht: Die Bevölkerung Irlands war streng katholisch und lehnte die Herrschaft durch England ab. Elisabeth gewährte loyalen englischen Untergebenen Landbesitz und Titel und praktizierte die Politik der verbrannten Erde dort, wo man sich ihr widersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späteren Jahre ihrer Herrschaft waren nicht mit dem zu vergleichen, was sie einmal gewesen war. Ohne ihre wichtigsten Höflinge an ihrer Seite bröckelte Elisabeths Macht durch das Streben politischer und gesellschaftlicher Emporkömmlinge nach starken Handelsmonopolen. Diese Monopole erwiesen sich innerhalb Englands und über die Grenzen hinaus als einflussreich, wenn auch zuweilen schädlich. Hiermit begann der Aufschwung der großen Handelsgesellschaften in England. Obwohl Elisabeth die Etablierung Virginias nicht mehr erlebte, ließ sie es an Versuchen nicht mangeln – die dem Untergang geweihte Roanoke-Kolonie entstand unter ihrer Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur des Elisabethanischen Zeitalters begleitet uns noch heute, vor allem durch die Werke von Shakespeare und Marlowe, die die Kunst und Kultur Englands aufblühen ließen.&lt;br /&gt;
1603 verstarb Elisabeth, nachdem sie über 44 Jahre regiert hatte. Doch das England, dessen Fundament sie geschaffen hatte, überdauerte und sollte in den darauffolgenden Jahrhunderten die Weltbühne beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie===&lt;br /&gt;
Habt Ihr Interesse an einem Handelsabkommen mit England? Durch Handel könnt Ihr das neue Elisabethanische Zeitalter Englands etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Elisabeths Regierungszeit spielen Handel und {{6gpa}} Große Admiräle in England eine zentrale Rolle. Die Royal-Navy-Werft liefert Euch zusätzliche Marine-Fortbewegung und {{6gpa}} Großer-Admiral-Punkte. Diese erhöhte Marine-Fortbewegung könnt Ihr in Verbindung mit der Sea-Dog-Einheit nutzen, um gegnerische {{6handel}} Handelswege zu plündern. Drakes Vermächtnis verhilft Euch dabei zu zusätzlicher Beute. Mit Eurem ersten {{6gpa}} Großen Admiral erhaltet Ihr auch 2 weitere {{6handel}} Handelswege. Verbindet Euch darüber mit Stadtstaaten, um Eure Schatzkammer schnell zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Frankreich_(Civ6)&amp;diff=58260</id>
		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:50:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici|Katharina von Medici (Schwarze Königin)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Schwarze Königin)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
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Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien (Frankreich)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:50:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici|Katharina von Medici (Schwarze Königin)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Schwarze Königin)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
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Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:49:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Schwarze Königin)|Katharina von Medici]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Frankreich_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Minnehof'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Große Werke in Eleonores Städten verursachen -1 Loyalität pro Runde in fremden Städten im Umkreis von 9 Geländefeldern. Eine Stadt, die eine andere Zivilisation wegen Loyalitätsverlust verlässt und derzeit die meiste Loyalität pro Runde von Eleonores Zivilisation erhält, überspringt den Schritt der freien Stadt, um sich direkt dieser Zivilisation anzuschließen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>England (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''England''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[England]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = England&lt;br /&gt;
| Bild = england_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_England_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[England_(Civ6)#Victoria I.|Victoria I. (Imperial)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Victoria I. (Dampfzeitalter)|Victoria I. (Dampfzeitalter)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Elizabeth I.|Elizabeth I.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Sea_Dog_(Civ6)|Sea Dog]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  sea_dog_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Hafen_(Civ6)#Royal Navy Dock|Royal Navy Dock]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = hafen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Rot, weiss&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
In der Antike lag Britannien an der Peripherie der zivilisierten Welt. Julius C&amp;amp;#228;sars Landung in Britannien im Jahr 55/54 v.Chr, galt damals als waghalsige Reise in das Unbekannte. Nach der Eroberung der Insel durch die Truppen des r&amp;amp;#246;mischen Kaisers Claudius im Jahr 43 blieb Britannien 400 Jahre lang r&amp;amp;#246;mische Provinz. Die R&amp;amp;#246;mer bauten St&amp;amp;#228;dte, Stra&amp;amp;#223;en und riesige Badeh&amp;amp;#228;user, deren Ruinen die Zeiten &amp;amp;#252;berdauert haben. Nach dem Untergang des R&amp;amp;#246;mischen Reichs setzten Mitte des 5. Jahrhunderts erste Siedler nach England &amp;amp;#252;ber. Diese wurden sofort von einem britischen Stammesf&amp;amp;#252;hrer rekrutiert, um dessen K&amp;amp;#246;nigreich gegen die Pikten und die Schotten zu verteidigen. Die ersten S&amp;amp;#246;ldner entstammten drei verschiedenen Volksst&amp;amp;#228;mmen - den Angeln, den Sachsen und den J&amp;amp;#252;ten - die sich an der K&amp;amp;#252;ste Nordwestgermaniens angesiedelt hatten und schlie&amp;amp;#223;lich die alte Ordnung auf den Kopf stellten. In der Folgezeit stand das Land unter der Herrschaft rivalisierender K&amp;amp;#246;nigreiche. Das erste politische Gebilde, das den Namen &amp;quot;England&amp;quot; verdiente, entstand, als das K&amp;amp;#246;nigreich Wessex die Insel im Kampf gegen die D&amp;amp;#228;nen und Wikinger im 9. Jahrhundert erstmals unter einem Banner vereinte. Doch die englische Vorherrschaft war nur von kurzer Dauer: Nach der Eroberung durch die Normannen (1066) musste sich England dem fr&amp;amp;#228;nkischen Adel beugen, der schlie&amp;amp;#223;lich auch den Feudalismus einf&amp;amp;#252;hrte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Invasion der Normannen f&amp;amp;#252;hrte zu einer neuerlichen kulturellen und politischen Umorientierung Britanniens, da die Eroberer viele Elemente der r&amp;amp;#246;mischen Kultur, die w&amp;amp;#228;hrend der Besetzung durch die Germanen verloren gegangen waren, wieder einf&amp;amp;#252;hrten. Die englischen Normannen sorgten schlie&amp;amp;#223;lich auch f&amp;amp;#252;r die Entstehung einer rein britischen K&amp;amp;#246;nigslinie, dem Haus Plantagenet. In den 300 Jahre sp&amp;amp;#228;ter stattfindenden Rosenkriegen zwischen den Angeh&amp;amp;#246;rigen der Plantagenet-Nebenlinien York und Lancaster wurde der legitime Thronanspruch zum vorerst letzten Mal ausgefochten. Als Heinrich Tudor, Graf von Richmond, 1485 zum K&amp;amp;#246;nig gekr&amp;amp;#246;nt wurde, nachdem Richard III. aus dem Hause York auf dem Schlachtfeld gefallen war, h&amp;amp;#228;tten wohl nur wenige Engl&amp;amp;#228;nder vermutet, dass damit eine 118 Jahre w&amp;amp;#228;hrende Regentschaft des Hauses Tudor beginnen sollte. Elisabeth I. (1558-1603) erwies sich als die r&amp;amp;#252;hrigste Monarchin dieser Abstammung. Ebenso wenig wie 1485 h&amp;amp;#228;tten Beobachter im Jahre 1558 wohl vorhersehen k&amp;amp;#246;nnen, dass dem K&amp;amp;#246;nigreich trotz der sozialen und politischen Zerrissenheit und der internationalen Niederlagen der vergangenen Jahrzehnte ein weiteres glorreiches Zeitalter bevorstehen sollte: Ausgel&amp;amp;#246;st durch Elisabeths Regentschaft waren die n&amp;amp;#228;chsten 200 Jahre der britischen Geschichte von kundschafterischen Erfolgen, Kolonisierungsbestrebungen sowie k&amp;amp;#252;nstlerischer und intellektueller Fortentwicklung gepr&amp;amp;#228;gt. Als Elisabeth, auch die &amp;quot;jungfr&amp;amp;#228;uliche K&amp;amp;#246;nigin&amp;quot; genannt, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, bot das Parlament die Krone ihrem n&amp;amp;#228;chsten Blutsverwandten Jakob VI. von Schottland an. Dieser bestieg schlie&amp;amp;#223;lich als Jakob I. den englischen Thron (1603-1625) und begr&amp;amp;#252;ndete die Dynastie der Stuarts. Allerdings regierten die Stuarts meist gl&amp;amp;#252;cklos. Karl I wurde w&amp;amp;#228;hrend des englischen B&amp;amp;#252;rgerkrieges von Aufst&amp;amp;#228;ndischen gefangen genommen und hingerichtet. W&amp;amp;#228;hrend der &amp;quot;Glorious Revolution&amp;quot; im Jahr 1688 wurde mit Jakob II. schlie&amp;amp;#223;lich der letzte m&amp;amp;#228;nnliche Stuart auf dem britischen Thron gest&amp;amp;#252;rzt. Doch trotz aller Probleme verschmolzen England und Schottland mit dem Act of Union im Jahr 1707 zum &amp;quot;K&amp;amp;#246;nigreich Gro&amp;amp;#223;britannien&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das britische Empire entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer bedeutende See- und Handelsmacht. W&amp;amp;#228;hrend des 18. und 19. Jahrhunderts nutzte das K&amp;amp;#246;nigreich jeden Krieg, an dem sich seine Soldaten (die so genannten Rotr&amp;amp;#246;cke) beteiligten, f&amp;amp;#252;r die Vergr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;erung seiner Kolonialmacht. Besonders wichtig waren dabei der Siebenj&amp;amp;#228;hrige Krieg und die Napoleonischen Kriege. Um 1820 umfasste die Gesamtbev&amp;amp;#246;lkerung des britischen Reichs 200 Millionen Menschen, 26%% der Weltbev&amp;amp;#246;lkerung, was den Einfluss und das Ansehen der Krone und des Landes f&amp;amp;#246;rderte. F&amp;amp;#252;r die Privilegierten bedeutete die viktorianische &amp;amp;#196;ra unter der F&amp;amp;#252;hrung der langj&amp;amp;#228;hrigen Premierminister Gladstone und Disraeli eine Zeit der Selbstgef&amp;amp;#228;lligkeit. Kein Wunder. Schlie&amp;amp;#223;lich war das britische Empire, das zu jener Zeit Australien, Neuseeland, Indien sowie weite Teile Afrikas und Kanadas umfasste, tats&amp;amp;#228;chlich ein Reich, in dem &amp;quot;die Sonne niemals unterging&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch der &amp;quot;lange Sommer des Friedens&amp;quot; fand mit dem Blutbad von Flandern ein j&amp;amp;#228;hes Ende. Die Briten hatten zwar weniger Verluste zu beklagen als die Franzosen und mussten auch keinen politischen Umsturz f&amp;amp;#252;rchten, dennoch ersch&amp;amp;#252;tterte der 1. Weltkrieg das Land st&amp;amp;#228;rker als jede andere europ&amp;amp;#228;ische Macht. Auch bildete er die Basis f&amp;amp;#252;r einen sozialen und wirtschaftlichen Umbruch: Die Pfeiler der industriellen Fortentwicklung, wie z.B. der Kohlebergbau und der Schiffbau, auf denen der britische Wohlstand gr&amp;amp;#252;ndete, verarmten oder waren schlicht &amp;amp;#252;berfl&amp;amp;#252;ssig geworden. Nur langsam entwickelte Gro&amp;amp;#223;britannien neue Wirtschaftszweige, wie die Chemie-, Elektronik- und Automobilindustrie. In der Nachkriegszeit konzentrierte sich die britische Au&amp;amp;#223;enpolitik lange Zeit auf die Rehabilitation Deutschlands, w&amp;amp;#228;hrend die Inlandspolitik ihr Augenmerk auf die Institutionalisierung des Sozialismus richtete, um den Missst&amp;amp;#228;nden im Land entgegenzuwirken. Diese Ambitionen standen allerdings im Konflikt mit der Politik Frankreichs - ein Bruch zwischen Gro&amp;amp;#223;britannien und seinem Alliierten aus Kriegszeiten war unvermeidlich. Frankreich geriet in die Isolation, was mit dem Aufstieg Hitlers in den 30er Jahren verheerende Konsequenzen f&amp;amp;#252;r Europa haben sollte. Gro&amp;amp;#223;britannien stand am Ende des Krieges zwar auf der Seite der Sieger, konnte jedoch die fortschreitende Dekolonisation der 50er und 60er Jahre nicht verhindern. Und obwohl die Briten einen hohen Lebensstandard wahren konnten, setzte sich die Stagnation der britischen Wirtschaft auch in den 60er und 70er Jahren fort. Erst Margaret Thatcher (1979-1990) beendete den Sozialismus in Gro&amp;amp;#223;britannien: Sie erlie&amp;amp;#223; eine Reihe von Gesetzen zur Entstaatlichung nahezu aller Industriezweige, die die Labour-Partei in den 40er Jahren in Staatsbesitz gebracht hatte. Mit dem Versprechen &amp;quot;Wir werden als neue Labour-Partei regieren&amp;quot; &amp;amp;#252;bernahm die 1997 gew&amp;amp;#228;hlte Blair-Regierung zwar einige von Thatchers au&amp;amp;#223;enpolitischen Strategien, setzte aber auch Wirtschaftsreformen durch, wie sie es in ihrer Grundsatzerkl&amp;amp;#228;rung versprochen hatte. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch terroristische Gruppen arbeitet Gro&amp;amp;#223;britannien im Kampf gegen den Terrorismus heute eng mit den USA und anderen Nationen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Imperial)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = [[Datei:rotrock_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Linieninfanterist_(Civ6)#Rotrock]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Mit Gottes Güte Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, Verteidigerin des Glaubens, Kaiserin von Indien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Man sollte andere niemals seine (sehr natürlichen und gewöhnlichen) Gefühle zeitweiligen Zorns und Unbehagens sehen lassen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor sie mit Prinz Albert verheiratet war, die Mutter von neun Kindern und Großmutter von 42 Enkeln wurde (wodurch das Haus Windsor letztendlich mit beinahe jeder Monarchie in Europa verwandt war) und Großbritannien und sein Reich 63 ereignisreiche Jahre lang regierte, wurde die junge Victoria als voraussichtliche Erbin bereits in jungen Jahren auf den Thron vorbereitet. Sie sollte ihre Kindheit als &amp;quot;ziemlich melancholisch&amp;quot; beschreiben. Ihre Mutter war extrem beschützend und Victoria wurde isoliert von anderen Kindern unter dem &amp;quot;Kensington-System&amp;quot;, einem komplexen Satz aus Regeln und Protokollen für jede Verhaltensfacette, erzogen. Sie durfte niemanden kennenlernen, der als &amp;quot;unerwünscht&amp;quot; erachtet wurde (was in den Augen ihrer Mutter so gut wie jeder war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war keine Überraschung, dass die intelligente junge Frau - sie war von Privatlehrern im Palast, den sie nur sehr selten verließ, äußerst gut ausgebildet worden - die ganzen Regeln verspottete. Als sie volljährig wurde, bat sie ihren Vater, den König, um zwei Dinge: dass sie jeden Tag eine Stunde für sich bekäme, ohne ihre Anstandsdamen, und dass ihr Bett aus dem Zimmer ihrer Mutter entfernt würde und sie ein eigenes Schlafzimmer erhielte. Im Mai 1836 wurde sie Albert vorgestellt, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, einem von vielen Verehrern. Sie interessierte sich sehr für ihn allein, wie sie ihrem Onkel, König Leopold von Belgien, schrieb, der sie einander vorgestellt hatte, um ihm &amp;quot;für die Aussicht auf großes Glück ... in der Person des guten Albert&amp;quot; zu danken. Doch da sie erst 17 Jahre war, verwarf sie jeden Gedanken an eine Heirat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wurde nur durch Victorias 18. Geburtstag im Mai 1837 vor einer höchstwahrscheinlich unglückseligen Regentschaft unter ihrer Mutter und deren Liebhaber, dem ehrgeizigen Sir John Conroy (eine von König William gefürchtete Möglichkeit, der verkündete, dass er nur so lange leben wollte, bis Victoria alt genug sei, um zu regieren) gerettet. Ihr Vater starb weniger als einen Monat später und sie wurde Königin von Großbritannien. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war es, Conroy aus ihrem Umfeld zu verbannen und alle persönlichen Verbindungen zur Königinwitwe zu unterbinden. Albert kehrte nach London zurück, um seine Freundschaft zu Victoria zu erneuern; sie wurden fünf Tage später auf Schloss Windsor im Oktober 1839 getraut. Was immer er für Fehler hatte, er hatte eine stabilisierende und entspannende Wirkung auf Victoria, die zudem auf intellektuellem Niveau von seinem Glauben an Sozialreformen und &amp;quot;moderne&amp;quot; Innovationen angetan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte Victorias lange Amtszeit als eine Litanei von Kriegen an fernen Orten betrachten: die Anglo-Afghanischen Kriege, die Opiumkriege, die Sikh-Kriege, die Xhosa-Kriege, die Birmanen-Kriege, der Krimkrieg, der Perserkrieg, der Indische Aufstand von 1857 (der ihr den Titel &amp;quot;Kaiserin&amp;quot; einbrachte), die Aschanti-Kriege, Zulu-Kriege, zwei Burenkriege, den Mahdi-Aufstand und neben anderen militärischen Abenteuern noch der Boxeraufstand. Die Realität der Pax Britannica bedeutete viel Blutvergießen. Also überließ sie stattdessen diese ganzen Torheiten ihren vielen Premierministern und dem Parlament, während sie ihre Tage mit ihren eigenen Interessen verbrachte ... wiederholte Schwangerschaften und, auf Alberts Drängen hin, soziale Reformen für die unteren Klassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England litt an allen Krankheiten (und noch ein paar mehr) einer Industriegesellschaft, und die von Victoria und Albert verkörperte Krone übernahm die Führung darin, sich dieser anzunehmen. Einige glaubten an die Philosophie der Selbsthilfe, durch die sich die Benachteiligten selbst von dem &amp;quot;heilten&amp;quot;, an was auch immer sie litten, ob nun Alkohol, Drogen oder Armut. Aber viele glaubten, dass die Regierung und/oder die Reichen versuchen sollten, das Leben der Massen zu verbessern. In ganz England wurden Hunderte von wohltätigen Stiftungen gegründet, von denen viele Victorias und/oder Alberts Namen trugen. Soziale &amp;quot;Experimente&amp;quot; wie Robert Owens' utopische Gesellschaften wurden gestartet. Autoren wie Dickens und Thackeray machten auf die missliche Lage der Arbeiterklasse aufmerksam. Da die britische Königsfamilie immer noch einen gewissen Einfluss auf Staatsangelegenheiten hatte, auch wenn es nur der Einfluss auf die allgemeine Meinung war, äußerte sich Victoria zu solchen Reformen wie dem Elementary Education Act (kostenlose Schulbildung für jedes Kind bis zum 10. Lebensjahr) und dem Matrimonial Causes Act (ein Gesetz, dass die Scheidung zu einer rechtlichen statt einer religiösen Angelegenheit machte, und es einer Frau ermöglichte, anschließend die volle Kontrolle über ihre eigenen Zivilrechte und Finanzen zu erlangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit färbte Alberts Interesse an Wissenschaft als Weg zur Verbesserung des Lebens des Volkes, was viele der Dilettanten der oberen Klasse teilten, die etwas Unterhaltsames zum Zeitvertreib suchten, auf Victoria ab. Die Krone ermutigte und finanzierte sogar manchmal die ganzen britischen Abenteurer, die durch die Welt bummelten, Berge bestiegen, Wüsten und Dschungel durchquerten, exotische Tiere töteten oder sammelten, bei eingeborenen primitiven Stämmen lebten und ganz allgemein ihre Nasen in alles Mögliche steckten. Rationalismus war weit verbreitet und selbst Victoria war neugierig, ob Technologie die soziale Ordnung retten und den moralischen Verfall aufhalten könnte. Tausende kamen, um die Ausstellungen in der Royal Horticulture Society, der Londoner Royal Society, der Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreiches für die Naturwissenschaften, und der Londoner Industrieausstellung (1851, die erste &amp;quot;Weltausstellung&amp;quot;) zu besuchen. Auf der praktischen Seite führte der &amp;quot;Große Gestank von 1858&amp;quot; die Krone dazu, die größte technische Errungenschaft des viktorianischen Englands zu finanzieren: eine Kanalisation in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1861 starb Prinz Albert an Typhus. Es brach der mürrischen und stoischen Victoria das Herz und sie verbrachte den Rest ihres Lebens in einem andauernden Zustand der Trauer. Es gab allerdings Gerüchte, dass sie Trost in der ergebenen und fast ständigen Anwesenheit von John Brown, ihrem schottischen Diener, fand. Wie auch immer ihr Verhältnis war, Victoria zog sich nach Alberts Tod in die Abgeschiedenheit ihrer Schlösser und Paläste zurück, schränkte ihre öffentlichen Auftritte ein und hielt sich für den Rest ihres Lebens nur noch selten in London auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Victorias goldenem Jubiläum im Jahr 1887 befand sich das British Empire beinahe auf seinem Höhepunkt. Es war die erste &amp;quot;Supermacht&amp;quot; der Welt, seine Tentakel reichten bis in jede Ecke von Gesellschaft, Kultur, Finanzen und Politik auf der ganzen Welt. Die Feierlichkeiten waren Victorias Wünschen entsprechend reserviert - und moralisch: Es gab nur eine Prozession und einen Dankesgottesdienst in Westminster Abbey. Mit Victorias Diamant-Jubiläum übertraf sie George III. als den am längsten regierenden Monarchen in der englischen und schottischen Geschichte (wie auch anderer Monarchien). Wieder bestand sie darauf, dass das Jubiläum vielmehr das Empire statt ihre Herrschaft feiern sollte. Anfang Januar 1901 fühlte sich die regierende Königin Victoria &amp;quot;schwach und krank&amp;quot;; sie starb friedlich am 22. Januar - im Tode ebenso würdevoll und reserviert, wie sie es im Leben gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Victoria ist eine höfliche und freundliche junge Dame, so lange sie ihren Willen bekommt. Aber wehe, Ihr lasst sie nicht auf Euren Kontinent - damit versteht sie keinen Spaß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England (und Victoria) sind Meister darin, die Macht Britanniens jedem Kontinent rund um den Erdball aufzuerlegen. Zu Beginn nutzt sie die Royal-Navy-Werft und ihre Sea Dogs, um die Herrschaft über die Meere zu erlangen, um dann während des Industriezeitalters mit Rotröcken aufzumarschieren und ihre Position in der Welt zu festigen. Diese Expansionspolitik wird Englands doppelt so starker Archäologie zuspielen, wodurch ein Kultursieg immer wahrscheinlicher wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. (Dampfzeitalter)==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Dampfzeitalter)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_steam_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_Steam_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Bei großen Ereignissen bin ich ruhig und gelassen; es sind nur Kleinigkeiten, die meine Nerven reizen.'''&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit Victoria im Dampfzeitalter könnt Ihr England zur industriellen Revolution hinführen und so die Weichen für Euren Sieg stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victoria macht England zu einer {{6prod}} Produktionsmacht. Ihre Forschung sollte anfangs auf Bronzeverarbeitung ausgelegt sein, damit sie Eisen freischalten kann, auf das sie durch ihre Anführer-Fähigkeit +2 {{6prod}} Produktion erhält. Ihre Zivilisationsfähigkeit sorgt zudem dafür, dass es schneller angehäuft wird. Als Nächstes sollte sie Ausbildung priorisieren, um das Industriegebiet und die Werkstatt freizuschalten. Dank ihrer Fähigkeiten kurbelt die Werkstatt die {{6prod}} Produktion an. Die Royal-Navy-Werft ist ein guter Ort für die vielen strategischen Ressourcen, die sie ansammeln wird. Auf ihrem Weg zum Sieg kann sie {{6prod}} Produktionsbonusse nutzen, um eine große Armee für einen Herrschaftssieg aufzustellen oder um Bezirke und Gebäude zu bauen und England in den Weltraum zu führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore symbol civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten erzeugen zusätzliche Loyalität für ihre Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elizabeth I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Elizabeth I.|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1533 - 1603|&lt;br /&gt;
Bild = elizabeth_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elizabeth_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Welt schaut zu. Wir herrschen auf ihrer Bühne.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth I. (1533-1603) ist heute fast noch berühmter als zu ihren Lebzeiten. Sie war es, die den Grundstein für das spätere British Empire legte – mit einem zusammengewürfelten Haufen Freibeuter und Spione in einer Weltordnung, die von feindlichen Mächten dominiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tudorzeit in England ist der Inbegriff der frühen Neuzeit. In dieser Epoche lassen sich die Anfänge des Weltsystems von heute erkennen, seien es nun die Ursprünge des Finanz- und Versicherungswesens und der Investition in den Hallen der britischen Ostindien-Kompanie, die Reformation oder das Fundament der absoluten Monarchie und des demokratischen Parlamentarismus. Sie alle entstammen dem Elisabethanischen Zeitalter, als einer der bedeutendsten Monarchen in der Geschichte Englands – und der Welt – regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die frühere Weltordnung noch in ihrer Blüte. Die Imperien Spaniens und Portugals befanden sich auf dem Höhepunkt, sahen den außerordentlichen Reichtum, den sie durch ihre Kolonien angehäuft hatten, jedoch nach und nach in Kriegen um die königliche Nachfolge dahinschwinden, die für das Volk kaum Relevanz besaßen. Das Ming- und das Mogulreich waren sich ihres wohlhabenden Status so sicher, dass sie dem aufziehenden Sturm der Kolonialisierung mit Selbstgefälligkeit begegneten. England war nur ein verregneter, matschiger Felsen am Rand der Welt. Niemand rechnete damit, dass dort ein Imperium entstehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth war die Tochter von Heinrich VIII. und seiner zweiten, unglückseligen Ehefrau Anne Boleyn. Nach Boleyns Tod und der Annullierung ihrer Ehe galt Elisabeth als unehelich – was ihr nicht gerade einen vielversprechenden Start bescherte. Noch schlimmer wurde es, als die Katholikin Maria den Thron bestieg, da Elisabeths protestantische Neigungen sie in Gefahr brachten und sogar zur Inhaftierung der zukünftigen Königin führten. Doch Maria war krank und nach ihrem Tod 1558 bestieg Elisabeth den Thron, wo sie jedoch keineswegs sicher war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeths Lage war besonders in den ersten Jahren ihrer Regierungszeit prekär. Nachdem sie zwölf Jahre lang regiert hatte, ohne Anstalten zu machen, sich wieder der katholischen Kirche zuzuwenden, erklärte der Papst ihre Exkommunikation. Es folgten mehrere Komplotte gegen sie und ihre Herrschaft. Elisabeth fand verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen: Sie vergrößerte die Flottenpräsenz, etablierte eine Geheimpolizei rund um den Spion Francis Walsingham und kokettierte mit katholischen Monarchen. Doch nicht jede Drohung ist subtil. Nach jahrzehntelangen Schikanen durch englische Freibeuter und nach einer Rebellion niederländischer Protestanten gegen die spanische Herrschaft entbrannte 1585 ein Krieg zwischen England und Spanien. Spanien entsandte seine vielgerühmte Armada an die Küste Englands – eine nicht zu verachtende Bedrohung, da das Spanische Reich in den 1580ern besonders mächtig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg über die Armada war die Geburtsstunde der &amp;quot;hölzernen Mauern&amp;quot; von England und seiner jahrhundertelangen Überlegenheit auf See. Zwar machte keine Schlacht von Salamis (wie in den Perserkriegen) den Sieg aus, doch eine Reihe zermürbender Überfälle auf spanische Schiffe, der waghalsige Einsatz mit Öl getränkter Boote und ein Sturm im richtigen Moment trugen zur Niederlage der Spanier bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war bewusst, dass ihr Stand im eigenen Land heikel war. Da sie die katholischen Mächte bereits gegen sich aufgebracht hatte, vermied sie offenkundigen protestantischen Symbolismus und verbannte sogar die Puritaner (die sich später in den englischen Kolonien in Nordamerika niederließen). Sie lehnte außerdem jegliche Heiratsangebote ab – wobei wir nur spekulieren können, ob dies aus persönlichen Gründen geschah oder aus Sorge, zu tief in der politischen Schuld ihres Ehemannes zu stehen. Daher stammt ihr Spitzname &amp;quot;the Virgin Queen&amp;quot; (die jungfräuliche Königin), dem die nordamerikanische Siedlung &amp;quot;Virginia&amp;quot; ihren Namen verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Bereich ließ sie jedoch alle Vorsicht außer Acht: Die Bevölkerung Irlands war streng katholisch und lehnte die Herrschaft durch England ab. Elisabeth gewährte loyalen englischen Untergebenen Landbesitz und Titel und praktizierte die Politik der verbrannten Erde dort, wo man sich ihr widersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späteren Jahre ihrer Herrschaft waren nicht mit dem zu vergleichen, was sie einmal gewesen war. Ohne ihre wichtigsten Höflinge an ihrer Seite bröckelte Elisabeths Macht durch das Streben politischer und gesellschaftlicher Emporkömmlinge nach starken Handelsmonopolen. Diese Monopole erwiesen sich innerhalb Englands und über die Grenzen hinaus als einflussreich, wenn auch zuweilen schädlich. Hiermit begann der Aufschwung der großen Handelsgesellschaften in England. Obwohl Elisabeth die Etablierung Virginias nicht mehr erlebte, ließ sie es an Versuchen nicht mangeln – die dem Untergang geweihte Roanoke-Kolonie entstand unter ihrer Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur des Elisabethanischen Zeitalters begleitet uns noch heute, vor allem durch die Werke von Shakespeare und Marlowe, die die Kunst und Kultur Englands aufblühen ließen.&lt;br /&gt;
1603 verstarb Elisabeth, nachdem sie über 44 Jahre regiert hatte. Doch das England, dessen Fundament sie geschaffen hatte, überdauerte und sollte in den darauffolgenden Jahrhunderten die Weltbühne beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie===&lt;br /&gt;
Habt Ihr Interesse an einem Handelsabkommen mit England? Durch Handel könnt Ihr das neue Elisabethanische Zeitalter Englands etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Elisabeths Regierungszeit spielen Handel und {{6gpa}} Große Admiräle in England eine zentrale Rolle. Die Royal-Navy-Werft liefert Euch zusätzliche Marine-Fortbewegung und {{6gpa}} Großer-Admiral-Punkte. Diese erhöhte Marine-Fortbewegung könnt Ihr in Verbindung mit der Sea-Dog-Einheit nutzen, um gegnerische {{6handel}} Handelswege zu plündern. Drakes Vermächtnis verhilft Euch dabei zu zusätzlicher Beute. Mit Eurem ersten {{6gpa}} Großen Admiral erhaltet Ihr auch 2 weitere {{6handel}} Handelswege. Verbindet Euch darüber mit Stadtstaaten, um Eure Schatzkammer schnell zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;noinclude&amp;gt;Kategorie:Civ6Vorlagen&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Angevinisches Reich'''  *Baut dicht besiedelte Städte. Mag Zivilisationen, deren nahegelegene Städte [ICO…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Angevinisches Reich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Baut dicht besiedelte Städte. Mag Zivilisationen, deren nahegelegene Städte [ICON_Citizen] bevölkerungsreich sind. Mag keine Zivilisationen, die kleine Städte in der Nähe haben, die schnell illoyal werden könnten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>England (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien (England) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''England''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[England]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = England&lt;br /&gt;
| Bild = england_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_England_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[England_(Civ6)#Victoria I.|Victoria I. (Imperial)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Victoria I. (Dampfzeitalter)|Victoria I. (Dampfzeitalter)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Elizabeth I.|Elizabeth I.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Sea_Dog_(Civ6)|Sea Dog]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  sea_dog_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Hafen_(Civ6)#Royal Navy Dock|Royal Navy Dock]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = hafen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Rot, weiss&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
In der Antike lag Britannien an der Peripherie der zivilisierten Welt. Julius C&amp;amp;#228;sars Landung in Britannien im Jahr 55/54 v.Chr, galt damals als waghalsige Reise in das Unbekannte. Nach der Eroberung der Insel durch die Truppen des r&amp;amp;#246;mischen Kaisers Claudius im Jahr 43 blieb Britannien 400 Jahre lang r&amp;amp;#246;mische Provinz. Die R&amp;amp;#246;mer bauten St&amp;amp;#228;dte, Stra&amp;amp;#223;en und riesige Badeh&amp;amp;#228;user, deren Ruinen die Zeiten &amp;amp;#252;berdauert haben. Nach dem Untergang des R&amp;amp;#246;mischen Reichs setzten Mitte des 5. Jahrhunderts erste Siedler nach England &amp;amp;#252;ber. Diese wurden sofort von einem britischen Stammesf&amp;amp;#252;hrer rekrutiert, um dessen K&amp;amp;#246;nigreich gegen die Pikten und die Schotten zu verteidigen. Die ersten S&amp;amp;#246;ldner entstammten drei verschiedenen Volksst&amp;amp;#228;mmen - den Angeln, den Sachsen und den J&amp;amp;#252;ten - die sich an der K&amp;amp;#252;ste Nordwestgermaniens angesiedelt hatten und schlie&amp;amp;#223;lich die alte Ordnung auf den Kopf stellten. In der Folgezeit stand das Land unter der Herrschaft rivalisierender K&amp;amp;#246;nigreiche. Das erste politische Gebilde, das den Namen &amp;quot;England&amp;quot; verdiente, entstand, als das K&amp;amp;#246;nigreich Wessex die Insel im Kampf gegen die D&amp;amp;#228;nen und Wikinger im 9. Jahrhundert erstmals unter einem Banner vereinte. Doch die englische Vorherrschaft war nur von kurzer Dauer: Nach der Eroberung durch die Normannen (1066) musste sich England dem fr&amp;amp;#228;nkischen Adel beugen, der schlie&amp;amp;#223;lich auch den Feudalismus einf&amp;amp;#252;hrte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Invasion der Normannen f&amp;amp;#252;hrte zu einer neuerlichen kulturellen und politischen Umorientierung Britanniens, da die Eroberer viele Elemente der r&amp;amp;#246;mischen Kultur, die w&amp;amp;#228;hrend der Besetzung durch die Germanen verloren gegangen waren, wieder einf&amp;amp;#252;hrten. Die englischen Normannen sorgten schlie&amp;amp;#223;lich auch f&amp;amp;#252;r die Entstehung einer rein britischen K&amp;amp;#246;nigslinie, dem Haus Plantagenet. In den 300 Jahre sp&amp;amp;#228;ter stattfindenden Rosenkriegen zwischen den Angeh&amp;amp;#246;rigen der Plantagenet-Nebenlinien York und Lancaster wurde der legitime Thronanspruch zum vorerst letzten Mal ausgefochten. Als Heinrich Tudor, Graf von Richmond, 1485 zum K&amp;amp;#246;nig gekr&amp;amp;#246;nt wurde, nachdem Richard III. aus dem Hause York auf dem Schlachtfeld gefallen war, h&amp;amp;#228;tten wohl nur wenige Engl&amp;amp;#228;nder vermutet, dass damit eine 118 Jahre w&amp;amp;#228;hrende Regentschaft des Hauses Tudor beginnen sollte. Elisabeth I. (1558-1603) erwies sich als die r&amp;amp;#252;hrigste Monarchin dieser Abstammung. Ebenso wenig wie 1485 h&amp;amp;#228;tten Beobachter im Jahre 1558 wohl vorhersehen k&amp;amp;#246;nnen, dass dem K&amp;amp;#246;nigreich trotz der sozialen und politischen Zerrissenheit und der internationalen Niederlagen der vergangenen Jahrzehnte ein weiteres glorreiches Zeitalter bevorstehen sollte: Ausgel&amp;amp;#246;st durch Elisabeths Regentschaft waren die n&amp;amp;#228;chsten 200 Jahre der britischen Geschichte von kundschafterischen Erfolgen, Kolonisierungsbestrebungen sowie k&amp;amp;#252;nstlerischer und intellektueller Fortentwicklung gepr&amp;amp;#228;gt. Als Elisabeth, auch die &amp;quot;jungfr&amp;amp;#228;uliche K&amp;amp;#246;nigin&amp;quot; genannt, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, bot das Parlament die Krone ihrem n&amp;amp;#228;chsten Blutsverwandten Jakob VI. von Schottland an. Dieser bestieg schlie&amp;amp;#223;lich als Jakob I. den englischen Thron (1603-1625) und begr&amp;amp;#252;ndete die Dynastie der Stuarts. Allerdings regierten die Stuarts meist gl&amp;amp;#252;cklos. Karl I wurde w&amp;amp;#228;hrend des englischen B&amp;amp;#252;rgerkrieges von Aufst&amp;amp;#228;ndischen gefangen genommen und hingerichtet. W&amp;amp;#228;hrend der &amp;quot;Glorious Revolution&amp;quot; im Jahr 1688 wurde mit Jakob II. schlie&amp;amp;#223;lich der letzte m&amp;amp;#228;nnliche Stuart auf dem britischen Thron gest&amp;amp;#252;rzt. Doch trotz aller Probleme verschmolzen England und Schottland mit dem Act of Union im Jahr 1707 zum &amp;quot;K&amp;amp;#246;nigreich Gro&amp;amp;#223;britannien&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das britische Empire entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer bedeutende See- und Handelsmacht. W&amp;amp;#228;hrend des 18. und 19. Jahrhunderts nutzte das K&amp;amp;#246;nigreich jeden Krieg, an dem sich seine Soldaten (die so genannten Rotr&amp;amp;#246;cke) beteiligten, f&amp;amp;#252;r die Vergr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;erung seiner Kolonialmacht. Besonders wichtig waren dabei der Siebenj&amp;amp;#228;hrige Krieg und die Napoleonischen Kriege. Um 1820 umfasste die Gesamtbev&amp;amp;#246;lkerung des britischen Reichs 200 Millionen Menschen, 26%% der Weltbev&amp;amp;#246;lkerung, was den Einfluss und das Ansehen der Krone und des Landes f&amp;amp;#246;rderte. F&amp;amp;#252;r die Privilegierten bedeutete die viktorianische &amp;amp;#196;ra unter der F&amp;amp;#252;hrung der langj&amp;amp;#228;hrigen Premierminister Gladstone und Disraeli eine Zeit der Selbstgef&amp;amp;#228;lligkeit. Kein Wunder. Schlie&amp;amp;#223;lich war das britische Empire, das zu jener Zeit Australien, Neuseeland, Indien sowie weite Teile Afrikas und Kanadas umfasste, tats&amp;amp;#228;chlich ein Reich, in dem &amp;quot;die Sonne niemals unterging&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch der &amp;quot;lange Sommer des Friedens&amp;quot; fand mit dem Blutbad von Flandern ein j&amp;amp;#228;hes Ende. Die Briten hatten zwar weniger Verluste zu beklagen als die Franzosen und mussten auch keinen politischen Umsturz f&amp;amp;#252;rchten, dennoch ersch&amp;amp;#252;tterte der 1. Weltkrieg das Land st&amp;amp;#228;rker als jede andere europ&amp;amp;#228;ische Macht. Auch bildete er die Basis f&amp;amp;#252;r einen sozialen und wirtschaftlichen Umbruch: Die Pfeiler der industriellen Fortentwicklung, wie z.B. der Kohlebergbau und der Schiffbau, auf denen der britische Wohlstand gr&amp;amp;#252;ndete, verarmten oder waren schlicht &amp;amp;#252;berfl&amp;amp;#252;ssig geworden. Nur langsam entwickelte Gro&amp;amp;#223;britannien neue Wirtschaftszweige, wie die Chemie-, Elektronik- und Automobilindustrie. In der Nachkriegszeit konzentrierte sich die britische Au&amp;amp;#223;enpolitik lange Zeit auf die Rehabilitation Deutschlands, w&amp;amp;#228;hrend die Inlandspolitik ihr Augenmerk auf die Institutionalisierung des Sozialismus richtete, um den Missst&amp;amp;#228;nden im Land entgegenzuwirken. Diese Ambitionen standen allerdings im Konflikt mit der Politik Frankreichs - ein Bruch zwischen Gro&amp;amp;#223;britannien und seinem Alliierten aus Kriegszeiten war unvermeidlich. Frankreich geriet in die Isolation, was mit dem Aufstieg Hitlers in den 30er Jahren verheerende Konsequenzen f&amp;amp;#252;r Europa haben sollte. Gro&amp;amp;#223;britannien stand am Ende des Krieges zwar auf der Seite der Sieger, konnte jedoch die fortschreitende Dekolonisation der 50er und 60er Jahre nicht verhindern. Und obwohl die Briten einen hohen Lebensstandard wahren konnten, setzte sich die Stagnation der britischen Wirtschaft auch in den 60er und 70er Jahren fort. Erst Margaret Thatcher (1979-1990) beendete den Sozialismus in Gro&amp;amp;#223;britannien: Sie erlie&amp;amp;#223; eine Reihe von Gesetzen zur Entstaatlichung nahezu aller Industriezweige, die die Labour-Partei in den 40er Jahren in Staatsbesitz gebracht hatte. Mit dem Versprechen &amp;quot;Wir werden als neue Labour-Partei regieren&amp;quot; &amp;amp;#252;bernahm die 1997 gew&amp;amp;#228;hlte Blair-Regierung zwar einige von Thatchers au&amp;amp;#223;enpolitischen Strategien, setzte aber auch Wirtschaftsreformen durch, wie sie es in ihrer Grundsatzerkl&amp;amp;#228;rung versprochen hatte. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch terroristische Gruppen arbeitet Gro&amp;amp;#223;britannien im Kampf gegen den Terrorismus heute eng mit den USA und anderen Nationen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Imperial)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = [[Datei:rotrock_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Linieninfanterist_(Civ6)#Rotrock]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Mit Gottes Güte Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, Verteidigerin des Glaubens, Kaiserin von Indien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Man sollte andere niemals seine (sehr natürlichen und gewöhnlichen) Gefühle zeitweiligen Zorns und Unbehagens sehen lassen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor sie mit Prinz Albert verheiratet war, die Mutter von neun Kindern und Großmutter von 42 Enkeln wurde (wodurch das Haus Windsor letztendlich mit beinahe jeder Monarchie in Europa verwandt war) und Großbritannien und sein Reich 63 ereignisreiche Jahre lang regierte, wurde die junge Victoria als voraussichtliche Erbin bereits in jungen Jahren auf den Thron vorbereitet. Sie sollte ihre Kindheit als &amp;quot;ziemlich melancholisch&amp;quot; beschreiben. Ihre Mutter war extrem beschützend und Victoria wurde isoliert von anderen Kindern unter dem &amp;quot;Kensington-System&amp;quot;, einem komplexen Satz aus Regeln und Protokollen für jede Verhaltensfacette, erzogen. Sie durfte niemanden kennenlernen, der als &amp;quot;unerwünscht&amp;quot; erachtet wurde (was in den Augen ihrer Mutter so gut wie jeder war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war keine Überraschung, dass die intelligente junge Frau - sie war von Privatlehrern im Palast, den sie nur sehr selten verließ, äußerst gut ausgebildet worden - die ganzen Regeln verspottete. Als sie volljährig wurde, bat sie ihren Vater, den König, um zwei Dinge: dass sie jeden Tag eine Stunde für sich bekäme, ohne ihre Anstandsdamen, und dass ihr Bett aus dem Zimmer ihrer Mutter entfernt würde und sie ein eigenes Schlafzimmer erhielte. Im Mai 1836 wurde sie Albert vorgestellt, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, einem von vielen Verehrern. Sie interessierte sich sehr für ihn allein, wie sie ihrem Onkel, König Leopold von Belgien, schrieb, der sie einander vorgestellt hatte, um ihm &amp;quot;für die Aussicht auf großes Glück ... in der Person des guten Albert&amp;quot; zu danken. Doch da sie erst 17 Jahre war, verwarf sie jeden Gedanken an eine Heirat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wurde nur durch Victorias 18. Geburtstag im Mai 1837 vor einer höchstwahrscheinlich unglückseligen Regentschaft unter ihrer Mutter und deren Liebhaber, dem ehrgeizigen Sir John Conroy (eine von König William gefürchtete Möglichkeit, der verkündete, dass er nur so lange leben wollte, bis Victoria alt genug sei, um zu regieren) gerettet. Ihr Vater starb weniger als einen Monat später und sie wurde Königin von Großbritannien. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war es, Conroy aus ihrem Umfeld zu verbannen und alle persönlichen Verbindungen zur Königinwitwe zu unterbinden. Albert kehrte nach London zurück, um seine Freundschaft zu Victoria zu erneuern; sie wurden fünf Tage später auf Schloss Windsor im Oktober 1839 getraut. Was immer er für Fehler hatte, er hatte eine stabilisierende und entspannende Wirkung auf Victoria, die zudem auf intellektuellem Niveau von seinem Glauben an Sozialreformen und &amp;quot;moderne&amp;quot; Innovationen angetan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte Victorias lange Amtszeit als eine Litanei von Kriegen an fernen Orten betrachten: die Anglo-Afghanischen Kriege, die Opiumkriege, die Sikh-Kriege, die Xhosa-Kriege, die Birmanen-Kriege, der Krimkrieg, der Perserkrieg, der Indische Aufstand von 1857 (der ihr den Titel &amp;quot;Kaiserin&amp;quot; einbrachte), die Aschanti-Kriege, Zulu-Kriege, zwei Burenkriege, den Mahdi-Aufstand und neben anderen militärischen Abenteuern noch der Boxeraufstand. Die Realität der Pax Britannica bedeutete viel Blutvergießen. Also überließ sie stattdessen diese ganzen Torheiten ihren vielen Premierministern und dem Parlament, während sie ihre Tage mit ihren eigenen Interessen verbrachte ... wiederholte Schwangerschaften und, auf Alberts Drängen hin, soziale Reformen für die unteren Klassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England litt an allen Krankheiten (und noch ein paar mehr) einer Industriegesellschaft, und die von Victoria und Albert verkörperte Krone übernahm die Führung darin, sich dieser anzunehmen. Einige glaubten an die Philosophie der Selbsthilfe, durch die sich die Benachteiligten selbst von dem &amp;quot;heilten&amp;quot;, an was auch immer sie litten, ob nun Alkohol, Drogen oder Armut. Aber viele glaubten, dass die Regierung und/oder die Reichen versuchen sollten, das Leben der Massen zu verbessern. In ganz England wurden Hunderte von wohltätigen Stiftungen gegründet, von denen viele Victorias und/oder Alberts Namen trugen. Soziale &amp;quot;Experimente&amp;quot; wie Robert Owens' utopische Gesellschaften wurden gestartet. Autoren wie Dickens und Thackeray machten auf die missliche Lage der Arbeiterklasse aufmerksam. Da die britische Königsfamilie immer noch einen gewissen Einfluss auf Staatsangelegenheiten hatte, auch wenn es nur der Einfluss auf die allgemeine Meinung war, äußerte sich Victoria zu solchen Reformen wie dem Elementary Education Act (kostenlose Schulbildung für jedes Kind bis zum 10. Lebensjahr) und dem Matrimonial Causes Act (ein Gesetz, dass die Scheidung zu einer rechtlichen statt einer religiösen Angelegenheit machte, und es einer Frau ermöglichte, anschließend die volle Kontrolle über ihre eigenen Zivilrechte und Finanzen zu erlangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit färbte Alberts Interesse an Wissenschaft als Weg zur Verbesserung des Lebens des Volkes, was viele der Dilettanten der oberen Klasse teilten, die etwas Unterhaltsames zum Zeitvertreib suchten, auf Victoria ab. Die Krone ermutigte und finanzierte sogar manchmal die ganzen britischen Abenteurer, die durch die Welt bummelten, Berge bestiegen, Wüsten und Dschungel durchquerten, exotische Tiere töteten oder sammelten, bei eingeborenen primitiven Stämmen lebten und ganz allgemein ihre Nasen in alles Mögliche steckten. Rationalismus war weit verbreitet und selbst Victoria war neugierig, ob Technologie die soziale Ordnung retten und den moralischen Verfall aufhalten könnte. Tausende kamen, um die Ausstellungen in der Royal Horticulture Society, der Londoner Royal Society, der Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreiches für die Naturwissenschaften, und der Londoner Industrieausstellung (1851, die erste &amp;quot;Weltausstellung&amp;quot;) zu besuchen. Auf der praktischen Seite führte der &amp;quot;Große Gestank von 1858&amp;quot; die Krone dazu, die größte technische Errungenschaft des viktorianischen Englands zu finanzieren: eine Kanalisation in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1861 starb Prinz Albert an Typhus. Es brach der mürrischen und stoischen Victoria das Herz und sie verbrachte den Rest ihres Lebens in einem andauernden Zustand der Trauer. Es gab allerdings Gerüchte, dass sie Trost in der ergebenen und fast ständigen Anwesenheit von John Brown, ihrem schottischen Diener, fand. Wie auch immer ihr Verhältnis war, Victoria zog sich nach Alberts Tod in die Abgeschiedenheit ihrer Schlösser und Paläste zurück, schränkte ihre öffentlichen Auftritte ein und hielt sich für den Rest ihres Lebens nur noch selten in London auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Victorias goldenem Jubiläum im Jahr 1887 befand sich das British Empire beinahe auf seinem Höhepunkt. Es war die erste &amp;quot;Supermacht&amp;quot; der Welt, seine Tentakel reichten bis in jede Ecke von Gesellschaft, Kultur, Finanzen und Politik auf der ganzen Welt. Die Feierlichkeiten waren Victorias Wünschen entsprechend reserviert - und moralisch: Es gab nur eine Prozession und einen Dankesgottesdienst in Westminster Abbey. Mit Victorias Diamant-Jubiläum übertraf sie George III. als den am längsten regierenden Monarchen in der englischen und schottischen Geschichte (wie auch anderer Monarchien). Wieder bestand sie darauf, dass das Jubiläum vielmehr das Empire statt ihre Herrschaft feiern sollte. Anfang Januar 1901 fühlte sich die regierende Königin Victoria &amp;quot;schwach und krank&amp;quot;; sie starb friedlich am 22. Januar - im Tode ebenso würdevoll und reserviert, wie sie es im Leben gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Victoria ist eine höfliche und freundliche junge Dame, so lange sie ihren Willen bekommt. Aber wehe, Ihr lasst sie nicht auf Euren Kontinent - damit versteht sie keinen Spaß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England (und Victoria) sind Meister darin, die Macht Britanniens jedem Kontinent rund um den Erdball aufzuerlegen. Zu Beginn nutzt sie die Royal-Navy-Werft und ihre Sea Dogs, um die Herrschaft über die Meere zu erlangen, um dann während des Industriezeitalters mit Rotröcken aufzumarschieren und ihre Position in der Welt zu festigen. Diese Expansionspolitik wird Englands doppelt so starker Archäologie zuspielen, wodurch ein Kultursieg immer wahrscheinlicher wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. (Dampfzeitalter)==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Dampfzeitalter)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_steam_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
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Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Bei großen Ereignissen bin ich ruhig und gelassen; es sind nur Kleinigkeiten, die meine Nerven reizen.'''&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit Victoria im Dampfzeitalter könnt Ihr England zur industriellen Revolution hinführen und so die Weichen für Euren Sieg stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victoria macht England zu einer {{6prod}} Produktionsmacht. Ihre Forschung sollte anfangs auf Bronzeverarbeitung ausgelegt sein, damit sie Eisen freischalten kann, auf das sie durch ihre Anführer-Fähigkeit +2 {{6prod}} Produktion erhält. Ihre Zivilisationsfähigkeit sorgt zudem dafür, dass es schneller angehäuft wird. Als Nächstes sollte sie Ausbildung priorisieren, um das Industriegebiet und die Werkstatt freizuschalten. Dank ihrer Fähigkeiten kurbelt die Werkstatt die {{6prod}} Produktion an. Die Royal-Navy-Werft ist ein guter Ort für die vielen strategischen Ressourcen, die sie ansammeln wird. Auf ihrem Weg zum Sieg kann sie {{6prod}} Produktionsbonusse nutzen, um eine große Armee für einen Herrschaftssieg aufzustellen oder um Bezirke und Gebäude zu bauen und England in den Weltraum zu führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore symbol civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten erzeugen zusätzliche Loyalität für ihre Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elizabeth I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Elizabeth I.|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1533 - 1603|&lt;br /&gt;
Bild = elizabeth_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elizabeth_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Welt schaut zu. Wir herrschen auf ihrer Bühne.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth I. (1533-1603) ist heute fast noch berühmter als zu ihren Lebzeiten. Sie war es, die den Grundstein für das spätere British Empire legte – mit einem zusammengewürfelten Haufen Freibeuter und Spione in einer Weltordnung, die von feindlichen Mächten dominiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tudorzeit in England ist der Inbegriff der frühen Neuzeit. In dieser Epoche lassen sich die Anfänge des Weltsystems von heute erkennen, seien es nun die Ursprünge des Finanz- und Versicherungswesens und der Investition in den Hallen der britischen Ostindien-Kompanie, die Reformation oder das Fundament der absoluten Monarchie und des demokratischen Parlamentarismus. Sie alle entstammen dem Elisabethanischen Zeitalter, als einer der bedeutendsten Monarchen in der Geschichte Englands – und der Welt – regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die frühere Weltordnung noch in ihrer Blüte. Die Imperien Spaniens und Portugals befanden sich auf dem Höhepunkt, sahen den außerordentlichen Reichtum, den sie durch ihre Kolonien angehäuft hatten, jedoch nach und nach in Kriegen um die königliche Nachfolge dahinschwinden, die für das Volk kaum Relevanz besaßen. Das Ming- und das Mogulreich waren sich ihres wohlhabenden Status so sicher, dass sie dem aufziehenden Sturm der Kolonialisierung mit Selbstgefälligkeit begegneten. England war nur ein verregneter, matschiger Felsen am Rand der Welt. Niemand rechnete damit, dass dort ein Imperium entstehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth war die Tochter von Heinrich VIII. und seiner zweiten, unglückseligen Ehefrau Anne Boleyn. Nach Boleyns Tod und der Annullierung ihrer Ehe galt Elisabeth als unehelich – was ihr nicht gerade einen vielversprechenden Start bescherte. Noch schlimmer wurde es, als die Katholikin Maria den Thron bestieg, da Elisabeths protestantische Neigungen sie in Gefahr brachten und sogar zur Inhaftierung der zukünftigen Königin führten. Doch Maria war krank und nach ihrem Tod 1558 bestieg Elisabeth den Thron, wo sie jedoch keineswegs sicher war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeths Lage war besonders in den ersten Jahren ihrer Regierungszeit prekär. Nachdem sie zwölf Jahre lang regiert hatte, ohne Anstalten zu machen, sich wieder der katholischen Kirche zuzuwenden, erklärte der Papst ihre Exkommunikation. Es folgten mehrere Komplotte gegen sie und ihre Herrschaft. Elisabeth fand verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen: Sie vergrößerte die Flottenpräsenz, etablierte eine Geheimpolizei rund um den Spion Francis Walsingham und kokettierte mit katholischen Monarchen. Doch nicht jede Drohung ist subtil. Nach jahrzehntelangen Schikanen durch englische Freibeuter und nach einer Rebellion niederländischer Protestanten gegen die spanische Herrschaft entbrannte 1585 ein Krieg zwischen England und Spanien. Spanien entsandte seine vielgerühmte Armada an die Küste Englands – eine nicht zu verachtende Bedrohung, da das Spanische Reich in den 1580ern besonders mächtig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg über die Armada war die Geburtsstunde der &amp;quot;hölzernen Mauern&amp;quot; von England und seiner jahrhundertelangen Überlegenheit auf See. Zwar machte keine Schlacht von Salamis (wie in den Perserkriegen) den Sieg aus, doch eine Reihe zermürbender Überfälle auf spanische Schiffe, der waghalsige Einsatz mit Öl getränkter Boote und ein Sturm im richtigen Moment trugen zur Niederlage der Spanier bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war bewusst, dass ihr Stand im eigenen Land heikel war. Da sie die katholischen Mächte bereits gegen sich aufgebracht hatte, vermied sie offenkundigen protestantischen Symbolismus und verbannte sogar die Puritaner (die sich später in den englischen Kolonien in Nordamerika niederließen). Sie lehnte außerdem jegliche Heiratsangebote ab – wobei wir nur spekulieren können, ob dies aus persönlichen Gründen geschah oder aus Sorge, zu tief in der politischen Schuld ihres Ehemannes zu stehen. Daher stammt ihr Spitzname &amp;quot;the Virgin Queen&amp;quot; (die jungfräuliche Königin), dem die nordamerikanische Siedlung &amp;quot;Virginia&amp;quot; ihren Namen verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Bereich ließ sie jedoch alle Vorsicht außer Acht: Die Bevölkerung Irlands war streng katholisch und lehnte die Herrschaft durch England ab. Elisabeth gewährte loyalen englischen Untergebenen Landbesitz und Titel und praktizierte die Politik der verbrannten Erde dort, wo man sich ihr widersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späteren Jahre ihrer Herrschaft waren nicht mit dem zu vergleichen, was sie einmal gewesen war. Ohne ihre wichtigsten Höflinge an ihrer Seite bröckelte Elisabeths Macht durch das Streben politischer und gesellschaftlicher Emporkömmlinge nach starken Handelsmonopolen. Diese Monopole erwiesen sich innerhalb Englands und über die Grenzen hinaus als einflussreich, wenn auch zuweilen schädlich. Hiermit begann der Aufschwung der großen Handelsgesellschaften in England. Obwohl Elisabeth die Etablierung Virginias nicht mehr erlebte, ließ sie es an Versuchen nicht mangeln – die dem Untergang geweihte Roanoke-Kolonie entstand unter ihrer Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur des Elisabethanischen Zeitalters begleitet uns noch heute, vor allem durch die Werke von Shakespeare und Marlowe, die die Kunst und Kultur Englands aufblühen ließen.&lt;br /&gt;
1603 verstarb Elisabeth, nachdem sie über 44 Jahre regiert hatte. Doch das England, dessen Fundament sie geschaffen hatte, überdauerte und sollte in den darauffolgenden Jahrhunderten die Weltbühne beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie===&lt;br /&gt;
Habt Ihr Interesse an einem Handelsabkommen mit England? Durch Handel könnt Ihr das neue Elisabethanische Zeitalter Englands etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Elisabeths Regierungszeit spielen Handel und {{6gpa}} Große Admiräle in England eine zentrale Rolle. Die Royal-Navy-Werft liefert Euch zusätzliche Marine-Fortbewegung und {{6gpa}} Großer-Admiral-Punkte. Diese erhöhte Marine-Fortbewegung könnt Ihr in Verbindung mit der Sea-Dog-Einheit nutzen, um gegnerische {{6handel}} Handelswege zu plündern. Drakes Vermächtnis verhilft Euch dabei zu zusätzlicher Beute. Mit Eurem ersten {{6gpa}} Großen Admiral erhaltet Ihr auch 2 weitere {{6handel}} Handelswege. Verbindet Euch darüber mit Stadtstaaten, um Eure Schatzkammer schnell zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:35:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Schwarze Königin)|Katharina von Medici]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Frankreich_(Civ6)#Elenore von Aquitanien|Elenore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
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Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
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Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herzogin von Aquitanien und amtierende Königin von Frankreich und Spanien===&lt;br /&gt;
'''In nomine sancte et individue Trinitatis, ego Helienordis, Dei gratia humilis Francorum regina, et Aquitanorum ducissa.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tochter eines Herzogs, Gattin von zwei Königen und Mutter von drei Königen und zwei Königinnen war sie vermutlich die mächtigste Frau in Europa zu ihren Lebzeiten. Sie hatte die Herrschaft über das Herzogtum Aquitanien inne und saß sowohl in Frankreich als auch in England auf dem Thron. Letzteres regierte sie im Namen ihres Sohnes. Sie war eine starke Förderin der Künste und die Frau, der wir die Entwicklung des Konzeptes der Ritterlichkeit am meisten zu verdanken haben. Als junge Frau war sie bezaubernd, geistreich und energiegeladen, als Königin entwickelten sie zudem ein zutiefst scharfsinniges politisches Gespür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde 1122 als Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien geboren, der einer der ersten Förderer der aufkommenden Troubadoure war. Eleonore wuchs an einem Hof auf, der sowohl wohlhabend als auch reich an Kultur war. Als sie nach dem Tode Wilhelms den Titel der Herzogin von Aquitanien annahm, heiratete sie den französischen Kronprinzen, der nach dem Tode seines Vaters, Ludwig dem Dicken, zu Ludwig dem VII. wurde. Eleonore begleitete den gottesfürchtigen Ludwig VII. auf dem Zweiten Kreuzzug, auch wenn Frankreich bei Jerusalem eine empfindliche Niederlage einstecken musste und gezwungen war, sich zurückzuziehen. Eleonore wollte ihren Onkel, Raimund von Poitiers, unterstützen, was aber von Ludwig verhindert wurde. Der Streit führte zur Annullierung ihrer Ehe. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter, aber keine Söhne, was offenbar zur Entfremdung beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon kurz darauf, nur zwei Monate nach der Annullierung ihrer Ehe, heiratete sie Heinrich, den Herzog der Normandie. Der junge König Plantagenet war erpicht darauf, die Ländereien seiner Familie zurückzugewinnen und die Hochzeit mit Eleonore führte unmittelbar zum Konflikt mit Ludwig. Es kam zu einem komplexen Krieg an vielen Fronten, der zu gleichen Teilen aus offenen und verdeckten kriegerischen Aktivitäten bestand und bis 1154 andauerte. Eleonore gebar Heinrich vier Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit lebte sie mit ihrer Tochter Marie (von Ludwig) in Poitiers. Dort führte sie gemeinsam mit den Adelsdamen am Hof Poitiers den berühmten Minnehof ein, der die Traditionen der Ritterlichkeit und der höfischen Liebe bekannt machte. Die hochrangigen Damen (und einige Herren) des Hofes sollten dort ihr Anliegen der romantischen Liebe bei Eleonore und ihrem Adel vorbringen, worauf die Damen ihr Urteil fällten. Die Troubadoure sollten viele der Ideale der höfischen Liebe unter Eleonores Gunst im restlichen Europa verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonores Söhne waren ebenso ehrgeizig wie ihre Eltern. Weil er nicht länger den Mann fürs Grobe für seinen Vater spielen wollte, zettelte Heinrich der Jüngere eine Revolte an und versuchte, seine Brüder für das Unterfangen zu gewinnen. Eleonore schien ihre Söhne zu dieser Revolte ermutigt zu haben. Als sie scheiterte, sperrte Heinrich Eleonore für die folgenden 16 Jahre ein. Heinrich der Jüngere starb 1183 nach einem zweiten fehlgeschlagenen Aufstand gegen seinen Vater, danach hob Heinrich II. einige Einschränkungen Eleonores auf und sie zeigte sich mit ihm bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrich II. 1189 starb, übernahm sein Sohn Richard Löwenherz die Regentschaft über die Ländereien der Familie in England und Frankreich. Eleonore wurde aus der Gefangenschaft entlassen und übernahm die Regierungeschäfte in England in Richards Namen. Richard selbst zog in den Dritten Kreuzzug, was sehr schlimm für ihn ausging (Details dazu im Eintrag zu Saladin). Dass England Richard gegenüber loyal blieb, spricht für ihren Erfolg, da ihr jüngster Sohn Johann während der Abwesenheit seines Bruders einen Staatsstreich versuchte, aber die Kontrolle über England nicht erlangte. Eleonore spielte eine entscheidende Rolle dabei, das immense Lösegeld aufzutreiben, dass erforderlich war, um Richard aus der Gefangenschaft in Österreich freizukaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1199 und die Regentschaft ging über auf den nichtsnutzigen Johann, dessen Herrschaft den Niedergang des Angevinischen Reichs, den Aufstieg Robin Hoods und die Magna Carta einläutete, und dessen Unfähigkeit seine Mutter zur Verzweiflung getrieben haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie schon in den Siebzigern war, entsandte Johann seine Mutter Eleonore auf eine diplomatische Mission an den Hof von Kastilien. Dort war ihre Tochter (sie hieß ebenfalls Eleonore) Königin und diese hatte wiederum Töchter. Eleonore sollte eine Braut für den neuen Kronprinzen Frankreichs auswählen, der tatsächlich auch der Enkel von Eleonores erstem Ehemann Ludwig VII. war, um den Frieden zwischen Frankreich unter Philip II. und König Johann zu zementieren. Die Rückreise gestaltete sich schwierig und sie verblieb in Fontevraud und schickte die zukünftige Königin Blanka voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende von Eleonores Leben setzte das Muster der nachfolgenden Generationen fort, die versuchten, die vorhergehende zu stürzen. 1202 versuchte ihr Enkel Arthur, der Herzog der Bretagne, Eleonore im Schloss Mirebeau gefangen zu nehmen. Johann marschierte gegen Arthur, beendete die Belagerung Mirebeaus und nahm den 15-jährigen Arthur gefangen. Arthur verschwand in der Gefangenschaft durch Johann spurlos. Eleonore setzte sich in Fontevraud zur Ruhe, trat einer religiösen Ordensgemeinschaft bei und starb 1204. Sie wurde in Fontevraud zwischen ihrem Ehemann Heinrich II. und ihrem Sohn Richard bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Eleonore verdient sich die Loyalität der Welt durch ihre Schirmherrschaft über die Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eleonore von Aquitanien ist einzigartig, da sie entweder die französische oder die englische Zivilisation regieren kann. Große Werke in ihren Städten reduzieren die Loyalität für andere Städte außerhalb ihrer Zivilisation. Wenn eine Stadt eine andere Zivilisation wegen Mangel an Loyalität verlässt und Eleonores Zivilisation dort die größte Loyalität erzeugt, schließt sich diese Stadt ihr automatisch an, ohne zuerst zu einer freien Stadt zu werden. Sie erweitert ihren Einfluss auf Kosten naher Zivilisationen, unabhängig davon, ob sie für Frankreich oder England spielt, und zwar durch die Macht der Künste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>England (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:32:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''England''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[England]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = England&lt;br /&gt;
| Bild = england_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_England_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[England_(Civ6)#Victoria I.|Victoria I. (Imperial)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Victoria I. (Dampfzeitalter)|Victoria I. (Dampfzeitalter)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Eleonore von Aquitanien|Eleonore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[England_(Civ6)#Elizabeth I.|Elizabeth I.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Sea_Dog_(Civ6)|Sea Dog]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  sea_dog_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Hafen_(Civ6)#Royal Navy Dock|Royal Navy Dock]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = hafen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Rot, weiss&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
In der Antike lag Britannien an der Peripherie der zivilisierten Welt. Julius C&amp;amp;#228;sars Landung in Britannien im Jahr 55/54 v.Chr, galt damals als waghalsige Reise in das Unbekannte. Nach der Eroberung der Insel durch die Truppen des r&amp;amp;#246;mischen Kaisers Claudius im Jahr 43 blieb Britannien 400 Jahre lang r&amp;amp;#246;mische Provinz. Die R&amp;amp;#246;mer bauten St&amp;amp;#228;dte, Stra&amp;amp;#223;en und riesige Badeh&amp;amp;#228;user, deren Ruinen die Zeiten &amp;amp;#252;berdauert haben. Nach dem Untergang des R&amp;amp;#246;mischen Reichs setzten Mitte des 5. Jahrhunderts erste Siedler nach England &amp;amp;#252;ber. Diese wurden sofort von einem britischen Stammesf&amp;amp;#252;hrer rekrutiert, um dessen K&amp;amp;#246;nigreich gegen die Pikten und die Schotten zu verteidigen. Die ersten S&amp;amp;#246;ldner entstammten drei verschiedenen Volksst&amp;amp;#228;mmen - den Angeln, den Sachsen und den J&amp;amp;#252;ten - die sich an der K&amp;amp;#252;ste Nordwestgermaniens angesiedelt hatten und schlie&amp;amp;#223;lich die alte Ordnung auf den Kopf stellten. In der Folgezeit stand das Land unter der Herrschaft rivalisierender K&amp;amp;#246;nigreiche. Das erste politische Gebilde, das den Namen &amp;quot;England&amp;quot; verdiente, entstand, als das K&amp;amp;#246;nigreich Wessex die Insel im Kampf gegen die D&amp;amp;#228;nen und Wikinger im 9. Jahrhundert erstmals unter einem Banner vereinte. Doch die englische Vorherrschaft war nur von kurzer Dauer: Nach der Eroberung durch die Normannen (1066) musste sich England dem fr&amp;amp;#228;nkischen Adel beugen, der schlie&amp;amp;#223;lich auch den Feudalismus einf&amp;amp;#252;hrte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Invasion der Normannen f&amp;amp;#252;hrte zu einer neuerlichen kulturellen und politischen Umorientierung Britanniens, da die Eroberer viele Elemente der r&amp;amp;#246;mischen Kultur, die w&amp;amp;#228;hrend der Besetzung durch die Germanen verloren gegangen waren, wieder einf&amp;amp;#252;hrten. Die englischen Normannen sorgten schlie&amp;amp;#223;lich auch f&amp;amp;#252;r die Entstehung einer rein britischen K&amp;amp;#246;nigslinie, dem Haus Plantagenet. In den 300 Jahre sp&amp;amp;#228;ter stattfindenden Rosenkriegen zwischen den Angeh&amp;amp;#246;rigen der Plantagenet-Nebenlinien York und Lancaster wurde der legitime Thronanspruch zum vorerst letzten Mal ausgefochten. Als Heinrich Tudor, Graf von Richmond, 1485 zum K&amp;amp;#246;nig gekr&amp;amp;#246;nt wurde, nachdem Richard III. aus dem Hause York auf dem Schlachtfeld gefallen war, h&amp;amp;#228;tten wohl nur wenige Engl&amp;amp;#228;nder vermutet, dass damit eine 118 Jahre w&amp;amp;#228;hrende Regentschaft des Hauses Tudor beginnen sollte. Elisabeth I. (1558-1603) erwies sich als die r&amp;amp;#252;hrigste Monarchin dieser Abstammung. Ebenso wenig wie 1485 h&amp;amp;#228;tten Beobachter im Jahre 1558 wohl vorhersehen k&amp;amp;#246;nnen, dass dem K&amp;amp;#246;nigreich trotz der sozialen und politischen Zerrissenheit und der internationalen Niederlagen der vergangenen Jahrzehnte ein weiteres glorreiches Zeitalter bevorstehen sollte: Ausgel&amp;amp;#246;st durch Elisabeths Regentschaft waren die n&amp;amp;#228;chsten 200 Jahre der britischen Geschichte von kundschafterischen Erfolgen, Kolonisierungsbestrebungen sowie k&amp;amp;#252;nstlerischer und intellektueller Fortentwicklung gepr&amp;amp;#228;gt. Als Elisabeth, auch die &amp;quot;jungfr&amp;amp;#228;uliche K&amp;amp;#246;nigin&amp;quot; genannt, starb, ohne Kinder zu hinterlassen, bot das Parlament die Krone ihrem n&amp;amp;#228;chsten Blutsverwandten Jakob VI. von Schottland an. Dieser bestieg schlie&amp;amp;#223;lich als Jakob I. den englischen Thron (1603-1625) und begr&amp;amp;#252;ndete die Dynastie der Stuarts. Allerdings regierten die Stuarts meist gl&amp;amp;#252;cklos. Karl I wurde w&amp;amp;#228;hrend des englischen B&amp;amp;#252;rgerkrieges von Aufst&amp;amp;#228;ndischen gefangen genommen und hingerichtet. W&amp;amp;#228;hrend der &amp;quot;Glorious Revolution&amp;quot; im Jahr 1688 wurde mit Jakob II. schlie&amp;amp;#223;lich der letzte m&amp;amp;#228;nnliche Stuart auf dem britischen Thron gest&amp;amp;#252;rzt. Doch trotz aller Probleme verschmolzen England und Schottland mit dem Act of Union im Jahr 1707 zum &amp;quot;K&amp;amp;#246;nigreich Gro&amp;amp;#223;britannien&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Das britische Empire entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer bedeutende See- und Handelsmacht. W&amp;amp;#228;hrend des 18. und 19. Jahrhunderts nutzte das K&amp;amp;#246;nigreich jeden Krieg, an dem sich seine Soldaten (die so genannten Rotr&amp;amp;#246;cke) beteiligten, f&amp;amp;#252;r die Vergr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;erung seiner Kolonialmacht. Besonders wichtig waren dabei der Siebenj&amp;amp;#228;hrige Krieg und die Napoleonischen Kriege. Um 1820 umfasste die Gesamtbev&amp;amp;#246;lkerung des britischen Reichs 200 Millionen Menschen, 26%% der Weltbev&amp;amp;#246;lkerung, was den Einfluss und das Ansehen der Krone und des Landes f&amp;amp;#246;rderte. F&amp;amp;#252;r die Privilegierten bedeutete die viktorianische &amp;amp;#196;ra unter der F&amp;amp;#252;hrung der langj&amp;amp;#228;hrigen Premierminister Gladstone und Disraeli eine Zeit der Selbstgef&amp;amp;#228;lligkeit. Kein Wunder. Schlie&amp;amp;#223;lich war das britische Empire, das zu jener Zeit Australien, Neuseeland, Indien sowie weite Teile Afrikas und Kanadas umfasste, tats&amp;amp;#228;chlich ein Reich, in dem &amp;quot;die Sonne niemals unterging&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch der &amp;quot;lange Sommer des Friedens&amp;quot; fand mit dem Blutbad von Flandern ein j&amp;amp;#228;hes Ende. Die Briten hatten zwar weniger Verluste zu beklagen als die Franzosen und mussten auch keinen politischen Umsturz f&amp;amp;#252;rchten, dennoch ersch&amp;amp;#252;tterte der 1. Weltkrieg das Land st&amp;amp;#228;rker als jede andere europ&amp;amp;#228;ische Macht. Auch bildete er die Basis f&amp;amp;#252;r einen sozialen und wirtschaftlichen Umbruch: Die Pfeiler der industriellen Fortentwicklung, wie z.B. der Kohlebergbau und der Schiffbau, auf denen der britische Wohlstand gr&amp;amp;#252;ndete, verarmten oder waren schlicht &amp;amp;#252;berfl&amp;amp;#252;ssig geworden. Nur langsam entwickelte Gro&amp;amp;#223;britannien neue Wirtschaftszweige, wie die Chemie-, Elektronik- und Automobilindustrie. In der Nachkriegszeit konzentrierte sich die britische Au&amp;amp;#223;enpolitik lange Zeit auf die Rehabilitation Deutschlands, w&amp;amp;#228;hrend die Inlandspolitik ihr Augenmerk auf die Institutionalisierung des Sozialismus richtete, um den Missst&amp;amp;#228;nden im Land entgegenzuwirken. Diese Ambitionen standen allerdings im Konflikt mit der Politik Frankreichs - ein Bruch zwischen Gro&amp;amp;#223;britannien und seinem Alliierten aus Kriegszeiten war unvermeidlich. Frankreich geriet in die Isolation, was mit dem Aufstieg Hitlers in den 30er Jahren verheerende Konsequenzen f&amp;amp;#252;r Europa haben sollte. Gro&amp;amp;#223;britannien stand am Ende des Krieges zwar auf der Seite der Sieger, konnte jedoch die fortschreitende Dekolonisation der 50er und 60er Jahre nicht verhindern. Und obwohl die Briten einen hohen Lebensstandard wahren konnten, setzte sich die Stagnation der britischen Wirtschaft auch in den 60er und 70er Jahren fort. Erst Margaret Thatcher (1979-1990) beendete den Sozialismus in Gro&amp;amp;#223;britannien: Sie erlie&amp;amp;#223; eine Reihe von Gesetzen zur Entstaatlichung nahezu aller Industriezweige, die die Labour-Partei in den 40er Jahren in Staatsbesitz gebracht hatte. Mit dem Versprechen &amp;quot;Wir werden als neue Labour-Partei regieren&amp;quot; &amp;amp;#252;bernahm die 1997 gew&amp;amp;#228;hlte Blair-Regierung zwar einige von Thatchers au&amp;amp;#223;enpolitischen Strategien, setzte aber auch Wirtschaftsreformen durch, wie sie es in ihrer Grundsatzerkl&amp;amp;#228;rung versprochen hatte. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch terroristische Gruppen arbeitet Gro&amp;amp;#223;britannien im Kampf gegen den Terrorismus heute eng mit den USA und anderen Nationen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Imperial)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = [[Datei:rotrock_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Linieninfanterist_(Civ6)#Rotrock]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Mit Gottes Güte Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, Verteidigerin des Glaubens, Kaiserin von Indien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Man sollte andere niemals seine (sehr natürlichen und gewöhnlichen) Gefühle zeitweiligen Zorns und Unbehagens sehen lassen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor sie mit Prinz Albert verheiratet war, die Mutter von neun Kindern und Großmutter von 42 Enkeln wurde (wodurch das Haus Windsor letztendlich mit beinahe jeder Monarchie in Europa verwandt war) und Großbritannien und sein Reich 63 ereignisreiche Jahre lang regierte, wurde die junge Victoria als voraussichtliche Erbin bereits in jungen Jahren auf den Thron vorbereitet. Sie sollte ihre Kindheit als &amp;quot;ziemlich melancholisch&amp;quot; beschreiben. Ihre Mutter war extrem beschützend und Victoria wurde isoliert von anderen Kindern unter dem &amp;quot;Kensington-System&amp;quot;, einem komplexen Satz aus Regeln und Protokollen für jede Verhaltensfacette, erzogen. Sie durfte niemanden kennenlernen, der als &amp;quot;unerwünscht&amp;quot; erachtet wurde (was in den Augen ihrer Mutter so gut wie jeder war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war keine Überraschung, dass die intelligente junge Frau - sie war von Privatlehrern im Palast, den sie nur sehr selten verließ, äußerst gut ausgebildet worden - die ganzen Regeln verspottete. Als sie volljährig wurde, bat sie ihren Vater, den König, um zwei Dinge: dass sie jeden Tag eine Stunde für sich bekäme, ohne ihre Anstandsdamen, und dass ihr Bett aus dem Zimmer ihrer Mutter entfernt würde und sie ein eigenes Schlafzimmer erhielte. Im Mai 1836 wurde sie Albert vorgestellt, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, einem von vielen Verehrern. Sie interessierte sich sehr für ihn allein, wie sie ihrem Onkel, König Leopold von Belgien, schrieb, der sie einander vorgestellt hatte, um ihm &amp;quot;für die Aussicht auf großes Glück ... in der Person des guten Albert&amp;quot; zu danken. Doch da sie erst 17 Jahre war, verwarf sie jeden Gedanken an eine Heirat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien wurde nur durch Victorias 18. Geburtstag im Mai 1837 vor einer höchstwahrscheinlich unglückseligen Regentschaft unter ihrer Mutter und deren Liebhaber, dem ehrgeizigen Sir John Conroy (eine von König William gefürchtete Möglichkeit, der verkündete, dass er nur so lange leben wollte, bis Victoria alt genug sei, um zu regieren) gerettet. Ihr Vater starb weniger als einen Monat später und sie wurde Königin von Großbritannien. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war es, Conroy aus ihrem Umfeld zu verbannen und alle persönlichen Verbindungen zur Königinwitwe zu unterbinden. Albert kehrte nach London zurück, um seine Freundschaft zu Victoria zu erneuern; sie wurden fünf Tage später auf Schloss Windsor im Oktober 1839 getraut. Was immer er für Fehler hatte, er hatte eine stabilisierende und entspannende Wirkung auf Victoria, die zudem auf intellektuellem Niveau von seinem Glauben an Sozialreformen und &amp;quot;moderne&amp;quot; Innovationen angetan war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte Victorias lange Amtszeit als eine Litanei von Kriegen an fernen Orten betrachten: die Anglo-Afghanischen Kriege, die Opiumkriege, die Sikh-Kriege, die Xhosa-Kriege, die Birmanen-Kriege, der Krimkrieg, der Perserkrieg, der Indische Aufstand von 1857 (der ihr den Titel &amp;quot;Kaiserin&amp;quot; einbrachte), die Aschanti-Kriege, Zulu-Kriege, zwei Burenkriege, den Mahdi-Aufstand und neben anderen militärischen Abenteuern noch der Boxeraufstand. Die Realität der Pax Britannica bedeutete viel Blutvergießen. Also überließ sie stattdessen diese ganzen Torheiten ihren vielen Premierministern und dem Parlament, während sie ihre Tage mit ihren eigenen Interessen verbrachte ... wiederholte Schwangerschaften und, auf Alberts Drängen hin, soziale Reformen für die unteren Klassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England litt an allen Krankheiten (und noch ein paar mehr) einer Industriegesellschaft, und die von Victoria und Albert verkörperte Krone übernahm die Führung darin, sich dieser anzunehmen. Einige glaubten an die Philosophie der Selbsthilfe, durch die sich die Benachteiligten selbst von dem &amp;quot;heilten&amp;quot;, an was auch immer sie litten, ob nun Alkohol, Drogen oder Armut. Aber viele glaubten, dass die Regierung und/oder die Reichen versuchen sollten, das Leben der Massen zu verbessern. In ganz England wurden Hunderte von wohltätigen Stiftungen gegründet, von denen viele Victorias und/oder Alberts Namen trugen. Soziale &amp;quot;Experimente&amp;quot; wie Robert Owens' utopische Gesellschaften wurden gestartet. Autoren wie Dickens und Thackeray machten auf die missliche Lage der Arbeiterklasse aufmerksam. Da die britische Königsfamilie immer noch einen gewissen Einfluss auf Staatsangelegenheiten hatte, auch wenn es nur der Einfluss auf die allgemeine Meinung war, äußerte sich Victoria zu solchen Reformen wie dem Elementary Education Act (kostenlose Schulbildung für jedes Kind bis zum 10. Lebensjahr) und dem Matrimonial Causes Act (ein Gesetz, dass die Scheidung zu einer rechtlichen statt einer religiösen Angelegenheit machte, und es einer Frau ermöglichte, anschließend die volle Kontrolle über ihre eigenen Zivilrechte und Finanzen zu erlangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit färbte Alberts Interesse an Wissenschaft als Weg zur Verbesserung des Lebens des Volkes, was viele der Dilettanten der oberen Klasse teilten, die etwas Unterhaltsames zum Zeitvertreib suchten, auf Victoria ab. Die Krone ermutigte und finanzierte sogar manchmal die ganzen britischen Abenteurer, die durch die Welt bummelten, Berge bestiegen, Wüsten und Dschungel durchquerten, exotische Tiere töteten oder sammelten, bei eingeborenen primitiven Stämmen lebten und ganz allgemein ihre Nasen in alles Mögliche steckten. Rationalismus war weit verbreitet und selbst Victoria war neugierig, ob Technologie die soziale Ordnung retten und den moralischen Verfall aufhalten könnte. Tausende kamen, um die Ausstellungen in der Royal Horticulture Society, der Londoner Royal Society, der Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreiches für die Naturwissenschaften, und der Londoner Industrieausstellung (1851, die erste &amp;quot;Weltausstellung&amp;quot;) zu besuchen. Auf der praktischen Seite führte der &amp;quot;Große Gestank von 1858&amp;quot; die Krone dazu, die größte technische Errungenschaft des viktorianischen Englands zu finanzieren: eine Kanalisation in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1861 starb Prinz Albert an Typhus. Es brach der mürrischen und stoischen Victoria das Herz und sie verbrachte den Rest ihres Lebens in einem andauernden Zustand der Trauer. Es gab allerdings Gerüchte, dass sie Trost in der ergebenen und fast ständigen Anwesenheit von John Brown, ihrem schottischen Diener, fand. Wie auch immer ihr Verhältnis war, Victoria zog sich nach Alberts Tod in die Abgeschiedenheit ihrer Schlösser und Paläste zurück, schränkte ihre öffentlichen Auftritte ein und hielt sich für den Rest ihres Lebens nur noch selten in London auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Victorias goldenem Jubiläum im Jahr 1887 befand sich das British Empire beinahe auf seinem Höhepunkt. Es war die erste &amp;quot;Supermacht&amp;quot; der Welt, seine Tentakel reichten bis in jede Ecke von Gesellschaft, Kultur, Finanzen und Politik auf der ganzen Welt. Die Feierlichkeiten waren Victorias Wünschen entsprechend reserviert - und moralisch: Es gab nur eine Prozession und einen Dankesgottesdienst in Westminster Abbey. Mit Victorias Diamant-Jubiläum übertraf sie George III. als den am längsten regierenden Monarchen in der englischen und schottischen Geschichte (wie auch anderer Monarchien). Wieder bestand sie darauf, dass das Jubiläum vielmehr das Empire statt ihre Herrschaft feiern sollte. Anfang Januar 1901 fühlte sich die regierende Königin Victoria &amp;quot;schwach und krank&amp;quot;; sie starb friedlich am 22. Januar - im Tode ebenso würdevoll und reserviert, wie sie es im Leben gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Victoria ist eine höfliche und freundliche junge Dame, so lange sie ihren Willen bekommt. Aber wehe, Ihr lasst sie nicht auf Euren Kontinent - damit versteht sie keinen Spaß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
England (und Victoria) sind Meister darin, die Macht Britanniens jedem Kontinent rund um den Erdball aufzuerlegen. Zu Beginn nutzt sie die Royal-Navy-Werft und ihre Sea Dogs, um die Herrschaft über die Meere zu erlangen, um dann während des Industriezeitalters mit Rotröcken aufzumarschieren und ihre Position in der Welt zu festigen. Diese Expansionspolitik wird Englands doppelt so starker Archäologie zuspielen, wodurch ein Kultursieg immer wahrscheinlicher wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Victoria I. (Dampfzeitalter)==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Victoria I. (Dampfzeitalter)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1819 - 1901|&lt;br /&gt;
Bild = victoria_steam_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Victoria_Steam_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Victoria_Steam_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Bei großen Ereignissen bin ich ruhig und gelassen; es sind nur Kleinigkeiten, die meine Nerven reizen.'''&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit Victoria im Dampfzeitalter könnt Ihr England zur industriellen Revolution hinführen und so die Weichen für Euren Sieg stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victoria macht England zu einer {{6prod}} Produktionsmacht. Ihre Forschung sollte anfangs auf Bronzeverarbeitung ausgelegt sein, damit sie Eisen freischalten kann, auf das sie durch ihre Anführer-Fähigkeit +2 {{6prod}} Produktion erhält. Ihre Zivilisationsfähigkeit sorgt zudem dafür, dass es schneller angehäuft wird. Als Nächstes sollte sie Ausbildung priorisieren, um das Industriegebiet und die Werkstatt freizuschalten. Dank ihrer Fähigkeiten kurbelt die Werkstatt die {{6prod}} Produktion an. Die Royal-Navy-Werft ist ein guter Ort für die vielen strategischen Ressourcen, die sie ansammeln wird. Auf ihrem Weg zum Sieg kann sie {{6prod}} Produktionsbonusse nutzen, um eine große Armee für einen Herrschaftssieg aufzustellen oder um Bezirke und Gebäude zu bauen und England in den Weltraum zu führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore symbol civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Eleonore von Aquitanien (England)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elizabeth I. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Elizabeth I.|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1533 - 1603|&lt;br /&gt;
Bild = elizabeth_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elizabeth_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Protestantismus (Civ6)|Protestantismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elizabeth_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Welt schaut zu. Wir herrschen auf ihrer Bühne.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth I. (1533-1603) ist heute fast noch berühmter als zu ihren Lebzeiten. Sie war es, die den Grundstein für das spätere British Empire legte – mit einem zusammengewürfelten Haufen Freibeuter und Spione in einer Weltordnung, die von feindlichen Mächten dominiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tudorzeit in England ist der Inbegriff der frühen Neuzeit. In dieser Epoche lassen sich die Anfänge des Weltsystems von heute erkennen, seien es nun die Ursprünge des Finanz- und Versicherungswesens und der Investition in den Hallen der britischen Ostindien-Kompanie, die Reformation oder das Fundament der absoluten Monarchie und des demokratischen Parlamentarismus. Sie alle entstammen dem Elisabethanischen Zeitalter, als einer der bedeutendsten Monarchen in der Geschichte Englands – und der Welt – regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die frühere Weltordnung noch in ihrer Blüte. Die Imperien Spaniens und Portugals befanden sich auf dem Höhepunkt, sahen den außerordentlichen Reichtum, den sie durch ihre Kolonien angehäuft hatten, jedoch nach und nach in Kriegen um die königliche Nachfolge dahinschwinden, die für das Volk kaum Relevanz besaßen. Das Ming- und das Mogulreich waren sich ihres wohlhabenden Status so sicher, dass sie dem aufziehenden Sturm der Kolonialisierung mit Selbstgefälligkeit begegneten. England war nur ein verregneter, matschiger Felsen am Rand der Welt. Niemand rechnete damit, dass dort ein Imperium entstehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königin Elisabeth war die Tochter von Heinrich VIII. und seiner zweiten, unglückseligen Ehefrau Anne Boleyn. Nach Boleyns Tod und der Annullierung ihrer Ehe galt Elisabeth als unehelich – was ihr nicht gerade einen vielversprechenden Start bescherte. Noch schlimmer wurde es, als die Katholikin Maria den Thron bestieg, da Elisabeths protestantische Neigungen sie in Gefahr brachten und sogar zur Inhaftierung der zukünftigen Königin führten. Doch Maria war krank und nach ihrem Tod 1558 bestieg Elisabeth den Thron, wo sie jedoch keineswegs sicher war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeths Lage war besonders in den ersten Jahren ihrer Regierungszeit prekär. Nachdem sie zwölf Jahre lang regiert hatte, ohne Anstalten zu machen, sich wieder der katholischen Kirche zuzuwenden, erklärte der Papst ihre Exkommunikation. Es folgten mehrere Komplotte gegen sie und ihre Herrschaft. Elisabeth fand verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen: Sie vergrößerte die Flottenpräsenz, etablierte eine Geheimpolizei rund um den Spion Francis Walsingham und kokettierte mit katholischen Monarchen. Doch nicht jede Drohung ist subtil. Nach jahrzehntelangen Schikanen durch englische Freibeuter und nach einer Rebellion niederländischer Protestanten gegen die spanische Herrschaft entbrannte 1585 ein Krieg zwischen England und Spanien. Spanien entsandte seine vielgerühmte Armada an die Küste Englands – eine nicht zu verachtende Bedrohung, da das Spanische Reich in den 1580ern besonders mächtig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg über die Armada war die Geburtsstunde der &amp;quot;hölzernen Mauern&amp;quot; von England und seiner jahrhundertelangen Überlegenheit auf See. Zwar machte keine Schlacht von Salamis (wie in den Perserkriegen) den Sieg aus, doch eine Reihe zermürbender Überfälle auf spanische Schiffe, der waghalsige Einsatz mit Öl getränkter Boote und ein Sturm im richtigen Moment trugen zur Niederlage der Spanier bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war bewusst, dass ihr Stand im eigenen Land heikel war. Da sie die katholischen Mächte bereits gegen sich aufgebracht hatte, vermied sie offenkundigen protestantischen Symbolismus und verbannte sogar die Puritaner (die sich später in den englischen Kolonien in Nordamerika niederließen). Sie lehnte außerdem jegliche Heiratsangebote ab – wobei wir nur spekulieren können, ob dies aus persönlichen Gründen geschah oder aus Sorge, zu tief in der politischen Schuld ihres Ehemannes zu stehen. Daher stammt ihr Spitzname &amp;quot;the Virgin Queen&amp;quot; (die jungfräuliche Königin), dem die nordamerikanische Siedlung &amp;quot;Virginia&amp;quot; ihren Namen verdankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Bereich ließ sie jedoch alle Vorsicht außer Acht: Die Bevölkerung Irlands war streng katholisch und lehnte die Herrschaft durch England ab. Elisabeth gewährte loyalen englischen Untergebenen Landbesitz und Titel und praktizierte die Politik der verbrannten Erde dort, wo man sich ihr widersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späteren Jahre ihrer Herrschaft waren nicht mit dem zu vergleichen, was sie einmal gewesen war. Ohne ihre wichtigsten Höflinge an ihrer Seite bröckelte Elisabeths Macht durch das Streben politischer und gesellschaftlicher Emporkömmlinge nach starken Handelsmonopolen. Diese Monopole erwiesen sich innerhalb Englands und über die Grenzen hinaus als einflussreich, wenn auch zuweilen schädlich. Hiermit begann der Aufschwung der großen Handelsgesellschaften in England. Obwohl Elisabeth die Etablierung Virginias nicht mehr erlebte, ließ sie es an Versuchen nicht mangeln – die dem Untergang geweihte Roanoke-Kolonie entstand unter ihrer Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur des Elisabethanischen Zeitalters begleitet uns noch heute, vor allem durch die Werke von Shakespeare und Marlowe, die die Kunst und Kultur Englands aufblühen ließen.&lt;br /&gt;
1603 verstarb Elisabeth, nachdem sie über 44 Jahre regiert hatte. Doch das England, dessen Fundament sie geschaffen hatte, überdauerte und sollte in den darauffolgenden Jahrhunderten die Weltbühne beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie===&lt;br /&gt;
Habt Ihr Interesse an einem Handelsabkommen mit England? Durch Handel könnt Ihr das neue Elisabethanische Zeitalter Englands etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Elisabeths Regierungszeit spielen Handel und {{6gpa}} Große Admiräle in England eine zentrale Rolle. Die Royal-Navy-Werft liefert Euch zusätzliche Marine-Fortbewegung und {{6gpa}} Großer-Admiral-Punkte. Diese erhöhte Marine-Fortbewegung könnt Ihr in Verbindung mit der Sea-Dog-Einheit nutzen, um gegnerische {{6handel}} Handelswege zu plündern. Drakes Vermächtnis verhilft Euch dabei zu zusätzlicher Beute. Mit Eurem ersten {{6gpa}} Großen Admiral erhaltet Ihr auch 2 weitere {{6handel}} Handelswege. Verbindet Euch darüber mit Stadtstaaten, um Eure Schatzkammer schnell zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Indien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:24:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Chandragupta */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Indien (Civ6)#Gandhi|Gandhi]] und [[Indien (Civ6)#Chandragupta|Chandragupta]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = lila, petrol&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mohandas Karamchand Gandhi|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
Bild = gandhi_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta Maurya|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = † wohl 297 v. Chr. |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Maurya-Kaiser===&lt;br /&gt;
'''Es reicht nicht, sein Volk zu führen. Vielmehr muss man führen, als wäre man selbst das Volk.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selten ist der Eroberer, dessen Name Jahrtausende überdauert. Noch seltener ist der Stratege, der auf dem Schlachtfeld ebenso fähig ist wie in der Politik. Am seltensten ist der Herrscher, der sein Reich freiwillig abgibt. Alles drei zusammen ist nur Chandragupta Maurya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühe Leben des im 3. Jahrhundert v. Chr. geborenen Chandragupta liegt im Dunkeln. Einige Quellen sprechen ihm eine Verbindung zu einer Familie mit adliger Kriegertradition zu, gegensätzliche griechische Quellen behaupten jedoch, dass er als Bürgerlicher geboren wurde. Trotz dieser Konfusion erarbeitete Chandragupta sich schnell einen Ruf als kluger und charismatischer Mann, und zwar so sehr, dass der große Chanakya beschloss, sein Mentor zu werden. Durch die Unterstützung und den Rat des legendären Politikers und Philosophen erhielt Chandragupta einen Crashkurs in Politik, Kunst und Militärtaktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chanakyas Ausbildung diente nur einem einzigen Zweck: Er hoffte, dass sein Schüler die Nanda-Dynastie herausfordern konnte, eine Regierung, die weitläufig als korrupt galt. Chandragupta erwies sich des Vertrauens seines Tutors als würdig, denn er erhob schon bald eine Armee. 322 v. Chr. hatte er die Nanda unterworfen, sich selbst als Regent des Königreichs von Magadha eingesetzt und die Maurya-Dynastie gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandragupta gab sich nie zufrieden. Schon bald warf er ein Auge auf die Ländereien, die von den mächtigen Nachfolgerstaaten der Mazedonier gehalten wurden. Auch wenn Alexander der Große schon vor Chandraguptas Thronbesteigung gestorben war, waren durch seine Eroberung des Industals die hiesigen Satrapien noch unter mazedonischer Kontrolle. Damit war Chandragupta offenbar nicht einverstanden, denn er brachte die eroberten Gebiete wieder unter sein Banner, annektierte Punjab und machte weiter, bis er an die Grenzen Persiens stieß und damit an die östliche Flanke von Seleukos I. Nikator, dem Basileus des neu gegründeten Seleukidenreichs und persönlichen Gefährten von Alexander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg zwischen den Seleukiden und Maurya währte von 305 bis 303 v. Chr. und endete damit, dass Seleukos die indischen Satrapien der Mazedonier an den Maurya-König abtrat. Um zu bezeugen, dass es kein böses Blut gab, und im Wissen, dass Seleukos sich mehr um die Nachfolgerstaaten-Rivalen im Westen und Süden Gedanken machte, schenkte Chandragupta dem Basileus 500 Kriegselefanten, ein perfektes Geschenk für nahezu jeden Anlass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt reichte Chandraguptas Reich vom heutigen Afghanistan bis ins südliche Indien. Aber Eroberungen waren nicht Chandraguptas einzige Stärke. Während seiner Regentschaft erwies sich Chandragupta als besonnener Herrscher, der sich sehr um sein Volk sorgte (oder er war zumindest schlau genug, diesen Eindruck durch seine Taten zu erwecken). Er baute Straßen, Bewässerungssysteme und erweiterte die Handelswege, um das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Er war auch clever genug, sich die Loyalität seiner Soldaten zu sichern, indem er ihnen in den Garnisonen Pracht und Diener zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende seines Lebens traf Chandragupta auf den Weisen Bhadrabahu, der ihm die Lehren des Jainismus nahebrachte, einer Religion, die spirituelle Erleuchtung und Gewaltlosigkeit durch eine asketische Lebensweise propagierte. Diesem neuen Kodex folgend gab Chandragupta seinen Thron an seinen Sohn Bindusara ab. Er suchte die Erleuchtung und unternahm eine Pilgerreise zu einer Höhle im südlichen Indien. Dort meditierte er bis zu seinem Tod, und erfüllte sein Ziel spiritueller Reinheit, indem er buchstäblich auf alles verzichtete, auf seinen Thron, sein Königreich, seine Reichtümer, ja sogar Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandraguptas Tod bedeutete jedoch nicht das Ende seiner Dynastie. Das Maurya-Reich sollte noch ein Jahrhundert überdauern. Inspiriert durch seine Taten folgten seine Nachfolger (vor allem sein Enkel Ashoka) seinem kombinierten Beispiel aus Expansion und spiritueller Erleuchtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Chandragupta ist das Gesicht eines weniger friedlichen Indien, das sich nicht scheut, seine Grenzen offensiv in fremde Gebiete auszudehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptvorteil von Chandragupta ist der frühzeitige Zugriff auf den Casus Belli für einen Expansionskrieg, sodass es unerlässlich ist, die Ausrichtung &amp;quot;Militärausbildung&amp;quot; abzuschließen, bevor Ihr einen Angriff gegen Eure Nachbarn beginnt. Um seine Fähigkeit &amp;quot;Arthashastra&amp;quot; optimal auszunutzen, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein, um Eure Feinde rasch mit einer überlegenen und schnelleren Streitmacht zu zerschmettern. Indiens religiöse Stärke sollte ebenfalls nicht ignoriert werden, denn der einfachste Weg, um fremde Religionen im indischen Reich zu verbreiten und ihre Anhänger-Glaubenssätze nutzen zu können, ist die Eroberung von Städten, in denen die gewünschte Religion vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Vorlage:Eigenschaft_Chandragupta_Civ6&amp;diff=58250</id>
		<title>Vorlage:Eigenschaft Chandragupta Civ6</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Arthashastra'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kann einen Expansionskrieg erklären, nachdem die Ausrichtung Militärausbildung gelernt wurde. +2 [ICON_Movement] Fortbewegung und +5 {{6nks}} Kampfstärke für die ersten 10 Runden nach der Erklärung des Expansionskriegs.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Indien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:18:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Indien (Civ6)#Gandhi|Gandhi]] und [[Indien (Civ6)#Chandragupta|Chandragupta]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = lila, petrol&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mohandas Karamchand Gandhi|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
Bild = gandhi_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta Maurya|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = † wohl 297 v. Chr. |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = Sikh  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Maurya-Kaiser===&lt;br /&gt;
'''Es reicht nicht, sein Volk zu führen. Vielmehr muss man führen, als wäre man selbst das Volk.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selten ist der Eroberer, dessen Name Jahrtausende überdauert. Noch seltener ist der Stratege, der auf dem Schlachtfeld ebenso fähig ist wie in der Politik. Am seltensten ist der Herrscher, der sein Reich freiwillig abgibt. Alles drei zusammen ist nur Chandragupta Maurya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühe Leben des im 3. Jahrhundert v. Chr. geborenen Chandragupta liegt im Dunkeln. Einige Quellen sprechen ihm eine Verbindung zu einer Familie mit adliger Kriegertradition zu, gegensätzliche griechische Quellen behaupten jedoch, dass er als Bürgerlicher geboren wurde. Trotz dieser Konfusion erarbeitete Chandragupta sich schnell einen Ruf als kluger und charismatischer Mann, und zwar so sehr, dass der große Chanakya beschloss, sein Mentor zu werden. Durch die Unterstützung und den Rat des legendären Politikers und Philosophen erhielt Chandragupta einen Crashkurs in Politik, Kunst und Militärtaktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chanakyas Ausbildung diente nur einem einzigen Zweck: Er hoffte, dass sein Schüler die Nanda-Dynastie herausfordern konnte, eine Regierung, die weitläufig als korrupt galt. Chandragupta erwies sich des Vertrauens seines Tutors als würdig, denn er erhob schon bald eine Armee. 322 v. Chr. hatte er die Nanda unterworfen, sich selbst als Regent des Königreichs von Magadha eingesetzt und die Maurya-Dynastie gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandragupta gab sich nie zufrieden. Schon bald warf er ein Auge auf die Ländereien, die von den mächtigen Nachfolgerstaaten der Mazedonier gehalten wurden. Auch wenn Alexander der Große schon vor Chandraguptas Thronbesteigung gestorben war, waren durch seine Eroberung des Industals die hiesigen Satrapien noch unter mazedonischer Kontrolle. Damit war Chandragupta offenbar nicht einverstanden, denn er brachte die eroberten Gebiete wieder unter sein Banner, annektierte Punjab und machte weiter, bis er an die Grenzen Persiens stieß und damit an die östliche Flanke von Seleukos I. Nikator, dem Basileus des neu gegründeten Seleukidenreichs und persönlichen Gefährten von Alexander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg zwischen den Seleukiden und Maurya währte von 305 bis 303 v. Chr. und endete damit, dass Seleukos die indischen Satrapien der Mazedonier an den Maurya-König abtrat. Um zu bezeugen, dass es kein böses Blut gab, und im Wissen, dass Seleukos sich mehr um die Nachfolgerstaaten-Rivalen im Westen und Süden Gedanken machte, schenkte Chandragupta dem Basileus 500 Kriegselefanten, ein perfektes Geschenk für nahezu jeden Anlass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt reichte Chandraguptas Reich vom heutigen Afghanistan bis ins südliche Indien. Aber Eroberungen waren nicht Chandraguptas einzige Stärke. Während seiner Regentschaft erwies sich Chandragupta als besonnener Herrscher, der sich sehr um sein Volk sorgte (oder er war zumindest schlau genug, diesen Eindruck durch seine Taten zu erwecken). Er baute Straßen, Bewässerungssysteme und erweiterte die Handelswege, um das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Er war auch clever genug, sich die Loyalität seiner Soldaten zu sichern, indem er ihnen in den Garnisonen Pracht und Diener zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende seines Lebens traf Chandragupta auf den Weisen Bhadrabahu, der ihm die Lehren des Jainismus nahebrachte, einer Religion, die spirituelle Erleuchtung und Gewaltlosigkeit durch eine asketische Lebensweise propagierte. Diesem neuen Kodex folgend gab Chandragupta seinen Thron an seinen Sohn Bindusara ab. Er suchte die Erleuchtung und unternahm eine Pilgerreise zu einer Höhle im südlichen Indien. Dort meditierte er bis zu seinem Tod, und erfüllte sein Ziel spiritueller Reinheit, indem er buchstäblich auf alles verzichtete, auf seinen Thron, sein Königreich, seine Reichtümer, ja sogar Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandraguptas Tod bedeutete jedoch nicht das Ende seiner Dynastie. Das Maurya-Reich sollte noch ein Jahrhundert überdauern. Inspiriert durch seine Taten folgten seine Nachfolger (vor allem sein Enkel Ashoka) seinem kombinierten Beispiel aus Expansion und spiritueller Erleuchtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Chandragupta ist das Gesicht eines weniger friedlichen Indien, das sich nicht scheut, seine Grenzen offensiv in fremde Gebiete auszudehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptvorteil von Chandragupta ist der frühzeitige Zugriff auf den Casus Belli für einen Expansionskrieg, sodass es unerlässlich ist, die Ausrichtung &amp;quot;Militärausbildung&amp;quot; abzuschließen, bevor Ihr einen Angriff gegen Eure Nachbarn beginnt. Um seine Fähigkeit &amp;quot;Arthashastra&amp;quot; optimal auszunutzen, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein, um Eure Feinde rasch mit einer überlegenen und schnelleren Streitmacht zu zerschmettern. Indiens religiöse Stärke sollte ebenfalls nicht ignoriert werden, denn der einfachste Weg, um fremde Religionen im indischen Reich zu verbreiten und ihre Anhänger-Glaubenssätze nutzen zu können, ist die Eroberung von Städten, in denen die gewünschte Religion vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Vorlage:Agenda_Chandragupta_Civ6&amp;diff=58248</id>
		<title>Vorlage:Agenda Chandragupta Civ6</title>
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				<updated>2026-06-19T09:17:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;noinclude&amp;gt;Kategorie:Civ6Vorlagen&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Maurya-Reich'''  *Versucht, benachbarte Zivilisationen zu erobern, und mag (noch) nicht benachbarte Zivilis…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Maurya-Reich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Versucht, benachbarte Zivilisationen zu erobern, und mag (noch) nicht benachbarte Zivilisationen. Hat eine Abneigung gegen seine Nachbarn.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Indien_(Civ6)&amp;diff=58247</id>
		<title>Indien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:11:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Chandragupta */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Gandhi&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = lila, petrol&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mohandas Karamchand Gandhi|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
Bild = gandhi_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta Maurya|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = † wohl 297 v. Chr. |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = Sikh  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Maurya-Kaiser===&lt;br /&gt;
'''Es reicht nicht, sein Volk zu führen. Vielmehr muss man führen, als wäre man selbst das Volk.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selten ist der Eroberer, dessen Name Jahrtausende überdauert. Noch seltener ist der Stratege, der auf dem Schlachtfeld ebenso fähig ist wie in der Politik. Am seltensten ist der Herrscher, der sein Reich freiwillig abgibt. Alles drei zusammen ist nur Chandragupta Maurya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühe Leben des im 3. Jahrhundert v. Chr. geborenen Chandragupta liegt im Dunkeln. Einige Quellen sprechen ihm eine Verbindung zu einer Familie mit adliger Kriegertradition zu, gegensätzliche griechische Quellen behaupten jedoch, dass er als Bürgerlicher geboren wurde. Trotz dieser Konfusion erarbeitete Chandragupta sich schnell einen Ruf als kluger und charismatischer Mann, und zwar so sehr, dass der große Chanakya beschloss, sein Mentor zu werden. Durch die Unterstützung und den Rat des legendären Politikers und Philosophen erhielt Chandragupta einen Crashkurs in Politik, Kunst und Militärtaktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chanakyas Ausbildung diente nur einem einzigen Zweck: Er hoffte, dass sein Schüler die Nanda-Dynastie herausfordern konnte, eine Regierung, die weitläufig als korrupt galt. Chandragupta erwies sich des Vertrauens seines Tutors als würdig, denn er erhob schon bald eine Armee. 322 v. Chr. hatte er die Nanda unterworfen, sich selbst als Regent des Königreichs von Magadha eingesetzt und die Maurya-Dynastie gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandragupta gab sich nie zufrieden. Schon bald warf er ein Auge auf die Ländereien, die von den mächtigen Nachfolgerstaaten der Mazedonier gehalten wurden. Auch wenn Alexander der Große schon vor Chandraguptas Thronbesteigung gestorben war, waren durch seine Eroberung des Industals die hiesigen Satrapien noch unter mazedonischer Kontrolle. Damit war Chandragupta offenbar nicht einverstanden, denn er brachte die eroberten Gebiete wieder unter sein Banner, annektierte Punjab und machte weiter, bis er an die Grenzen Persiens stieß und damit an die östliche Flanke von Seleukos I. Nikator, dem Basileus des neu gegründeten Seleukidenreichs und persönlichen Gefährten von Alexander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg zwischen den Seleukiden und Maurya währte von 305 bis 303 v. Chr. und endete damit, dass Seleukos die indischen Satrapien der Mazedonier an den Maurya-König abtrat. Um zu bezeugen, dass es kein böses Blut gab, und im Wissen, dass Seleukos sich mehr um die Nachfolgerstaaten-Rivalen im Westen und Süden Gedanken machte, schenkte Chandragupta dem Basileus 500 Kriegselefanten, ein perfektes Geschenk für nahezu jeden Anlass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt reichte Chandraguptas Reich vom heutigen Afghanistan bis ins südliche Indien. Aber Eroberungen waren nicht Chandraguptas einzige Stärke. Während seiner Regentschaft erwies sich Chandragupta als besonnener Herrscher, der sich sehr um sein Volk sorgte (oder er war zumindest schlau genug, diesen Eindruck durch seine Taten zu erwecken). Er baute Straßen, Bewässerungssysteme und erweiterte die Handelswege, um das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Er war auch clever genug, sich die Loyalität seiner Soldaten zu sichern, indem er ihnen in den Garnisonen Pracht und Diener zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende seines Lebens traf Chandragupta auf den Weisen Bhadrabahu, der ihm die Lehren des Jainismus nahebrachte, einer Religion, die spirituelle Erleuchtung und Gewaltlosigkeit durch eine asketische Lebensweise propagierte. Diesem neuen Kodex folgend gab Chandragupta seinen Thron an seinen Sohn Bindusara ab. Er suchte die Erleuchtung und unternahm eine Pilgerreise zu einer Höhle im südlichen Indien. Dort meditierte er bis zu seinem Tod, und erfüllte sein Ziel spiritueller Reinheit, indem er buchstäblich auf alles verzichtete, auf seinen Thron, sein Königreich, seine Reichtümer, ja sogar Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandraguptas Tod bedeutete jedoch nicht das Ende seiner Dynastie. Das Maurya-Reich sollte noch ein Jahrhundert überdauern. Inspiriert durch seine Taten folgten seine Nachfolger (vor allem sein Enkel Ashoka) seinem kombinierten Beispiel aus Expansion und spiritueller Erleuchtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Chandragupta ist das Gesicht eines weniger friedlichen Indien, das sich nicht scheut, seine Grenzen offensiv in fremde Gebiete auszudehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptvorteil von Chandragupta ist der frühzeitige Zugriff auf den Casus Belli für einen Expansionskrieg, sodass es unerlässlich ist, die Ausrichtung &amp;quot;Militärausbildung&amp;quot; abzuschließen, bevor Ihr einen Angriff gegen Eure Nachbarn beginnt. Um seine Fähigkeit &amp;quot;Arthashastra&amp;quot; optimal auszunutzen, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein, um Eure Feinde rasch mit einer überlegenen und schnelleren Streitmacht zu zerschmettern. Indiens religiöse Stärke sollte ebenfalls nicht ignoriert werden, denn der einfachste Weg, um fremde Religionen im indischen Reich zu verbreiten und ihre Anhänger-Glaubenssätze nutzen zu können, ist die Eroberung von Städten, in denen die gewünschte Religion vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Indien_(Civ6)&amp;diff=58246</id>
		<title>Indien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:10:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Maurya-Kaiser */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Gandhi&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = lila, petrol&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mohandas Karamchand Gandhi|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
Bild = gandhi_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = Sikh  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Maurya-Kaiser===&lt;br /&gt;
'''Es reicht nicht, sein Volk zu führen. Vielmehr muss man führen, als wäre man selbst das Volk.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selten ist der Eroberer, dessen Name Jahrtausende überdauert. Noch seltener ist der Stratege, der auf dem Schlachtfeld ebenso fähig ist wie in der Politik. Am seltensten ist der Herrscher, der sein Reich freiwillig abgibt. Alles drei zusammen ist nur Chandragupta Maurya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühe Leben des im 3. Jahrhundert v. Chr. geborenen Chandragupta liegt im Dunkeln. Einige Quellen sprechen ihm eine Verbindung zu einer Familie mit adliger Kriegertradition zu, gegensätzliche griechische Quellen behaupten jedoch, dass er als Bürgerlicher geboren wurde. Trotz dieser Konfusion erarbeitete Chandragupta sich schnell einen Ruf als kluger und charismatischer Mann, und zwar so sehr, dass der große Chanakya beschloss, sein Mentor zu werden. Durch die Unterstützung und den Rat des legendären Politikers und Philosophen erhielt Chandragupta einen Crashkurs in Politik, Kunst und Militärtaktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chanakyas Ausbildung diente nur einem einzigen Zweck: Er hoffte, dass sein Schüler die Nanda-Dynastie herausfordern konnte, eine Regierung, die weitläufig als korrupt galt. Chandragupta erwies sich des Vertrauens seines Tutors als würdig, denn er erhob schon bald eine Armee. 322 v. Chr. hatte er die Nanda unterworfen, sich selbst als Regent des Königreichs von Magadha eingesetzt und die Maurya-Dynastie gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandragupta gab sich nie zufrieden. Schon bald warf er ein Auge auf die Ländereien, die von den mächtigen Nachfolgerstaaten der Mazedonier gehalten wurden. Auch wenn Alexander der Große schon vor Chandraguptas Thronbesteigung gestorben war, waren durch seine Eroberung des Industals die hiesigen Satrapien noch unter mazedonischer Kontrolle. Damit war Chandragupta offenbar nicht einverstanden, denn er brachte die eroberten Gebiete wieder unter sein Banner, annektierte Punjab und machte weiter, bis er an die Grenzen Persiens stieß und damit an die östliche Flanke von Seleukos I. Nikator, dem Basileus des neu gegründeten Seleukidenreichs und persönlichen Gefährten von Alexander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg zwischen den Seleukiden und Maurya währte von 305 bis 303 v. Chr. und endete damit, dass Seleukos die indischen Satrapien der Mazedonier an den Maurya-König abtrat. Um zu bezeugen, dass es kein böses Blut gab, und im Wissen, dass Seleukos sich mehr um die Nachfolgerstaaten-Rivalen im Westen und Süden Gedanken machte, schenkte Chandragupta dem Basileus 500 Kriegselefanten, ein perfektes Geschenk für nahezu jeden Anlass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt reichte Chandraguptas Reich vom heutigen Afghanistan bis ins südliche Indien. Aber Eroberungen waren nicht Chandraguptas einzige Stärke. Während seiner Regentschaft erwies sich Chandragupta als besonnener Herrscher, der sich sehr um sein Volk sorgte (oder er war zumindest schlau genug, diesen Eindruck durch seine Taten zu erwecken). Er baute Straßen, Bewässerungssysteme und erweiterte die Handelswege, um das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Er war auch clever genug, sich die Loyalität seiner Soldaten zu sichern, indem er ihnen in den Garnisonen Pracht und Diener zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende seines Lebens traf Chandragupta auf den Weisen Bhadrabahu, der ihm die Lehren des Jainismus nahebrachte, einer Religion, die spirituelle Erleuchtung und Gewaltlosigkeit durch eine asketische Lebensweise propagierte. Diesem neuen Kodex folgend gab Chandragupta seinen Thron an seinen Sohn Bindusara ab. Er suchte die Erleuchtung und unternahm eine Pilgerreise zu einer Höhle im südlichen Indien. Dort meditierte er bis zu seinem Tod, und erfüllte sein Ziel spiritueller Reinheit, indem er buchstäblich auf alles verzichtete, auf seinen Thron, sein Königreich, seine Reichtümer, ja sogar Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandraguptas Tod bedeutete jedoch nicht das Ende seiner Dynastie. Das Maurya-Reich sollte noch ein Jahrhundert überdauern. Inspiriert durch seine Taten folgten seine Nachfolger (vor allem sein Enkel Ashoka) seinem kombinierten Beispiel aus Expansion und spiritueller Erleuchtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Chandragupta ist das Gesicht eines weniger friedlichen Indien, das sich nicht scheut, seine Grenzen offensiv in fremde Gebiete auszudehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptvorteil von Chandragupta ist der frühzeitige Zugriff auf den Casus Belli für einen Expansionskrieg, sodass es unerlässlich ist, die Ausrichtung &amp;quot;Militärausbildung&amp;quot; abzuschließen, bevor Ihr einen Angriff gegen Eure Nachbarn beginnt. Um seine Fähigkeit &amp;quot;Arthashastra&amp;quot; optimal auszunutzen, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein, um Eure Feinde rasch mit einer überlegenen und schnelleren Streitmacht zu zerschmettern. Indiens religiöse Stärke sollte ebenfalls nicht ignoriert werden, denn der einfachste Weg, um fremde Religionen im indischen Reich zu verbreiten und ihre Anhänger-Glaubenssätze nutzen zu können, ist die Eroberung von Städten, in denen die gewünschte Religion vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Indien_(Civ6)&amp;diff=58245</id>
		<title>Indien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-19T09:10:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Chandragupta */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Gandhi&lt;br /&gt;
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| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
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| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mohandas Karamchand Gandhi|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
Bild = gandhi_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = Sikh  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Maurya-Kaiser===&lt;br /&gt;
'''Es reicht nicht, sein Volk zu führen. Vielmehr muss man führen, als wäre man selbst das Volk.'''&lt;br /&gt;
Selten ist der Eroberer, dessen Name Jahrtausende überdauert. Noch seltener ist der Stratege, der auf dem Schlachtfeld ebenso fähig ist wie in der Politik. Am seltensten ist der Herrscher, der sein Reich freiwillig abgibt. Alles drei zusammen ist nur Chandragupta Maurya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühe Leben des im 3. Jahrhundert v. Chr. geborenen Chandragupta liegt im Dunkeln. Einige Quellen sprechen ihm eine Verbindung zu einer Familie mit adliger Kriegertradition zu, gegensätzliche griechische Quellen behaupten jedoch, dass er als Bürgerlicher geboren wurde. Trotz dieser Konfusion erarbeitete Chandragupta sich schnell einen Ruf als kluger und charismatischer Mann, und zwar so sehr, dass der große Chanakya beschloss, sein Mentor zu werden. Durch die Unterstützung und den Rat des legendären Politikers und Philosophen erhielt Chandragupta einen Crashkurs in Politik, Kunst und Militärtaktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chanakyas Ausbildung diente nur einem einzigen Zweck: Er hoffte, dass sein Schüler die Nanda-Dynastie herausfordern konnte, eine Regierung, die weitläufig als korrupt galt. Chandragupta erwies sich des Vertrauens seines Tutors als würdig, denn er erhob schon bald eine Armee. 322 v. Chr. hatte er die Nanda unterworfen, sich selbst als Regent des Königreichs von Magadha eingesetzt und die Maurya-Dynastie gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandragupta gab sich nie zufrieden. Schon bald warf er ein Auge auf die Ländereien, die von den mächtigen Nachfolgerstaaten der Mazedonier gehalten wurden. Auch wenn Alexander der Große schon vor Chandraguptas Thronbesteigung gestorben war, waren durch seine Eroberung des Industals die hiesigen Satrapien noch unter mazedonischer Kontrolle. Damit war Chandragupta offenbar nicht einverstanden, denn er brachte die eroberten Gebiete wieder unter sein Banner, annektierte Punjab und machte weiter, bis er an die Grenzen Persiens stieß und damit an die östliche Flanke von Seleukos I. Nikator, dem Basileus des neu gegründeten Seleukidenreichs und persönlichen Gefährten von Alexander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg zwischen den Seleukiden und Maurya währte von 305 bis 303 v. Chr. und endete damit, dass Seleukos die indischen Satrapien der Mazedonier an den Maurya-König abtrat. Um zu bezeugen, dass es kein böses Blut gab, und im Wissen, dass Seleukos sich mehr um die Nachfolgerstaaten-Rivalen im Westen und Süden Gedanken machte, schenkte Chandragupta dem Basileus 500 Kriegselefanten, ein perfektes Geschenk für nahezu jeden Anlass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt reichte Chandraguptas Reich vom heutigen Afghanistan bis ins südliche Indien. Aber Eroberungen waren nicht Chandraguptas einzige Stärke. Während seiner Regentschaft erwies sich Chandragupta als besonnener Herrscher, der sich sehr um sein Volk sorgte (oder er war zumindest schlau genug, diesen Eindruck durch seine Taten zu erwecken). Er baute Straßen, Bewässerungssysteme und erweiterte die Handelswege, um das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Er war auch clever genug, sich die Loyalität seiner Soldaten zu sichern, indem er ihnen in den Garnisonen Pracht und Diener zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende seines Lebens traf Chandragupta auf den Weisen Bhadrabahu, der ihm die Lehren des Jainismus nahebrachte, einer Religion, die spirituelle Erleuchtung und Gewaltlosigkeit durch eine asketische Lebensweise propagierte. Diesem neuen Kodex folgend gab Chandragupta seinen Thron an seinen Sohn Bindusara ab. Er suchte die Erleuchtung und unternahm eine Pilgerreise zu einer Höhle im südlichen Indien. Dort meditierte er bis zu seinem Tod, und erfüllte sein Ziel spiritueller Reinheit, indem er buchstäblich auf alles verzichtete, auf seinen Thron, sein Königreich, seine Reichtümer, ja sogar Nahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandraguptas Tod bedeutete jedoch nicht das Ende seiner Dynastie. Das Maurya-Reich sollte noch ein Jahrhundert überdauern. Inspiriert durch seine Taten folgten seine Nachfolger (vor allem sein Enkel Ashoka) seinem kombinierten Beispiel aus Expansion und spiritueller Erleuchtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Chandragupta ist das Gesicht eines weniger friedlichen Indien, das sich nicht scheut, seine Grenzen offensiv in fremde Gebiete auszudehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptvorteil von Chandragupta ist der frühzeitige Zugriff auf den Casus Belli für einen Expansionskrieg, sodass es unerlässlich ist, die Ausrichtung &amp;quot;Militärausbildung&amp;quot; abzuschließen, bevor Ihr einen Angriff gegen Eure Nachbarn beginnt. Um seine Fähigkeit &amp;quot;Arthashastra&amp;quot; optimal auszunutzen, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein, um Eure Feinde rasch mit einer überlegenen und schnelleren Streitmacht zu zerschmettern. Indiens religiöse Stärke sollte ebenfalls nicht ignoriert werden, denn der einfachste Weg, um fremde Religionen im indischen Reich zu verbreiten und ihre Anhänger-Glaubenssätze nutzen zu können, ist die Eroberung von Städten, in denen die gewünschte Religion vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Der Siegreiche'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Königin von Ndongo und Matamba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Städte auf dem gleichen Kontinent wie die eigene [ICON_Capital] Hauptstadt erhalten +10 % Erträge (die [ICON_Capital] Hauptstadt eingeschlossen), Städte auf anderen Kontinenten verlieren -15 %.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Sultan von Ägypten und Syrien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mag Zivilisationen, die eine Religion gegründet, aber diese nicht eine seiner Städte gebracht haben. Mag keine Zivilisationen, die ihm ihre Religion bringen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Vorlage:Agenda Nzinga Mbande Civ6</title>
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				<updated>2026-06-19T09:01:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;noinclude&amp;gt;Kategorie:Civ6Vorlagen&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Dekolonisierung'''  *Mag Zivilisationen auf Kontinenten, auf denen sie keine Städte hat. Mag keine Zivilis…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;[[Kategorie:Civ6Vorlagen]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;'''Dekolonisierung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mag Zivilisationen auf Kontinenten, auf denen sie keine Städte hat. Mag keine Zivilisationen, die eine Stadt auf ihrem Heimatkontinent haben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Kongo (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T20:13:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Mvemba á Nzinga */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Kongo''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Kongo]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Kongo&lt;br /&gt;
| Bild = kongo_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Kongo_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Mvemba á Nzinga und Nzinga Mbande&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[link=Schwertkämpfer_(Civ6)#Ngao Mbeba|Ngao Mbeba]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = ngao_mbeba_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Wohngebiet_(Civ6)#Mbanza|Mbanza]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = wohnviertel_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grau, Hellblau&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der Legende nach liegen die Ursprünge des Königreichs Kongo in den Unruhen des sehr großen aber nicht sehr reichen Stammesreichs von Mpemba Kasi um das Kwilutal. In diesen Erzählungen heißt es, dass das geschwächte Mpemba Kasi irgendwann ein Bündnis mit dem militaristischen Nachbarn Mbata einging und letztlich so das Königreich von Mwene Kabunga erobern konnte, das auf einem Bergplateau im Süden lag. Als der Krieger Nimi a Lukeni alle seine Gebiete vereinigte, machte er M'banza Kongo, das Dorf auf dem Berg, zu seiner Hauptstadt. Und so war das Königreich Kongo um 1390 n. Chr. geboren, ein Königreich, das sich in seiner Blütezeit über ein Gebiet erstreckte, das von Afrikas mittlerer Atlantikküste bis zum Fluss Kwango und von Pointe-Noire im Norden bis zum Fluss Loje im Süden reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Mani-Kongo (&amp;quot;König&amp;quot;) war natürlich Nimi selbst. Als dieser starb, übernahm sein Bruder Mbokani M'vinga die Herrschaft. Da er zwei Ehefrauen und neun Kinder hatte, sollten seine Nachkommen in ungebrochener Linie bis zum Ende des unabhängigen Kongo regieren. Unter seiner Herrschaft wurden das benachbarte Königreich Loango und zahlreiche kleinere Gebiete erobert. Mani-Kongo Mbokani führte außerdem die Tradition ein, in den Provinzen Statthalter aus seiner eigenen Familie einzusetzen. Mit der Zeit verloren die Provinzen unter diesem zentralisierten System immer mehr an Einfluss, bis sie irgendwann nur noch über symbolische Macht verfügten. So war unter anderem das einst stolze und unabhängige Königreich Mbata nur noch als Großvater des Königs von Kongo bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines gesamten Bestehens ließ sich die Krone durch Steuern, Zwangsarbeit und königliche Abgaben bezahlen. Um das Militär zu finanzieren, verkaufte der Mani-Kongo Sklaven, Kupfer und Elfenbein an die Europäer, die nach und nach an den Küsten auftauchten. Hinzu kamen noch Tributzahlungen aus benachbarten Städten und Königreichen, die M'banza Kongo im späten 16. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte Afrikas werden ließen. Das Königreich konnte weiter wachsen, was nicht zuletzt den Speeren der Bantu-Krieger zu verdanken war. Als die Europäer eintrafen, herrschte der Mani-Kongo über sechs Provinzen - Mpemba, Mbata, Nsundi, Mpanga, Mbemba und Soyo - sowie vier Vasallenreiche (Loango, Cacongo, Ngoye und Ndongo). Schenkt man den Aufzeichnungen Glauben, so konnte der König innerhalb von nur einer Woche 300.000 gut ausgebildete und disziplinierte Krieger (Männer und Frauen) auf das Schlachtfeld führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung von Kongo konzentrierte sich um die Hauptstadt M'banza, wo mehr als 100.000 Menschen lebten - und somit jeder fünfte Kongolese. Wenn das Gebiet auch sehr zersiedelt war, konnte man in diesem Ballungsraum Nahrung und Rohstoffe lagern und Kampfkraft sammeln, um sie zu aktivieren, wenn der Mani-Kongo sie brauchte. Die Stadt wurde dadurch auch zum Zentrum eines großen Handelsnetzwerks; neben dem Export von Ressourcen wie Elfenbein und Metallerz gab es im Kongo zahlreiche von den Familien geleitete Kleinunternehmen, in denen Kupferarbeiten, andere Metallwaren, Raphia-Stoffe und Töpferwaren hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1483 segelte der portugiesische Entdecker Diogo Cão den bis dahin noch &amp;quot;unentdeckten&amp;quot; Fluss Kongo hinauf und stieß dabei auf das Königreich Kongo. Er ließ ein paar seiner Leute als &amp;quot;Gäste&amp;quot; dort bleiben und nahm ein paar Vertreter des Königreichs mit zurück nach Portugal, wo der König des Landes ihn für seine Leistungen zum Cavaleiro (Ritter) schlug. Cão stand - anders als viele andere Europäer, die mit Eingeborenen verhandelten - zu seinem Wort und kehrte 1485 mit den Adligen zurück. Etwa zu dieser Zeit konvertierte Mani-Kongo Nzinga á Nkuwu zum Christentum. 1491 kehrte Cão erneut zurück und hatte diesmal einen katholischen Priester dabei, der Nzinga und einige seiner Adligen nun auch offiziell taufte. Der Mani-Kongo nahm zu Ehren des damaligen portugiesischen Königs den christlichen Namen Johann an. Zusammen mit dem Priester und einigen anderen brachte Cão einen kongolesischen Gesandten nach Portugal, der später in M'banza eine Schule nach portugiesischem Vorbild eröffnen sollte. So bekam Portugal wie ein Vertreter Stück für Stück einen Fuß in die Tür ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann I. (geb. Nzinga) wurde von seinem Sohn Afonso I. (geb. Mvemba á Nzinga) beerbt. Während sein Vater, was seinen Übergang zum Christentum betrifft, anscheinend grandios scheiterte, war Afonso ein devoter Katholik, der alles daran setzte, sein Volk zum wahren Glauben zu bringen. Er nahm Berater von Portugal und der Kirche in seinen inneren Kreis auf und versuchte, eine Synthese zwischen dem Christentum und dem ursprünglichen Glauben seiner Untertanen zu erreichen. Auch wenn ihm das nicht gelang, so konnte er dennoch eine stattliche katholische Infrastruktur aufbauen und nutzte die Mittel aus der königlichen Schatzkammer, um Schulen und Kirchen zu finanzieren - ob es seinen Untertanen gefiel, oder nicht. Da es nur wenige geweihte Priester gab und viele der Sprache nicht mächtig waren, schickte der König einige junge Adlige nach Europa, um dort Religion zu studieren. Einer von Afonsos Söhnen wurde weit im Norden zum Bischof von Utica ernannt und übernahm schließlich nach sieben Jahren des Studiums der Heiligen Schrift das Amt des Apostolischen Vikars des Kongo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der christliche Wohltätigkeitsgedanke fand aber schon bald sein Ende, als sich der aufkeimende Sklavenhandel im Kongo mit der Habgier der Portugiesen verband. In den Jahrzehnten nach Cãos Ankunft wurden die Außengebiete des Königreichs Kongo zur größten Quelle des portugiesischen Menschenhandels. Sklaverei hatte es zwar im Kongo schon lange gegeben, bevor die europäischen und kongolesischen Sklavenmärkte das boomende Geschäft für sich entdeckten, doch es waren die Portugiesen, die einen wahren Sklavenansturm in die Karibik und nach Brasilien in Gang setzten. Auch wenn das Geschäft unglaublich profitabel war und man damit gut Gefangene loswerden konnte, die bei den nie enden wollenden Konflikten an den Ost- und Südgrenzen des Königreichs gemacht wurden, vermuteten spätere Herrscher, dass viele ihrer eigenen Untertanen &amp;quot;illegal&amp;quot; versklavt wurden, wenn gerade nicht genug frische Kriegsgefangene vorhanden waren. Dies führte immer mehr dazu, dass sich das Reich destabilisierte. Daher wurde die Verwaltung des Handels organisiert und man setzte königliche Komitees ein, um sicherzustellen, dass keine Menschen illegal abtransportiert wurden. Und die rechtmäßig versklavten Menschen wurden vor dem Abtransport von Priestern getauft, damit wenigstens ihre Seele gerettet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch es war weder das Christentum noch die Sklaverei, die letztlich zum Untergang des Königreichs führen sollten. Es waren die blutigen Konflikte um die Thronfolge. Seit Cousins, Onkel, Brüder und Söhne des Mani-Kongo über die Provinzen und Vasallenreiche herrschten, wie Mbokani es veranlasst hatte, brach jedes Mal nach dem Tod des Königs wieder ein Bürgerkrieg aus, da jeder der Aspiranten über eine kleine Armee verfügte. Im Zuge dessen wurde 1568 die Hauptstadt von den sogenannten Jagas erobert. Dabei handelte es sich entweder um Angreifer aus dem Osten oder vielleicht auch um verärgerte Untertanen (die Berichte darüber variieren). Nimi a Lukeni, mit katholischem Namen Álvaro I., eroberte die Stadt zurück und wurde zum König gesalbt. Doch da er dazu die Waffen und Unterstützung der Portugiesen benötigte, musste er der portugiesischen Krone das Gebiet von Luanda als Kolonie überlassen, das letztlich zu Angola wurde. Eine schlechte Entscheidung, da sich die Portugiesen schon bald darauf in die internen Angelegenheiten von Kongo einmischen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Álvaro, Begründer der Kwilu-Dynastie, und sein Sohn Álvaro II. erkannten die Welle des allgemeinen Fortschritts und versuchten, das Königreich zu &amp;quot;verwestlichen&amp;quot;. Vielleicht hatten sie vor, für die Europäer interessanter zu werden, vielleicht wollten sie aber auch das Unausweichliche verhindern. Auf jeden Fall waren die meisten Reformen oberflächlich. Álvaro führte Titel nach europäischem Vorbild ein (sodass der Mwene Nsundi zum Herzog von Nsundi wurde) und sein Sohn gab der Hauptstadt den neuen Namen São Salvador. 1596 überzeugten kongolesische Abgesandte den Papst, die Stadt als Zentrum einer neuen Diözese anzuerkennen, die sich über Kongo und Angola erstreckte. Doch der König von Portugal überlistete Álvaro II. und brachte den Heiligen Stuhl - wahrscheinlich nicht ohne die entsprechenden finanziellen Anreize - dazu, ihm das Recht zum Einsetzen der Bischöfe für diesen neuen Sitz zu überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehungen zwischen Angola und Kongo wurden immer schlechter und erreichten ihren Tiefpunkt, als der Kolonialgouverneur von Angola 1622 im Südkongo einfiel. Die Lage verschlimmerte sich weiter, als das Königreich im Inneren zunehmend zersplitterte und einige Provinzherrscher eigene Militär- und Handelsabkommen mit den Portugiesen schlossen. Ein paar Jahrzehnte später verbündete sich Mani-Kongo Nkanga á Lukeni (Garcia II.) mit den Niederlanden gegen die Portugiesen, nachdem Erstere 1641 einen Teil von Angola erobert hatten. Doch die Niederländer machten bereits 1648 einen &amp;quot;strategischen Rückzug&amp;quot; und ließen den Mani-Kongo im Stich. Grenzkonflikte zwischen Kongo und Portugal über Ansprüche auf das Ambuila-Gebiet (das nicht sehr groß war, aber einen Kriegsgrund brauchte man ohnehin nicht) führten letztlich im Oktober 1665 zur Schlacht von Ambuila.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort konnte eine Einheit aus portugiesischen Musketieren und leichten Kanonen die Armee des Mani-Kongo entscheidend schlagen. Bei den eingeborenen Kriegern gab es mehr als 5.000 Todesopfer, darunter auch der König. Nach der Schlacht kämpften die beiden Gruppen Kimpanza und Kinlaza, die zur königlichen Familie gehörten, um die Krone. Der folgende Bürgerkrieg zog sich bis ins nächste Jahrhundert hinein. Ganze Landstriche wurden verwüstet und Tausende kongolesische Gefangene wurden auf beiden Seiten an Sklavenhändler verkauft. Die Hauptstadt wurde mehrere Male geplündert und ab 1696 zum Großteil verlassen. Schließlich gelang es Pedro IV. von Kibangu unter den (wenigen) überlebenden Adligen ein Abkommen auszuhandeln, das besagte, dass die Königswürde unter ihnen wechseln sollte. So kehrte wieder Frieden ein ... vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verlassene Hauptstadt M'banza wurde 1705 von der von den Portugiesen unterstützten einheimischen christlichen Prophetin Beatriz Kimpa Vita und ihren Anhängern, den Antoniern, zurückerobert. Das Ziel der Antonier (benannt nach dem Heiligen Antonius von Padua) war die Erschaffung eines neuen, heiligen christlichen Königreichs Kongo, das direkt unter dem Schutz Gottes steht. Doch das schien nicht der Fall zu sein, da König Pedro IV., der von 1696 bis 1718 regierte, Beatriz gefangen nehmen ließ, sie verurteilte und als Ketzerin hinrichtete. Danach eroberte er die Hauptstadt zurück und ließ Kongo 1709 wieder zu einem &amp;quot;unabhängigen&amp;quot; Königreich werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das System mit dem Wechsel der Königswürde relativ gut für Frieden sorgte, kam es immer wieder zu dynastischen Streitigkeiten. In anderen Bereichen schien sich die Lage im 18. und 19. Jahrhundert zu verbessern. Kongolesische Künstler begannen mit der Produktion von Kruzifixen, die Christus als Schwarzen darstellten. Dies überzeugte nun auch die letzten Skeptiker. Die Nation wurde so vom Glauben erfasst, dass die weit verbreitete Geschichte, die zerstörte Kathedrale in São Salvador sei über Nacht von Engeln wieder aufgebaut worden, von kaum jemandem bezweifelt wurde. 1836 schafften die Portugiesen - unter immensem Druck der Briten - den Sklavenhandel ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende sorgte ein weiterer dynastischer Streit dafür, dass das Königreich Kongo unterging. 1856 kämpften nach dem von Tod Henrique II. zwei Gruppen aus dem Kinlaza-Clan um die Thronfolge. Pedro Lelo ging aus dem Konflikt siegreich hervor, war dabei aber auf die Hilfe portugiesischer Truppen angewiesen. Doch jeder Pakt mit dem Bösen hat seinen Preis und so musste Pedro V. 1857 den Vertrag unterzeichnen, der Kongo zu einem Vasallenreich des Königs von Portugal machte. Bereits im folgenden Jahr errichtete Portugal ein Fort in São Salvador und stationierte darin eine Garnison, um sicherzugehen, dass keinerlei Zweifel daran bestanden, wer im Land das Sagen hatte. Einen unabhängigen Staat sollte es erst wieder 1960 geben, in Gestalt der Republik Kongo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mvemba á Nzinga ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mvemba á Nzinga|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1456 - 1543|&lt;br /&gt;
Bild = mvemba_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Mvemba_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Kongo symbol civ6 inv.png|x40px|link=Kongo_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Mvemba_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Mvemba_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Mani-Kongo, getauft zu: Afonso I. ===&lt;br /&gt;
'''Gute Taten machen zeichnen gute Nachbarn aus.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktisch alles, was über die lange Regentschaft von Afonso I., König des afrikanischen Reiches Kongo, bekannt ist, entstammt seiner Korrespondenz mit den portugiesischen Königen Manuel I. und Johann III. Die wenigen Zeitgenossen, die tatsächlich am Hof anwesend waren, hatten wenig zu sagen oder zumindest wenig, was schriftlich festgehalten wurde. Zum Glück waren Afonsos Briefe lang, detailliert und gelegentlich auch aufschlussreich. Bei den meisten handelte es sich jedoch um Beschwerden über das Fehlverhalten portugiesischer Abenteurer, Kolonisten, Beamter und Händler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Thronfolger wurde als Mvemba á Nzinga geboren, Sohn von Mani-Kongo (König) Nzinga a Nkuwu, fünfter Herrscher der Dynastie, und trat erstmals im Alter von etwa 25 Jahren in Erscheinung, als die Portugiesen im Mai 1491 n. Chr. auf den Spuren von Diogo Cão in der Hauptstadt M’banza Kongo erschienen. Sein Vater konvertierte sofort zum Katholizismus (in Anbetracht der Geschichten, wie die Kirche andere Königreiche bekehrte, vermutlich eine weise Entscheidung) und nahm den portugiesischen Namen João I. an. Mpangu wurde ebenfalls getauft und wurde ab da Afonso genannt. Er wurde aus der Provinz Nsundi, die er verwaltete, abgerufen, um mit Priestern und Beratern des Königs zu studieren. Aus Berichten der Priester geht hervor, dass er sehr enthusiastisch und ein wahrer Schüler des Christentums war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afonso fühlte sich seinem Glauben gegenüber derart verpflichtet, dass er heimische Kunstobjekte, die katholische Gefühle verletzen könnten, zerstören ließ und ein Programm startete, um die Konvertierung in der Provinz zu fördern. Seine Allianz mit den katholischen Portugiesen wurde ihm sehr nützlich, als sein Vater starb. Die Könige des Kongoreiches wurden gewählt und es war nicht ausgemacht, dass der Konvertit Nachfolger seines Vaters trotz dessen Glaubens werden würde. Doch Afonsos Mutter schaffte es, den Tod des Königs geheim zu halten, bis ihr Sohn in die Hauptstadt zurückkehren konnte, um Gefolgsleute um sich zu scharen. Als die Ankündigung schließlich gemacht wurde, war Afonso samt seinen Unterstützern anwesend und wurde prompt neuer Mani-Kongo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch im Kongoreich war längst nicht alles eitel Sonnenschein. Afonsos Halbbruder Mpanzu stellte innerhalb einer Woche eine Armee auf (was beeindruckend schnell war, bedenkt man, dass das Kongoreich eine 4-Tage-Woche hatte) und marschierte in Richtung M’banza. Da er den christlichen Glauben ablehnte, wuchs die Zahl seiner Anhänger stetig unter all denen, die Nzambi á Mpungu verehrten, den Schöpfer, der ausschließlich außerhalb der physischen Welt existierte. Als Mpanzu versuchte, die Hauptstadt zu stürmen, griff laut Afonso Gott ein: Der heilige Jakobus und fünf &amp;quot;himmlische Reiter&amp;quot; erschienen am Himmel, sodass der heidnische Feind vom Schlachtfeld floh. Das Wunder, das in einem Brief von Afonso beschrieben wird, beendete jedwede Opposition gegen seine Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend sorgte dieses Wunder außerdem dafür, dass Afonso alles daran setzte, sein Königreich auf den rechten Pfad zu führen, und so verbrachte er viel Zeit mit dem Versuch, das Kongoreich zum Katholizismus zu konvertieren. Er gründete die &amp;quot;Römisch-katholische Kirche Kongo&amp;quot;; die Kirchen und Schulen finanzierte er aus der königlichen Staatskasse, die hauptsächlich aus Steuern bestand, die er das Volk entrichten ließ. Im Jahr 1516 gab es in M'banza rund 1.000 Schüler, die Lesen, Schreiben und ein Leben als guter Katholik lernten. Afonso verbrachte außerdem viel Zeit mit dem Versuch, die religiösen Traditionen des Kongoreiches mit dem europäischen Christentum zu verschmelzen, was jedoch misslang. Er entsandte außerdem einige seiner Verwandten zum Studieren nach Europa, einschließlich seines Sohnes Henrique Kinu á Mvemba, der 1518 in Rom durch den Vatikan zum Bischof geweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bemühungen verdienten Afonso unter den Kirchenvätern den Spitznamen &amp;quot;Apostel des Kongo&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Afonso ein strenger Katholik war, so war er den Portugiesen doch weniger zugeneigt. Er war offensichtlich offen für Modernisierung, lehnte es jedoch ab, auf Verlangen das portugiesische Rechtssystem zu übernehmen und blockierte Gesetze, die es ermöglicht hätten, Land an portugiesische Schürfer zu verkaufen. Doch für die meisten Spannungen sorgte die Sklaverei. In einer Reihe von Briefen, die er ab 1526 schrieb, verurteilte Afonso die Brutalität der Portugiesen beim Aufbau des transatlantischen Sklavenhandels. Er drohte sogar damit, die Operationen der Sklavenhändler in den Gebieten, die unter seiner Kontrolle standen, vollständig zu unterbinden. Er machte den wachsenden portugiesischen Sklavenhandel in den südlichen Provinzen und die damit einhergehende Entvölkerung für die Destabilisierung seines Landes verantwortlich. Doch viele Mitglieder seines eigenen Adels profitierten vom Menschenhandel, und so war die einzige Einschränkung, die er erreichte, ein königliches Komitee, das den Status aller zum Verkauf stehenden Personen von &amp;quot;frei&amp;quot; bis zu den verschiedenen Graden der Versklavung festlegen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch unterzeichnete er 1515 das so genannte Regimento, durch das das Kongoreich portugiesische Staatsstrukturen übernahm, die Portugiesen, die im Reich lebten, extraterritoriale Rechte erhielten und der Verkauf &amp;quot;legitimer&amp;quot; Sklaven an portugiesische Händler erlaubt wurde. Mit portugiesischer Hilfe und in Zusammenarbeit mit portugiesischen Händlern baute Afonso die Hauptstadt mit Stein als Baumaterial neu auf. Mit portugiesischer Bewaffnung und dem Segen der katholischen Kirche weiteten seine Truppen das Reich nach Süden und Osten aus. Die kongolesische Krone kontrollierte außerdem den gesamten externen Handel, und Afonso erhöhte den Export von Elfenbein und Raphia-Fasern, um seine Taschen zu füllen und so all diese modernen Vorzüge bezahlen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Ende Afonsos Leben näher rückte, versuchten mehrere seiner Nachkommen, sich für die Erbfolge in Stellung zu bringen. 1539 entging der gealterte König einem Mordanschlag, während er die Ostermesse besuchte, ein Plan, an dem mehrere portugiesische Einwohner des Landes beteiligt waren. 1543 verstarb Afonso friedlich. Sein Sohn Pedro I. trat das Erbe des Vaters an, wurde jedoch nach nur wenigen Jahren von Diogo I., einem der zahlreichen Enkel Afonsos, wieder gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Mvembas Kongo ist ein Land frappierender Gegensätze: eine religiöse Zivilisation ohne {{6glauben}} Glaubensgenerierung oder Heilige Stätten und eine, die mitten im Regenwald zu einer riesigen [ICON_Citizen] Bevölkerung anwachsen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kongo wird anfangs versuchen, möglichst viel Regenwald bzw. Wälder anzuhäufen (was kein Problem sein sollte, wenn nicht gerade Brasilien in der Nähe ist). Mit einem M'banza (der vom Mittelalter an genügend {{6pop}} Wohnraum schafft) und {{6nahr}} Nahrung aus diesen Regenwald- bzw. Wälder-Geländefeldern ist er in der Lage, schnell große Städte aus dem Boden schießen zu lassen. Mvemba wird auch die größte Religion im Spiel wählen und dem Großteil seiner Städte auferlegen, damit der Kongo sämtliche Glaubenssatzbonusse verdoppeln kann (ohne auch nur einen Punkt {{6glauben}} Glauben generiert zu haben). Wenn doch {{6glauben}} Glauben generiert wurde, können sie ihn verwenden, um Große Persönlichkeiten zu fördern, um ihre Nkisi-Zivilisationsfähigkeit zu stärken, die es ihnen bereits ermöglicht, zahlreiche Große Werke mit stark verbesserten Erträgen zu erschaffen. Die Kombination von Bonuserträgen aus Religion und Großen Werken machen sie zu einem Anwärter für jeglichen Siegtyp, auch wenn der {{6kult}} Kultursieg am naheliegendsten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nzinga Mbande ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Nzinga Mbande|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = Mbande_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Nzinga_Mbande_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Kongo_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Kongo_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Nzinga_Mbande_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  - |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Nzinga_Mbande_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Wagt alles und seht, wohin das Schicksal Euch führt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nzinga Mbande spielte in der angolanischen Unabhängigkeitsbewegung und der frühen Kolonialgeschichte Afrikas eine wichtige Rolle. Dabei war es für sie nicht leicht, sich durchzusetzen und ein Reich zum Regieren zu erlangen. Sie wechselte zwischen verschiedenen Königreichen und spielte die europäischen Mächte gegeneinander aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Portugiesen erreichten das Königreich Kongo in den 1480ern und fanden eine Wahlmonarchie vor, die seit den 1300ern an der Macht war. Missionare etablierten dort Schulen und entwickelten im Kongo eine synkretistische Religionspraxis. Binnen eines Jahrzehnts wurde der König getauft. Mit der Sklaverei war es komplizierter. Die Kongolesen praktizierten sie bereits seit langer Zeit, indem sie Gefangene aus Kriegen und Überfällen in ihre Hauptstadt holten und zwangen, dort zu leben und zu arbeiten. Als die Portugiesen ihre Plantagen auf São Tomé etablierten, vereinbarte das Kongoreich ein Handelsabkommen, laut dem es die Insel exklusiv mit Gefangenen für die Sklavenarbeit versorgte. Mit der Zeit entstand eine unsichere Allianz zwischen Kongo und Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Portugiesen respektierten das Monopol Kongos auf den Sklavenhandel nicht. Daher forderte Afonso – Mvemba á Nzinga – die Beendigung des Abkommens. Es sollte beachtet werden, dass Mvemba weder die Abschaffung der Sklaverei wollte, noch gegen imperiale Aggression protestierte. Es ging ihm lediglich darum, dass die Portugiesen sich nicht an die Abmachung hielten. Aufgrund dieses Streitpunktes, begann Portugal Lager in benachbarten Königreichen zu etablieren, die nicht nur als Handelslager, sondern auch für Überfälle genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Generation später waren Gebiete an der kongolesischen Grenze, die einst von den Sklavenhändlern überfallen worden waren, zu möglichen Partnern geworden. Auch Ndongo gehörte dazu. 1590 befand sich das Königreich im Krieg gegen die Portugiesen und ihre kongolesischen Verbündeten und wurde gleichzeitig wiederholt von einer besonders stürmischen Söldnerbande angegriffen, den Imbangala. Als der Krieg nicht gut verlief, führte ein Adliger einen Staatsstreich durch und vertrieb viele Mitglieder des königlichen Hofes. Unter ihnen war auch Nzinga, die in das nahegelegene Königreich Matamba flüchtete. Doch das neue Oberhaupt von Ndongo konnte ihre politische Gewandtheit und ihre Beziehungen gebrauchen und beauftragte sie, mit den Portugiesen zu verhandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Unterhändlerin brillierte Nzinga. Sie verstieß absichtlich gegen die portugiesischen Normen und weigerte sich, die untergeordnete Rolle einzunehmen, die man ihr zugewiesen hatte. Sie kleidete sich in prunkvoller Tracht und trat nicht als Untertanin, sondern als Königin auf. Als die Portugiesen von ihr verlangten, sich auf den Boden zu setzen, ließ sie ihre Dienerin die Position des Stuhls einnehmen. In Bezug auf ihre Taufe hielt sie die Portugiesen hin und nutzte sie bei Verhandlungen als Angebot. Schließlich gelang es ihr, Frieden zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Frieden war nicht von Dauer. Die Imbangala wollten mehr Land und setzten die Kämpfe, Portugal und Ndongo zum Trotz, fort. Während der immer schlimmer werdenden Krise verstarb der König von Ndongo. Nzinga ergriff mit ihrem weitreichenden Netzwerk politischer und strategischer Allianzen die Macht. Die Portugiesen, die mit ihrem Temperament vertraut waren, verlangten jedoch von ihr, einem von ihnen ernannten Marionettenkönig Gehorsam zu schwören. Nzinga weigerte sich und flüchtete zu den Rebellen – ausgerechnet den Imbangala. Sie heiratete einen von ihnen und strukturierte ihre Streitmacht nun nach dem militaristischen Vorbild ihres neuen Volkes. Mit ihr fegte sie über das Gebiet hinweg und eroberte Matamba, jedoch nicht ganz Ndongo. Von dieser günstigen Position aus etablierte sie unabhängige Beziehungen mit niederländischen Händlern. Durch den Sklavenhandel mit ihnen sicherte sie ihre Finanzen und verbündete sich mit den Niederländern und Kongolesen gegen die Portugiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämpfen nahm kein Ende. Die Portugiesen verdrängten die Niederländer, doch zur gleichen Zeit brach ein Krieg zwischen Portugal und Spanien aus. 1656 einigten sich die Parteien nach jahrelangem Konflikt auf einen Friedensvertrag, der Portugal große Küstenstreifen gewährte, während Nzinga das Monopol auf den Sklavenhandel bekam. Es vergingen viele Jahre, ehe wieder Europäer nach Gebieten im Landesinneren trachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachhinein wird Nzinga als starke Gegenmacht zu den Portugiesen betrachtet, und so wurde sie vor allem in Abbildungen des Bürgerkriegs in Angola dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Für den Erfolg von Nzinga Mbande ist es entscheidend, auf ihrem Heimatkontinent zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nzinga Mbande verfolgt das Ziel, Kongo zur vorherrschenden Macht auf ihrem Heimatkontinent zu machen. Sie erhält zusätzliche Erträge in ihrer Heimat, die zusammen mit ihrer Nkisi-Fähigkeit gute Voraussetzungen für einen Kultursieg schaffen. Die Ngao Mbeba helfen ihr, Zivilisationen zu erobern, die ihren Heimatkontinent betreten. Mit dem M'banza werden ihre Städte groß und wohlhabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Frankreich_(Civ6)&amp;diff=58239</id>
		<title>Frankreich (Civ6)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Frankreich_(Civ6)&amp;diff=58239"/>
				<updated>2026-06-18T20:12:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Katharina von Medici */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Schwarze Königin)|Katharina von Medici]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Frankreich_(Civ6)#Elenore von Aquitanien|Elenore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
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Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
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Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Frankreich_(Civ6)&amp;diff=58238</id>
		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T20:12:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Katharina von Medici (Erhaben) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
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Ziv_Religion =   [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Kongo_(Civ6)&amp;diff=58237</id>
		<title>Kongo (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Nzinga Mbande */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Kongo''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Kongo]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Kongo&lt;br /&gt;
| Bild = kongo_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Kongo_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Mvemba á Nzinga und Nzinga Mbande&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[link=Schwertkämpfer_(Civ6)#Ngao Mbeba|Ngao Mbeba]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = ngao_mbeba_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Wohngebiet_(Civ6)#Mbanza|Mbanza]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = wohnviertel_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grau, Hellblau&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der Legende nach liegen die Ursprünge des Königreichs Kongo in den Unruhen des sehr großen aber nicht sehr reichen Stammesreichs von Mpemba Kasi um das Kwilutal. In diesen Erzählungen heißt es, dass das geschwächte Mpemba Kasi irgendwann ein Bündnis mit dem militaristischen Nachbarn Mbata einging und letztlich so das Königreich von Mwene Kabunga erobern konnte, das auf einem Bergplateau im Süden lag. Als der Krieger Nimi a Lukeni alle seine Gebiete vereinigte, machte er M'banza Kongo, das Dorf auf dem Berg, zu seiner Hauptstadt. Und so war das Königreich Kongo um 1390 n. Chr. geboren, ein Königreich, das sich in seiner Blütezeit über ein Gebiet erstreckte, das von Afrikas mittlerer Atlantikküste bis zum Fluss Kwango und von Pointe-Noire im Norden bis zum Fluss Loje im Süden reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Mani-Kongo (&amp;quot;König&amp;quot;) war natürlich Nimi selbst. Als dieser starb, übernahm sein Bruder Mbokani M'vinga die Herrschaft. Da er zwei Ehefrauen und neun Kinder hatte, sollten seine Nachkommen in ungebrochener Linie bis zum Ende des unabhängigen Kongo regieren. Unter seiner Herrschaft wurden das benachbarte Königreich Loango und zahlreiche kleinere Gebiete erobert. Mani-Kongo Mbokani führte außerdem die Tradition ein, in den Provinzen Statthalter aus seiner eigenen Familie einzusetzen. Mit der Zeit verloren die Provinzen unter diesem zentralisierten System immer mehr an Einfluss, bis sie irgendwann nur noch über symbolische Macht verfügten. So war unter anderem das einst stolze und unabhängige Königreich Mbata nur noch als Großvater des Königs von Kongo bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines gesamten Bestehens ließ sich die Krone durch Steuern, Zwangsarbeit und königliche Abgaben bezahlen. Um das Militär zu finanzieren, verkaufte der Mani-Kongo Sklaven, Kupfer und Elfenbein an die Europäer, die nach und nach an den Küsten auftauchten. Hinzu kamen noch Tributzahlungen aus benachbarten Städten und Königreichen, die M'banza Kongo im späten 16. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte Afrikas werden ließen. Das Königreich konnte weiter wachsen, was nicht zuletzt den Speeren der Bantu-Krieger zu verdanken war. Als die Europäer eintrafen, herrschte der Mani-Kongo über sechs Provinzen - Mpemba, Mbata, Nsundi, Mpanga, Mbemba und Soyo - sowie vier Vasallenreiche (Loango, Cacongo, Ngoye und Ndongo). Schenkt man den Aufzeichnungen Glauben, so konnte der König innerhalb von nur einer Woche 300.000 gut ausgebildete und disziplinierte Krieger (Männer und Frauen) auf das Schlachtfeld führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung von Kongo konzentrierte sich um die Hauptstadt M'banza, wo mehr als 100.000 Menschen lebten - und somit jeder fünfte Kongolese. Wenn das Gebiet auch sehr zersiedelt war, konnte man in diesem Ballungsraum Nahrung und Rohstoffe lagern und Kampfkraft sammeln, um sie zu aktivieren, wenn der Mani-Kongo sie brauchte. Die Stadt wurde dadurch auch zum Zentrum eines großen Handelsnetzwerks; neben dem Export von Ressourcen wie Elfenbein und Metallerz gab es im Kongo zahlreiche von den Familien geleitete Kleinunternehmen, in denen Kupferarbeiten, andere Metallwaren, Raphia-Stoffe und Töpferwaren hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1483 segelte der portugiesische Entdecker Diogo Cão den bis dahin noch &amp;quot;unentdeckten&amp;quot; Fluss Kongo hinauf und stieß dabei auf das Königreich Kongo. Er ließ ein paar seiner Leute als &amp;quot;Gäste&amp;quot; dort bleiben und nahm ein paar Vertreter des Königreichs mit zurück nach Portugal, wo der König des Landes ihn für seine Leistungen zum Cavaleiro (Ritter) schlug. Cão stand - anders als viele andere Europäer, die mit Eingeborenen verhandelten - zu seinem Wort und kehrte 1485 mit den Adligen zurück. Etwa zu dieser Zeit konvertierte Mani-Kongo Nzinga á Nkuwu zum Christentum. 1491 kehrte Cão erneut zurück und hatte diesmal einen katholischen Priester dabei, der Nzinga und einige seiner Adligen nun auch offiziell taufte. Der Mani-Kongo nahm zu Ehren des damaligen portugiesischen Königs den christlichen Namen Johann an. Zusammen mit dem Priester und einigen anderen brachte Cão einen kongolesischen Gesandten nach Portugal, der später in M'banza eine Schule nach portugiesischem Vorbild eröffnen sollte. So bekam Portugal wie ein Vertreter Stück für Stück einen Fuß in die Tür ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann I. (geb. Nzinga) wurde von seinem Sohn Afonso I. (geb. Mvemba á Nzinga) beerbt. Während sein Vater, was seinen Übergang zum Christentum betrifft, anscheinend grandios scheiterte, war Afonso ein devoter Katholik, der alles daran setzte, sein Volk zum wahren Glauben zu bringen. Er nahm Berater von Portugal und der Kirche in seinen inneren Kreis auf und versuchte, eine Synthese zwischen dem Christentum und dem ursprünglichen Glauben seiner Untertanen zu erreichen. Auch wenn ihm das nicht gelang, so konnte er dennoch eine stattliche katholische Infrastruktur aufbauen und nutzte die Mittel aus der königlichen Schatzkammer, um Schulen und Kirchen zu finanzieren - ob es seinen Untertanen gefiel, oder nicht. Da es nur wenige geweihte Priester gab und viele der Sprache nicht mächtig waren, schickte der König einige junge Adlige nach Europa, um dort Religion zu studieren. Einer von Afonsos Söhnen wurde weit im Norden zum Bischof von Utica ernannt und übernahm schließlich nach sieben Jahren des Studiums der Heiligen Schrift das Amt des Apostolischen Vikars des Kongo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der christliche Wohltätigkeitsgedanke fand aber schon bald sein Ende, als sich der aufkeimende Sklavenhandel im Kongo mit der Habgier der Portugiesen verband. In den Jahrzehnten nach Cãos Ankunft wurden die Außengebiete des Königreichs Kongo zur größten Quelle des portugiesischen Menschenhandels. Sklaverei hatte es zwar im Kongo schon lange gegeben, bevor die europäischen und kongolesischen Sklavenmärkte das boomende Geschäft für sich entdeckten, doch es waren die Portugiesen, die einen wahren Sklavenansturm in die Karibik und nach Brasilien in Gang setzten. Auch wenn das Geschäft unglaublich profitabel war und man damit gut Gefangene loswerden konnte, die bei den nie enden wollenden Konflikten an den Ost- und Südgrenzen des Königreichs gemacht wurden, vermuteten spätere Herrscher, dass viele ihrer eigenen Untertanen &amp;quot;illegal&amp;quot; versklavt wurden, wenn gerade nicht genug frische Kriegsgefangene vorhanden waren. Dies führte immer mehr dazu, dass sich das Reich destabilisierte. Daher wurde die Verwaltung des Handels organisiert und man setzte königliche Komitees ein, um sicherzustellen, dass keine Menschen illegal abtransportiert wurden. Und die rechtmäßig versklavten Menschen wurden vor dem Abtransport von Priestern getauft, damit wenigstens ihre Seele gerettet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch es war weder das Christentum noch die Sklaverei, die letztlich zum Untergang des Königreichs führen sollten. Es waren die blutigen Konflikte um die Thronfolge. Seit Cousins, Onkel, Brüder und Söhne des Mani-Kongo über die Provinzen und Vasallenreiche herrschten, wie Mbokani es veranlasst hatte, brach jedes Mal nach dem Tod des Königs wieder ein Bürgerkrieg aus, da jeder der Aspiranten über eine kleine Armee verfügte. Im Zuge dessen wurde 1568 die Hauptstadt von den sogenannten Jagas erobert. Dabei handelte es sich entweder um Angreifer aus dem Osten oder vielleicht auch um verärgerte Untertanen (die Berichte darüber variieren). Nimi a Lukeni, mit katholischem Namen Álvaro I., eroberte die Stadt zurück und wurde zum König gesalbt. Doch da er dazu die Waffen und Unterstützung der Portugiesen benötigte, musste er der portugiesischen Krone das Gebiet von Luanda als Kolonie überlassen, das letztlich zu Angola wurde. Eine schlechte Entscheidung, da sich die Portugiesen schon bald darauf in die internen Angelegenheiten von Kongo einmischen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Álvaro, Begründer der Kwilu-Dynastie, und sein Sohn Álvaro II. erkannten die Welle des allgemeinen Fortschritts und versuchten, das Königreich zu &amp;quot;verwestlichen&amp;quot;. Vielleicht hatten sie vor, für die Europäer interessanter zu werden, vielleicht wollten sie aber auch das Unausweichliche verhindern. Auf jeden Fall waren die meisten Reformen oberflächlich. Álvaro führte Titel nach europäischem Vorbild ein (sodass der Mwene Nsundi zum Herzog von Nsundi wurde) und sein Sohn gab der Hauptstadt den neuen Namen São Salvador. 1596 überzeugten kongolesische Abgesandte den Papst, die Stadt als Zentrum einer neuen Diözese anzuerkennen, die sich über Kongo und Angola erstreckte. Doch der König von Portugal überlistete Álvaro II. und brachte den Heiligen Stuhl - wahrscheinlich nicht ohne die entsprechenden finanziellen Anreize - dazu, ihm das Recht zum Einsetzen der Bischöfe für diesen neuen Sitz zu überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehungen zwischen Angola und Kongo wurden immer schlechter und erreichten ihren Tiefpunkt, als der Kolonialgouverneur von Angola 1622 im Südkongo einfiel. Die Lage verschlimmerte sich weiter, als das Königreich im Inneren zunehmend zersplitterte und einige Provinzherrscher eigene Militär- und Handelsabkommen mit den Portugiesen schlossen. Ein paar Jahrzehnte später verbündete sich Mani-Kongo Nkanga á Lukeni (Garcia II.) mit den Niederlanden gegen die Portugiesen, nachdem Erstere 1641 einen Teil von Angola erobert hatten. Doch die Niederländer machten bereits 1648 einen &amp;quot;strategischen Rückzug&amp;quot; und ließen den Mani-Kongo im Stich. Grenzkonflikte zwischen Kongo und Portugal über Ansprüche auf das Ambuila-Gebiet (das nicht sehr groß war, aber einen Kriegsgrund brauchte man ohnehin nicht) führten letztlich im Oktober 1665 zur Schlacht von Ambuila.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort konnte eine Einheit aus portugiesischen Musketieren und leichten Kanonen die Armee des Mani-Kongo entscheidend schlagen. Bei den eingeborenen Kriegern gab es mehr als 5.000 Todesopfer, darunter auch der König. Nach der Schlacht kämpften die beiden Gruppen Kimpanza und Kinlaza, die zur königlichen Familie gehörten, um die Krone. Der folgende Bürgerkrieg zog sich bis ins nächste Jahrhundert hinein. Ganze Landstriche wurden verwüstet und Tausende kongolesische Gefangene wurden auf beiden Seiten an Sklavenhändler verkauft. Die Hauptstadt wurde mehrere Male geplündert und ab 1696 zum Großteil verlassen. Schließlich gelang es Pedro IV. von Kibangu unter den (wenigen) überlebenden Adligen ein Abkommen auszuhandeln, das besagte, dass die Königswürde unter ihnen wechseln sollte. So kehrte wieder Frieden ein ... vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verlassene Hauptstadt M'banza wurde 1705 von der von den Portugiesen unterstützten einheimischen christlichen Prophetin Beatriz Kimpa Vita und ihren Anhängern, den Antoniern, zurückerobert. Das Ziel der Antonier (benannt nach dem Heiligen Antonius von Padua) war die Erschaffung eines neuen, heiligen christlichen Königreichs Kongo, das direkt unter dem Schutz Gottes steht. Doch das schien nicht der Fall zu sein, da König Pedro IV., der von 1696 bis 1718 regierte, Beatriz gefangen nehmen ließ, sie verurteilte und als Ketzerin hinrichtete. Danach eroberte er die Hauptstadt zurück und ließ Kongo 1709 wieder zu einem &amp;quot;unabhängigen&amp;quot; Königreich werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das System mit dem Wechsel der Königswürde relativ gut für Frieden sorgte, kam es immer wieder zu dynastischen Streitigkeiten. In anderen Bereichen schien sich die Lage im 18. und 19. Jahrhundert zu verbessern. Kongolesische Künstler begannen mit der Produktion von Kruzifixen, die Christus als Schwarzen darstellten. Dies überzeugte nun auch die letzten Skeptiker. Die Nation wurde so vom Glauben erfasst, dass die weit verbreitete Geschichte, die zerstörte Kathedrale in São Salvador sei über Nacht von Engeln wieder aufgebaut worden, von kaum jemandem bezweifelt wurde. 1836 schafften die Portugiesen - unter immensem Druck der Briten - den Sklavenhandel ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende sorgte ein weiterer dynastischer Streit dafür, dass das Königreich Kongo unterging. 1856 kämpften nach dem von Tod Henrique II. zwei Gruppen aus dem Kinlaza-Clan um die Thronfolge. Pedro Lelo ging aus dem Konflikt siegreich hervor, war dabei aber auf die Hilfe portugiesischer Truppen angewiesen. Doch jeder Pakt mit dem Bösen hat seinen Preis und so musste Pedro V. 1857 den Vertrag unterzeichnen, der Kongo zu einem Vasallenreich des Königs von Portugal machte. Bereits im folgenden Jahr errichtete Portugal ein Fort in São Salvador und stationierte darin eine Garnison, um sicherzugehen, dass keinerlei Zweifel daran bestanden, wer im Land das Sagen hatte. Einen unabhängigen Staat sollte es erst wieder 1960 geben, in Gestalt der Republik Kongo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mvemba á Nzinga ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mvemba á Nzinga|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1456 - 1543|&lt;br /&gt;
Bild = mvemba_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Mvemba_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Kongo symbol civ6 inv.png|x40px|link=Kongo_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
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Ziv_Agenda = {{Agenda_Mvemba_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Bild_3d = Civ6_Mvemba_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Mani-Kongo, getauft zu: Afonso I. ===&lt;br /&gt;
'''Gute Taten machen zeichnen gute Nachbarn aus.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktisch alles, was über die lange Regentschaft von Afonso I., König des afrikanischen Reiches Kongo, bekannt ist, entstammt seiner Korrespondenz mit den portugiesischen Königen Manuel I. und Johann III. Die wenigen Zeitgenossen, die tatsächlich am Hof anwesend waren, hatten wenig zu sagen oder zumindest wenig, was schriftlich festgehalten wurde. Zum Glück waren Afonsos Briefe lang, detailliert und gelegentlich auch aufschlussreich. Bei den meisten handelte es sich jedoch um Beschwerden über das Fehlverhalten portugiesischer Abenteurer, Kolonisten, Beamter und Händler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Thronfolger wurde als Mvemba á Nzinga geboren, Sohn von Mani-Kongo (König) Nzinga a Nkuwu, fünfter Herrscher der Dynastie, und trat erstmals im Alter von etwa 25 Jahren in Erscheinung, als die Portugiesen im Mai 1491 n. Chr. auf den Spuren von Diogo Cão in der Hauptstadt M’banza Kongo erschienen. Sein Vater konvertierte sofort zum Katholizismus (in Anbetracht der Geschichten, wie die Kirche andere Königreiche bekehrte, vermutlich eine weise Entscheidung) und nahm den portugiesischen Namen João I. an. Mpangu wurde ebenfalls getauft und wurde ab da Afonso genannt. Er wurde aus der Provinz Nsundi, die er verwaltete, abgerufen, um mit Priestern und Beratern des Königs zu studieren. Aus Berichten der Priester geht hervor, dass er sehr enthusiastisch und ein wahrer Schüler des Christentums war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afonso fühlte sich seinem Glauben gegenüber derart verpflichtet, dass er heimische Kunstobjekte, die katholische Gefühle verletzen könnten, zerstören ließ und ein Programm startete, um die Konvertierung in der Provinz zu fördern. Seine Allianz mit den katholischen Portugiesen wurde ihm sehr nützlich, als sein Vater starb. Die Könige des Kongoreiches wurden gewählt und es war nicht ausgemacht, dass der Konvertit Nachfolger seines Vaters trotz dessen Glaubens werden würde. Doch Afonsos Mutter schaffte es, den Tod des Königs geheim zu halten, bis ihr Sohn in die Hauptstadt zurückkehren konnte, um Gefolgsleute um sich zu scharen. Als die Ankündigung schließlich gemacht wurde, war Afonso samt seinen Unterstützern anwesend und wurde prompt neuer Mani-Kongo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch im Kongoreich war längst nicht alles eitel Sonnenschein. Afonsos Halbbruder Mpanzu stellte innerhalb einer Woche eine Armee auf (was beeindruckend schnell war, bedenkt man, dass das Kongoreich eine 4-Tage-Woche hatte) und marschierte in Richtung M’banza. Da er den christlichen Glauben ablehnte, wuchs die Zahl seiner Anhänger stetig unter all denen, die Nzambi á Mpungu verehrten, den Schöpfer, der ausschließlich außerhalb der physischen Welt existierte. Als Mpanzu versuchte, die Hauptstadt zu stürmen, griff laut Afonso Gott ein: Der heilige Jakobus und fünf &amp;quot;himmlische Reiter&amp;quot; erschienen am Himmel, sodass der heidnische Feind vom Schlachtfeld floh. Das Wunder, das in einem Brief von Afonso beschrieben wird, beendete jedwede Opposition gegen seine Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend sorgte dieses Wunder außerdem dafür, dass Afonso alles daran setzte, sein Königreich auf den rechten Pfad zu führen, und so verbrachte er viel Zeit mit dem Versuch, das Kongoreich zum Katholizismus zu konvertieren. Er gründete die &amp;quot;Römisch-katholische Kirche Kongo&amp;quot;; die Kirchen und Schulen finanzierte er aus der königlichen Staatskasse, die hauptsächlich aus Steuern bestand, die er das Volk entrichten ließ. Im Jahr 1516 gab es in M'banza rund 1.000 Schüler, die Lesen, Schreiben und ein Leben als guter Katholik lernten. Afonso verbrachte außerdem viel Zeit mit dem Versuch, die religiösen Traditionen des Kongoreiches mit dem europäischen Christentum zu verschmelzen, was jedoch misslang. Er entsandte außerdem einige seiner Verwandten zum Studieren nach Europa, einschließlich seines Sohnes Henrique Kinu á Mvemba, der 1518 in Rom durch den Vatikan zum Bischof geweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bemühungen verdienten Afonso unter den Kirchenvätern den Spitznamen &amp;quot;Apostel des Kongo&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Afonso ein strenger Katholik war, so war er den Portugiesen doch weniger zugeneigt. Er war offensichtlich offen für Modernisierung, lehnte es jedoch ab, auf Verlangen das portugiesische Rechtssystem zu übernehmen und blockierte Gesetze, die es ermöglicht hätten, Land an portugiesische Schürfer zu verkaufen. Doch für die meisten Spannungen sorgte die Sklaverei. In einer Reihe von Briefen, die er ab 1526 schrieb, verurteilte Afonso die Brutalität der Portugiesen beim Aufbau des transatlantischen Sklavenhandels. Er drohte sogar damit, die Operationen der Sklavenhändler in den Gebieten, die unter seiner Kontrolle standen, vollständig zu unterbinden. Er machte den wachsenden portugiesischen Sklavenhandel in den südlichen Provinzen und die damit einhergehende Entvölkerung für die Destabilisierung seines Landes verantwortlich. Doch viele Mitglieder seines eigenen Adels profitierten vom Menschenhandel, und so war die einzige Einschränkung, die er erreichte, ein königliches Komitee, das den Status aller zum Verkauf stehenden Personen von &amp;quot;frei&amp;quot; bis zu den verschiedenen Graden der Versklavung festlegen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch unterzeichnete er 1515 das so genannte Regimento, durch das das Kongoreich portugiesische Staatsstrukturen übernahm, die Portugiesen, die im Reich lebten, extraterritoriale Rechte erhielten und der Verkauf &amp;quot;legitimer&amp;quot; Sklaven an portugiesische Händler erlaubt wurde. Mit portugiesischer Hilfe und in Zusammenarbeit mit portugiesischen Händlern baute Afonso die Hauptstadt mit Stein als Baumaterial neu auf. Mit portugiesischer Bewaffnung und dem Segen der katholischen Kirche weiteten seine Truppen das Reich nach Süden und Osten aus. Die kongolesische Krone kontrollierte außerdem den gesamten externen Handel, und Afonso erhöhte den Export von Elfenbein und Raphia-Fasern, um seine Taschen zu füllen und so all diese modernen Vorzüge bezahlen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Ende Afonsos Leben näher rückte, versuchten mehrere seiner Nachkommen, sich für die Erbfolge in Stellung zu bringen. 1539 entging der gealterte König einem Mordanschlag, während er die Ostermesse besuchte, ein Plan, an dem mehrere portugiesische Einwohner des Landes beteiligt waren. 1543 verstarb Afonso friedlich. Sein Sohn Pedro I. trat das Erbe des Vaters an, wurde jedoch nach nur wenigen Jahren von Diogo I., einem der zahlreichen Enkel Afonsos, wieder gestürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Mvembas Kongo ist ein Land frappierender Gegensätze: eine religiöse Zivilisation ohne {{6glauben}} Glaubensgenerierung oder Heilige Stätten und eine, die mitten im Regenwald zu einer riesigen [ICON_Citizen] Bevölkerung anwachsen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kongo wird anfangs versuchen, möglichst viel Regenwald bzw. Wälder anzuhäufen (was kein Problem sein sollte, wenn nicht gerade Brasilien in der Nähe ist). Mit einem M'banza (der vom Mittelalter an genügend {{6pop}} Wohnraum schafft) und {{6nahr}} Nahrung aus diesen Regenwald- bzw. Wälder-Geländefeldern ist er in der Lage, schnell große Städte aus dem Boden schießen zu lassen. Mvemba wird auch die größte Religion im Spiel wählen und dem Großteil seiner Städte auferlegen, damit der Kongo sämtliche Glaubenssatzbonusse verdoppeln kann (ohne auch nur einen Punkt {{6glauben}} Glauben generiert zu haben). Wenn doch {{6glauben}} Glauben generiert wurde, können sie ihn verwenden, um Große Persönlichkeiten zu fördern, um ihre Nkisi-Zivilisationsfähigkeit zu stärken, die es ihnen bereits ermöglicht, zahlreiche Große Werke mit stark verbesserten Erträgen zu erschaffen. Die Kombination von Bonuserträgen aus Religion und Großen Werken machen sie zu einem Anwärter für jeglichen Siegtyp, auch wenn der {{6kult}} Kultursieg am naheliegendsten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nzinga Mbande ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Nzinga Mbande|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = Mbande_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Nzinga_Mbande_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Wagt alles und seht, wohin das Schicksal Euch führt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nzinga Mbande spielte in der angolanischen Unabhängigkeitsbewegung und der frühen Kolonialgeschichte Afrikas eine wichtige Rolle. Dabei war es für sie nicht leicht, sich durchzusetzen und ein Reich zum Regieren zu erlangen. Sie wechselte zwischen verschiedenen Königreichen und spielte die europäischen Mächte gegeneinander aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Portugiesen erreichten das Königreich Kongo in den 1480ern und fanden eine Wahlmonarchie vor, die seit den 1300ern an der Macht war. Missionare etablierten dort Schulen und entwickelten im Kongo eine synkretistische Religionspraxis. Binnen eines Jahrzehnts wurde der König getauft. Mit der Sklaverei war es komplizierter. Die Kongolesen praktizierten sie bereits seit langer Zeit, indem sie Gefangene aus Kriegen und Überfällen in ihre Hauptstadt holten und zwangen, dort zu leben und zu arbeiten. Als die Portugiesen ihre Plantagen auf São Tomé etablierten, vereinbarte das Kongoreich ein Handelsabkommen, laut dem es die Insel exklusiv mit Gefangenen für die Sklavenarbeit versorgte. Mit der Zeit entstand eine unsichere Allianz zwischen Kongo und Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Portugiesen respektierten das Monopol Kongos auf den Sklavenhandel nicht. Daher forderte Afonso – Mvemba á Nzinga – die Beendigung des Abkommens. Es sollte beachtet werden, dass Mvemba weder die Abschaffung der Sklaverei wollte, noch gegen imperiale Aggression protestierte. Es ging ihm lediglich darum, dass die Portugiesen sich nicht an die Abmachung hielten. Aufgrund dieses Streitpunktes, begann Portugal Lager in benachbarten Königreichen zu etablieren, die nicht nur als Handelslager, sondern auch für Überfälle genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Generation später waren Gebiete an der kongolesischen Grenze, die einst von den Sklavenhändlern überfallen worden waren, zu möglichen Partnern geworden. Auch Ndongo gehörte dazu. 1590 befand sich das Königreich im Krieg gegen die Portugiesen und ihre kongolesischen Verbündeten und wurde gleichzeitig wiederholt von einer besonders stürmischen Söldnerbande angegriffen, den Imbangala. Als der Krieg nicht gut verlief, führte ein Adliger einen Staatsstreich durch und vertrieb viele Mitglieder des königlichen Hofes. Unter ihnen war auch Nzinga, die in das nahegelegene Königreich Matamba flüchtete. Doch das neue Oberhaupt von Ndongo konnte ihre politische Gewandtheit und ihre Beziehungen gebrauchen und beauftragte sie, mit den Portugiesen zu verhandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Unterhändlerin brillierte Nzinga. Sie verstieß absichtlich gegen die portugiesischen Normen und weigerte sich, die untergeordnete Rolle einzunehmen, die man ihr zugewiesen hatte. Sie kleidete sich in prunkvoller Tracht und trat nicht als Untertanin, sondern als Königin auf. Als die Portugiesen von ihr verlangten, sich auf den Boden zu setzen, ließ sie ihre Dienerin die Position des Stuhls einnehmen. In Bezug auf ihre Taufe hielt sie die Portugiesen hin und nutzte sie bei Verhandlungen als Angebot. Schließlich gelang es ihr, Frieden zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Frieden war nicht von Dauer. Die Imbangala wollten mehr Land und setzten die Kämpfe, Portugal und Ndongo zum Trotz, fort. Während der immer schlimmer werdenden Krise verstarb der König von Ndongo. Nzinga ergriff mit ihrem weitreichenden Netzwerk politischer und strategischer Allianzen die Macht. Die Portugiesen, die mit ihrem Temperament vertraut waren, verlangten jedoch von ihr, einem von ihnen ernannten Marionettenkönig Gehorsam zu schwören. Nzinga weigerte sich und flüchtete zu den Rebellen – ausgerechnet den Imbangala. Sie heiratete einen von ihnen und strukturierte ihre Streitmacht nun nach dem militaristischen Vorbild ihres neuen Volkes. Mit ihr fegte sie über das Gebiet hinweg und eroberte Matamba, jedoch nicht ganz Ndongo. Von dieser günstigen Position aus etablierte sie unabhängige Beziehungen mit niederländischen Händlern. Durch den Sklavenhandel mit ihnen sicherte sie ihre Finanzen und verbündete sich mit den Niederländern und Kongolesen gegen die Portugiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämpfen nahm kein Ende. Die Portugiesen verdrängten die Niederländer, doch zur gleichen Zeit brach ein Krieg zwischen Portugal und Spanien aus. 1656 einigten sich die Parteien nach jahrelangem Konflikt auf einen Friedensvertrag, der Portugal große Küstenstreifen gewährte, während Nzinga das Monopol auf den Sklavenhandel bekam. Es vergingen viele Jahre, ehe wieder Europäer nach Gebieten im Landesinneren trachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachhinein wird Nzinga als starke Gegenmacht zu den Portugiesen betrachtet, und so wurde sie vor allem in Abbildungen des Bürgerkriegs in Angola dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Für den Erfolg von Nzinga Mbande ist es entscheidend, auf ihrem Heimatkontinent zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nzinga Mbande verfolgt das Ziel, Kongo zur vorherrschenden Macht auf ihrem Heimatkontinent zu machen. Sie erhält zusätzliche Erträge in ihrer Heimat, die zusammen mit ihrer Nkisi-Fähigkeit gute Voraussetzungen für einen Kultursieg schaffen. Die Ngao Mbeba helfen ihr, Zivilisationen zu erobern, die ihren Heimatkontinent betreten. Mit dem M'banza werden ihre Städte groß und wohlhabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Japan (Civ6)</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Japan''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Japan]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Japan&lt;br /&gt;
| Bild = japan_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Japan_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Japan (Civ6)#Hōjō Tokimune|Hōjō Tokimune]] und [[Japan (Civ6)#Tokugawa|Tokugawa Ieyasu]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Samurai|Samurai]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = samurai_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Fabrik_(Civ6)#Elektronik Fabrik|Elektronik Fabrik]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = elektronik_fabrik_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = weiss, rot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Niemand wei&amp;amp;#223; genau, wann das japanische Archipel erstmals besiedelt wurde, fest steht jedoch, dass es um 250 v.Chr. von der Jomon-Kultur bev&amp;amp;#246;lkert war, sozusagen dem &amp;quot;Prototyp&amp;quot; des japanischen Volkes. Bald darauf bildete sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und die Jomon schlie&amp;amp;#223;lich unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Bl&amp;amp;#252;tezeit etwa 500-600 Jahre (3. Jh. v.Chr. bis 3. Jh. n.Chr.) w&amp;amp;#228;hrte, ein enorm fortschrittliches Volk. Die Einigung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno (&amp;quot;himmlischer Kaiser&amp;quot;) stand, erfolgte etwa Mitte des 4. Jh. Doch schon wenige Jahre sp&amp;amp;#228;ter regte sich unter der Regentschaft von Kentai (507-531) im eigenen Land wie auch bei den Nachbarv&amp;amp;#246;lkern Widerstand gegen diese Dynastie. Die regionalen Befehlshaber gewannen an Einfluss und die kaiserliche Vormachtstellung br&amp;amp;#246;ckelte: Der Niedergang der Yamato war besiegelt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend der Herrschaft der Yamato hatte Japan erste nennenswerte Kontakte mit dem Festland. Nachdem koreanische M&amp;amp;#246;nche um 530 den Buddhismus nach Japan gebracht hatten, wurde dieser wenig sp&amp;amp;#228;ter am kaiserlichen Hof eingef&amp;amp;#252;hrt. Doch anstatt die alte Shinto-Religion zu verdr&amp;amp;#228;ngen, verschmolzen beide Religionen im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Form des Shintoismus. Auch chinesische Einfl&amp;amp;#252;sse pr&amp;amp;#228;gten das Bild Japans in jener Zeit nachhaltig. Im Jahr 604 erlie&amp;amp;#223; Prinz Shotoku die erste Verfassung Japans, einen, aus 17 Artikeln bestehenden, Kodex, der chinesische Moralvorstellungen propagierte und die g&amp;amp;#246;ttliche Legitimation des Kaisers begr&amp;amp;#252;ndete. 710 wurde mit Nara die erste Hauptstadt Japans gegr&amp;amp;#252;ndet. Aufgrund des enormen Einflusses der buddhistischen Kl&amp;amp;#246;ster in der N&amp;amp;#228;he Naras verlegte man den Herrschaftssitz im Jahr 794 schlie&amp;amp;#223;lich nach Kyoto.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Heian-Dynastie (794-1185) war gepr&amp;amp;#228;gt vom langsamen R&amp;amp;#252;ckgang des chinesischen Einflusses zugunsten japanischer Sitten und Gebr&amp;amp;#228;uche.In der sp&amp;amp;#228;ten Heian-&amp;amp;#196;ra zog es die einflussreicheren Samurai aus den provinziellen Kriegerst&amp;amp;#228;mmen in die Hauptstadt, wo sie f&amp;amp;#252;r kaiserliche Milit&amp;amp;#228;reins&amp;amp;#228;tze und als Leibgarde f&amp;amp;#252;r die gro&amp;amp;#223;en Adelsh&amp;amp;#228;user zur Verf&amp;amp;#252;gung standen. Durch ihren Kampfgeist und ihr stoisches Ehrgef&amp;amp;#252;hl geeint, schlossen sie sich in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer aristokratischen Kaste zusammen und entwickelten eine von Disziplin gepr&amp;amp;#228;gte Kultur, die sie deutlich von den fr&amp;amp;#252;heren devoten und vornehmeren Untergebenen des Kaiserhofs unterschied. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Muromachi-&amp;amp;#196;ra (1338-1573) begr&amp;amp;#252;ndeten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche japanische Kunstformen, die bis heute erhalten blieben. W&amp;amp;#228;hrend Japan offiziell vom Kaiser und dem Shogun regiert wurde, sah die Realit&amp;amp;#228;t anders aus. Am Ende der Muromachi-Dynastie war die Regierung in Kyoto praktisch machtlos. Japan zerfiel in der Folgezeit in rivalisierende Feudalstaaten, die von m&amp;amp;#228;chtigen Feudalherren (den Daimyos) kontrolliert wurden. Viele ber&amp;amp;#252;hmte Samurai-Geschichten entstanden in dieser Epoche des &amp;quot;Sengoku&amp;quot;. Schlie&amp;amp;#223;lich gelang es drei M&amp;amp;#228;nnern, Japan zu einen: Oda Nobunaga, seinem General Toyotomi Hideyoshi und dessen Nachfolger Tokugawa Ieyasu. Tokugawa begr&amp;amp;#252;ndete das Edo-Shogunat (1603-1867), beendete den schwelenden Konflikt, reformierte das Land und brachte ihm den Frieden. In den folgenden 250 Jahren erlebte Japan eine Bl&amp;amp;#252;tezeit. Angesichts der Isolationspolitik der sp&amp;amp;#228;ten Shogune stagnierte allerdings die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Zwar waren ab etwa Mitte des 16. Jh. einige spanische und portugiesische H&amp;amp;#228;ndler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst als im Juli 1853 eine Schwadron von US-Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in die Uraga-Bucht einlief, &amp;amp;#246;ffnete sich das Land erstmals westlichen Einfl&amp;amp;#252;ssen. Da das Shogunat nicht in der Lage war, die angesichts der &amp;amp;#214;ffnung Japans dringend erforderlichen Reformen einzuleiten, kam es in den 1860er Jahren zur Revolution. Die nach dem Sturz des Shogunats eingesetzte Meiji-Regierung stellte sich der schwierigen Aufgabe der &amp;quot;Verwestlichung&amp;quot; und schuf ein modernes Japan, das sich erfolgreich in der Welt platzieren konnte. Mit Siegen &amp;amp;#252;ber China (1894/95) und Russland (1904/05) unterstrich Japan schlie&amp;amp;#223;lich seine Anspr&amp;amp;#252;che als Weltmacht. Allerdings f&amp;amp;#252;hrte der &amp;amp;#252;bersteigerte Nationalismus der Japaner zu Xenophobie und gewaltsamen &amp;amp;#220;bergriffen gegen Nicht-Japaner. In den 1930er und 1940er Jahren marschierten japanische Truppen in China, Vietnam und Indonesien ein, bevor sie schlie&amp;amp;#223;lich den amerikanischen Flottenst&amp;amp;#252;tzpunkt in Pearl Harbor bombardierten. Nach anf&amp;amp;#228;nglichen Erfolgen w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs kam es im Sommer 1945 zur Katastrophe: Zun&amp;amp;#228;chst eroberten die Amerikaner Okinawa. Im August erkl&amp;amp;#228;rte die Sowjetunion Japan den Krieg und st&amp;amp;#252;rmte die Mandschurei. Am 6. und 9. August l&amp;amp;#246;schten zwei Atombomben schlie&amp;amp;#223;lich gro&amp;amp;#223;e Teile der St&amp;amp;#228;dte Hiroshima und Nagasaki aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord der USS Missouri unterzeichnet wurde. Unterst&amp;amp;#252;tzt von den USA erfuhr das Land in den Jahren von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren geh&amp;amp;#246;rte Japan wieder zu den f&amp;amp;#252;hrenden Weltm&amp;amp;#228;chten und stellte den Seniorpartner des in Gr&amp;amp;#252;ndung befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hōjō Tokimune ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Hōjō Tokimune|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  1251 - 1284|&lt;br /&gt;
Bild = tokimune_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan symbol civ6 inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Shinto (Civ6)|Shinto]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokimune_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Shikken des Kamakura-Shogunats, Japanisches Kaiserreich===&lt;br /&gt;
'''Der einzige Grund zu leben für einen Krieger ist der Kampf, und der einzige Grund für einen Krieger zu kämpfen ist der Sieg.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren als ältester Sohn von Tokiyori, fünftem Shikken (Regent) des Kamakura-Shogunats und de facto Herrscher über Japan, wurde Tokimune von Geburt an als Tokuso (Oberhaupt) der Hauptlinie der Hojo angesehen und rigoros daraufhin erzogen, Nachfolger seines Vaters zu werden. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1268 n. Chr. selbst Shikken. Bis zu seinem Tod im Alter von 34 Jahren sollte Tokimune Japan bis in seine Grundfeste verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Ernennung zum Shikken sah sich Tokimune einer nationalen Krise gegenüber. Kublai Khan, der mongolische Kaiser von China, schickte einen Sonderbotschafter mit der Forderung an Japan, eine &amp;quot;tributpflichtige Beziehung&amp;quot; mit den Mongolen einzugehen oder sich auf eine Invasion und Eroberung vorzubereiten. Während viele Mitglieder der japanischen Regierung, einschließlich Angehörige der kaiserlichen Familie, darauf drängten, einen Kompromiss auszuhandeln, wies der junge Regent die mongolische Forderung zurück und schickte die Abgesandten zurück nach China; in welchem Zustand ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier weitere Male wurden die Forderungen im Laufe der folgenden vier Jahre durch mongolische Abgesandte wiederholt, und die Reaktion Tokimunes war jedes Mal ähnlich. Die mongolische Ungeduld voraussehend entsandte er eine japanische Streitmacht auf die südliche Insel Kyushu, um für die drohende Invasion gewappnet zu sein. Die erfolgte schließlich im Jahr 1274, als etwa 25.000 mongolische und koreanische Soldaten die kleinen entlegenen Inseln einnahmen. Ein Taifun, von den Japanern &amp;quot;göttlicher Wind&amp;quot; genannt, zwang die mongolische Flotte zur Heimkehr und die Bedrohung war gebannt - vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Invasion war Kublai ein vernunftbegabter Mann und entsandte 1275 erneut fünf weitere Sonderbotschafter, um einen Tribut auszuhandeln. Sie weigerten sich, ohne eine Antwort wieder abzureisen, also ließ Tokimune sie nach Kamakura bringen und enthaupten. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1279 fünf weitere Botschafter. Die Zeichen wurden am kaiserlichen Hof richtig erkannt, und so wurde angeordnet, dass in allen Tempeln und Schreinen für den Sieg über die Mongolen gebetet werden soll. Tokimune machte sich daran, das Ufer an Stellen der Küste zu befestigen, wo die Invasion wahrscheinlich stattfinden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1281 erschien eine weitaus größere Streitkraft als zuvor - es sollen um die 140.000 Tausend Mongolen und Verbündete in etwa 4.000 Schiffen gewesen sein - vor der Küste und griff die gesamte japanische Armee und Marine unter Tokimune an. Nach Niederlagen bei Landungsversuchen auf den Inseln Tsushima und Shikanoshima konnten die Mongolen schließlich Landgewinn auf Iki verzeichnen, zogen sich jedoch später auf die Insel Hirato zurück. Drei Tage später wurde die Flotte der Invasoren von den Japanern angegriffen, die damit für schwere Verluste und Fassungslosigkeit sorgten, sodass die mongolischen Befehlshaber zurück nach China segelten und etwa 100.000 führungslose Soldaten zurückließen. Im August setzte ein verheerender Taifun (Kamikaze) den mongolischen Schiffen zwei Tage lang zu und versenkte die meisten von ihnen, einschließlich des Flaggschiffs mit dem koreanischen Admiral an Bord. Kurz darauf löschten Tokimunes Samurai die 100.000 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war gerettet und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr von einer Invasion bedroht. Tokimune konnte seine Aufmerksamkeit anderen Angelegenheiten widmen: Er studierte die Zen-Meditation und ließ buddhistische Schreine und Klöster errichten, wie etwa den Tempel Engaku-ji zur Erinnerung an jene Samurai, die für den Sieg über die Mongolen ihr Leben gelassen hatten. In seiner Jugend und als junger Mann war er Verfechter der buddhistischen Lehre Risshu, konvertierte jedoch irgendwann vor der Invasion zum Zen-Buddhismus. Tokimune war derart fest in seinem Glauben verwurzelt, dass er am Tag seines Todes die Erleuchtung gefunden haben soll - besser spät als nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise dank des Sieges über die Mongolen unter Tokimunes Führung verbreitete sich der Zen-Buddhismus schnell auch in der Klasse der Samurai. Einige glaubten zutiefst an die Lehren, andere wollten sich jedoch vermutlich nur bei dem Shikken beliebt machen. Der vorher als trivial angesehene Glaube verbreitete sich zuerst in Kamakura, Machtsitz der Hojo, und von dort aus bis in die kaiserliche Hauptstadt Kyoto. Tokimune verknüpfte die Zen-Lehren zudem mit dem Verhaltenskodex Bushido, der vor allem Genügsamkeit, Kampfkünste, Treue und Ehre bis in den Tod hervorhob. Unter Tokimune wurden im Bushido, der sich aus dem Neokonfuzianismus entwickelt hatte, auch Elemente des Shintoismus und der Zen-Lehren vereint, um dem ansonsten recht gewalthaltigen Kodex Weisheit und Klarheit hinzuzufügen. Unter dem Tokugawa-Shogunat wurden einige dieser Lehren aus dem Bushido schließlich zu japanischem Recht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokimune widmete jedoch nicht nur Schreine den Samurai, die im Kampf gegen die mongolische Horde gefallen waren, er startete auch verschiedene Initiativen, um pragmatischere Hilfe zu leisten. Er starb, bevor die meisten davon umgesetzt waren, sodass sein Sohn Hojo Sadatoki diese vollendete. Kyunin (Offiziere) und Myoshu (Landbesitzer), die noch nicht entlohnt worden waren, erhielten Landzusprüche (Shoen), und Land, das sie zur Stärkung der Truppen verkauft oder verpfändet hatten, wurde ihnen ohne Strafzahlungen zurückerstattet. Eine Sonderkommission, genannt &amp;quot;tokusei no ontsukai&amp;quot; (Vertreter der rechtschaffenen Herrschaft) kümmerte sich um die Details. Ein weiterer Erlass stellte sicher, dass Schreinländereien, die verpfändet worden waren, als Ausdruck der Dankbarkeit für die Gebete während der Invasion kostenlos an die Zen-Klöster zurückgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inmitten all dieser Großzügigkeit verstarb Hojo Tokimune plötzlich nach einer Krankheit an unbekannten Ursachen im Jahr 1284 n. Chr. Tokimune hatte Japan einen heldenhaften Dienst erwiesen und wurde dafür verehrt. Doch die gewaltigen Aufwendungen für den Kampf gegen die Invasion und die Verbreitung der Zen-Lehre schwächten das Kamakura-Shogunat und das Haus Hojo - für die Erbauung der Schreine hatte er große Teile des Familienunternehmens ausgegeben - so weit, dass das Haus schließlich niederging, bis es fünfzig Jahre später von der Kemmu-Restauration und kurz darauf vom Ashikaga-Shogunat abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit den Hojos am Ruder ist der &amp;quot;Weg des Kriegers&amp;quot; für Japan, ein schönes, kompaktes Küstenreich zu schaffen und dabei religiöse und {{6kult}} kulturelle Entwicklungen mit militärischen Erfolgen zu mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan bekommt einen Nachbarschaftsbonus sowohl für das Platzieren von Heiligen Stätten und Campussen nebeneinander, als auch für das Platzieren dieser in den Bergen. Gutes Gelände zu finden ist in Japan nicht schwierig; das Land kann sich auf eine dichte Städteanordnung verlassen. Die Hojos florieren vor allem an der Küste, wo die Ländereien und Seestreitkräfte effektiver sind - haltet Ausschau nach ihnen auf Wasserkarten! Auch wenn es vorwiegend als Militärmacht erscheint, so kann Japan unter der Führung der Hojos auch effektiv in den Bereichen {{6glauben}} Religion oder {{6kult}} Kultur mithalten. Spätestens im 20. Jahrhundert kann seine Elektronikindustrie von sich reden machen, was es zu einem Kandidaten für den {{6kult}} Kultursieg macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tokugawa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Tokugawa Ieyasu|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1543 - 1616 |&lt;br /&gt;
Bild = tokugawa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Shinto (Civ6)|Shinto]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokugawa_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ich glaube, dass ich noch stärker sein könnte, als ich es jetzt bin. Aber mein Durchhaltevermögen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn meine Nachkommen stark sein wollen, müssen sie sich in Geduld üben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokugawa (Nachname, Vorname Ieyasu) ist ein brillanter Militär- und Friedensstratege. Er ging als der entscheidende Sieger aus der chaotischen Sengoku-Periode in Japan hervor und ist der Architekt der nachfolgenden Edo-Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren des Sengoku Jidai (Zeitalter) sind in der japanischen Geschichte legendär. In der darauffolgenden Edo-Periode, einer Ära des Wohlstands und des Friedens, hatten die Samurai kaum mehr zu tun, als sich mit Geschichten über die großen Schlachten, Anführer und Ereignisse jener Zeit zu unterhalten – Ninjas, Generäle, Armeen, Belagerungen und dergleichen. Vieles von dem, was wir uns unter dem feudalen Japan vorstellen, ist selbst ein Produkt dieser Geschichten, ausgeschmückt und romantisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sengoku-Periode war ein einziger gewaltiger Krieg zwischen rivalisierenden Clans um deren Machtansprüche. Das geschwächte Ashikaga-Shogunat kollabierte, der Kaiser war nunmehr bloß noch eine Galionsfigur und die machtvollere Position des Shoguns (Militärgeneral des Kaisers) blieb unbesetzt. Über ein Jahrhundert lang kämpften rivalisierende Daimyō (Feudalherren) und Samurai (Ritter) um diesen Titel. Und in diesen Auseinandersetzungen spielten noch weitere Faktoren eine Rolle: von den Europäern mit Musketen bewaffnete Christen, die antimonarchischen Ikkō-ikki und die Ninja – Letztere waren Militärstrategen ohne Ehrauffassung, die ungeheuerliche Taten begingen, sofern sie ihren Herren zum Vorteil gereichten. Schließlich traten drei Samurai ins Rampenlicht: Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte veranschaulicht einen Aspekt der Persönlichkeiten und Motivationen dieser Anführer. Stellt Euch vor, die drei sitzen zusammen und blicken auf einen kleinen Vogel, der sich weigert zu singen. Oda macht den Anfang und droht ihm: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich töten.“ Hideyoshi versucht es mit Manipulation: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich überreden.“ Aber Tokugawa, der Schlauste der drei, sagt einfach: „Vogel, ich kann warten.“ Hier führen Geduld und ein kühler Kopf zum Erfolg – und so verhielt es sich auch mit Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oda, der „Dämonenkönig“, machte seinem Namen alle Ehre. Als Oberhaupt des Oda-Clans sammelte Nobunaga seine Truppen, um die Hauptinsel Japans zu erstürmen, die Ikkō-ikki zu bezwingen und das Ashikaga-Shogunat vollständig auszulöschen. Das letzte noch verbleibende Hindernis war der mächtige westliche Mōri-Clan, der möglicherweise ebenfalls besiegt worden wäre, wenn es nicht in Odas eigenen Reihen zum Verrat gekommen wäre. Als Oda relativ ungeschützt in einem Tempelhaus in Kyoto Tee trank und den treulosen General Akechi auf sich zukommen sah, beging er Selbstmord. Der zukünftige Shogun Tokugawa floh in Begleitung des Ninjas (damals noch Samurai) Hattori Hanzo ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes nahm der Toyotomi-Clan das Banner von Oda auf. Sein früherer Gefolgsmann Toyotomi Hideyoshi trat in seine Fußstapfen und erlangte auch vorübergehend die Macht. Tatsächlich versuchten die japanischen Truppen unter Hideyoshi, Korea einzunehmen, und das nicht zum letzten Mal. Doch selbst der größte aller Könige stirbt einmal und Hideyoshi hatte mit seiner Fokussierung auf die Expansion nach Übersee die Kassen geleert. Zwischen Clan-Loyalisten und dem neuen Tokugawa-Clan, der unter der Führung von Tokugawa Ieyasu aus einem von Odas regionalen Vasallen-Clans entstanden war, entbrannte eine Krise um die Nachfolge. In der entscheidenden Schlacht von Sekigahara gewann Tokugawa die Vorherrschaft und begann, die Scherben aufzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war ein einziger Scherbenhaufen. Neues Gedankengut flutete das Land – der Republikanismus (also die Herrschaft durch das Volk) und das Christentum. Auch Waffen und der europäische Handel stellten ein Problem dar. All dies stoppte Tokugawa im Alleingang durch die Verhängung des Sakoku – der Isolation des Landes. Japans Grenzen wurden mit Ausnahme von Nagasaki geschlossen. Dadurch wurde sowohl der Zustrom neuer, gefahrvoller Herausforderungen für das noch junge Tokugawa-Shogunat gestoppt, als auch die Art von Auslandsabenteuern beendet, die zu Hideyoshis finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte. Das Sakoku erwies sich als vorteilhaft für Japan: Die heimische Produktion florierte und während der sogenannten Edo-Periode (der Sitz des Shogunats befand sich in der Stadt Edo) herrschten in Japan Frieden und Wohlstand … und seine Nachbarn mussten nicht mehr fürchten, dass Samurai an ihren Ufern auftauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun installierte Kontrollsystem war brutal. Es gab zwar immer noch Adlige, allerdings verfolgte Tokugawa eine ausgeklügelte Strategie, um sie im Griff zu behalten. Während die Fürsten ihre Heimatprovinzen regierten, blieben ihre Familien (in gewisser Weise) als Geiseln in Edo zurück. So konnte jede Rebellion sofort durch eine einfache Drohung gegen die Familie des Aufständischen niedergeschlagen werden wie auch durch das gedeihende Leben am Hof von Edo: Gelangweilte, aber wohlhabende Samurai erzählten Geschichten und Möchtegern-Krieger lieferten sich Duelle, bei denen um die Ehre gekämpft wurde statt um Ländereien. Das berühmte Ukiyo-e, die Kunst der „Bilder der fließenden Welt“, erfuhr ebenso einen Aufschwung wie die damit befassten Künstler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sollte sich jedoch in den 1800er Jahren mit der Ankunft amerikanischer Schiffe ändern, die Handel forderten (und bezeichnenderweise drohten, nicht wieder abzufahren). Japan erkannte, dass sich die Welt ohne sein Zutun entwickelt hatte und, dass Dinge wie Waffen und Kanonen ziemlich gefährlich geworden waren. Die Öffnung des Reiches war traumatisch und die anschließende Meiji-Ära löschte das Feudalsystem Japans größtenteils aus, dennoch war bereits die Infrastruktur vorhanden, die es Meiji ermöglichte, innerhalb weniger Jahrzehnte einige der mächtigsten Staaten der Welt einzunehmen und zu besiegen. Doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Unter Tokugawa zieht es Japan vor, sich durch die Errichtung zahlreicher inländischer {{6handel}} Handelswege und Bezirke zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit Meiji-Restauration gewährt Japans Bezirken umfangreiche Nachbarschaftsbonusse. Bezirke erhalten außerdem +1 {{6touri}} Tourismus, wenn sie sich in einer Stadt nahe der [[Datei:6haupt.png|20px]] Hauptstadt mit Tokugawas Fähigkeit befinden. Seine Fähigkeit erhöht auch die Erträge der inländischen {{6handel}} Handelswege für jeden Bezirk erheblich. Ihr solltet jedoch beachten, dass die internationalen {{6handel}} Handelswege deutlich schwächer sind. Die Elektronikfabrik wird ihm behilflich sein, einen Kultur- oder Wissenschaftssieg zu erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Japan_(Civ6)&amp;diff=58235</id>
		<title>Japan (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Hōjō Tokimune */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Japan''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Japan]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Japan&lt;br /&gt;
| Bild = japan_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Japan_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Japan (Civ6)#Hōjō Tokimune|Hōjō Tokimune]] und [[Japan (Civ6)#Tokugawa|Tokugawa Ieyasu]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Samurai|Samurai]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = samurai_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Fabrik_(Civ6)#Elektronik Fabrik|Elektronik Fabrik]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = elektronik_fabrik_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = weiss, rot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Niemand wei&amp;amp;#223; genau, wann das japanische Archipel erstmals besiedelt wurde, fest steht jedoch, dass es um 250 v.Chr. von der Jomon-Kultur bev&amp;amp;#246;lkert war, sozusagen dem &amp;quot;Prototyp&amp;quot; des japanischen Volkes. Bald darauf bildete sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und die Jomon schlie&amp;amp;#223;lich unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Bl&amp;amp;#252;tezeit etwa 500-600 Jahre (3. Jh. v.Chr. bis 3. Jh. n.Chr.) w&amp;amp;#228;hrte, ein enorm fortschrittliches Volk. Die Einigung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno (&amp;quot;himmlischer Kaiser&amp;quot;) stand, erfolgte etwa Mitte des 4. Jh. Doch schon wenige Jahre sp&amp;amp;#228;ter regte sich unter der Regentschaft von Kentai (507-531) im eigenen Land wie auch bei den Nachbarv&amp;amp;#246;lkern Widerstand gegen diese Dynastie. Die regionalen Befehlshaber gewannen an Einfluss und die kaiserliche Vormachtstellung br&amp;amp;#246;ckelte: Der Niedergang der Yamato war besiegelt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend der Herrschaft der Yamato hatte Japan erste nennenswerte Kontakte mit dem Festland. Nachdem koreanische M&amp;amp;#246;nche um 530 den Buddhismus nach Japan gebracht hatten, wurde dieser wenig sp&amp;amp;#228;ter am kaiserlichen Hof eingef&amp;amp;#252;hrt. Doch anstatt die alte Shinto-Religion zu verdr&amp;amp;#228;ngen, verschmolzen beide Religionen im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Form des Shintoismus. Auch chinesische Einfl&amp;amp;#252;sse pr&amp;amp;#228;gten das Bild Japans in jener Zeit nachhaltig. Im Jahr 604 erlie&amp;amp;#223; Prinz Shotoku die erste Verfassung Japans, einen, aus 17 Artikeln bestehenden, Kodex, der chinesische Moralvorstellungen propagierte und die g&amp;amp;#246;ttliche Legitimation des Kaisers begr&amp;amp;#252;ndete. 710 wurde mit Nara die erste Hauptstadt Japans gegr&amp;amp;#252;ndet. Aufgrund des enormen Einflusses der buddhistischen Kl&amp;amp;#246;ster in der N&amp;amp;#228;he Naras verlegte man den Herrschaftssitz im Jahr 794 schlie&amp;amp;#223;lich nach Kyoto.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Heian-Dynastie (794-1185) war gepr&amp;amp;#228;gt vom langsamen R&amp;amp;#252;ckgang des chinesischen Einflusses zugunsten japanischer Sitten und Gebr&amp;amp;#228;uche.In der sp&amp;amp;#228;ten Heian-&amp;amp;#196;ra zog es die einflussreicheren Samurai aus den provinziellen Kriegerst&amp;amp;#228;mmen in die Hauptstadt, wo sie f&amp;amp;#252;r kaiserliche Milit&amp;amp;#228;reins&amp;amp;#228;tze und als Leibgarde f&amp;amp;#252;r die gro&amp;amp;#223;en Adelsh&amp;amp;#228;user zur Verf&amp;amp;#252;gung standen. Durch ihren Kampfgeist und ihr stoisches Ehrgef&amp;amp;#252;hl geeint, schlossen sie sich in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer aristokratischen Kaste zusammen und entwickelten eine von Disziplin gepr&amp;amp;#228;gte Kultur, die sie deutlich von den fr&amp;amp;#252;heren devoten und vornehmeren Untergebenen des Kaiserhofs unterschied. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Muromachi-&amp;amp;#196;ra (1338-1573) begr&amp;amp;#252;ndeten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche japanische Kunstformen, die bis heute erhalten blieben. W&amp;amp;#228;hrend Japan offiziell vom Kaiser und dem Shogun regiert wurde, sah die Realit&amp;amp;#228;t anders aus. Am Ende der Muromachi-Dynastie war die Regierung in Kyoto praktisch machtlos. Japan zerfiel in der Folgezeit in rivalisierende Feudalstaaten, die von m&amp;amp;#228;chtigen Feudalherren (den Daimyos) kontrolliert wurden. Viele ber&amp;amp;#252;hmte Samurai-Geschichten entstanden in dieser Epoche des &amp;quot;Sengoku&amp;quot;. Schlie&amp;amp;#223;lich gelang es drei M&amp;amp;#228;nnern, Japan zu einen: Oda Nobunaga, seinem General Toyotomi Hideyoshi und dessen Nachfolger Tokugawa Ieyasu. Tokugawa begr&amp;amp;#252;ndete das Edo-Shogunat (1603-1867), beendete den schwelenden Konflikt, reformierte das Land und brachte ihm den Frieden. In den folgenden 250 Jahren erlebte Japan eine Bl&amp;amp;#252;tezeit. Angesichts der Isolationspolitik der sp&amp;amp;#228;ten Shogune stagnierte allerdings die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Zwar waren ab etwa Mitte des 16. Jh. einige spanische und portugiesische H&amp;amp;#228;ndler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst als im Juli 1853 eine Schwadron von US-Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in die Uraga-Bucht einlief, &amp;amp;#246;ffnete sich das Land erstmals westlichen Einfl&amp;amp;#252;ssen. Da das Shogunat nicht in der Lage war, die angesichts der &amp;amp;#214;ffnung Japans dringend erforderlichen Reformen einzuleiten, kam es in den 1860er Jahren zur Revolution. Die nach dem Sturz des Shogunats eingesetzte Meiji-Regierung stellte sich der schwierigen Aufgabe der &amp;quot;Verwestlichung&amp;quot; und schuf ein modernes Japan, das sich erfolgreich in der Welt platzieren konnte. Mit Siegen &amp;amp;#252;ber China (1894/95) und Russland (1904/05) unterstrich Japan schlie&amp;amp;#223;lich seine Anspr&amp;amp;#252;che als Weltmacht. Allerdings f&amp;amp;#252;hrte der &amp;amp;#252;bersteigerte Nationalismus der Japaner zu Xenophobie und gewaltsamen &amp;amp;#220;bergriffen gegen Nicht-Japaner. In den 1930er und 1940er Jahren marschierten japanische Truppen in China, Vietnam und Indonesien ein, bevor sie schlie&amp;amp;#223;lich den amerikanischen Flottenst&amp;amp;#252;tzpunkt in Pearl Harbor bombardierten. Nach anf&amp;amp;#228;nglichen Erfolgen w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs kam es im Sommer 1945 zur Katastrophe: Zun&amp;amp;#228;chst eroberten die Amerikaner Okinawa. Im August erkl&amp;amp;#228;rte die Sowjetunion Japan den Krieg und st&amp;amp;#252;rmte die Mandschurei. Am 6. und 9. August l&amp;amp;#246;schten zwei Atombomben schlie&amp;amp;#223;lich gro&amp;amp;#223;e Teile der St&amp;amp;#228;dte Hiroshima und Nagasaki aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord der USS Missouri unterzeichnet wurde. Unterst&amp;amp;#252;tzt von den USA erfuhr das Land in den Jahren von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren geh&amp;amp;#246;rte Japan wieder zu den f&amp;amp;#252;hrenden Weltm&amp;amp;#228;chten und stellte den Seniorpartner des in Gr&amp;amp;#252;ndung befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hōjō Tokimune ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Hōjō Tokimune|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  1251 - 1284|&lt;br /&gt;
Bild = tokimune_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan symbol civ6 inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Shinto (Civ6)|Shinto]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokimune_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Shikken des Kamakura-Shogunats, Japanisches Kaiserreich===&lt;br /&gt;
'''Der einzige Grund zu leben für einen Krieger ist der Kampf, und der einzige Grund für einen Krieger zu kämpfen ist der Sieg.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren als ältester Sohn von Tokiyori, fünftem Shikken (Regent) des Kamakura-Shogunats und de facto Herrscher über Japan, wurde Tokimune von Geburt an als Tokuso (Oberhaupt) der Hauptlinie der Hojo angesehen und rigoros daraufhin erzogen, Nachfolger seines Vaters zu werden. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1268 n. Chr. selbst Shikken. Bis zu seinem Tod im Alter von 34 Jahren sollte Tokimune Japan bis in seine Grundfeste verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Ernennung zum Shikken sah sich Tokimune einer nationalen Krise gegenüber. Kublai Khan, der mongolische Kaiser von China, schickte einen Sonderbotschafter mit der Forderung an Japan, eine &amp;quot;tributpflichtige Beziehung&amp;quot; mit den Mongolen einzugehen oder sich auf eine Invasion und Eroberung vorzubereiten. Während viele Mitglieder der japanischen Regierung, einschließlich Angehörige der kaiserlichen Familie, darauf drängten, einen Kompromiss auszuhandeln, wies der junge Regent die mongolische Forderung zurück und schickte die Abgesandten zurück nach China; in welchem Zustand ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier weitere Male wurden die Forderungen im Laufe der folgenden vier Jahre durch mongolische Abgesandte wiederholt, und die Reaktion Tokimunes war jedes Mal ähnlich. Die mongolische Ungeduld voraussehend entsandte er eine japanische Streitmacht auf die südliche Insel Kyushu, um für die drohende Invasion gewappnet zu sein. Die erfolgte schließlich im Jahr 1274, als etwa 25.000 mongolische und koreanische Soldaten die kleinen entlegenen Inseln einnahmen. Ein Taifun, von den Japanern &amp;quot;göttlicher Wind&amp;quot; genannt, zwang die mongolische Flotte zur Heimkehr und die Bedrohung war gebannt - vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Invasion war Kublai ein vernunftbegabter Mann und entsandte 1275 erneut fünf weitere Sonderbotschafter, um einen Tribut auszuhandeln. Sie weigerten sich, ohne eine Antwort wieder abzureisen, also ließ Tokimune sie nach Kamakura bringen und enthaupten. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1279 fünf weitere Botschafter. Die Zeichen wurden am kaiserlichen Hof richtig erkannt, und so wurde angeordnet, dass in allen Tempeln und Schreinen für den Sieg über die Mongolen gebetet werden soll. Tokimune machte sich daran, das Ufer an Stellen der Küste zu befestigen, wo die Invasion wahrscheinlich stattfinden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1281 erschien eine weitaus größere Streitkraft als zuvor - es sollen um die 140.000 Tausend Mongolen und Verbündete in etwa 4.000 Schiffen gewesen sein - vor der Küste und griff die gesamte japanische Armee und Marine unter Tokimune an. Nach Niederlagen bei Landungsversuchen auf den Inseln Tsushima und Shikanoshima konnten die Mongolen schließlich Landgewinn auf Iki verzeichnen, zogen sich jedoch später auf die Insel Hirato zurück. Drei Tage später wurde die Flotte der Invasoren von den Japanern angegriffen, die damit für schwere Verluste und Fassungslosigkeit sorgten, sodass die mongolischen Befehlshaber zurück nach China segelten und etwa 100.000 führungslose Soldaten zurückließen. Im August setzte ein verheerender Taifun (Kamikaze) den mongolischen Schiffen zwei Tage lang zu und versenkte die meisten von ihnen, einschließlich des Flaggschiffs mit dem koreanischen Admiral an Bord. Kurz darauf löschten Tokimunes Samurai die 100.000 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war gerettet und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr von einer Invasion bedroht. Tokimune konnte seine Aufmerksamkeit anderen Angelegenheiten widmen: Er studierte die Zen-Meditation und ließ buddhistische Schreine und Klöster errichten, wie etwa den Tempel Engaku-ji zur Erinnerung an jene Samurai, die für den Sieg über die Mongolen ihr Leben gelassen hatten. In seiner Jugend und als junger Mann war er Verfechter der buddhistischen Lehre Risshu, konvertierte jedoch irgendwann vor der Invasion zum Zen-Buddhismus. Tokimune war derart fest in seinem Glauben verwurzelt, dass er am Tag seines Todes die Erleuchtung gefunden haben soll - besser spät als nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise dank des Sieges über die Mongolen unter Tokimunes Führung verbreitete sich der Zen-Buddhismus schnell auch in der Klasse der Samurai. Einige glaubten zutiefst an die Lehren, andere wollten sich jedoch vermutlich nur bei dem Shikken beliebt machen. Der vorher als trivial angesehene Glaube verbreitete sich zuerst in Kamakura, Machtsitz der Hojo, und von dort aus bis in die kaiserliche Hauptstadt Kyoto. Tokimune verknüpfte die Zen-Lehren zudem mit dem Verhaltenskodex Bushido, der vor allem Genügsamkeit, Kampfkünste, Treue und Ehre bis in den Tod hervorhob. Unter Tokimune wurden im Bushido, der sich aus dem Neokonfuzianismus entwickelt hatte, auch Elemente des Shintoismus und der Zen-Lehren vereint, um dem ansonsten recht gewalthaltigen Kodex Weisheit und Klarheit hinzuzufügen. Unter dem Tokugawa-Shogunat wurden einige dieser Lehren aus dem Bushido schließlich zu japanischem Recht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokimune widmete jedoch nicht nur Schreine den Samurai, die im Kampf gegen die mongolische Horde gefallen waren, er startete auch verschiedene Initiativen, um pragmatischere Hilfe zu leisten. Er starb, bevor die meisten davon umgesetzt waren, sodass sein Sohn Hojo Sadatoki diese vollendete. Kyunin (Offiziere) und Myoshu (Landbesitzer), die noch nicht entlohnt worden waren, erhielten Landzusprüche (Shoen), und Land, das sie zur Stärkung der Truppen verkauft oder verpfändet hatten, wurde ihnen ohne Strafzahlungen zurückerstattet. Eine Sonderkommission, genannt &amp;quot;tokusei no ontsukai&amp;quot; (Vertreter der rechtschaffenen Herrschaft) kümmerte sich um die Details. Ein weiterer Erlass stellte sicher, dass Schreinländereien, die verpfändet worden waren, als Ausdruck der Dankbarkeit für die Gebete während der Invasion kostenlos an die Zen-Klöster zurückgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inmitten all dieser Großzügigkeit verstarb Hojo Tokimune plötzlich nach einer Krankheit an unbekannten Ursachen im Jahr 1284 n. Chr. Tokimune hatte Japan einen heldenhaften Dienst erwiesen und wurde dafür verehrt. Doch die gewaltigen Aufwendungen für den Kampf gegen die Invasion und die Verbreitung der Zen-Lehre schwächten das Kamakura-Shogunat und das Haus Hojo - für die Erbauung der Schreine hatte er große Teile des Familienunternehmens ausgegeben - so weit, dass das Haus schließlich niederging, bis es fünfzig Jahre später von der Kemmu-Restauration und kurz darauf vom Ashikaga-Shogunat abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit den Hojos am Ruder ist der &amp;quot;Weg des Kriegers&amp;quot; für Japan, ein schönes, kompaktes Küstenreich zu schaffen und dabei religiöse und {{6kult}} kulturelle Entwicklungen mit militärischen Erfolgen zu mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan bekommt einen Nachbarschaftsbonus sowohl für das Platzieren von Heiligen Stätten und Campussen nebeneinander, als auch für das Platzieren dieser in den Bergen. Gutes Gelände zu finden ist in Japan nicht schwierig; das Land kann sich auf eine dichte Städteanordnung verlassen. Die Hojos florieren vor allem an der Küste, wo die Ländereien und Seestreitkräfte effektiver sind - haltet Ausschau nach ihnen auf Wasserkarten! Auch wenn es vorwiegend als Militärmacht erscheint, so kann Japan unter der Führung der Hojos auch effektiv in den Bereichen {{6glauben}} Religion oder {{6kult}} Kultur mithalten. Spätestens im 20. Jahrhundert kann seine Elektronikindustrie von sich reden machen, was es zu einem Kandidaten für den {{6kult}} Kultursieg macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tokugawa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Tokugawa Ieyasu|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1543 - 1616 |&lt;br /&gt;
Bild = tokugawa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokugawa_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ich glaube, dass ich noch stärker sein könnte, als ich es jetzt bin. Aber mein Durchhaltevermögen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn meine Nachkommen stark sein wollen, müssen sie sich in Geduld üben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokugawa (Nachname, Vorname Ieyasu) ist ein brillanter Militär- und Friedensstratege. Er ging als der entscheidende Sieger aus der chaotischen Sengoku-Periode in Japan hervor und ist der Architekt der nachfolgenden Edo-Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren des Sengoku Jidai (Zeitalter) sind in der japanischen Geschichte legendär. In der darauffolgenden Edo-Periode, einer Ära des Wohlstands und des Friedens, hatten die Samurai kaum mehr zu tun, als sich mit Geschichten über die großen Schlachten, Anführer und Ereignisse jener Zeit zu unterhalten – Ninjas, Generäle, Armeen, Belagerungen und dergleichen. Vieles von dem, was wir uns unter dem feudalen Japan vorstellen, ist selbst ein Produkt dieser Geschichten, ausgeschmückt und romantisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sengoku-Periode war ein einziger gewaltiger Krieg zwischen rivalisierenden Clans um deren Machtansprüche. Das geschwächte Ashikaga-Shogunat kollabierte, der Kaiser war nunmehr bloß noch eine Galionsfigur und die machtvollere Position des Shoguns (Militärgeneral des Kaisers) blieb unbesetzt. Über ein Jahrhundert lang kämpften rivalisierende Daimyō (Feudalherren) und Samurai (Ritter) um diesen Titel. Und in diesen Auseinandersetzungen spielten noch weitere Faktoren eine Rolle: von den Europäern mit Musketen bewaffnete Christen, die antimonarchischen Ikkō-ikki und die Ninja – Letztere waren Militärstrategen ohne Ehrauffassung, die ungeheuerliche Taten begingen, sofern sie ihren Herren zum Vorteil gereichten. Schließlich traten drei Samurai ins Rampenlicht: Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte veranschaulicht einen Aspekt der Persönlichkeiten und Motivationen dieser Anführer. Stellt Euch vor, die drei sitzen zusammen und blicken auf einen kleinen Vogel, der sich weigert zu singen. Oda macht den Anfang und droht ihm: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich töten.“ Hideyoshi versucht es mit Manipulation: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich überreden.“ Aber Tokugawa, der Schlauste der drei, sagt einfach: „Vogel, ich kann warten.“ Hier führen Geduld und ein kühler Kopf zum Erfolg – und so verhielt es sich auch mit Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oda, der „Dämonenkönig“, machte seinem Namen alle Ehre. Als Oberhaupt des Oda-Clans sammelte Nobunaga seine Truppen, um die Hauptinsel Japans zu erstürmen, die Ikkō-ikki zu bezwingen und das Ashikaga-Shogunat vollständig auszulöschen. Das letzte noch verbleibende Hindernis war der mächtige westliche Mōri-Clan, der möglicherweise ebenfalls besiegt worden wäre, wenn es nicht in Odas eigenen Reihen zum Verrat gekommen wäre. Als Oda relativ ungeschützt in einem Tempelhaus in Kyoto Tee trank und den treulosen General Akechi auf sich zukommen sah, beging er Selbstmord. Der zukünftige Shogun Tokugawa floh in Begleitung des Ninjas (damals noch Samurai) Hattori Hanzo ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes nahm der Toyotomi-Clan das Banner von Oda auf. Sein früherer Gefolgsmann Toyotomi Hideyoshi trat in seine Fußstapfen und erlangte auch vorübergehend die Macht. Tatsächlich versuchten die japanischen Truppen unter Hideyoshi, Korea einzunehmen, und das nicht zum letzten Mal. Doch selbst der größte aller Könige stirbt einmal und Hideyoshi hatte mit seiner Fokussierung auf die Expansion nach Übersee die Kassen geleert. Zwischen Clan-Loyalisten und dem neuen Tokugawa-Clan, der unter der Führung von Tokugawa Ieyasu aus einem von Odas regionalen Vasallen-Clans entstanden war, entbrannte eine Krise um die Nachfolge. In der entscheidenden Schlacht von Sekigahara gewann Tokugawa die Vorherrschaft und begann, die Scherben aufzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war ein einziger Scherbenhaufen. Neues Gedankengut flutete das Land – der Republikanismus (also die Herrschaft durch das Volk) und das Christentum. Auch Waffen und der europäische Handel stellten ein Problem dar. All dies stoppte Tokugawa im Alleingang durch die Verhängung des Sakoku – der Isolation des Landes. Japans Grenzen wurden mit Ausnahme von Nagasaki geschlossen. Dadurch wurde sowohl der Zustrom neuer, gefahrvoller Herausforderungen für das noch junge Tokugawa-Shogunat gestoppt, als auch die Art von Auslandsabenteuern beendet, die zu Hideyoshis finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte. Das Sakoku erwies sich als vorteilhaft für Japan: Die heimische Produktion florierte und während der sogenannten Edo-Periode (der Sitz des Shogunats befand sich in der Stadt Edo) herrschten in Japan Frieden und Wohlstand … und seine Nachbarn mussten nicht mehr fürchten, dass Samurai an ihren Ufern auftauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun installierte Kontrollsystem war brutal. Es gab zwar immer noch Adlige, allerdings verfolgte Tokugawa eine ausgeklügelte Strategie, um sie im Griff zu behalten. Während die Fürsten ihre Heimatprovinzen regierten, blieben ihre Familien (in gewisser Weise) als Geiseln in Edo zurück. So konnte jede Rebellion sofort durch eine einfache Drohung gegen die Familie des Aufständischen niedergeschlagen werden wie auch durch das gedeihende Leben am Hof von Edo: Gelangweilte, aber wohlhabende Samurai erzählten Geschichten und Möchtegern-Krieger lieferten sich Duelle, bei denen um die Ehre gekämpft wurde statt um Ländereien. Das berühmte Ukiyo-e, die Kunst der „Bilder der fließenden Welt“, erfuhr ebenso einen Aufschwung wie die damit befassten Künstler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sollte sich jedoch in den 1800er Jahren mit der Ankunft amerikanischer Schiffe ändern, die Handel forderten (und bezeichnenderweise drohten, nicht wieder abzufahren). Japan erkannte, dass sich die Welt ohne sein Zutun entwickelt hatte und, dass Dinge wie Waffen und Kanonen ziemlich gefährlich geworden waren. Die Öffnung des Reiches war traumatisch und die anschließende Meiji-Ära löschte das Feudalsystem Japans größtenteils aus, dennoch war bereits die Infrastruktur vorhanden, die es Meiji ermöglichte, innerhalb weniger Jahrzehnte einige der mächtigsten Staaten der Welt einzunehmen und zu besiegen. Doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Unter Tokugawa zieht es Japan vor, sich durch die Errichtung zahlreicher inländischer {{6handel}} Handelswege und Bezirke zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit Meiji-Restauration gewährt Japans Bezirken umfangreiche Nachbarschaftsbonusse. Bezirke erhalten außerdem +1 {{6touri}} Tourismus, wenn sie sich in einer Stadt nahe der [[Datei:6haupt.png|20px]] Hauptstadt mit Tokugawas Fähigkeit befinden. Seine Fähigkeit erhöht auch die Erträge der inländischen {{6handel}} Handelswege für jeden Bezirk erheblich. Ihr solltet jedoch beachten, dass die internationalen {{6handel}} Handelswege deutlich schwächer sind. Die Elektronikfabrik wird ihm behilflich sein, einen Kultur- oder Wissenschaftssieg zu erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Japan (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Japan''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Japan]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Japan&lt;br /&gt;
| Bild = japan_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Japan_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Japan (Civ6)#Hōjō Tokimune|Hōjō Tokimune]] und [[Japan (Civ6)#Tokugawa|Tokugawa Ieyasu]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Samurai|Samurai]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = samurai_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Fabrik_(Civ6)#Elektronik Fabrik|Elektronik Fabrik]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = elektronik_fabrik_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = weiss, rot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Niemand wei&amp;amp;#223; genau, wann das japanische Archipel erstmals besiedelt wurde, fest steht jedoch, dass es um 250 v.Chr. von der Jomon-Kultur bev&amp;amp;#246;lkert war, sozusagen dem &amp;quot;Prototyp&amp;quot; des japanischen Volkes. Bald darauf bildete sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und die Jomon schlie&amp;amp;#223;lich unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Bl&amp;amp;#252;tezeit etwa 500-600 Jahre (3. Jh. v.Chr. bis 3. Jh. n.Chr.) w&amp;amp;#228;hrte, ein enorm fortschrittliches Volk. Die Einigung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno (&amp;quot;himmlischer Kaiser&amp;quot;) stand, erfolgte etwa Mitte des 4. Jh. Doch schon wenige Jahre sp&amp;amp;#228;ter regte sich unter der Regentschaft von Kentai (507-531) im eigenen Land wie auch bei den Nachbarv&amp;amp;#246;lkern Widerstand gegen diese Dynastie. Die regionalen Befehlshaber gewannen an Einfluss und die kaiserliche Vormachtstellung br&amp;amp;#246;ckelte: Der Niedergang der Yamato war besiegelt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend der Herrschaft der Yamato hatte Japan erste nennenswerte Kontakte mit dem Festland. Nachdem koreanische M&amp;amp;#246;nche um 530 den Buddhismus nach Japan gebracht hatten, wurde dieser wenig sp&amp;amp;#228;ter am kaiserlichen Hof eingef&amp;amp;#252;hrt. Doch anstatt die alte Shinto-Religion zu verdr&amp;amp;#228;ngen, verschmolzen beide Religionen im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Form des Shintoismus. Auch chinesische Einfl&amp;amp;#252;sse pr&amp;amp;#228;gten das Bild Japans in jener Zeit nachhaltig. Im Jahr 604 erlie&amp;amp;#223; Prinz Shotoku die erste Verfassung Japans, einen, aus 17 Artikeln bestehenden, Kodex, der chinesische Moralvorstellungen propagierte und die g&amp;amp;#246;ttliche Legitimation des Kaisers begr&amp;amp;#252;ndete. 710 wurde mit Nara die erste Hauptstadt Japans gegr&amp;amp;#252;ndet. Aufgrund des enormen Einflusses der buddhistischen Kl&amp;amp;#246;ster in der N&amp;amp;#228;he Naras verlegte man den Herrschaftssitz im Jahr 794 schlie&amp;amp;#223;lich nach Kyoto.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Heian-Dynastie (794-1185) war gepr&amp;amp;#228;gt vom langsamen R&amp;amp;#252;ckgang des chinesischen Einflusses zugunsten japanischer Sitten und Gebr&amp;amp;#228;uche.In der sp&amp;amp;#228;ten Heian-&amp;amp;#196;ra zog es die einflussreicheren Samurai aus den provinziellen Kriegerst&amp;amp;#228;mmen in die Hauptstadt, wo sie f&amp;amp;#252;r kaiserliche Milit&amp;amp;#228;reins&amp;amp;#228;tze und als Leibgarde f&amp;amp;#252;r die gro&amp;amp;#223;en Adelsh&amp;amp;#228;user zur Verf&amp;amp;#252;gung standen. Durch ihren Kampfgeist und ihr stoisches Ehrgef&amp;amp;#252;hl geeint, schlossen sie sich in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer aristokratischen Kaste zusammen und entwickelten eine von Disziplin gepr&amp;amp;#228;gte Kultur, die sie deutlich von den fr&amp;amp;#252;heren devoten und vornehmeren Untergebenen des Kaiserhofs unterschied. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Muromachi-&amp;amp;#196;ra (1338-1573) begr&amp;amp;#252;ndeten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche japanische Kunstformen, die bis heute erhalten blieben. W&amp;amp;#228;hrend Japan offiziell vom Kaiser und dem Shogun regiert wurde, sah die Realit&amp;amp;#228;t anders aus. Am Ende der Muromachi-Dynastie war die Regierung in Kyoto praktisch machtlos. Japan zerfiel in der Folgezeit in rivalisierende Feudalstaaten, die von m&amp;amp;#228;chtigen Feudalherren (den Daimyos) kontrolliert wurden. Viele ber&amp;amp;#252;hmte Samurai-Geschichten entstanden in dieser Epoche des &amp;quot;Sengoku&amp;quot;. Schlie&amp;amp;#223;lich gelang es drei M&amp;amp;#228;nnern, Japan zu einen: Oda Nobunaga, seinem General Toyotomi Hideyoshi und dessen Nachfolger Tokugawa Ieyasu. Tokugawa begr&amp;amp;#252;ndete das Edo-Shogunat (1603-1867), beendete den schwelenden Konflikt, reformierte das Land und brachte ihm den Frieden. In den folgenden 250 Jahren erlebte Japan eine Bl&amp;amp;#252;tezeit. Angesichts der Isolationspolitik der sp&amp;amp;#228;ten Shogune stagnierte allerdings die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Zwar waren ab etwa Mitte des 16. Jh. einige spanische und portugiesische H&amp;amp;#228;ndler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst als im Juli 1853 eine Schwadron von US-Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in die Uraga-Bucht einlief, &amp;amp;#246;ffnete sich das Land erstmals westlichen Einfl&amp;amp;#252;ssen. Da das Shogunat nicht in der Lage war, die angesichts der &amp;amp;#214;ffnung Japans dringend erforderlichen Reformen einzuleiten, kam es in den 1860er Jahren zur Revolution. Die nach dem Sturz des Shogunats eingesetzte Meiji-Regierung stellte sich der schwierigen Aufgabe der &amp;quot;Verwestlichung&amp;quot; und schuf ein modernes Japan, das sich erfolgreich in der Welt platzieren konnte. Mit Siegen &amp;amp;#252;ber China (1894/95) und Russland (1904/05) unterstrich Japan schlie&amp;amp;#223;lich seine Anspr&amp;amp;#252;che als Weltmacht. Allerdings f&amp;amp;#252;hrte der &amp;amp;#252;bersteigerte Nationalismus der Japaner zu Xenophobie und gewaltsamen &amp;amp;#220;bergriffen gegen Nicht-Japaner. In den 1930er und 1940er Jahren marschierten japanische Truppen in China, Vietnam und Indonesien ein, bevor sie schlie&amp;amp;#223;lich den amerikanischen Flottenst&amp;amp;#252;tzpunkt in Pearl Harbor bombardierten. Nach anf&amp;amp;#228;nglichen Erfolgen w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs kam es im Sommer 1945 zur Katastrophe: Zun&amp;amp;#228;chst eroberten die Amerikaner Okinawa. Im August erkl&amp;amp;#228;rte die Sowjetunion Japan den Krieg und st&amp;amp;#252;rmte die Mandschurei. Am 6. und 9. August l&amp;amp;#246;schten zwei Atombomben schlie&amp;amp;#223;lich gro&amp;amp;#223;e Teile der St&amp;amp;#228;dte Hiroshima und Nagasaki aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord der USS Missouri unterzeichnet wurde. Unterst&amp;amp;#252;tzt von den USA erfuhr das Land in den Jahren von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren geh&amp;amp;#246;rte Japan wieder zu den f&amp;amp;#252;hrenden Weltm&amp;amp;#228;chten und stellte den Seniorpartner des in Gr&amp;amp;#252;ndung befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hōjō Tokimune ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Hōjō Tokimune|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  1251 - 1284|&lt;br /&gt;
Bild = tokimune_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan symbol civ6 inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokimune_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Shikken des Kamakura-Shogunats, Japanisches Kaiserreich===&lt;br /&gt;
'''Der einzige Grund zu leben für einen Krieger ist der Kampf, und der einzige Grund für einen Krieger zu kämpfen ist der Sieg.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren als ältester Sohn von Tokiyori, fünftem Shikken (Regent) des Kamakura-Shogunats und de facto Herrscher über Japan, wurde Tokimune von Geburt an als Tokuso (Oberhaupt) der Hauptlinie der Hojo angesehen und rigoros daraufhin erzogen, Nachfolger seines Vaters zu werden. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1268 n. Chr. selbst Shikken. Bis zu seinem Tod im Alter von 34 Jahren sollte Tokimune Japan bis in seine Grundfeste verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Ernennung zum Shikken sah sich Tokimune einer nationalen Krise gegenüber. Kublai Khan, der mongolische Kaiser von China, schickte einen Sonderbotschafter mit der Forderung an Japan, eine &amp;quot;tributpflichtige Beziehung&amp;quot; mit den Mongolen einzugehen oder sich auf eine Invasion und Eroberung vorzubereiten. Während viele Mitglieder der japanischen Regierung, einschließlich Angehörige der kaiserlichen Familie, darauf drängten, einen Kompromiss auszuhandeln, wies der junge Regent die mongolische Forderung zurück und schickte die Abgesandten zurück nach China; in welchem Zustand ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier weitere Male wurden die Forderungen im Laufe der folgenden vier Jahre durch mongolische Abgesandte wiederholt, und die Reaktion Tokimunes war jedes Mal ähnlich. Die mongolische Ungeduld voraussehend entsandte er eine japanische Streitmacht auf die südliche Insel Kyushu, um für die drohende Invasion gewappnet zu sein. Die erfolgte schließlich im Jahr 1274, als etwa 25.000 mongolische und koreanische Soldaten die kleinen entlegenen Inseln einnahmen. Ein Taifun, von den Japanern &amp;quot;göttlicher Wind&amp;quot; genannt, zwang die mongolische Flotte zur Heimkehr und die Bedrohung war gebannt - vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Invasion war Kublai ein vernunftbegabter Mann und entsandte 1275 erneut fünf weitere Sonderbotschafter, um einen Tribut auszuhandeln. Sie weigerten sich, ohne eine Antwort wieder abzureisen, also ließ Tokimune sie nach Kamakura bringen und enthaupten. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1279 fünf weitere Botschafter. Die Zeichen wurden am kaiserlichen Hof richtig erkannt, und so wurde angeordnet, dass in allen Tempeln und Schreinen für den Sieg über die Mongolen gebetet werden soll. Tokimune machte sich daran, das Ufer an Stellen der Küste zu befestigen, wo die Invasion wahrscheinlich stattfinden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1281 erschien eine weitaus größere Streitkraft als zuvor - es sollen um die 140.000 Tausend Mongolen und Verbündete in etwa 4.000 Schiffen gewesen sein - vor der Küste und griff die gesamte japanische Armee und Marine unter Tokimune an. Nach Niederlagen bei Landungsversuchen auf den Inseln Tsushima und Shikanoshima konnten die Mongolen schließlich Landgewinn auf Iki verzeichnen, zogen sich jedoch später auf die Insel Hirato zurück. Drei Tage später wurde die Flotte der Invasoren von den Japanern angegriffen, die damit für schwere Verluste und Fassungslosigkeit sorgten, sodass die mongolischen Befehlshaber zurück nach China segelten und etwa 100.000 führungslose Soldaten zurückließen. Im August setzte ein verheerender Taifun (Kamikaze) den mongolischen Schiffen zwei Tage lang zu und versenkte die meisten von ihnen, einschließlich des Flaggschiffs mit dem koreanischen Admiral an Bord. Kurz darauf löschten Tokimunes Samurai die 100.000 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war gerettet und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr von einer Invasion bedroht. Tokimune konnte seine Aufmerksamkeit anderen Angelegenheiten widmen: Er studierte die Zen-Meditation und ließ buddhistische Schreine und Klöster errichten, wie etwa den Tempel Engaku-ji zur Erinnerung an jene Samurai, die für den Sieg über die Mongolen ihr Leben gelassen hatten. In seiner Jugend und als junger Mann war er Verfechter der buddhistischen Lehre Risshu, konvertierte jedoch irgendwann vor der Invasion zum Zen-Buddhismus. Tokimune war derart fest in seinem Glauben verwurzelt, dass er am Tag seines Todes die Erleuchtung gefunden haben soll - besser spät als nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise dank des Sieges über die Mongolen unter Tokimunes Führung verbreitete sich der Zen-Buddhismus schnell auch in der Klasse der Samurai. Einige glaubten zutiefst an die Lehren, andere wollten sich jedoch vermutlich nur bei dem Shikken beliebt machen. Der vorher als trivial angesehene Glaube verbreitete sich zuerst in Kamakura, Machtsitz der Hojo, und von dort aus bis in die kaiserliche Hauptstadt Kyoto. Tokimune verknüpfte die Zen-Lehren zudem mit dem Verhaltenskodex Bushido, der vor allem Genügsamkeit, Kampfkünste, Treue und Ehre bis in den Tod hervorhob. Unter Tokimune wurden im Bushido, der sich aus dem Neokonfuzianismus entwickelt hatte, auch Elemente des Shintoismus und der Zen-Lehren vereint, um dem ansonsten recht gewalthaltigen Kodex Weisheit und Klarheit hinzuzufügen. Unter dem Tokugawa-Shogunat wurden einige dieser Lehren aus dem Bushido schließlich zu japanischem Recht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokimune widmete jedoch nicht nur Schreine den Samurai, die im Kampf gegen die mongolische Horde gefallen waren, er startete auch verschiedene Initiativen, um pragmatischere Hilfe zu leisten. Er starb, bevor die meisten davon umgesetzt waren, sodass sein Sohn Hojo Sadatoki diese vollendete. Kyunin (Offiziere) und Myoshu (Landbesitzer), die noch nicht entlohnt worden waren, erhielten Landzusprüche (Shoen), und Land, das sie zur Stärkung der Truppen verkauft oder verpfändet hatten, wurde ihnen ohne Strafzahlungen zurückerstattet. Eine Sonderkommission, genannt &amp;quot;tokusei no ontsukai&amp;quot; (Vertreter der rechtschaffenen Herrschaft) kümmerte sich um die Details. Ein weiterer Erlass stellte sicher, dass Schreinländereien, die verpfändet worden waren, als Ausdruck der Dankbarkeit für die Gebete während der Invasion kostenlos an die Zen-Klöster zurückgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inmitten all dieser Großzügigkeit verstarb Hojo Tokimune plötzlich nach einer Krankheit an unbekannten Ursachen im Jahr 1284 n. Chr. Tokimune hatte Japan einen heldenhaften Dienst erwiesen und wurde dafür verehrt. Doch die gewaltigen Aufwendungen für den Kampf gegen die Invasion und die Verbreitung der Zen-Lehre schwächten das Kamakura-Shogunat und das Haus Hojo - für die Erbauung der Schreine hatte er große Teile des Familienunternehmens ausgegeben - so weit, dass das Haus schließlich niederging, bis es fünfzig Jahre später von der Kemmu-Restauration und kurz darauf vom Ashikaga-Shogunat abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit den Hojos am Ruder ist der &amp;quot;Weg des Kriegers&amp;quot; für Japan, ein schönes, kompaktes Küstenreich zu schaffen und dabei religiöse und {{6kult}} kulturelle Entwicklungen mit militärischen Erfolgen zu mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan bekommt einen Nachbarschaftsbonus sowohl für das Platzieren von Heiligen Stätten und Campussen nebeneinander, als auch für das Platzieren dieser in den Bergen. Gutes Gelände zu finden ist in Japan nicht schwierig; das Land kann sich auf eine dichte Städteanordnung verlassen. Die Hojos florieren vor allem an der Küste, wo die Ländereien und Seestreitkräfte effektiver sind - haltet Ausschau nach ihnen auf Wasserkarten! Auch wenn es vorwiegend als Militärmacht erscheint, so kann Japan unter der Führung der Hojos auch effektiv in den Bereichen {{6glauben}} Religion oder {{6kult}} Kultur mithalten. Spätestens im 20. Jahrhundert kann seine Elektronikindustrie von sich reden machen, was es zu einem Kandidaten für den {{6kult}} Kultursieg macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tokugawa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Tokugawa Ieyasu|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1543 - 1616 |&lt;br /&gt;
Bild = tokugawa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokugawa_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ich glaube, dass ich noch stärker sein könnte, als ich es jetzt bin. Aber mein Durchhaltevermögen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn meine Nachkommen stark sein wollen, müssen sie sich in Geduld üben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokugawa (Nachname, Vorname Ieyasu) ist ein brillanter Militär- und Friedensstratege. Er ging als der entscheidende Sieger aus der chaotischen Sengoku-Periode in Japan hervor und ist der Architekt der nachfolgenden Edo-Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren des Sengoku Jidai (Zeitalter) sind in der japanischen Geschichte legendär. In der darauffolgenden Edo-Periode, einer Ära des Wohlstands und des Friedens, hatten die Samurai kaum mehr zu tun, als sich mit Geschichten über die großen Schlachten, Anführer und Ereignisse jener Zeit zu unterhalten – Ninjas, Generäle, Armeen, Belagerungen und dergleichen. Vieles von dem, was wir uns unter dem feudalen Japan vorstellen, ist selbst ein Produkt dieser Geschichten, ausgeschmückt und romantisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sengoku-Periode war ein einziger gewaltiger Krieg zwischen rivalisierenden Clans um deren Machtansprüche. Das geschwächte Ashikaga-Shogunat kollabierte, der Kaiser war nunmehr bloß noch eine Galionsfigur und die machtvollere Position des Shoguns (Militärgeneral des Kaisers) blieb unbesetzt. Über ein Jahrhundert lang kämpften rivalisierende Daimyō (Feudalherren) und Samurai (Ritter) um diesen Titel. Und in diesen Auseinandersetzungen spielten noch weitere Faktoren eine Rolle: von den Europäern mit Musketen bewaffnete Christen, die antimonarchischen Ikkō-ikki und die Ninja – Letztere waren Militärstrategen ohne Ehrauffassung, die ungeheuerliche Taten begingen, sofern sie ihren Herren zum Vorteil gereichten. Schließlich traten drei Samurai ins Rampenlicht: Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte veranschaulicht einen Aspekt der Persönlichkeiten und Motivationen dieser Anführer. Stellt Euch vor, die drei sitzen zusammen und blicken auf einen kleinen Vogel, der sich weigert zu singen. Oda macht den Anfang und droht ihm: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich töten.“ Hideyoshi versucht es mit Manipulation: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich überreden.“ Aber Tokugawa, der Schlauste der drei, sagt einfach: „Vogel, ich kann warten.“ Hier führen Geduld und ein kühler Kopf zum Erfolg – und so verhielt es sich auch mit Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oda, der „Dämonenkönig“, machte seinem Namen alle Ehre. Als Oberhaupt des Oda-Clans sammelte Nobunaga seine Truppen, um die Hauptinsel Japans zu erstürmen, die Ikkō-ikki zu bezwingen und das Ashikaga-Shogunat vollständig auszulöschen. Das letzte noch verbleibende Hindernis war der mächtige westliche Mōri-Clan, der möglicherweise ebenfalls besiegt worden wäre, wenn es nicht in Odas eigenen Reihen zum Verrat gekommen wäre. Als Oda relativ ungeschützt in einem Tempelhaus in Kyoto Tee trank und den treulosen General Akechi auf sich zukommen sah, beging er Selbstmord. Der zukünftige Shogun Tokugawa floh in Begleitung des Ninjas (damals noch Samurai) Hattori Hanzo ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes nahm der Toyotomi-Clan das Banner von Oda auf. Sein früherer Gefolgsmann Toyotomi Hideyoshi trat in seine Fußstapfen und erlangte auch vorübergehend die Macht. Tatsächlich versuchten die japanischen Truppen unter Hideyoshi, Korea einzunehmen, und das nicht zum letzten Mal. Doch selbst der größte aller Könige stirbt einmal und Hideyoshi hatte mit seiner Fokussierung auf die Expansion nach Übersee die Kassen geleert. Zwischen Clan-Loyalisten und dem neuen Tokugawa-Clan, der unter der Führung von Tokugawa Ieyasu aus einem von Odas regionalen Vasallen-Clans entstanden war, entbrannte eine Krise um die Nachfolge. In der entscheidenden Schlacht von Sekigahara gewann Tokugawa die Vorherrschaft und begann, die Scherben aufzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war ein einziger Scherbenhaufen. Neues Gedankengut flutete das Land – der Republikanismus (also die Herrschaft durch das Volk) und das Christentum. Auch Waffen und der europäische Handel stellten ein Problem dar. All dies stoppte Tokugawa im Alleingang durch die Verhängung des Sakoku – der Isolation des Landes. Japans Grenzen wurden mit Ausnahme von Nagasaki geschlossen. Dadurch wurde sowohl der Zustrom neuer, gefahrvoller Herausforderungen für das noch junge Tokugawa-Shogunat gestoppt, als auch die Art von Auslandsabenteuern beendet, die zu Hideyoshis finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte. Das Sakoku erwies sich als vorteilhaft für Japan: Die heimische Produktion florierte und während der sogenannten Edo-Periode (der Sitz des Shogunats befand sich in der Stadt Edo) herrschten in Japan Frieden und Wohlstand … und seine Nachbarn mussten nicht mehr fürchten, dass Samurai an ihren Ufern auftauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun installierte Kontrollsystem war brutal. Es gab zwar immer noch Adlige, allerdings verfolgte Tokugawa eine ausgeklügelte Strategie, um sie im Griff zu behalten. Während die Fürsten ihre Heimatprovinzen regierten, blieben ihre Familien (in gewisser Weise) als Geiseln in Edo zurück. So konnte jede Rebellion sofort durch eine einfache Drohung gegen die Familie des Aufständischen niedergeschlagen werden wie auch durch das gedeihende Leben am Hof von Edo: Gelangweilte, aber wohlhabende Samurai erzählten Geschichten und Möchtegern-Krieger lieferten sich Duelle, bei denen um die Ehre gekämpft wurde statt um Ländereien. Das berühmte Ukiyo-e, die Kunst der „Bilder der fließenden Welt“, erfuhr ebenso einen Aufschwung wie die damit befassten Künstler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sollte sich jedoch in den 1800er Jahren mit der Ankunft amerikanischer Schiffe ändern, die Handel forderten (und bezeichnenderweise drohten, nicht wieder abzufahren). Japan erkannte, dass sich die Welt ohne sein Zutun entwickelt hatte und, dass Dinge wie Waffen und Kanonen ziemlich gefährlich geworden waren. Die Öffnung des Reiches war traumatisch und die anschließende Meiji-Ära löschte das Feudalsystem Japans größtenteils aus, dennoch war bereits die Infrastruktur vorhanden, die es Meiji ermöglichte, innerhalb weniger Jahrzehnte einige der mächtigsten Staaten der Welt einzunehmen und zu besiegen. Doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Unter Tokugawa zieht es Japan vor, sich durch die Errichtung zahlreicher inländischer {{6handel}} Handelswege und Bezirke zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit Meiji-Restauration gewährt Japans Bezirken umfangreiche Nachbarschaftsbonusse. Bezirke erhalten außerdem +1 {{6touri}} Tourismus, wenn sie sich in einer Stadt nahe der [[Datei:6haupt.png|20px]] Hauptstadt mit Tokugawas Fähigkeit befinden. Seine Fähigkeit erhöht auch die Erträge der inländischen {{6handel}} Handelswege für jeden Bezirk erheblich. Ihr solltet jedoch beachten, dass die internationalen {{6handel}} Handelswege deutlich schwächer sind. Die Elektronikfabrik wird ihm behilflich sein, einen Kultur- oder Wissenschaftssieg zu erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Japan (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Japan''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Japan]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Japan&lt;br /&gt;
| Bild = japan_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Japan_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Japan (Civ6)|Hōjō Tokimune]] und [[Japan (Civ6)|Tokugawa]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Samurai|Samurai]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = samurai_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Fabrik_(Civ6)#Elektronik Fabrik|Elektronik Fabrik]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = elektronik_fabrik_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = weiss, rot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Niemand wei&amp;amp;#223; genau, wann das japanische Archipel erstmals besiedelt wurde, fest steht jedoch, dass es um 250 v.Chr. von der Jomon-Kultur bev&amp;amp;#246;lkert war, sozusagen dem &amp;quot;Prototyp&amp;quot; des japanischen Volkes. Bald darauf bildete sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und die Jomon schlie&amp;amp;#223;lich unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Bl&amp;amp;#252;tezeit etwa 500-600 Jahre (3. Jh. v.Chr. bis 3. Jh. n.Chr.) w&amp;amp;#228;hrte, ein enorm fortschrittliches Volk. Die Einigung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno (&amp;quot;himmlischer Kaiser&amp;quot;) stand, erfolgte etwa Mitte des 4. Jh. Doch schon wenige Jahre sp&amp;amp;#228;ter regte sich unter der Regentschaft von Kentai (507-531) im eigenen Land wie auch bei den Nachbarv&amp;amp;#246;lkern Widerstand gegen diese Dynastie. Die regionalen Befehlshaber gewannen an Einfluss und die kaiserliche Vormachtstellung br&amp;amp;#246;ckelte: Der Niedergang der Yamato war besiegelt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend der Herrschaft der Yamato hatte Japan erste nennenswerte Kontakte mit dem Festland. Nachdem koreanische M&amp;amp;#246;nche um 530 den Buddhismus nach Japan gebracht hatten, wurde dieser wenig sp&amp;amp;#228;ter am kaiserlichen Hof eingef&amp;amp;#252;hrt. Doch anstatt die alte Shinto-Religion zu verdr&amp;amp;#228;ngen, verschmolzen beide Religionen im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Form des Shintoismus. Auch chinesische Einfl&amp;amp;#252;sse pr&amp;amp;#228;gten das Bild Japans in jener Zeit nachhaltig. Im Jahr 604 erlie&amp;amp;#223; Prinz Shotoku die erste Verfassung Japans, einen, aus 17 Artikeln bestehenden, Kodex, der chinesische Moralvorstellungen propagierte und die g&amp;amp;#246;ttliche Legitimation des Kaisers begr&amp;amp;#252;ndete. 710 wurde mit Nara die erste Hauptstadt Japans gegr&amp;amp;#252;ndet. Aufgrund des enormen Einflusses der buddhistischen Kl&amp;amp;#246;ster in der N&amp;amp;#228;he Naras verlegte man den Herrschaftssitz im Jahr 794 schlie&amp;amp;#223;lich nach Kyoto.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Heian-Dynastie (794-1185) war gepr&amp;amp;#228;gt vom langsamen R&amp;amp;#252;ckgang des chinesischen Einflusses zugunsten japanischer Sitten und Gebr&amp;amp;#228;uche.In der sp&amp;amp;#228;ten Heian-&amp;amp;#196;ra zog es die einflussreicheren Samurai aus den provinziellen Kriegerst&amp;amp;#228;mmen in die Hauptstadt, wo sie f&amp;amp;#252;r kaiserliche Milit&amp;amp;#228;reins&amp;amp;#228;tze und als Leibgarde f&amp;amp;#252;r die gro&amp;amp;#223;en Adelsh&amp;amp;#228;user zur Verf&amp;amp;#252;gung standen. Durch ihren Kampfgeist und ihr stoisches Ehrgef&amp;amp;#252;hl geeint, schlossen sie sich in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer aristokratischen Kaste zusammen und entwickelten eine von Disziplin gepr&amp;amp;#228;gte Kultur, die sie deutlich von den fr&amp;amp;#252;heren devoten und vornehmeren Untergebenen des Kaiserhofs unterschied. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Muromachi-&amp;amp;#196;ra (1338-1573) begr&amp;amp;#252;ndeten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche japanische Kunstformen, die bis heute erhalten blieben. W&amp;amp;#228;hrend Japan offiziell vom Kaiser und dem Shogun regiert wurde, sah die Realit&amp;amp;#228;t anders aus. Am Ende der Muromachi-Dynastie war die Regierung in Kyoto praktisch machtlos. Japan zerfiel in der Folgezeit in rivalisierende Feudalstaaten, die von m&amp;amp;#228;chtigen Feudalherren (den Daimyos) kontrolliert wurden. Viele ber&amp;amp;#252;hmte Samurai-Geschichten entstanden in dieser Epoche des &amp;quot;Sengoku&amp;quot;. Schlie&amp;amp;#223;lich gelang es drei M&amp;amp;#228;nnern, Japan zu einen: Oda Nobunaga, seinem General Toyotomi Hideyoshi und dessen Nachfolger Tokugawa Ieyasu. Tokugawa begr&amp;amp;#252;ndete das Edo-Shogunat (1603-1867), beendete den schwelenden Konflikt, reformierte das Land und brachte ihm den Frieden. In den folgenden 250 Jahren erlebte Japan eine Bl&amp;amp;#252;tezeit. Angesichts der Isolationspolitik der sp&amp;amp;#228;ten Shogune stagnierte allerdings die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Zwar waren ab etwa Mitte des 16. Jh. einige spanische und portugiesische H&amp;amp;#228;ndler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst als im Juli 1853 eine Schwadron von US-Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in die Uraga-Bucht einlief, &amp;amp;#246;ffnete sich das Land erstmals westlichen Einfl&amp;amp;#252;ssen. Da das Shogunat nicht in der Lage war, die angesichts der &amp;amp;#214;ffnung Japans dringend erforderlichen Reformen einzuleiten, kam es in den 1860er Jahren zur Revolution. Die nach dem Sturz des Shogunats eingesetzte Meiji-Regierung stellte sich der schwierigen Aufgabe der &amp;quot;Verwestlichung&amp;quot; und schuf ein modernes Japan, das sich erfolgreich in der Welt platzieren konnte. Mit Siegen &amp;amp;#252;ber China (1894/95) und Russland (1904/05) unterstrich Japan schlie&amp;amp;#223;lich seine Anspr&amp;amp;#252;che als Weltmacht. Allerdings f&amp;amp;#252;hrte der &amp;amp;#252;bersteigerte Nationalismus der Japaner zu Xenophobie und gewaltsamen &amp;amp;#220;bergriffen gegen Nicht-Japaner. In den 1930er und 1940er Jahren marschierten japanische Truppen in China, Vietnam und Indonesien ein, bevor sie schlie&amp;amp;#223;lich den amerikanischen Flottenst&amp;amp;#252;tzpunkt in Pearl Harbor bombardierten. Nach anf&amp;amp;#228;nglichen Erfolgen w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs kam es im Sommer 1945 zur Katastrophe: Zun&amp;amp;#228;chst eroberten die Amerikaner Okinawa. Im August erkl&amp;amp;#228;rte die Sowjetunion Japan den Krieg und st&amp;amp;#252;rmte die Mandschurei. Am 6. und 9. August l&amp;amp;#246;schten zwei Atombomben schlie&amp;amp;#223;lich gro&amp;amp;#223;e Teile der St&amp;amp;#228;dte Hiroshima und Nagasaki aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord der USS Missouri unterzeichnet wurde. Unterst&amp;amp;#252;tzt von den USA erfuhr das Land in den Jahren von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren geh&amp;amp;#246;rte Japan wieder zu den f&amp;amp;#252;hrenden Weltm&amp;amp;#228;chten und stellte den Seniorpartner des in Gr&amp;amp;#252;ndung befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hōjō Tokimune ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Hōjō Tokimune|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  1251 - 1284|&lt;br /&gt;
Bild = tokimune_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan symbol civ6 inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokimune_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Shikken des Kamakura-Shogunats, Japanisches Kaiserreich===&lt;br /&gt;
'''Der einzige Grund zu leben für einen Krieger ist der Kampf, und der einzige Grund für einen Krieger zu kämpfen ist der Sieg.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren als ältester Sohn von Tokiyori, fünftem Shikken (Regent) des Kamakura-Shogunats und de facto Herrscher über Japan, wurde Tokimune von Geburt an als Tokuso (Oberhaupt) der Hauptlinie der Hojo angesehen und rigoros daraufhin erzogen, Nachfolger seines Vaters zu werden. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1268 n. Chr. selbst Shikken. Bis zu seinem Tod im Alter von 34 Jahren sollte Tokimune Japan bis in seine Grundfeste verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Ernennung zum Shikken sah sich Tokimune einer nationalen Krise gegenüber. Kublai Khan, der mongolische Kaiser von China, schickte einen Sonderbotschafter mit der Forderung an Japan, eine &amp;quot;tributpflichtige Beziehung&amp;quot; mit den Mongolen einzugehen oder sich auf eine Invasion und Eroberung vorzubereiten. Während viele Mitglieder der japanischen Regierung, einschließlich Angehörige der kaiserlichen Familie, darauf drängten, einen Kompromiss auszuhandeln, wies der junge Regent die mongolische Forderung zurück und schickte die Abgesandten zurück nach China; in welchem Zustand ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier weitere Male wurden die Forderungen im Laufe der folgenden vier Jahre durch mongolische Abgesandte wiederholt, und die Reaktion Tokimunes war jedes Mal ähnlich. Die mongolische Ungeduld voraussehend entsandte er eine japanische Streitmacht auf die südliche Insel Kyushu, um für die drohende Invasion gewappnet zu sein. Die erfolgte schließlich im Jahr 1274, als etwa 25.000 mongolische und koreanische Soldaten die kleinen entlegenen Inseln einnahmen. Ein Taifun, von den Japanern &amp;quot;göttlicher Wind&amp;quot; genannt, zwang die mongolische Flotte zur Heimkehr und die Bedrohung war gebannt - vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Invasion war Kublai ein vernunftbegabter Mann und entsandte 1275 erneut fünf weitere Sonderbotschafter, um einen Tribut auszuhandeln. Sie weigerten sich, ohne eine Antwort wieder abzureisen, also ließ Tokimune sie nach Kamakura bringen und enthaupten. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1279 fünf weitere Botschafter. Die Zeichen wurden am kaiserlichen Hof richtig erkannt, und so wurde angeordnet, dass in allen Tempeln und Schreinen für den Sieg über die Mongolen gebetet werden soll. Tokimune machte sich daran, das Ufer an Stellen der Küste zu befestigen, wo die Invasion wahrscheinlich stattfinden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1281 erschien eine weitaus größere Streitkraft als zuvor - es sollen um die 140.000 Tausend Mongolen und Verbündete in etwa 4.000 Schiffen gewesen sein - vor der Küste und griff die gesamte japanische Armee und Marine unter Tokimune an. Nach Niederlagen bei Landungsversuchen auf den Inseln Tsushima und Shikanoshima konnten die Mongolen schließlich Landgewinn auf Iki verzeichnen, zogen sich jedoch später auf die Insel Hirato zurück. Drei Tage später wurde die Flotte der Invasoren von den Japanern angegriffen, die damit für schwere Verluste und Fassungslosigkeit sorgten, sodass die mongolischen Befehlshaber zurück nach China segelten und etwa 100.000 führungslose Soldaten zurückließen. Im August setzte ein verheerender Taifun (Kamikaze) den mongolischen Schiffen zwei Tage lang zu und versenkte die meisten von ihnen, einschließlich des Flaggschiffs mit dem koreanischen Admiral an Bord. Kurz darauf löschten Tokimunes Samurai die 100.000 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war gerettet und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr von einer Invasion bedroht. Tokimune konnte seine Aufmerksamkeit anderen Angelegenheiten widmen: Er studierte die Zen-Meditation und ließ buddhistische Schreine und Klöster errichten, wie etwa den Tempel Engaku-ji zur Erinnerung an jene Samurai, die für den Sieg über die Mongolen ihr Leben gelassen hatten. In seiner Jugend und als junger Mann war er Verfechter der buddhistischen Lehre Risshu, konvertierte jedoch irgendwann vor der Invasion zum Zen-Buddhismus. Tokimune war derart fest in seinem Glauben verwurzelt, dass er am Tag seines Todes die Erleuchtung gefunden haben soll - besser spät als nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise dank des Sieges über die Mongolen unter Tokimunes Führung verbreitete sich der Zen-Buddhismus schnell auch in der Klasse der Samurai. Einige glaubten zutiefst an die Lehren, andere wollten sich jedoch vermutlich nur bei dem Shikken beliebt machen. Der vorher als trivial angesehene Glaube verbreitete sich zuerst in Kamakura, Machtsitz der Hojo, und von dort aus bis in die kaiserliche Hauptstadt Kyoto. Tokimune verknüpfte die Zen-Lehren zudem mit dem Verhaltenskodex Bushido, der vor allem Genügsamkeit, Kampfkünste, Treue und Ehre bis in den Tod hervorhob. Unter Tokimune wurden im Bushido, der sich aus dem Neokonfuzianismus entwickelt hatte, auch Elemente des Shintoismus und der Zen-Lehren vereint, um dem ansonsten recht gewalthaltigen Kodex Weisheit und Klarheit hinzuzufügen. Unter dem Tokugawa-Shogunat wurden einige dieser Lehren aus dem Bushido schließlich zu japanischem Recht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokimune widmete jedoch nicht nur Schreine den Samurai, die im Kampf gegen die mongolische Horde gefallen waren, er startete auch verschiedene Initiativen, um pragmatischere Hilfe zu leisten. Er starb, bevor die meisten davon umgesetzt waren, sodass sein Sohn Hojo Sadatoki diese vollendete. Kyunin (Offiziere) und Myoshu (Landbesitzer), die noch nicht entlohnt worden waren, erhielten Landzusprüche (Shoen), und Land, das sie zur Stärkung der Truppen verkauft oder verpfändet hatten, wurde ihnen ohne Strafzahlungen zurückerstattet. Eine Sonderkommission, genannt &amp;quot;tokusei no ontsukai&amp;quot; (Vertreter der rechtschaffenen Herrschaft) kümmerte sich um die Details. Ein weiterer Erlass stellte sicher, dass Schreinländereien, die verpfändet worden waren, als Ausdruck der Dankbarkeit für die Gebete während der Invasion kostenlos an die Zen-Klöster zurückgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inmitten all dieser Großzügigkeit verstarb Hojo Tokimune plötzlich nach einer Krankheit an unbekannten Ursachen im Jahr 1284 n. Chr. Tokimune hatte Japan einen heldenhaften Dienst erwiesen und wurde dafür verehrt. Doch die gewaltigen Aufwendungen für den Kampf gegen die Invasion und die Verbreitung der Zen-Lehre schwächten das Kamakura-Shogunat und das Haus Hojo - für die Erbauung der Schreine hatte er große Teile des Familienunternehmens ausgegeben - so weit, dass das Haus schließlich niederging, bis es fünfzig Jahre später von der Kemmu-Restauration und kurz darauf vom Ashikaga-Shogunat abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit den Hojos am Ruder ist der &amp;quot;Weg des Kriegers&amp;quot; für Japan, ein schönes, kompaktes Küstenreich zu schaffen und dabei religiöse und {{6kult}} kulturelle Entwicklungen mit militärischen Erfolgen zu mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan bekommt einen Nachbarschaftsbonus sowohl für das Platzieren von Heiligen Stätten und Campussen nebeneinander, als auch für das Platzieren dieser in den Bergen. Gutes Gelände zu finden ist in Japan nicht schwierig; das Land kann sich auf eine dichte Städteanordnung verlassen. Die Hojos florieren vor allem an der Küste, wo die Ländereien und Seestreitkräfte effektiver sind - haltet Ausschau nach ihnen auf Wasserkarten! Auch wenn es vorwiegend als Militärmacht erscheint, so kann Japan unter der Führung der Hojos auch effektiv in den Bereichen {{6glauben}} Religion oder {{6kult}} Kultur mithalten. Spätestens im 20. Jahrhundert kann seine Elektronikindustrie von sich reden machen, was es zu einem Kandidaten für den {{6kult}} Kultursieg macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tokugawa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Tokugawa Ieyasu|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1543 - 1616 |&lt;br /&gt;
Bild = tokugawa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokugawa_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ich glaube, dass ich noch stärker sein könnte, als ich es jetzt bin. Aber mein Durchhaltevermögen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn meine Nachkommen stark sein wollen, müssen sie sich in Geduld üben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokugawa (Nachname, Vorname Ieyasu) ist ein brillanter Militär- und Friedensstratege. Er ging als der entscheidende Sieger aus der chaotischen Sengoku-Periode in Japan hervor und ist der Architekt der nachfolgenden Edo-Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren des Sengoku Jidai (Zeitalter) sind in der japanischen Geschichte legendär. In der darauffolgenden Edo-Periode, einer Ära des Wohlstands und des Friedens, hatten die Samurai kaum mehr zu tun, als sich mit Geschichten über die großen Schlachten, Anführer und Ereignisse jener Zeit zu unterhalten – Ninjas, Generäle, Armeen, Belagerungen und dergleichen. Vieles von dem, was wir uns unter dem feudalen Japan vorstellen, ist selbst ein Produkt dieser Geschichten, ausgeschmückt und romantisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sengoku-Periode war ein einziger gewaltiger Krieg zwischen rivalisierenden Clans um deren Machtansprüche. Das geschwächte Ashikaga-Shogunat kollabierte, der Kaiser war nunmehr bloß noch eine Galionsfigur und die machtvollere Position des Shoguns (Militärgeneral des Kaisers) blieb unbesetzt. Über ein Jahrhundert lang kämpften rivalisierende Daimyō (Feudalherren) und Samurai (Ritter) um diesen Titel. Und in diesen Auseinandersetzungen spielten noch weitere Faktoren eine Rolle: von den Europäern mit Musketen bewaffnete Christen, die antimonarchischen Ikkō-ikki und die Ninja – Letztere waren Militärstrategen ohne Ehrauffassung, die ungeheuerliche Taten begingen, sofern sie ihren Herren zum Vorteil gereichten. Schließlich traten drei Samurai ins Rampenlicht: Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte veranschaulicht einen Aspekt der Persönlichkeiten und Motivationen dieser Anführer. Stellt Euch vor, die drei sitzen zusammen und blicken auf einen kleinen Vogel, der sich weigert zu singen. Oda macht den Anfang und droht ihm: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich töten.“ Hideyoshi versucht es mit Manipulation: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich überreden.“ Aber Tokugawa, der Schlauste der drei, sagt einfach: „Vogel, ich kann warten.“ Hier führen Geduld und ein kühler Kopf zum Erfolg – und so verhielt es sich auch mit Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oda, der „Dämonenkönig“, machte seinem Namen alle Ehre. Als Oberhaupt des Oda-Clans sammelte Nobunaga seine Truppen, um die Hauptinsel Japans zu erstürmen, die Ikkō-ikki zu bezwingen und das Ashikaga-Shogunat vollständig auszulöschen. Das letzte noch verbleibende Hindernis war der mächtige westliche Mōri-Clan, der möglicherweise ebenfalls besiegt worden wäre, wenn es nicht in Odas eigenen Reihen zum Verrat gekommen wäre. Als Oda relativ ungeschützt in einem Tempelhaus in Kyoto Tee trank und den treulosen General Akechi auf sich zukommen sah, beging er Selbstmord. Der zukünftige Shogun Tokugawa floh in Begleitung des Ninjas (damals noch Samurai) Hattori Hanzo ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes nahm der Toyotomi-Clan das Banner von Oda auf. Sein früherer Gefolgsmann Toyotomi Hideyoshi trat in seine Fußstapfen und erlangte auch vorübergehend die Macht. Tatsächlich versuchten die japanischen Truppen unter Hideyoshi, Korea einzunehmen, und das nicht zum letzten Mal. Doch selbst der größte aller Könige stirbt einmal und Hideyoshi hatte mit seiner Fokussierung auf die Expansion nach Übersee die Kassen geleert. Zwischen Clan-Loyalisten und dem neuen Tokugawa-Clan, der unter der Führung von Tokugawa Ieyasu aus einem von Odas regionalen Vasallen-Clans entstanden war, entbrannte eine Krise um die Nachfolge. In der entscheidenden Schlacht von Sekigahara gewann Tokugawa die Vorherrschaft und begann, die Scherben aufzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war ein einziger Scherbenhaufen. Neues Gedankengut flutete das Land – der Republikanismus (also die Herrschaft durch das Volk) und das Christentum. Auch Waffen und der europäische Handel stellten ein Problem dar. All dies stoppte Tokugawa im Alleingang durch die Verhängung des Sakoku – der Isolation des Landes. Japans Grenzen wurden mit Ausnahme von Nagasaki geschlossen. Dadurch wurde sowohl der Zustrom neuer, gefahrvoller Herausforderungen für das noch junge Tokugawa-Shogunat gestoppt, als auch die Art von Auslandsabenteuern beendet, die zu Hideyoshis finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte. Das Sakoku erwies sich als vorteilhaft für Japan: Die heimische Produktion florierte und während der sogenannten Edo-Periode (der Sitz des Shogunats befand sich in der Stadt Edo) herrschten in Japan Frieden und Wohlstand … und seine Nachbarn mussten nicht mehr fürchten, dass Samurai an ihren Ufern auftauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun installierte Kontrollsystem war brutal. Es gab zwar immer noch Adlige, allerdings verfolgte Tokugawa eine ausgeklügelte Strategie, um sie im Griff zu behalten. Während die Fürsten ihre Heimatprovinzen regierten, blieben ihre Familien (in gewisser Weise) als Geiseln in Edo zurück. So konnte jede Rebellion sofort durch eine einfache Drohung gegen die Familie des Aufständischen niedergeschlagen werden wie auch durch das gedeihende Leben am Hof von Edo: Gelangweilte, aber wohlhabende Samurai erzählten Geschichten und Möchtegern-Krieger lieferten sich Duelle, bei denen um die Ehre gekämpft wurde statt um Ländereien. Das berühmte Ukiyo-e, die Kunst der „Bilder der fließenden Welt“, erfuhr ebenso einen Aufschwung wie die damit befassten Künstler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sollte sich jedoch in den 1800er Jahren mit der Ankunft amerikanischer Schiffe ändern, die Handel forderten (und bezeichnenderweise drohten, nicht wieder abzufahren). Japan erkannte, dass sich die Welt ohne sein Zutun entwickelt hatte und, dass Dinge wie Waffen und Kanonen ziemlich gefährlich geworden waren. Die Öffnung des Reiches war traumatisch und die anschließende Meiji-Ära löschte das Feudalsystem Japans größtenteils aus, dennoch war bereits die Infrastruktur vorhanden, die es Meiji ermöglichte, innerhalb weniger Jahrzehnte einige der mächtigsten Staaten der Welt einzunehmen und zu besiegen. Doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Unter Tokugawa zieht es Japan vor, sich durch die Errichtung zahlreicher inländischer {{6handel}} Handelswege und Bezirke zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit Meiji-Restauration gewährt Japans Bezirken umfangreiche Nachbarschaftsbonusse. Bezirke erhalten außerdem +1 {{6touri}} Tourismus, wenn sie sich in einer Stadt nahe der [[Datei:6haupt.png|20px]] Hauptstadt mit Tokugawas Fähigkeit befinden. Seine Fähigkeit erhöht auch die Erträge der inländischen {{6handel}} Handelswege für jeden Bezirk erheblich. Ihr solltet jedoch beachten, dass die internationalen {{6handel}} Handelswege deutlich schwächer sind. Die Elektronikfabrik wird ihm behilflich sein, einen Kultur- oder Wissenschaftssieg zu erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Japan (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Japan''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Japan]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Japan&lt;br /&gt;
| Bild = japan_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Japan_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Hōjō Tokimune (Civ6)|Hōjō Tokimune]] und [[Tokugawa (Civ6)|Tokugawa Ieyasu]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Samurai|Samurai]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = samurai_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Fabrik_(Civ6)#Elektronik Fabrik|Elektronik Fabrik]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = elektronik_fabrik_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = weiss, rot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Niemand wei&amp;amp;#223; genau, wann das japanische Archipel erstmals besiedelt wurde, fest steht jedoch, dass es um 250 v.Chr. von der Jomon-Kultur bev&amp;amp;#246;lkert war, sozusagen dem &amp;quot;Prototyp&amp;quot; des japanischen Volkes. Bald darauf bildete sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und die Jomon schlie&amp;amp;#223;lich unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Bl&amp;amp;#252;tezeit etwa 500-600 Jahre (3. Jh. v.Chr. bis 3. Jh. n.Chr.) w&amp;amp;#228;hrte, ein enorm fortschrittliches Volk. Die Einigung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno (&amp;quot;himmlischer Kaiser&amp;quot;) stand, erfolgte etwa Mitte des 4. Jh. Doch schon wenige Jahre sp&amp;amp;#228;ter regte sich unter der Regentschaft von Kentai (507-531) im eigenen Land wie auch bei den Nachbarv&amp;amp;#246;lkern Widerstand gegen diese Dynastie. Die regionalen Befehlshaber gewannen an Einfluss und die kaiserliche Vormachtstellung br&amp;amp;#246;ckelte: Der Niedergang der Yamato war besiegelt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend der Herrschaft der Yamato hatte Japan erste nennenswerte Kontakte mit dem Festland. Nachdem koreanische M&amp;amp;#246;nche um 530 den Buddhismus nach Japan gebracht hatten, wurde dieser wenig sp&amp;amp;#228;ter am kaiserlichen Hof eingef&amp;amp;#252;hrt. Doch anstatt die alte Shinto-Religion zu verdr&amp;amp;#228;ngen, verschmolzen beide Religionen im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Form des Shintoismus. Auch chinesische Einfl&amp;amp;#252;sse pr&amp;amp;#228;gten das Bild Japans in jener Zeit nachhaltig. Im Jahr 604 erlie&amp;amp;#223; Prinz Shotoku die erste Verfassung Japans, einen, aus 17 Artikeln bestehenden, Kodex, der chinesische Moralvorstellungen propagierte und die g&amp;amp;#246;ttliche Legitimation des Kaisers begr&amp;amp;#252;ndete. 710 wurde mit Nara die erste Hauptstadt Japans gegr&amp;amp;#252;ndet. Aufgrund des enormen Einflusses der buddhistischen Kl&amp;amp;#246;ster in der N&amp;amp;#228;he Naras verlegte man den Herrschaftssitz im Jahr 794 schlie&amp;amp;#223;lich nach Kyoto.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Heian-Dynastie (794-1185) war gepr&amp;amp;#228;gt vom langsamen R&amp;amp;#252;ckgang des chinesischen Einflusses zugunsten japanischer Sitten und Gebr&amp;amp;#228;uche.In der sp&amp;amp;#228;ten Heian-&amp;amp;#196;ra zog es die einflussreicheren Samurai aus den provinziellen Kriegerst&amp;amp;#228;mmen in die Hauptstadt, wo sie f&amp;amp;#252;r kaiserliche Milit&amp;amp;#228;reins&amp;amp;#228;tze und als Leibgarde f&amp;amp;#252;r die gro&amp;amp;#223;en Adelsh&amp;amp;#228;user zur Verf&amp;amp;#252;gung standen. Durch ihren Kampfgeist und ihr stoisches Ehrgef&amp;amp;#252;hl geeint, schlossen sie sich in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer aristokratischen Kaste zusammen und entwickelten eine von Disziplin gepr&amp;amp;#228;gte Kultur, die sie deutlich von den fr&amp;amp;#252;heren devoten und vornehmeren Untergebenen des Kaiserhofs unterschied. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Muromachi-&amp;amp;#196;ra (1338-1573) begr&amp;amp;#252;ndeten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche japanische Kunstformen, die bis heute erhalten blieben. W&amp;amp;#228;hrend Japan offiziell vom Kaiser und dem Shogun regiert wurde, sah die Realit&amp;amp;#228;t anders aus. Am Ende der Muromachi-Dynastie war die Regierung in Kyoto praktisch machtlos. Japan zerfiel in der Folgezeit in rivalisierende Feudalstaaten, die von m&amp;amp;#228;chtigen Feudalherren (den Daimyos) kontrolliert wurden. Viele ber&amp;amp;#252;hmte Samurai-Geschichten entstanden in dieser Epoche des &amp;quot;Sengoku&amp;quot;. Schlie&amp;amp;#223;lich gelang es drei M&amp;amp;#228;nnern, Japan zu einen: Oda Nobunaga, seinem General Toyotomi Hideyoshi und dessen Nachfolger Tokugawa Ieyasu. Tokugawa begr&amp;amp;#252;ndete das Edo-Shogunat (1603-1867), beendete den schwelenden Konflikt, reformierte das Land und brachte ihm den Frieden. In den folgenden 250 Jahren erlebte Japan eine Bl&amp;amp;#252;tezeit. Angesichts der Isolationspolitik der sp&amp;amp;#228;ten Shogune stagnierte allerdings die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Zwar waren ab etwa Mitte des 16. Jh. einige spanische und portugiesische H&amp;amp;#228;ndler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst als im Juli 1853 eine Schwadron von US-Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in die Uraga-Bucht einlief, &amp;amp;#246;ffnete sich das Land erstmals westlichen Einfl&amp;amp;#252;ssen. Da das Shogunat nicht in der Lage war, die angesichts der &amp;amp;#214;ffnung Japans dringend erforderlichen Reformen einzuleiten, kam es in den 1860er Jahren zur Revolution. Die nach dem Sturz des Shogunats eingesetzte Meiji-Regierung stellte sich der schwierigen Aufgabe der &amp;quot;Verwestlichung&amp;quot; und schuf ein modernes Japan, das sich erfolgreich in der Welt platzieren konnte. Mit Siegen &amp;amp;#252;ber China (1894/95) und Russland (1904/05) unterstrich Japan schlie&amp;amp;#223;lich seine Anspr&amp;amp;#252;che als Weltmacht. Allerdings f&amp;amp;#252;hrte der &amp;amp;#252;bersteigerte Nationalismus der Japaner zu Xenophobie und gewaltsamen &amp;amp;#220;bergriffen gegen Nicht-Japaner. In den 1930er und 1940er Jahren marschierten japanische Truppen in China, Vietnam und Indonesien ein, bevor sie schlie&amp;amp;#223;lich den amerikanischen Flottenst&amp;amp;#252;tzpunkt in Pearl Harbor bombardierten. Nach anf&amp;amp;#228;nglichen Erfolgen w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs kam es im Sommer 1945 zur Katastrophe: Zun&amp;amp;#228;chst eroberten die Amerikaner Okinawa. Im August erkl&amp;amp;#228;rte die Sowjetunion Japan den Krieg und st&amp;amp;#252;rmte die Mandschurei. Am 6. und 9. August l&amp;amp;#246;schten zwei Atombomben schlie&amp;amp;#223;lich gro&amp;amp;#223;e Teile der St&amp;amp;#228;dte Hiroshima und Nagasaki aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord der USS Missouri unterzeichnet wurde. Unterst&amp;amp;#252;tzt von den USA erfuhr das Land in den Jahren von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren geh&amp;amp;#246;rte Japan wieder zu den f&amp;amp;#252;hrenden Weltm&amp;amp;#228;chten und stellte den Seniorpartner des in Gr&amp;amp;#252;ndung befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hōjō Tokimune ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Hōjō Tokimune|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  1251 - 1284|&lt;br /&gt;
Bild = tokimune_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan symbol civ6 inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokimune_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Shikken des Kamakura-Shogunats, Japanisches Kaiserreich===&lt;br /&gt;
'''Der einzige Grund zu leben für einen Krieger ist der Kampf, und der einzige Grund für einen Krieger zu kämpfen ist der Sieg.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren als ältester Sohn von Tokiyori, fünftem Shikken (Regent) des Kamakura-Shogunats und de facto Herrscher über Japan, wurde Tokimune von Geburt an als Tokuso (Oberhaupt) der Hauptlinie der Hojo angesehen und rigoros daraufhin erzogen, Nachfolger seines Vaters zu werden. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1268 n. Chr. selbst Shikken. Bis zu seinem Tod im Alter von 34 Jahren sollte Tokimune Japan bis in seine Grundfeste verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Ernennung zum Shikken sah sich Tokimune einer nationalen Krise gegenüber. Kublai Khan, der mongolische Kaiser von China, schickte einen Sonderbotschafter mit der Forderung an Japan, eine &amp;quot;tributpflichtige Beziehung&amp;quot; mit den Mongolen einzugehen oder sich auf eine Invasion und Eroberung vorzubereiten. Während viele Mitglieder der japanischen Regierung, einschließlich Angehörige der kaiserlichen Familie, darauf drängten, einen Kompromiss auszuhandeln, wies der junge Regent die mongolische Forderung zurück und schickte die Abgesandten zurück nach China; in welchem Zustand ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier weitere Male wurden die Forderungen im Laufe der folgenden vier Jahre durch mongolische Abgesandte wiederholt, und die Reaktion Tokimunes war jedes Mal ähnlich. Die mongolische Ungeduld voraussehend entsandte er eine japanische Streitmacht auf die südliche Insel Kyushu, um für die drohende Invasion gewappnet zu sein. Die erfolgte schließlich im Jahr 1274, als etwa 25.000 mongolische und koreanische Soldaten die kleinen entlegenen Inseln einnahmen. Ein Taifun, von den Japanern &amp;quot;göttlicher Wind&amp;quot; genannt, zwang die mongolische Flotte zur Heimkehr und die Bedrohung war gebannt - vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Invasion war Kublai ein vernunftbegabter Mann und entsandte 1275 erneut fünf weitere Sonderbotschafter, um einen Tribut auszuhandeln. Sie weigerten sich, ohne eine Antwort wieder abzureisen, also ließ Tokimune sie nach Kamakura bringen und enthaupten. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1279 fünf weitere Botschafter. Die Zeichen wurden am kaiserlichen Hof richtig erkannt, und so wurde angeordnet, dass in allen Tempeln und Schreinen für den Sieg über die Mongolen gebetet werden soll. Tokimune machte sich daran, das Ufer an Stellen der Küste zu befestigen, wo die Invasion wahrscheinlich stattfinden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1281 erschien eine weitaus größere Streitkraft als zuvor - es sollen um die 140.000 Tausend Mongolen und Verbündete in etwa 4.000 Schiffen gewesen sein - vor der Küste und griff die gesamte japanische Armee und Marine unter Tokimune an. Nach Niederlagen bei Landungsversuchen auf den Inseln Tsushima und Shikanoshima konnten die Mongolen schließlich Landgewinn auf Iki verzeichnen, zogen sich jedoch später auf die Insel Hirato zurück. Drei Tage später wurde die Flotte der Invasoren von den Japanern angegriffen, die damit für schwere Verluste und Fassungslosigkeit sorgten, sodass die mongolischen Befehlshaber zurück nach China segelten und etwa 100.000 führungslose Soldaten zurückließen. Im August setzte ein verheerender Taifun (Kamikaze) den mongolischen Schiffen zwei Tage lang zu und versenkte die meisten von ihnen, einschließlich des Flaggschiffs mit dem koreanischen Admiral an Bord. Kurz darauf löschten Tokimunes Samurai die 100.000 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war gerettet und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr von einer Invasion bedroht. Tokimune konnte seine Aufmerksamkeit anderen Angelegenheiten widmen: Er studierte die Zen-Meditation und ließ buddhistische Schreine und Klöster errichten, wie etwa den Tempel Engaku-ji zur Erinnerung an jene Samurai, die für den Sieg über die Mongolen ihr Leben gelassen hatten. In seiner Jugend und als junger Mann war er Verfechter der buddhistischen Lehre Risshu, konvertierte jedoch irgendwann vor der Invasion zum Zen-Buddhismus. Tokimune war derart fest in seinem Glauben verwurzelt, dass er am Tag seines Todes die Erleuchtung gefunden haben soll - besser spät als nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise dank des Sieges über die Mongolen unter Tokimunes Führung verbreitete sich der Zen-Buddhismus schnell auch in der Klasse der Samurai. Einige glaubten zutiefst an die Lehren, andere wollten sich jedoch vermutlich nur bei dem Shikken beliebt machen. Der vorher als trivial angesehene Glaube verbreitete sich zuerst in Kamakura, Machtsitz der Hojo, und von dort aus bis in die kaiserliche Hauptstadt Kyoto. Tokimune verknüpfte die Zen-Lehren zudem mit dem Verhaltenskodex Bushido, der vor allem Genügsamkeit, Kampfkünste, Treue und Ehre bis in den Tod hervorhob. Unter Tokimune wurden im Bushido, der sich aus dem Neokonfuzianismus entwickelt hatte, auch Elemente des Shintoismus und der Zen-Lehren vereint, um dem ansonsten recht gewalthaltigen Kodex Weisheit und Klarheit hinzuzufügen. Unter dem Tokugawa-Shogunat wurden einige dieser Lehren aus dem Bushido schließlich zu japanischem Recht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokimune widmete jedoch nicht nur Schreine den Samurai, die im Kampf gegen die mongolische Horde gefallen waren, er startete auch verschiedene Initiativen, um pragmatischere Hilfe zu leisten. Er starb, bevor die meisten davon umgesetzt waren, sodass sein Sohn Hojo Sadatoki diese vollendete. Kyunin (Offiziere) und Myoshu (Landbesitzer), die noch nicht entlohnt worden waren, erhielten Landzusprüche (Shoen), und Land, das sie zur Stärkung der Truppen verkauft oder verpfändet hatten, wurde ihnen ohne Strafzahlungen zurückerstattet. Eine Sonderkommission, genannt &amp;quot;tokusei no ontsukai&amp;quot; (Vertreter der rechtschaffenen Herrschaft) kümmerte sich um die Details. Ein weiterer Erlass stellte sicher, dass Schreinländereien, die verpfändet worden waren, als Ausdruck der Dankbarkeit für die Gebete während der Invasion kostenlos an die Zen-Klöster zurückgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inmitten all dieser Großzügigkeit verstarb Hojo Tokimune plötzlich nach einer Krankheit an unbekannten Ursachen im Jahr 1284 n. Chr. Tokimune hatte Japan einen heldenhaften Dienst erwiesen und wurde dafür verehrt. Doch die gewaltigen Aufwendungen für den Kampf gegen die Invasion und die Verbreitung der Zen-Lehre schwächten das Kamakura-Shogunat und das Haus Hojo - für die Erbauung der Schreine hatte er große Teile des Familienunternehmens ausgegeben - so weit, dass das Haus schließlich niederging, bis es fünfzig Jahre später von der Kemmu-Restauration und kurz darauf vom Ashikaga-Shogunat abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit den Hojos am Ruder ist der &amp;quot;Weg des Kriegers&amp;quot; für Japan, ein schönes, kompaktes Küstenreich zu schaffen und dabei religiöse und {{6kult}} kulturelle Entwicklungen mit militärischen Erfolgen zu mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan bekommt einen Nachbarschaftsbonus sowohl für das Platzieren von Heiligen Stätten und Campussen nebeneinander, als auch für das Platzieren dieser in den Bergen. Gutes Gelände zu finden ist in Japan nicht schwierig; das Land kann sich auf eine dichte Städteanordnung verlassen. Die Hojos florieren vor allem an der Küste, wo die Ländereien und Seestreitkräfte effektiver sind - haltet Ausschau nach ihnen auf Wasserkarten! Auch wenn es vorwiegend als Militärmacht erscheint, so kann Japan unter der Führung der Hojos auch effektiv in den Bereichen {{6glauben}} Religion oder {{6kult}} Kultur mithalten. Spätestens im 20. Jahrhundert kann seine Elektronikindustrie von sich reden machen, was es zu einem Kandidaten für den {{6kult}} Kultursieg macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tokugawa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Tokugawa Ieyasu|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1543 - 1616 |&lt;br /&gt;
Bild = tokugawa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokugawa_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ich glaube, dass ich noch stärker sein könnte, als ich es jetzt bin. Aber mein Durchhaltevermögen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn meine Nachkommen stark sein wollen, müssen sie sich in Geduld üben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokugawa (Nachname, Vorname Ieyasu) ist ein brillanter Militär- und Friedensstratege. Er ging als der entscheidende Sieger aus der chaotischen Sengoku-Periode in Japan hervor und ist der Architekt der nachfolgenden Edo-Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren des Sengoku Jidai (Zeitalter) sind in der japanischen Geschichte legendär. In der darauffolgenden Edo-Periode, einer Ära des Wohlstands und des Friedens, hatten die Samurai kaum mehr zu tun, als sich mit Geschichten über die großen Schlachten, Anführer und Ereignisse jener Zeit zu unterhalten – Ninjas, Generäle, Armeen, Belagerungen und dergleichen. Vieles von dem, was wir uns unter dem feudalen Japan vorstellen, ist selbst ein Produkt dieser Geschichten, ausgeschmückt und romantisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sengoku-Periode war ein einziger gewaltiger Krieg zwischen rivalisierenden Clans um deren Machtansprüche. Das geschwächte Ashikaga-Shogunat kollabierte, der Kaiser war nunmehr bloß noch eine Galionsfigur und die machtvollere Position des Shoguns (Militärgeneral des Kaisers) blieb unbesetzt. Über ein Jahrhundert lang kämpften rivalisierende Daimyō (Feudalherren) und Samurai (Ritter) um diesen Titel. Und in diesen Auseinandersetzungen spielten noch weitere Faktoren eine Rolle: von den Europäern mit Musketen bewaffnete Christen, die antimonarchischen Ikkō-ikki und die Ninja – Letztere waren Militärstrategen ohne Ehrauffassung, die ungeheuerliche Taten begingen, sofern sie ihren Herren zum Vorteil gereichten. Schließlich traten drei Samurai ins Rampenlicht: Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte veranschaulicht einen Aspekt der Persönlichkeiten und Motivationen dieser Anführer. Stellt Euch vor, die drei sitzen zusammen und blicken auf einen kleinen Vogel, der sich weigert zu singen. Oda macht den Anfang und droht ihm: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich töten.“ Hideyoshi versucht es mit Manipulation: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich überreden.“ Aber Tokugawa, der Schlauste der drei, sagt einfach: „Vogel, ich kann warten.“ Hier führen Geduld und ein kühler Kopf zum Erfolg – und so verhielt es sich auch mit Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oda, der „Dämonenkönig“, machte seinem Namen alle Ehre. Als Oberhaupt des Oda-Clans sammelte Nobunaga seine Truppen, um die Hauptinsel Japans zu erstürmen, die Ikkō-ikki zu bezwingen und das Ashikaga-Shogunat vollständig auszulöschen. Das letzte noch verbleibende Hindernis war der mächtige westliche Mōri-Clan, der möglicherweise ebenfalls besiegt worden wäre, wenn es nicht in Odas eigenen Reihen zum Verrat gekommen wäre. Als Oda relativ ungeschützt in einem Tempelhaus in Kyoto Tee trank und den treulosen General Akechi auf sich zukommen sah, beging er Selbstmord. Der zukünftige Shogun Tokugawa floh in Begleitung des Ninjas (damals noch Samurai) Hattori Hanzo ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes nahm der Toyotomi-Clan das Banner von Oda auf. Sein früherer Gefolgsmann Toyotomi Hideyoshi trat in seine Fußstapfen und erlangte auch vorübergehend die Macht. Tatsächlich versuchten die japanischen Truppen unter Hideyoshi, Korea einzunehmen, und das nicht zum letzten Mal. Doch selbst der größte aller Könige stirbt einmal und Hideyoshi hatte mit seiner Fokussierung auf die Expansion nach Übersee die Kassen geleert. Zwischen Clan-Loyalisten und dem neuen Tokugawa-Clan, der unter der Führung von Tokugawa Ieyasu aus einem von Odas regionalen Vasallen-Clans entstanden war, entbrannte eine Krise um die Nachfolge. In der entscheidenden Schlacht von Sekigahara gewann Tokugawa die Vorherrschaft und begann, die Scherben aufzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war ein einziger Scherbenhaufen. Neues Gedankengut flutete das Land – der Republikanismus (also die Herrschaft durch das Volk) und das Christentum. Auch Waffen und der europäische Handel stellten ein Problem dar. All dies stoppte Tokugawa im Alleingang durch die Verhängung des Sakoku – der Isolation des Landes. Japans Grenzen wurden mit Ausnahme von Nagasaki geschlossen. Dadurch wurde sowohl der Zustrom neuer, gefahrvoller Herausforderungen für das noch junge Tokugawa-Shogunat gestoppt, als auch die Art von Auslandsabenteuern beendet, die zu Hideyoshis finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte. Das Sakoku erwies sich als vorteilhaft für Japan: Die heimische Produktion florierte und während der sogenannten Edo-Periode (der Sitz des Shogunats befand sich in der Stadt Edo) herrschten in Japan Frieden und Wohlstand … und seine Nachbarn mussten nicht mehr fürchten, dass Samurai an ihren Ufern auftauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun installierte Kontrollsystem war brutal. Es gab zwar immer noch Adlige, allerdings verfolgte Tokugawa eine ausgeklügelte Strategie, um sie im Griff zu behalten. Während die Fürsten ihre Heimatprovinzen regierten, blieben ihre Familien (in gewisser Weise) als Geiseln in Edo zurück. So konnte jede Rebellion sofort durch eine einfache Drohung gegen die Familie des Aufständischen niedergeschlagen werden wie auch durch das gedeihende Leben am Hof von Edo: Gelangweilte, aber wohlhabende Samurai erzählten Geschichten und Möchtegern-Krieger lieferten sich Duelle, bei denen um die Ehre gekämpft wurde statt um Ländereien. Das berühmte Ukiyo-e, die Kunst der „Bilder der fließenden Welt“, erfuhr ebenso einen Aufschwung wie die damit befassten Künstler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sollte sich jedoch in den 1800er Jahren mit der Ankunft amerikanischer Schiffe ändern, die Handel forderten (und bezeichnenderweise drohten, nicht wieder abzufahren). Japan erkannte, dass sich die Welt ohne sein Zutun entwickelt hatte und, dass Dinge wie Waffen und Kanonen ziemlich gefährlich geworden waren. Die Öffnung des Reiches war traumatisch und die anschließende Meiji-Ära löschte das Feudalsystem Japans größtenteils aus, dennoch war bereits die Infrastruktur vorhanden, die es Meiji ermöglichte, innerhalb weniger Jahrzehnte einige der mächtigsten Staaten der Welt einzunehmen und zu besiegen. Doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Unter Tokugawa zieht es Japan vor, sich durch die Errichtung zahlreicher inländischer {{6handel}} Handelswege und Bezirke zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit Meiji-Restauration gewährt Japans Bezirken umfangreiche Nachbarschaftsbonusse. Bezirke erhalten außerdem +1 {{6touri}} Tourismus, wenn sie sich in einer Stadt nahe der [[Datei:6haupt.png|20px]] Hauptstadt mit Tokugawas Fähigkeit befinden. Seine Fähigkeit erhöht auch die Erträge der inländischen {{6handel}} Handelswege für jeden Bezirk erheblich. Ihr solltet jedoch beachten, dass die internationalen {{6handel}} Handelswege deutlich schwächer sind. Die Elektronikfabrik wird ihm behilflich sein, einen Kultur- oder Wissenschaftssieg zu erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Japan (Civ6)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Tokugawa */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Japan''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Japan]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Japan&lt;br /&gt;
| Bild = japan_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Japan_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Hojo Tokimune&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Samurai|Samurai]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = samurai_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Fabrik_(Civ6)#Elektronik Fabrik|Elektronik Fabrik]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = elektronik_fabrik_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = weiss, rot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Niemand wei&amp;amp;#223; genau, wann das japanische Archipel erstmals besiedelt wurde, fest steht jedoch, dass es um 250 v.Chr. von der Jomon-Kultur bev&amp;amp;#246;lkert war, sozusagen dem &amp;quot;Prototyp&amp;quot; des japanischen Volkes. Bald darauf bildete sich in Kyushu die Yayoi-Kultur, die sich langsam nach Osten ausdehnte und die Jomon schlie&amp;amp;#223;lich unterwarf. Aus kultureller Sicht waren die Yayoi, deren Bl&amp;amp;#252;tezeit etwa 500-600 Jahre (3. Jh. v.Chr. bis 3. Jh. n.Chr.) w&amp;amp;#228;hrte, ein enorm fortschrittliches Volk. Die Einigung Japans durch die Yamato-Dynastie, in deren Mittelpunkt der Tenno (&amp;quot;himmlischer Kaiser&amp;quot;) stand, erfolgte etwa Mitte des 4. Jh. Doch schon wenige Jahre sp&amp;amp;#228;ter regte sich unter der Regentschaft von Kentai (507-531) im eigenen Land wie auch bei den Nachbarv&amp;amp;#246;lkern Widerstand gegen diese Dynastie. Die regionalen Befehlshaber gewannen an Einfluss und die kaiserliche Vormachtstellung br&amp;amp;#246;ckelte: Der Niedergang der Yamato war besiegelt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend der Herrschaft der Yamato hatte Japan erste nennenswerte Kontakte mit dem Festland. Nachdem koreanische M&amp;amp;#246;nche um 530 den Buddhismus nach Japan gebracht hatten, wurde dieser wenig sp&amp;amp;#228;ter am kaiserlichen Hof eingef&amp;amp;#252;hrt. Doch anstatt die alte Shinto-Religion zu verdr&amp;amp;#228;ngen, verschmolzen beide Religionen im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Form des Shintoismus. Auch chinesische Einfl&amp;amp;#252;sse pr&amp;amp;#228;gten das Bild Japans in jener Zeit nachhaltig. Im Jahr 604 erlie&amp;amp;#223; Prinz Shotoku die erste Verfassung Japans, einen, aus 17 Artikeln bestehenden, Kodex, der chinesische Moralvorstellungen propagierte und die g&amp;amp;#246;ttliche Legitimation des Kaisers begr&amp;amp;#252;ndete. 710 wurde mit Nara die erste Hauptstadt Japans gegr&amp;amp;#252;ndet. Aufgrund des enormen Einflusses der buddhistischen Kl&amp;amp;#246;ster in der N&amp;amp;#228;he Naras verlegte man den Herrschaftssitz im Jahr 794 schlie&amp;amp;#223;lich nach Kyoto.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Heian-Dynastie (794-1185) war gepr&amp;amp;#228;gt vom langsamen R&amp;amp;#252;ckgang des chinesischen Einflusses zugunsten japanischer Sitten und Gebr&amp;amp;#228;uche.In der sp&amp;amp;#228;ten Heian-&amp;amp;#196;ra zog es die einflussreicheren Samurai aus den provinziellen Kriegerst&amp;amp;#228;mmen in die Hauptstadt, wo sie f&amp;amp;#252;r kaiserliche Milit&amp;amp;#228;reins&amp;amp;#228;tze und als Leibgarde f&amp;amp;#252;r die gro&amp;amp;#223;en Adelsh&amp;amp;#228;user zur Verf&amp;amp;#252;gung standen. Durch ihren Kampfgeist und ihr stoisches Ehrgef&amp;amp;#252;hl geeint, schlossen sie sich in der Kamakura-Periode (1192-1333) zu einer aristokratischen Kaste zusammen und entwickelten eine von Disziplin gepr&amp;amp;#228;gte Kultur, die sie deutlich von den fr&amp;amp;#252;heren devoten und vornehmeren Untergebenen des Kaiserhofs unterschied. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Muromachi-&amp;amp;#196;ra (1338-1573) begr&amp;amp;#252;ndeten die Samurai unter dem wachsenden Einfluss des Zen-Buddhismus zahlreiche japanische Kunstformen, die bis heute erhalten blieben. W&amp;amp;#228;hrend Japan offiziell vom Kaiser und dem Shogun regiert wurde, sah die Realit&amp;amp;#228;t anders aus. Am Ende der Muromachi-Dynastie war die Regierung in Kyoto praktisch machtlos. Japan zerfiel in der Folgezeit in rivalisierende Feudalstaaten, die von m&amp;amp;#228;chtigen Feudalherren (den Daimyos) kontrolliert wurden. Viele ber&amp;amp;#252;hmte Samurai-Geschichten entstanden in dieser Epoche des &amp;quot;Sengoku&amp;quot;. Schlie&amp;amp;#223;lich gelang es drei M&amp;amp;#228;nnern, Japan zu einen: Oda Nobunaga, seinem General Toyotomi Hideyoshi und dessen Nachfolger Tokugawa Ieyasu. Tokugawa begr&amp;amp;#252;ndete das Edo-Shogunat (1603-1867), beendete den schwelenden Konflikt, reformierte das Land und brachte ihm den Frieden. In den folgenden 250 Jahren erlebte Japan eine Bl&amp;amp;#252;tezeit. Angesichts der Isolationspolitik der sp&amp;amp;#228;ten Shogune stagnierte allerdings die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Landes.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Zwar waren ab etwa Mitte des 16. Jh. einige spanische und portugiesische H&amp;amp;#228;ndler und Missionare nach Japan gekommen, aber erst als im Juli 1853 eine Schwadron von US-Kriegsschiffen unter dem Kommando von Commodore Matthew C. Perry in die Uraga-Bucht einlief, &amp;amp;#246;ffnete sich das Land erstmals westlichen Einfl&amp;amp;#252;ssen. Da das Shogunat nicht in der Lage war, die angesichts der &amp;amp;#214;ffnung Japans dringend erforderlichen Reformen einzuleiten, kam es in den 1860er Jahren zur Revolution. Die nach dem Sturz des Shogunats eingesetzte Meiji-Regierung stellte sich der schwierigen Aufgabe der &amp;quot;Verwestlichung&amp;quot; und schuf ein modernes Japan, das sich erfolgreich in der Welt platzieren konnte. Mit Siegen &amp;amp;#252;ber China (1894/95) und Russland (1904/05) unterstrich Japan schlie&amp;amp;#223;lich seine Anspr&amp;amp;#252;che als Weltmacht. Allerdings f&amp;amp;#252;hrte der &amp;amp;#252;bersteigerte Nationalismus der Japaner zu Xenophobie und gewaltsamen &amp;amp;#220;bergriffen gegen Nicht-Japaner. In den 1930er und 1940er Jahren marschierten japanische Truppen in China, Vietnam und Indonesien ein, bevor sie schlie&amp;amp;#223;lich den amerikanischen Flottenst&amp;amp;#252;tzpunkt in Pearl Harbor bombardierten. Nach anf&amp;amp;#228;nglichen Erfolgen w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs kam es im Sommer 1945 zur Katastrophe: Zun&amp;amp;#228;chst eroberten die Amerikaner Okinawa. Im August erkl&amp;amp;#228;rte die Sowjetunion Japan den Krieg und st&amp;amp;#252;rmte die Mandschurei. Am 6. und 9. August l&amp;amp;#246;schten zwei Atombomben schlie&amp;amp;#223;lich gro&amp;amp;#223;e Teile der St&amp;amp;#228;dte Hiroshima und Nagasaki aus. Der Pazifikkrieg endete am 14. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht vor Tokio an Bord der USS Missouri unterzeichnet wurde. Unterst&amp;amp;#252;tzt von den USA erfuhr das Land in den Jahren von 1952 bis 1973 ein schnelles Wirtschaftswachstum und einen grundlegenden sozialen Wandel. In den 90er Jahren geh&amp;amp;#246;rte Japan wieder zu den f&amp;amp;#252;hrenden Weltm&amp;amp;#228;chten und stellte den Seniorpartner des in Gr&amp;amp;#252;ndung befindlichen asiatischen Wirtschaftsblocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hōjō Tokimune ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Hōjō Tokimune|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  1251 - 1284|&lt;br /&gt;
Bild = tokimune_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan symbol civ6 inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokimune_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Shinto|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Tokimune_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Shikken des Kamakura-Shogunats, Japanisches Kaiserreich===&lt;br /&gt;
'''Der einzige Grund zu leben für einen Krieger ist der Kampf, und der einzige Grund für einen Krieger zu kämpfen ist der Sieg.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren als ältester Sohn von Tokiyori, fünftem Shikken (Regent) des Kamakura-Shogunats und de facto Herrscher über Japan, wurde Tokimune von Geburt an als Tokuso (Oberhaupt) der Hauptlinie der Hojo angesehen und rigoros daraufhin erzogen, Nachfolger seines Vaters zu werden. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1268 n. Chr. selbst Shikken. Bis zu seinem Tod im Alter von 34 Jahren sollte Tokimune Japan bis in seine Grundfeste verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach seiner Ernennung zum Shikken sah sich Tokimune einer nationalen Krise gegenüber. Kublai Khan, der mongolische Kaiser von China, schickte einen Sonderbotschafter mit der Forderung an Japan, eine &amp;quot;tributpflichtige Beziehung&amp;quot; mit den Mongolen einzugehen oder sich auf eine Invasion und Eroberung vorzubereiten. Während viele Mitglieder der japanischen Regierung, einschließlich Angehörige der kaiserlichen Familie, darauf drängten, einen Kompromiss auszuhandeln, wies der junge Regent die mongolische Forderung zurück und schickte die Abgesandten zurück nach China; in welchem Zustand ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier weitere Male wurden die Forderungen im Laufe der folgenden vier Jahre durch mongolische Abgesandte wiederholt, und die Reaktion Tokimunes war jedes Mal ähnlich. Die mongolische Ungeduld voraussehend entsandte er eine japanische Streitmacht auf die südliche Insel Kyushu, um für die drohende Invasion gewappnet zu sein. Die erfolgte schließlich im Jahr 1274, als etwa 25.000 mongolische und koreanische Soldaten die kleinen entlegenen Inseln einnahmen. Ein Taifun, von den Japanern &amp;quot;göttlicher Wind&amp;quot; genannt, zwang die mongolische Flotte zur Heimkehr und die Bedrohung war gebannt - vorerst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Invasion war Kublai ein vernunftbegabter Mann und entsandte 1275 erneut fünf weitere Sonderbotschafter, um einen Tribut auszuhandeln. Sie weigerten sich, ohne eine Antwort wieder abzureisen, also ließ Tokimune sie nach Kamakura bringen und enthaupten. Ein ähnliches Schicksal ereilte 1279 fünf weitere Botschafter. Die Zeichen wurden am kaiserlichen Hof richtig erkannt, und so wurde angeordnet, dass in allen Tempeln und Schreinen für den Sieg über die Mongolen gebetet werden soll. Tokimune machte sich daran, das Ufer an Stellen der Küste zu befestigen, wo die Invasion wahrscheinlich stattfinden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1281 erschien eine weitaus größere Streitkraft als zuvor - es sollen um die 140.000 Tausend Mongolen und Verbündete in etwa 4.000 Schiffen gewesen sein - vor der Küste und griff die gesamte japanische Armee und Marine unter Tokimune an. Nach Niederlagen bei Landungsversuchen auf den Inseln Tsushima und Shikanoshima konnten die Mongolen schließlich Landgewinn auf Iki verzeichnen, zogen sich jedoch später auf die Insel Hirato zurück. Drei Tage später wurde die Flotte der Invasoren von den Japanern angegriffen, die damit für schwere Verluste und Fassungslosigkeit sorgten, sodass die mongolischen Befehlshaber zurück nach China segelten und etwa 100.000 führungslose Soldaten zurückließen. Im August setzte ein verheerender Taifun (Kamikaze) den mongolischen Schiffen zwei Tage lang zu und versenkte die meisten von ihnen, einschließlich des Flaggschiffs mit dem koreanischen Admiral an Bord. Kurz darauf löschten Tokimunes Samurai die 100.000 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war gerettet und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr von einer Invasion bedroht. Tokimune konnte seine Aufmerksamkeit anderen Angelegenheiten widmen: Er studierte die Zen-Meditation und ließ buddhistische Schreine und Klöster errichten, wie etwa den Tempel Engaku-ji zur Erinnerung an jene Samurai, die für den Sieg über die Mongolen ihr Leben gelassen hatten. In seiner Jugend und als junger Mann war er Verfechter der buddhistischen Lehre Risshu, konvertierte jedoch irgendwann vor der Invasion zum Zen-Buddhismus. Tokimune war derart fest in seinem Glauben verwurzelt, dass er am Tag seines Todes die Erleuchtung gefunden haben soll - besser spät als nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise dank des Sieges über die Mongolen unter Tokimunes Führung verbreitete sich der Zen-Buddhismus schnell auch in der Klasse der Samurai. Einige glaubten zutiefst an die Lehren, andere wollten sich jedoch vermutlich nur bei dem Shikken beliebt machen. Der vorher als trivial angesehene Glaube verbreitete sich zuerst in Kamakura, Machtsitz der Hojo, und von dort aus bis in die kaiserliche Hauptstadt Kyoto. Tokimune verknüpfte die Zen-Lehren zudem mit dem Verhaltenskodex Bushido, der vor allem Genügsamkeit, Kampfkünste, Treue und Ehre bis in den Tod hervorhob. Unter Tokimune wurden im Bushido, der sich aus dem Neokonfuzianismus entwickelt hatte, auch Elemente des Shintoismus und der Zen-Lehren vereint, um dem ansonsten recht gewalthaltigen Kodex Weisheit und Klarheit hinzuzufügen. Unter dem Tokugawa-Shogunat wurden einige dieser Lehren aus dem Bushido schließlich zu japanischem Recht erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokimune widmete jedoch nicht nur Schreine den Samurai, die im Kampf gegen die mongolische Horde gefallen waren, er startete auch verschiedene Initiativen, um pragmatischere Hilfe zu leisten. Er starb, bevor die meisten davon umgesetzt waren, sodass sein Sohn Hojo Sadatoki diese vollendete. Kyunin (Offiziere) und Myoshu (Landbesitzer), die noch nicht entlohnt worden waren, erhielten Landzusprüche (Shoen), und Land, das sie zur Stärkung der Truppen verkauft oder verpfändet hatten, wurde ihnen ohne Strafzahlungen zurückerstattet. Eine Sonderkommission, genannt &amp;quot;tokusei no ontsukai&amp;quot; (Vertreter der rechtschaffenen Herrschaft) kümmerte sich um die Details. Ein weiterer Erlass stellte sicher, dass Schreinländereien, die verpfändet worden waren, als Ausdruck der Dankbarkeit für die Gebete während der Invasion kostenlos an die Zen-Klöster zurückgegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inmitten all dieser Großzügigkeit verstarb Hojo Tokimune plötzlich nach einer Krankheit an unbekannten Ursachen im Jahr 1284 n. Chr. Tokimune hatte Japan einen heldenhaften Dienst erwiesen und wurde dafür verehrt. Doch die gewaltigen Aufwendungen für den Kampf gegen die Invasion und die Verbreitung der Zen-Lehre schwächten das Kamakura-Shogunat und das Haus Hojo - für die Erbauung der Schreine hatte er große Teile des Familienunternehmens ausgegeben - so weit, dass das Haus schließlich niederging, bis es fünfzig Jahre später von der Kemmu-Restauration und kurz darauf vom Ashikaga-Shogunat abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Mit den Hojos am Ruder ist der &amp;quot;Weg des Kriegers&amp;quot; für Japan, ein schönes, kompaktes Küstenreich zu schaffen und dabei religiöse und {{6kult}} kulturelle Entwicklungen mit militärischen Erfolgen zu mischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan bekommt einen Nachbarschaftsbonus sowohl für das Platzieren von Heiligen Stätten und Campussen nebeneinander, als auch für das Platzieren dieser in den Bergen. Gutes Gelände zu finden ist in Japan nicht schwierig; das Land kann sich auf eine dichte Städteanordnung verlassen. Die Hojos florieren vor allem an der Küste, wo die Ländereien und Seestreitkräfte effektiver sind - haltet Ausschau nach ihnen auf Wasserkarten! Auch wenn es vorwiegend als Militärmacht erscheint, so kann Japan unter der Führung der Hojos auch effektiv in den Bereichen {{6glauben}} Religion oder {{6kult}} Kultur mithalten. Spätestens im 20. Jahrhundert kann seine Elektronikindustrie von sich reden machen, was es zu einem Kandidaten für den {{6kult}} Kultursieg macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tokugawa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Tokugawa Ieyasu|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1543 - 1616 |&lt;br /&gt;
Bild = tokugawa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Japan_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Japan_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Tokugawa_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Bild_3d = Civ6_Tokugawa_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ich glaube, dass ich noch stärker sein könnte, als ich es jetzt bin. Aber mein Durchhaltevermögen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wenn meine Nachkommen stark sein wollen, müssen sie sich in Geduld üben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokugawa (Nachname, Vorname Ieyasu) ist ein brillanter Militär- und Friedensstratege. Er ging als der entscheidende Sieger aus der chaotischen Sengoku-Periode in Japan hervor und ist der Architekt der nachfolgenden Edo-Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren des Sengoku Jidai (Zeitalter) sind in der japanischen Geschichte legendär. In der darauffolgenden Edo-Periode, einer Ära des Wohlstands und des Friedens, hatten die Samurai kaum mehr zu tun, als sich mit Geschichten über die großen Schlachten, Anführer und Ereignisse jener Zeit zu unterhalten – Ninjas, Generäle, Armeen, Belagerungen und dergleichen. Vieles von dem, was wir uns unter dem feudalen Japan vorstellen, ist selbst ein Produkt dieser Geschichten, ausgeschmückt und romantisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sengoku-Periode war ein einziger gewaltiger Krieg zwischen rivalisierenden Clans um deren Machtansprüche. Das geschwächte Ashikaga-Shogunat kollabierte, der Kaiser war nunmehr bloß noch eine Galionsfigur und die machtvollere Position des Shoguns (Militärgeneral des Kaisers) blieb unbesetzt. Über ein Jahrhundert lang kämpften rivalisierende Daimyō (Feudalherren) und Samurai (Ritter) um diesen Titel. Und in diesen Auseinandersetzungen spielten noch weitere Faktoren eine Rolle: von den Europäern mit Musketen bewaffnete Christen, die antimonarchischen Ikkō-ikki und die Ninja – Letztere waren Militärstrategen ohne Ehrauffassung, die ungeheuerliche Taten begingen, sofern sie ihren Herren zum Vorteil gereichten. Schließlich traten drei Samurai ins Rampenlicht: Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte veranschaulicht einen Aspekt der Persönlichkeiten und Motivationen dieser Anführer. Stellt Euch vor, die drei sitzen zusammen und blicken auf einen kleinen Vogel, der sich weigert zu singen. Oda macht den Anfang und droht ihm: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich töten.“ Hideyoshi versucht es mit Manipulation: „Vogel, wenn du nicht singst, werde ich dich überreden.“ Aber Tokugawa, der Schlauste der drei, sagt einfach: „Vogel, ich kann warten.“ Hier führen Geduld und ein kühler Kopf zum Erfolg – und so verhielt es sich auch mit Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oda, der „Dämonenkönig“, machte seinem Namen alle Ehre. Als Oberhaupt des Oda-Clans sammelte Nobunaga seine Truppen, um die Hauptinsel Japans zu erstürmen, die Ikkō-ikki zu bezwingen und das Ashikaga-Shogunat vollständig auszulöschen. Das letzte noch verbleibende Hindernis war der mächtige westliche Mōri-Clan, der möglicherweise ebenfalls besiegt worden wäre, wenn es nicht in Odas eigenen Reihen zum Verrat gekommen wäre. Als Oda relativ ungeschützt in einem Tempelhaus in Kyoto Tee trank und den treulosen General Akechi auf sich zukommen sah, beging er Selbstmord. Der zukünftige Shogun Tokugawa floh in Begleitung des Ninjas (damals noch Samurai) Hattori Hanzo ebenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes nahm der Toyotomi-Clan das Banner von Oda auf. Sein früherer Gefolgsmann Toyotomi Hideyoshi trat in seine Fußstapfen und erlangte auch vorübergehend die Macht. Tatsächlich versuchten die japanischen Truppen unter Hideyoshi, Korea einzunehmen, und das nicht zum letzten Mal. Doch selbst der größte aller Könige stirbt einmal und Hideyoshi hatte mit seiner Fokussierung auf die Expansion nach Übersee die Kassen geleert. Zwischen Clan-Loyalisten und dem neuen Tokugawa-Clan, der unter der Führung von Tokugawa Ieyasu aus einem von Odas regionalen Vasallen-Clans entstanden war, entbrannte eine Krise um die Nachfolge. In der entscheidenden Schlacht von Sekigahara gewann Tokugawa die Vorherrschaft und begann, die Scherben aufzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan war ein einziger Scherbenhaufen. Neues Gedankengut flutete das Land – der Republikanismus (also die Herrschaft durch das Volk) und das Christentum. Auch Waffen und der europäische Handel stellten ein Problem dar. All dies stoppte Tokugawa im Alleingang durch die Verhängung des Sakoku – der Isolation des Landes. Japans Grenzen wurden mit Ausnahme von Nagasaki geschlossen. Dadurch wurde sowohl der Zustrom neuer, gefahrvoller Herausforderungen für das noch junge Tokugawa-Shogunat gestoppt, als auch die Art von Auslandsabenteuern beendet, die zu Hideyoshis finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte. Das Sakoku erwies sich als vorteilhaft für Japan: Die heimische Produktion florierte und während der sogenannten Edo-Periode (der Sitz des Shogunats befand sich in der Stadt Edo) herrschten in Japan Frieden und Wohlstand … und seine Nachbarn mussten nicht mehr fürchten, dass Samurai an ihren Ufern auftauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nun installierte Kontrollsystem war brutal. Es gab zwar immer noch Adlige, allerdings verfolgte Tokugawa eine ausgeklügelte Strategie, um sie im Griff zu behalten. Während die Fürsten ihre Heimatprovinzen regierten, blieben ihre Familien (in gewisser Weise) als Geiseln in Edo zurück. So konnte jede Rebellion sofort durch eine einfache Drohung gegen die Familie des Aufständischen niedergeschlagen werden wie auch durch das gedeihende Leben am Hof von Edo: Gelangweilte, aber wohlhabende Samurai erzählten Geschichten und Möchtegern-Krieger lieferten sich Duelle, bei denen um die Ehre gekämpft wurde statt um Ländereien. Das berühmte Ukiyo-e, die Kunst der „Bilder der fließenden Welt“, erfuhr ebenso einen Aufschwung wie die damit befassten Künstler und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sollte sich jedoch in den 1800er Jahren mit der Ankunft amerikanischer Schiffe ändern, die Handel forderten (und bezeichnenderweise drohten, nicht wieder abzufahren). Japan erkannte, dass sich die Welt ohne sein Zutun entwickelt hatte und, dass Dinge wie Waffen und Kanonen ziemlich gefährlich geworden waren. Die Öffnung des Reiches war traumatisch und die anschließende Meiji-Ära löschte das Feudalsystem Japans größtenteils aus, dennoch war bereits die Infrastruktur vorhanden, die es Meiji ermöglichte, innerhalb weniger Jahrzehnte einige der mächtigsten Staaten der Welt einzunehmen und zu besiegen. Doch das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Unter Tokugawa zieht es Japan vor, sich durch die Errichtung zahlreicher inländischer {{6handel}} Handelswege und Bezirke zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit Meiji-Restauration gewährt Japans Bezirken umfangreiche Nachbarschaftsbonusse. Bezirke erhalten außerdem +1 {{6touri}} Tourismus, wenn sie sich in einer Stadt nahe der [[Datei:6haupt.png|20px]] Hauptstadt mit Tokugawas Fähigkeit befinden. Seine Fähigkeit erhöht auch die Erträge der inländischen {{6handel}} Handelswege für jeden Bezirk erheblich. Ihr solltet jedoch beachten, dass die internationalen {{6handel}} Handelswege deutlich schwächer sind. Die Elektronikfabrik wird ihm behilflich sein, einen Kultur- oder Wissenschaftssieg zu erringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Gandhi&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = lila, petrol&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Mohandas Karamchand Gandhi|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
Bild = gandhi_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
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Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Indien_(Civ6)&amp;diff=58228</id>
		<title>Indien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T20:01:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Gandhi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Indien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Indien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Indien&lt;br /&gt;
| Bild = indien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Indien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Gandhi&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Ritter_(Civ6)#Varu|Varu]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = varu_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Stufenbrunnen_(Civ6)|Stufenbrunnen]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = stufenbrunnen_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = lila, petrol&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Der indische Subkontinent beheimatet eine der &amp;amp;#228;ltesten und einflussreichsten Kulturen der Welt. Seit etwa 5000 v.Chr. siedelten sich immer mehr Bauernv&amp;amp;#246;lker im Indus-Tal an, und bis etwa 2600 v.Chr. hatten sich viele ihrer D&amp;amp;#246;rfer bereits zu St&amp;amp;#228;dten entwickelt, die das Fundament der fr&amp;amp;#252;hen Harappa-Kultur bildeten - das &amp;amp;#196;quivalent zu den zeitgen&amp;amp;#246;ssischen &amp;amp;#228;gyptischen und babylonischen Kulturen. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Hinduismus als &amp;amp;#228;lteste Religion der Welt langsam Gestalt an. Anders als in &amp;amp;#196;gypten und Babylon bildete sich in Indien zun&amp;amp;#228;chst allerdings kein zentralisierter Staat heraus. Erst w&amp;amp;#228;hrend der Maurya-Dynastie (um 325-185 v. Chr.) entstand das erste indische Gro&amp;amp;#223;reich, das weite Teile des Subkontinents kontrollierte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Begr&amp;amp;#252;nder der Dynastie war der Krieger Chandragupta Maurya. Mit Kriegselefanten gelang ihm ein bedeutender Triumph gegen K&amp;amp;#246;nig Seleukos I., den Nachfolger Alexanders des Gro&amp;amp;#223;en und Herrscher &amp;amp;#252;ber die ostgriechischen Kolonien im Iran und Indien. Unter Chandraguptas Enkel Ashoka (272-232 v. Chr.) erreichte das Maurya-Reich schlie&amp;amp;#223;lich den H&amp;amp;#246;hepunkt seiner Macht und kontrollierte (mit Ausnahme der S&amp;amp;#252;dspitze) den gesamten Subkontinent. Ashoka f&amp;amp;#252;hrte eine Verwaltung und ein Steuersystem ein und f&amp;amp;#246;rderte durch den Bau neuer Stra&amp;amp;#223;en den Handel. Sp&amp;amp;#228;ter konvertierte er zum Buddhismus und beendete die Epoche blutiger Eroberungsz&amp;amp;#252;ge. Seine ethischen Lehren sind auf unz&amp;amp;#228;hligen S&amp;amp;#228;ulen und Felsen in ganz Indien bis heute &amp;amp;#252;berliefert.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; 100 Jahre sp&amp;amp;#228;ter zerfiel das Maurya-Gro&amp;amp;#223;reich in mehrere feudale K&amp;amp;#246;nigreiche: Die Herrschergeschlechter der Gupta und Pajput regierten im Norden und die Chola, Hoysala und Pandya im S&amp;amp;#252;den. Die geteilten Reiche konnten den aufstrebenden Islam langfristig nicht aufhalten. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten muslimische Handelsgemeinschaften gegeben, aber im 7. und 8. Jh. marschierten auch erste arabische Kampftruppen an der Westk&amp;amp;#252;ste und in Sindh in den Subkontinent ein. Im sp&amp;amp;#228;ten 12. Jh. versch&amp;amp;#228;rfte sich die Situation, als die Muslime - in diesem Fall die t&amp;amp;#252;rkische Dynastie, die sich aus den &amp;amp;#220;berbleibseln des Kalifenreichs der Abbasiden gebildet hatte - fast ununterbrochen mit Milit&amp;amp;#228;rtruppen nach Nordindien einfielen. Der Weg zur endg&amp;amp;#252;ltigen Eroberung Indiens war zuvor von Sultan Mahmud geebnet worden, der in der Zeit von 1001 bis 1027 mehr als 20 Feldz&amp;amp;#252;ge nach Indien angef&amp;amp;#252;hrt und dort sein gro&amp;amp;#223;es, wenngleich recht kurzlebiges Ghaznaviden-Reich errichtet hatte. 1186 wurde Mahmuds Reich von den Ghuriden zerst&amp;amp;#246;rt, die auch die Rajputenstaaten eroberten und ein muslimisches Sultanat in Delhi errichteten, das bis 1526 Regierungssitz mehrerer t&amp;amp;#252;rkischer Herrscher im Norden war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die muslimischen Staaten wurden wiederum vom islamischen Mogulreich (1526-1761) unterworfen, gegr&amp;amp;#252;ndet von Zahir-ud-Din Muhammad Babur (Gro&amp;amp;#223;mogul von 1526-1530). Der Mongole stammte in 5. Generation von Timur-Lenk und in 14. Generation von Dschingis Khan ab. 1511 startete er eine Reihe von Blitzangriffen und eroberte Punjab und Hindustan. Sein Enkel Akbar der Gro&amp;amp;#223;e (1556-1605) setzte den Feldzug fort und nahm Gujarat, Bengalen und Rajasthan ein. Auf seinem Zenit befehligte Akbar die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Streitmacht der indischen Geschichte und unterwarf nahezu den gesamten Subkontinent. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Im 16. und 17. Jh. etablierten sich europ&amp;amp;#228;ische Handelskonsortien in Indien, um seltene Rohstoffe abzubauen, und dehnten sich weitl&amp;amp;#228;ufig aus. Um 1740 hatten Portugiesen, Holl&amp;amp;#228;nder, Engl&amp;amp;#228;nder und Franzosen Handelsniederlassungen gegr&amp;amp;#252;ndet. Nach der Niederlage Frankreichs im 7-j&amp;amp;#228;hrigen Krieg fielen die franz&amp;amp;#246;sischen Besitzungen allerdings an die britische Ostindische Kompanie. Diese f&amp;amp;#252;llte schlie&amp;amp;#223;lich das nach dem Untergang des Mogulreichs entstandene Machtvakuum aus. W&amp;amp;#228;hrend die Briten zun&amp;amp;#228;chst kaum mehr als eine Hand voll Handelsposten unterhielten, fiel ihnen schon bald die reiche Provinz Bengalen in die H&amp;amp;#228;nde. Von hier weiteten die Europ&amp;amp;#228;er ihren Einfluss in der Folgezeit weiter aus. Unterst&amp;amp;#252;tzt von indischen Hilfstruppen f&amp;amp;#252;gten die britischen Soldaten den Mogulen und den unabh&amp;amp;#228;ngigen F&amp;amp;#252;rsten von Mysore, Rajputana sowie der Maratha-Konf&amp;amp;#246;deration mehrere entscheidende Niederlagen zu. Bereits im Jahr 1850 kontrollierten die Briten ganz Indien. 25 Jahre nach dem erbitterten Aufstand der Jahre 1857 bis 59, in dessen Verlauf Indien von der Ostindischen Kompanie an die britische Krone &amp;amp;#252;berging, schlug die Stunde der nationalistischen Bewegung. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der indische Nationalkongress tagte erstmals im Dezember 1885 in Bombay - zu diesem Zeitpunkt k&amp;amp;#228;mpften noch immer indische Truppen unter britischer Flagge in Burma. Mahatma (&amp;quot;die gro&amp;amp;#223;e Seele&amp;quot;) Gandhi (1869-1948) war von der landesweiten indischen Unabh&amp;amp;#228;ngigkeitsbewegung zum geistigen F&amp;amp;#252;hrer ernannt worden. Seine Lehren und Methoden des gewaltlosen Widerstandes sind bis heute legend&amp;amp;#228;r und beeindruckten selbst seine erbittertsten Feinde. Das Massaker von Jallianwala Bagh (1919) verwandelte Millionen gem&amp;amp;#228;&amp;amp;#223;igter Inder von Gro&amp;amp;#223;britannien gegen&amp;amp;#252;ber loyalen &amp;quot;Raj&amp;quot; in leidenschaftliche Nationalisten. Die letzten Jahre der britischen Kolonialherrschaft waren von dem zunehmend gewaltt&amp;amp;#228;tigen Hindu-Muslim-Konflikt und st&amp;amp;#228;rkerem Widerstand gegen die Vormacht einer ausl&amp;amp;#228;ndischen Regierung gepr&amp;amp;#228;gt. Im Juli 1947 proklamierte das britische Parlament die Unabh&amp;amp;#228;ngigkeit Indiens. Die erzielte Teilungs&amp;amp;#252;bereinkunft gilt als eine der am schnellsten abgewickelten und lukrativsten Vereinbarungen aller Zeiten: Innerhalb nur eines Monats wurde die gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te und reichste Kronkolonie der Geschichte aufgeteilt. Um Mitternacht des 14. August 1947 wurden die souver&amp;amp;#228;nen Staaten Indien und Pakistan gebildet - f&amp;amp;#252;r alle Zeiten unabh&amp;amp;#228;ngig von der Hoheitsgewalt Gro&amp;amp;#223;britanniens. Heute ist Indien mit etwa 1 Milliarde Einwohner der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te demokratische Staat der Welt. Trotz der weit verbreiteten Armut geh&amp;amp;#246;rt das Land zu den aufstrebenden M&amp;amp;#228;chten der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gandhi ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
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Ziv_Lebensdaten = 1948|&lt;br /&gt;
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Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gandhi_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Hindhuismus (Civ6)|Hindhuismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gandhi_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Mahatma, Bapu von Indien===&lt;br /&gt;
'''Lebe, als würdest du morgen sterben. Lerne, als würdest du ewig leben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige können sich rechtmäßig Bapu (Gujarati für &amp;quot;Vater&amp;quot;) ihres Landes nennen; und noch viel weniger haben diesen Spitznamen erworben, ohne viel Blut zu vergießen. Doch Mohandas Gandhi, den die Welt besser als Mahatma (Sanskrit für &amp;quot;ehrwürdig&amp;quot;) Gandhi kennt, schon. Er entwickelte den Ansatz des Satyagraha (ein von ihm erfundener Begriff, wörtlich &amp;quot;Wahrheitsmacht&amp;quot;), oder des Widerstands gegen die Tyrannei durch zivilen Ungehorsam, eine Taktik, mit der er seiner Heimat die Unabhängigkeit brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi wurde in die Hindi-Kaufmannskaste in ein Indien noch unter britischer Herrschaft geboren. Der Sohn der vierten Frau des Diwans des kleinen Staats Porbandar zeigte in seiner Jugend nichts von der bescheidenen Güte, die ihn als Erwachsener auszeichnen sollte. Seine Schwester stellte sogar einmal fest, dass einer seiner liebsten Zeitvertreibe als Kind war, dem &amp;quot;Hund das Ohr zu verdrehen&amp;quot;. Als Junge beschrieb man ihn auch als &amp;quot;rastlos wie der Merkur ... entweder spielt er oder streift umher&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi schloss im Alter von 13 Jahren die arrangierte Ehe mit einer 14-Jährigen, die übliche Sitte für diese Zeit und diese Region. Offensichtlich fand er keinen Gefallen daran, da er diese Praktiken später als &amp;quot;die grausame Sitte der Kinderheirat&amp;quot; bezeichnete. Doch irgendwie hat er auch einen Vorteil daraus gezogen, da er im Jahr 1885 im Alter von 15 Jahren ein Kind bekam, dem aber nur ein kurzes Leben vergönnt war. Das Paar sollte vier weitere Kinder haben, alles Söhne, also schien die &amp;quot;grausame Sitte&amp;quot; seine Pflichten als Ehemann nicht zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Heirat setzte er seine weiterführende Schulbildung um ein Jahr aus. Mohandas war nur ein mittelmäßiger Schüler und auch unglaublich schüchtern - keine gute Kombination, als er auf der Schule in Rajkot war. Eine seiner letzten Bewertungen beim Abitur lautete sinngemäß: &amp;quot;gut in Englisch, durchschnittlich in Mathe und schlecht in Erdkunde; Betragen sehr gut, miserable Handschrift.&amp;quot; Bei diesen Talenten bleibt doch eigentlich nur eine Karriere als Anwalt, oder? 1888 brach er von Indien nach London auf und wollte Jura studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein Vater gerade erst verstorben war, wollte Gandhis Mutter nicht, dass er ging, und gab ihren Segen erst, als er versprach, von Wein, Frauen und Fleisch Abstand zu halten. Seine Kaste sah die Reise über das Meer als unsauber an; als er dennoch darauf bestand, erklärte man ihn zum &amp;quot;Geächteten&amp;quot;. Im Juni 1891 machte Gandhi seinen Abschluss und setzte die Segel nach Indien. Er wollte sich mit einer Kanzlei in Bombay niederlassen, scheiterte jedoch kläglich - den Berichten nach, weil er keine Zeugen hart ins Kreuzverhör nehmen konnte, was ihm natürlich nur wenige Klienten einbrachte. Daher nahm Mohandas mit 24 Jahren einen Jahresvertrag der indischen Firma Dada Abdulla &amp;amp;amp; Company an, um ihre Interessen in Natal, Südafrika, zu vertreten, einer anderen Ecke des weit verteilten British Empire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi konnte sich an einem beruflichen Erfolg in Südafrika erfreuen, doch er war bestürzt über die Rassendiskriminierung und die Intoleranz, auf die er traf. Er verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens in Südafrika und kämpfte für die Rechte aller möglichen ethnischen Minderheiten. Dort war es auch, dass Gandhi begann, seine Philosophie des &amp;quot;passiven&amp;quot; Widerstands zu entwickeln und zu lehren. Er landete mehrfach für seinen Widerstand zum &amp;quot;Schwarzen Artikel&amp;quot; genannten Gesetz, durch den alle Nicht-Weißen der Regierung ihre Fingerabdrücke abgeben mussten, im Gefängnis. Als die Regierung anordnete, dass nur christliche Ehen in Südafrika legal waren, organisierte Gandhi einen massiven, gewaltfreien Protest und führte ihn an. Sein Zorn war zumindest in Teilen in seinen frühen Erfahrungen in Südafrika begründet, als er aus einem Erste-Klasse-Abteil der Bahn geworfen oder auch von einem Zugführer geschlagen worden war, da er seinen Platz nicht für einen Weißen aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner anscheinend endlosen Proteste bewies Gandhi sich auch in Kriegszeiten als eine Art imperialer Patriot. Während des Burenkriegs formierte er einen Trupp aus 1100 indischen Freiwilligen, die als Sanitäter und Krankenträger an der Front dienten; Gandhi und 37 andere bekamen dafür die Kriegsmedaille für ihren Dienst und das erbrachte Opfer. 1906 waren die Briten wieder einmal zugange, dieses Mal gegen die Zulu. Gandhi stellte wieder eine Freiwilligentruppe für das Krankentragen zusammen (den Überlebenden wurde &amp;quot;erlaubt&amp;quot;, um die südafrikanische Staatsbürgerschaft zu bitten). Seine unmittelbaren Erlebnisse als Augenzeuge im Krieg überzeugten ihn davon, dass nur gewaltfreie Methoden eine Chance gegen die mächtige königliche Armee haben ... und vielleicht nicht einmal die.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 kehrte Gandhi nach Indien zurück. Beinahe sofort verärgerte er so ziemlich jeden, der etwas zu sagen hatte: die britischen Verwalter, als er erklärte, es würde ihn beschämen, Englisch in seinem Heimatland sprechen zu müssen; und den indischen Adel, den er für seinen Prunk rügte und ihm mitteilte, sie sollten ihre Juwelen und ihren Wohlstand besser wegen der ärmeren Landsleute nicht zur Schau stellen. So begann Gandhi seinen langen Feldzug zur Befreiung seines Landes von der englischen Herrschaft. Der Mahatma verfolgte dabei zwei Wege - er versuchte, die Unterdrücker zu beschämen, und er forderte Opfer von den Unterdrückten in der Opposition. In den folgenden 30 Jahren predigte Gandhi unermüdlich den Indern den passiven Widerstand, er führte Streik um Streik an, Marsch um Marsch, hungerte bis zum Umfallen, erlitt unzählige Schläge und verbrachte Jahre im Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz gewaltiger Rückschritte und Jahren der Frustration verärgerte Gandhi weiterhin die Mächtigen. 1946 stimmte Großbritannien mit seinem erschöpften Militär und quasi pleite zu, Indien zu verlassen, entschied jedoch dabei, die Kolonie zwischen Hindus und Moslems aufzuteilen, wogegen sich Gandhi vehement ausgesprochen hatte. Als rund 15 Millionen Menschen versuchten, sich für die &amp;quot;richtige&amp;quot; Seite der Trennlinie zu entscheiden, entfachten ihre Aktionen einen Ausbruch religiöser Gewalt, bei dem die Moslems in Indien abgeschlachtet wurden. Dasselbe Schicksal erwartete die Hindus in Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Länder lagen im Chaos. Als Antwort trat Gandhi in den Hungerstreik, bis die Gewalt ein Ende finden würde. Erstaunlicherweise half das; Repräsentanten beider Nationen und Religionen versprachen, das Morden zu beenden, und baten ihn, den Hungerstreik zu beenden. Und das tat er auch, zur Erleichterung von Millionen. Ironischerweise wurde Mohandas Gandhi nur 12 Tage später vom militanten Hindu-Nationalisten Nathuram Godse im Garten des Birla-Hauses ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Gandhi ist die ultimative friedenserhaltende Zivilisation, die nie jemandem den Krieg erklärt, außer es geht um die Rückeroberung verlorenen Gebiets. Er lässt große Städte entstehen, immer in der Hoffnung, dass niemand ihm den Kampf ansagen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandhi hat schon früh die Religion für sich entdeckt, Heilige Stätten mit Stufenbrunnen daneben errichtet und eine starke {{6glauben}} Glaubensgenerierung angefacht (die noch stärker wird, solange er für Frieden sorgt). Aber für ihn gibt es nicht nur eine Religion. Er wird nie Inquisitoren erhalten, so dass auch andere Religionen Platz finden (die ihn dafür durch ihren Anhänger-Glaubenssatz belohnen). Wenn er keine Aussichten auf einen Religionssieg hat, wird er es mit einem Wissenschafts- oder Kultursieg versuchen, je nachdem, wo die Chancen besser liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chandragupta ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Chandragupta|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = chandragupta_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Indien symbol civ6 inv.png|x40px|link=Indien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
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Ziv_Agenda = {{Agenda_Chandragupta_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Bild_3d = Civ6_Chandragupta_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6riseandfall_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Griechenland_(Civ6)&amp;diff=58227</id>
		<title>Griechenland (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T20:00:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Perikles */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Griechenland''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Griechenland]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Griechenland&lt;br /&gt;
| Bild = griechenland_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Griechenland_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Griechenland (Civ6)#Gorgo|Gorgo]] und [[Griechenland (Civ6)#Perikles|Perikles]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Speerkämpfer_(Civ6)#Phalanx|Phalanx]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = phalanx_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Theaterplatz_(Civ6)#Akropolis|Akropolis]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = theaterplatz_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = hellblau, dunkelrot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Zeit nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur in Griechenland (etwa 1200 v.Chr.) war von den V&amp;amp;#246;lkerwanderungen der Barbaren in Richtung Norden gepr&amp;amp;#228;gt, die in der Gr&amp;amp;#252;ndung mehrerer Stadtstaaten - zum Beispiel Sparta und Athen - und der griechischen Kolonisierung entlang der K&amp;amp;#252;stengebiete des Mittelmeers resultierten. Historisch gesehen traten die Griechen in den darauf folgenden Jahrhunderten vor allem durch ihre Streitigkeiten mit benachbarten V&amp;amp;#246;lkern wegen der Vorrechte an den sp&amp;amp;#228;rlichen Ressourcen in Erscheinung. Diese Periode kennzeichnete aber auch die Anf&amp;amp;#228;nge der Philosophie und der Wissenschaft. In jener Zeit verfasste Homer seine gro&amp;amp;#223;en Epen (Ilias und Odyssee). Die Hellenen waren &amp;amp;#252;ber mehrere Stadtstaaten in relativ armen, kargen Gegenden des Hinterlandes verstreut, umso &amp;amp;#252;berraschender scheint es, dass sie sich im intellektuellen Bereich gegen die weit &amp;amp;#252;berlegenen Zivilisationen am Yangtze, an Euphrat und Tigris sowie im Niltal behaupten konnten.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Perserkriege (492-449 v.Chr.), ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Revolte der griechischen Kolonisten in Kleinasien, katapultierten die Griechen endg&amp;amp;#252;ltig ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Als Athen und Eretrea zur Unterst&amp;amp;#252;tzung der Revolte eine kleine Flotte aussandten, befahl der persische Kaiser zwei Invasionsm&amp;amp;#228;rsche auf das griechische Festland. 490 v.Chr. landete eine von Dareios I. (522-486 v.Chr.) gef&amp;amp;#252;hrte persische Armee erfolgreich in der Marathon-Ebene - am Ende errangen aber die von den Athenern angef&amp;amp;#252;hrten Griechen mit Unterst&amp;amp;#252;tzung der Spartaner den entscheidenden Sieg. Eine zweite, gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;ere Invasion, die von den Spartanern und Thespiern bei den Thermopylen (481 v.Chr.) abgewehrt wurde, endete bei Salamis ebenfalls mit einer vernichtenden Niederlage der persischen Flotte. In den n&amp;amp;#228;chsten 30 Jahren gab es immer wieder sporadische Gefechte zwischen den griechischen B&amp;amp;#252;ndnissen und Persien, bis den Feindseligkeiten 449 v.Chr. durch das Friedensabkommen von Callas ein Ende gesetzt wurde. Dieser &amp;amp;#252;berraschende Triumph der Griechen sicherte den Fortbestand der griechischen Kultur und politischen Strukturen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Vermehrte Spannungen zwischen Athen und Sparta f&amp;amp;#252;hrten bald darauf zu den Peleponnesischen Kriegen (431-404 v.Chr.): Die athenische Liga hatte mittlerweile einen Gro&amp;amp;#223;teil der Insel- und K&amp;amp;#252;stenstaaten entlang der &amp;amp;#196;g&amp;amp;#228;is hinter sich, w&amp;amp;#228;hrend Sparta die f&amp;amp;#252;hrende Kraft in einem B&amp;amp;#252;ndnis unabh&amp;amp;#228;ngiger St&amp;amp;#228;dte mit den st&amp;amp;#228;rksten Landstreitkr&amp;amp;#228;ften der Halbinsel darstellte. 404 v.Chr. musste Athen kapitulieren. Die Verw&amp;amp;#252;stung der Stadt war der vielleicht gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Verlust dieser Kriege und machte die griechische Einigung zunichte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Zu dieser Zeit hatte sich im Norden Griechenlands eine neue Macht gebildet: 353 v.Chr. hatte Philipp II. die Vorherrschaft im deutlich gewachsenen Makedonien erlangt. Er perfektionierte die von den Sumerern und &amp;amp;#196;gyptern der Antike bekannten Phalanx-Taktiken, indem er die Hopliten nun in dicht beieinander stehenden Blockformationen aus acht oder sogar 16 Reihen vorr&amp;amp;#252;cken lie&amp;amp;#223;, wodurch sie zwar an Flexibilit&amp;amp;#228;t einb&amp;amp;#252;&amp;amp;#223;ten, daf&amp;amp;#252;r aber maximalen Schutz und Schlagkraft gew&amp;amp;#228;hrleisteten. Nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 v.Chr. trat Alexander (336-323 v.Chr.) dessen Nachfolge an. Er war gut vorbereitet: Von Aristoteles erzogen und ausgebildet, hatte er als Stellvertreter seines Vaters in Makedonien 340 v.Chr. die Meder besiegt. Nur zwei Jahre sp&amp;amp;#228;ter war er als Kommandant des linken Fl&amp;amp;#252;gels an der Schlacht bei Chaironeia beteiligt, in der Philipp &amp;amp;#252;ber den griechischen Staatenbund triumphierte und damit faktisch ganz Griechenland unterwarf. Mit den Soldaten seines Vaters unterwarf Alexander schlie&amp;amp;#223;lich das Perserreich und brach zu einem der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;ten Feldz&amp;amp;#252;ge der Weltgeschichte auf. Zehn Jahre und tausende Kilometer sp&amp;amp;#228;ter hatte Alexander das Perserreich zerst&amp;amp;#246;rt und ein Reich geschaffen, das sich von Mazedonien bis an die Grenzen Indiens erstreckte. Als Alexander mit nur 33 Jahren starb, hatte er die gro&amp;amp;#223;en Wirtschaftszentren nach Westen verlagert, den mittleren Osten hellenisiert und ein riesiges Reich von Gibraltar bis zum Punjab erschaffen, das Handelsaktivit&amp;amp;#228;ten und Kulturaustausch erm&amp;amp;#246;glichte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend des 40-j&amp;amp;#228;hrigen Interregnums nach Alexanders Tod zerfielen die Provinzen in unabh&amp;amp;#228;ngige K&amp;amp;#246;nigreiche, deren Herrscher - einstige Gener&amp;amp;#228;le Alexanders - ihre Thronanspr&amp;amp;#252;che durch Waffengewalt und Intrigen sicherten, aber nicht in der Lage waren, sich gegen eine neue Milit&amp;amp;#228;rmacht zu verb&amp;amp;#252;nden. So gelang es den R&amp;amp;#246;mern, um 350 v.Chr. in die westlichsten griechischen Siedlungen vorzudringen und einen 200 Jahre andauernden Eroberungsfeldzug in der hellenistischen Welt zu f&amp;amp;#252;hren, die einst von Alexander geschaffen worden war. Nach der Niederlage Kleopatras und Mark Antons besetzten die octavianischen Truppen &amp;amp;#196;gypten - damit fiel auch das letzte hellenistische K&amp;amp;#246;nigreich an Rom. In den n&amp;amp;#228;chsten 2000 Jahren war Griechenland Teil des R&amp;amp;#246;mischen, dann des Byzantinischen und schlie&amp;amp;#223;lich des Ottomanenreiches. Nach einem von Gro&amp;amp;#223;britannien, Russland und Frankreich unterst&amp;amp;#252;tzten Volksaufstand wurde ihm erst im Jahre 1832 der Status eines unabh&amp;amp;#228;ngigen Staates zuerkannt. Griechenland k&amp;amp;#228;mpfte in beiden Weltkriegen auf Seiten der Alliierten und wurde w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg brach ein blutiger B&amp;amp;#252;rgerkrieg zwischen Kommunisten und der konservativen Regierung aus, den Letztere schlie&amp;amp;#223;lich f&amp;amp;#252;r sich entscheiden konnte. Bis heute hat das demokratische Griechenland als Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union f&amp;amp;#252;r Touristen aus aller Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gorgo ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
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Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Königin von Sparta===&lt;br /&gt;
'''Eine Stadt ist gut gesichert, wenn sie Mauern aus Männern anstatt aus Stein hat.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vielleicht Bemerkenswerteste an Gorgo, Tochter eines spartanischen Königs, Frau eines spartanischen Königs und Mutter eines spartanischen Königs, ist die Tatsache, dass wir überhaupt von ihr wissen, wenn man bedenkt, dass Frauen in der klassischen griechischen Geschichte nahezu vollständig unerwähnt sind. Selbst Königinnen werden in den Arbeiten von Herodot, Xenophon und Thukydides kaum erwähnt, was nicht weiter verwundert, da die meisten der alten griechischen Historiker Athener waren, und unter Athenern galt, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht gesehen werden sollten - geschweige denn angehört. Wie Perikles in einer seiner Reden gesagt haben soll: &amp;quot;Die beste Frau ist die, die am wenigsten spricht, ganz gleich, ob lobend oder kritisierend.&amp;quot; Von diesem Standpunkt aus war Gorgo eine verblüffende Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gorgo wurde als einziges Kind von Kleomenes I., König von Sparta aus dem Haus der Agiaden, um das Jahr 513 v. Chr. herum geboren. Neben seiner eisernen Herrschaft über Sparta verfolgte Kleomenes eine oft skrupellose Außenpolitik, im Rahmen derer er Argos besiegte, sich in Athener Angelegenheiten einmischte und dabei half, den Peloponnesischen Bund zu schmieden. Gorgo lernte viel von ihrem reizenden Vater. Über ihre Kindheit ist nahezu nichts bekannt. Sie sah vermutlich recht unscheinbar aus (ansonsten gäbe es mit Sicherheit &amp;quot;historische&amp;quot; Überlieferungen von ihrer &amp;quot;Schönheit&amp;quot;), war allerdings intelligent. So riet sie ihrem Vater zum Beispiel, Aristagoras von Milet nicht zu vertrauen, der Unterstützung für einen ionischen Aufstand gegen die Perser suchte. Ohne Zweifel wurde sie wie alle spartanischen Mädchen von adliger Abstammung erzogen und ausgebildet: Lesen und Schreiben, Mathematik, Singen und Tanzen, Reiten ohne Sattel, Streitwagen fahren, und anstrengende, tägliche Ertüchtigung (einschließlich Ringen und Turnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz gleich, was sie sonst für Eigenschaften gehabt haben mag, Gorgo war der Inbegriff einer spartanischen Frau: selbstsicher und unverblümt. Weder eitel, noch materialistisch, wenn man Herodots Überlieferungen Glauben schenken mag (was mit Vorsicht zu tun ist, da er eher Hörensagen als Tatsachen zugeneigt war), begegnete sie Affektiertheit mit typisch spartanischer Verachtung. So dachte sie über einen Besucher am Hof, dass dieser keine Hände haben müsse, da er sich von Sklaven ankleiden ließ. Eine andere Geschichte erzählt davon, wie Gorgo einem elegant gekleideten Besucher vorwarf, nicht einmal eine weibliche Rolle unter den Frauen Spartas einnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend war Gogo im Jahr 490 v. Chr., in dem ihr Vater starb, mit ihrem Halbonkel Leonidas I. verheiratet. Sparta war in der einzigartigen Situation, von zwei Königen gleichzeitig regiert zu werden. Auch wenn beide technisch gesehen die gleiche Macht hatten, gelang es Gorgo, den Stand von Leonidas, als dieser den Thron der Dynastie der Agiaden von Kleomenes I. erbte, über den von Leotychidas II. zu erheben, und verhalf ihm so zu mehr Einfluss und Entscheidungsgewalt. Als Königin über einen militärisch geprägten Stadtstaat konnte sie Sparta dank ihrer Intelligenz mehrfach überaus gut dienen. Vor der persischen Invasion von Griechenland im Jahr 480 v. Chr., sandte der im Exil lebende Damaratos eine Warnung über Xerxes' Pläne. Um die Nachricht zu verbergen, ließ er sie in ein Stück Holz schneiden und mit Wachs überziehen. Weder die Könige noch die fünf Ephoren - Berater des Königs, die vom Volk gewählt wurden - konnten mit der blanken Tafel etwas anfangen, bis Gorgo Leonidas anwies, das Wachs vom Holz zu entfernen. In den Überlieferungen finden sich zahlreiche Stellen, die davon berichten, wie sie im Rat anwesend war, um den Königen oder der Versammlung beratend zur Seite zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, ob die stolze Königin Leonidas mehr als ein Kind gebar - ihren Sohn Pleistarchos - doch bedenkt man den Zeitpunkt, zu dem Leonidas in die Schlacht bei den Thermopylen zog, in der er starb, ist es verständlich, wenn nicht. Und während andere Königinnen Spartas des Ehebruchs bezichtigt wurden, wie etwa Helena, heißt es wiederholt, Gorgo habe sich unerwünschten Avancen stets verweigert. Allerdings wird sie auch mit den Worten zitiert, nur spartanische Frauen brächten wahre Männer hervor, also war möglicherweise niemand sonst in ihren Augen würdig. Dem späteren Historiker Plutarch zufolge fragte Gorgo ihren Ehemann, wohlwissend um dessen unvermeidlichen Tod, als die 300 Spartaner Richtung Norden marschierten, was dieser sie zu tun wünschte. Darauf soll Leonidas gesagt haben: &amp;quot;Heirate einen guten Mann und gebäre gute Kinder.&amp;quot; Es gibt keine Überlieferung, dass sie diesem Rat folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich, dass Gorgo sowohl vor als auch nach der persischen Invasion durch Griechenland reiste, um Leonidas zu helfen, die griechischen Stadtstaaten zu einer gemeinsamen Verteidigung zu einen. Nahezu die gesamte Herrschaft Leonidas' war geprägt von den Bemühungen, eine Koalition zu schmieden, vor allem eine Allianz mit Athen, der führenden Seemacht. In Athen muss Gorgo eine wahre Sensation gewesen sein, schließlich wurde es dort als Skandal angesehen, wenn eine Frau sich in der Öffentlichkeit zeigte, ganz gleich ob verheiratet oder nicht. Und Gorgo lenkte einen Streitwagen durch die Straßen. Doch noch skandalöser muss es gewesen sein, dass sie dabei die für Frauen traditionelle spartanische Bekleidung trug: ein kurzes, dünnes Hemd und eine Tunika, die Arme und Beine frei ließen. Die Frauen Athens hingegen trugen Kleidung aus schwerem Stoff, die bis auf Gesicht, Hände und Füße den gesamten Körper verhüllten. Die Frauen Spartas genossen zuhause einen Status und einen Respekt, wie es für die Angehörigen ihres Geschlechts im restlichen Griechenland absolut unbekannt war, und ganz ohne Zweifel nutzten Leonidas und Gorgo diese Tatsache durch das entstehende Wechselbad von Schock und Charme in ihren Verhandlungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod der 300 bei den Thermopylen wurde Gorgos Sohn König, wobei zuerst sein Onkel und dann sein Cousin die Regentschaft an seiner statt ausführten, bis Pleistarchos im Jahr 478 v. Chr. selbst den Thron bestieg. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass Gorgo ihm und den Ephoren während des restlichen Kriegs gegen die Perser weiterhin ratend zur Seite stand, verschwindet sie zu dieser Zeit aus den Überlieferungen griechischer Historiker. Es gibt keine Aufzeichnung über ihren Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Wer sonst könnte den bürokratischen Teil des Lebens meistern, wenn nicht die Griechen? Als Spartaner kann Gorgo die Macht und Flexibilität des bürokratischen Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechenland bestimmt das Spiel schon früh durch {{6kult}} Kultur. Mit Gorgo zieht es in den Krieg und erhält [ICON_Culture] Kultur durch Eliminierungen oder durch die Errichtung einer Akropolis auf einem Hügel direkt inmitten ihrer Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen verschiedene politische Optionen zur Verfügung, die unterwegs hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um jeden beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Perikles ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Perikles|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 500 - 429 v. Chr. |&lt;br /&gt;
Bild = perikles_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Perikles_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Griechenland symbol civ6 inv.png|x40px|link=Griechenland_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Perikles_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  - |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Perikles_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Strategos von Athen ===&lt;br /&gt;
''' Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert. '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles, der vermutlich einflussreichste griechische Redner und General seiner Zeit, wurde von keinem Geringeren als dem Historiker Thukydides als &amp;quot;der erste Mann in Athen&amp;quot; bezeichnet. (Thukydides war jedoch auch der Meinung, dass Politik auf Eigeninteresse und Furcht fußen sollte, seine Sicht sollte also vielleicht skeptisch beäugt werden.) Zu seinen eigenen Zwecken wandelte er den Attischen Seebund - der für den Kampf gegen die Perser gegründet worden war - in eine Art Athener Proto-Reich um. Er versuchte ebenfalls, Athen zum künstlerischen und kulturellen Zentrum Griechenlands zu machen, und das ziemlich erfolgreich. Und seine Unterstützung der noch jungen attischen Demokratie brachte ihm die Bezeichnung als Populist ein (worüber er selbst wahrscheinlich gelacht hätte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles wurde um das Jahr 500 v. Chr. in Holargos, einem kleinen Ort nördlich von Athen, aus der Verbindung zwischen dem General und Politiker Xanthippos und Agariste, Tochter des mächtigen Geschlechts der Alkmaioniden, geboren. Sowohl Herodot als auch Plutarch berichten, dass Agariste kurz vor Perikles' Geburt geträumt haben soll, dass sie einen Löwen zur Welt bringen würde. Ob sich diese Vision nun auf seine zukünftige Tapferkeit bezog oder seinen ungewöhnlich großen Schädel - der dazu führte, dass er von zeitgenössischen Komödianten &amp;quot;Meerzwiebelkopf&amp;quot; genannt wurde - in der Jugend war Perikles eher introvertiert und mochte es, seine Rhetorik mit den philosophischen Gelehrten zu schärfen, die seine Familie sich als Lehrer leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anbetracht seiner familiären Verbindungen war es vermutlich unvermeidbar, dass Perikles früher oder später die politische Arena Athens betreten würde. Im Alter von etwa Anfang 30 war er einer der Ankläger gegen Kimon, einer der Anführer der konservativen Fraktion, der vorgeworfen wurde, die eigenen Interessen über die Athens zu stellen. Kimon wurde zwar freigesprochen, doch etwa zwei Jahre später schaffte es Perikles, ihn aufgrund von Anschuldigungen, Sparta zu dienen, für zehn Jahre aus Athen verbannen zu lassen. Dadurch wurde Perikles eine der führenden Persönlichkeiten in Athens demokratischer Bewegung und war ein Verfechter einer populistischen Sozialpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles verbrachte die nächsten zwei Jahrzehnte damit, seine Position zu festigen, indem er die unteren Klassen mit Gefälligkeiten und Zuwendungen bedachte. Durch einen seiner ersten Erlasse wurden Staatsgelder verwendet, um den Armen den Zugang zum Theater zu ermöglichen, ein anderer sorgte dafür, dass Geschworenen am hohen Gericht Athens großzügige Gerichtsgelder zugestanden wurden. Ganz im Sinne der anderen &amp;quot;Demokraten&amp;quot; (der Unterstützer des Staatsvolks) arbeitete Perikles daran, die Rolle des Areopag, des aristokratischen Rats, der die Stadt regierte, zu schmälern und die Ekklesia, eine Volksversammlung freier Bürger, in Athen zu stärken. In seinen Augen war es entscheidend, dass Athen die Öffentlichkeit in das Zentrum des Interesses rücken sollte, da er in ihr eine noch nicht genutzte und entscheidende Ressource für die zukünftige Dominanz Athens in Griechenland sah. So schaffte er für die unteren Klassen Stück für Stück Zugang zum politischen System und zu politischen Ämtern, von denen sie vormals ausgeschlossen waren. Man könnte also argumentieren, dass die westliche Demokratie in den Träumen von einem Imperium wurzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Tätigkeit als Politiker erwies er sich als meisterhafter Redner, der das Wissen eines Sophisten und die Logik eines Philosophen in seinen Reden miteinander verband - schließlich war er von den Besten beider Lager ausgebildet worden. Seine Gegner behaupteten jedoch, dass seine Gemahlin Aspasia in Wahrheit seine Reden für ihn schrieb. Die Anschuldigung, seinen Erfolg einer Frau zu verdanken, war für jeden Staatsmann vor allem in Athen, wo Frauen bestenfalls als Einwohner zweiter Klasse angesehen wurden, eine schwerwiegende Beleidigung. Die Ermordung des Ephialtes, einem der frühen Anführer der demokratischen Bewegung, bot Perikles die Gelegenheit, seine Autorität zu festigen. Ohne Kimon und andere Oppositionelle wurde aus dem nun unangefochtenen Anführer der Demokraten der unangefochtene Anführer Athens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der gescheiterten zweiten Invasion Persiens im Jahr 479 v. Chr. und dem Rückzug Spartas und seiner peloponnesischen Verbündeten wuchs die Bedeutung des Attischen Seebundes, einer militärischen Allianz der ägäischen Stadtstaaten, die die griechischen Interessen wahren sollte - oder zumindest die Interessen, denen Perikles Bedeutung beimaß. Nach einer Niederlage gegen die persische Streitmacht im Jahr 454 v. Chr. setzte Athen alles daran, die Seebundkasse, die aus Steuern gespeist wurde, die von den Mitgliedern zum Wiederaufbau der durch die Perser zerstörten Tempel entrichtet wurden, von Delos nach Athen zu überführen. Drei Jahre später setzte Perikles mit dem Münzdekret durch, dass überall im Bund attische Münzen, Maße und Gewichte zum Standard erklärt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles nutzte die Schatzkasse für den Ruhm Athens, indem er daraus verschiedene Bauprojekte finanzierte, vor allem einige der Bauwerke der Akropolis: den Tempel der Athena Nike, das Erechtheion und den Parthenon, dessen Bau um das Jahr 447 v. Chr. herum begonnen wurde. Er argumentierte, dass die Verbündeten Athen, das die größte Flotte besaß, für deren Verteidigung bezahlten und er von daher keinerlei Rechenschaft schuldig sei, wofür das Geld ausgegeben würde. Er nutzte außerdem Gelder (sowohl eigene als auch die des Bundes), um die berühmten Dichter Sophokles, Aischylos, Euripides und Aristophanes zu unterstützen, die durch all die kostenlosen Vorführungen ihrer Tragödien nicht gerade reich wurden. Bildhauer wie Phidias und Anaxagoras verzierten Athen mit Werken aus Marmor und Stein. Die Philosophen Protagoras, Zeno und Anaxagoras zählten zum persönlichen Freundeskreis des Perikles; Sokrates hingegen hatte für diese Art des Hofierens nicht viel übrig. Man könnte sagen, dass Perikles das goldene Zeitalter Griechenlands finanziert hat - mit 9.000 Talenten Gold, das anderen Leuten gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
458 v. Chr. wurde Perikles zum Strategos (Heerführer) der vereinigten Streitkräfte Athens und dessen Verbündeter gewählt. Schon bald darauf brach er den ersten Peloponnesischen Krieg vom Zaun - zumindest tat er das nach Berichten von Thukydides und Plutarch, die beide kaum als objektive Beobachter angesehen werden können. Nach allem, was man weiß, war Perikles davon überzeugt, dass ein Krieg um die Kontrolle Griechenlands zwischen Athen und Sparta unvermeidbar war. Also entsandte er 433 v. Chr. attische Streitkräfte, um Kerkyra in einem Konflikt mit Korinth, einem Verbündeten Spartas, zu unterstützen. Es ist durchaus möglich, dass Perikles auf Streit aus war, und nicht lange, nachdem Sparta mit Krieg gedroht hatte, sollte Athen nicht von seinen gegen Mitglieder des Peloponnesischen Bundes gerichteten Handlungen absehen, gingen der Peloponnesische Bund und der Attische Seebund aufeinander los. Sparta plünderte den attischen ländlichen Raum; Perikles hingegen holte die Bevölkerung nach Athen und bereitete sich darauf vor, seine Feinde zu zermürben. Doch im Jahr 429 v. Chr. suchte eine Seuche die überfüllte Stadt heim. Unter den zahlreichen Opfern war auch Perikles, der einer Debatte mit Enterobakterien einfach nicht gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Wer sonst könnte zivilisatorische Ausrichtungen meistern, wenn nicht die Griechen? Als Athener kann Perikles die Macht und Flexibilität des Ausrichtungs-Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anführer Griechenlands ist Perikles in der Lage, das Spiel früh durch {{6kult}} Kultur zu bestimmen, entweder durch Allianzen mit Stadtstaaten oder durch Platzierung einer Akropolis auf einem Hügel im Zentrum der Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen eine Reihe an Politiken zur Verfügung, die im Laufe des Spiels hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um einen beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Griechenland (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T20:00:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Gorgo */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Griechenland''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Griechenland]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Griechenland&lt;br /&gt;
| Bild = griechenland_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Griechenland_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Griechenland (Civ6)#Gorgo|Gorgo]] und [[Griechenland (Civ6)#Perikles|Perikles]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Speerkämpfer_(Civ6)#Phalanx|Phalanx]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = phalanx_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Theaterplatz_(Civ6)#Akropolis|Akropolis]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = theaterplatz_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = hellblau, dunkelrot&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Zeit nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur in Griechenland (etwa 1200 v.Chr.) war von den V&amp;amp;#246;lkerwanderungen der Barbaren in Richtung Norden gepr&amp;amp;#228;gt, die in der Gr&amp;amp;#252;ndung mehrerer Stadtstaaten - zum Beispiel Sparta und Athen - und der griechischen Kolonisierung entlang der K&amp;amp;#252;stengebiete des Mittelmeers resultierten. Historisch gesehen traten die Griechen in den darauf folgenden Jahrhunderten vor allem durch ihre Streitigkeiten mit benachbarten V&amp;amp;#246;lkern wegen der Vorrechte an den sp&amp;amp;#228;rlichen Ressourcen in Erscheinung. Diese Periode kennzeichnete aber auch die Anf&amp;amp;#228;nge der Philosophie und der Wissenschaft. In jener Zeit verfasste Homer seine gro&amp;amp;#223;en Epen (Ilias und Odyssee). Die Hellenen waren &amp;amp;#252;ber mehrere Stadtstaaten in relativ armen, kargen Gegenden des Hinterlandes verstreut, umso &amp;amp;#252;berraschender scheint es, dass sie sich im intellektuellen Bereich gegen die weit &amp;amp;#252;berlegenen Zivilisationen am Yangtze, an Euphrat und Tigris sowie im Niltal behaupten konnten.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Perserkriege (492-449 v.Chr.), ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Revolte der griechischen Kolonisten in Kleinasien, katapultierten die Griechen endg&amp;amp;#252;ltig ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Als Athen und Eretrea zur Unterst&amp;amp;#252;tzung der Revolte eine kleine Flotte aussandten, befahl der persische Kaiser zwei Invasionsm&amp;amp;#228;rsche auf das griechische Festland. 490 v.Chr. landete eine von Dareios I. (522-486 v.Chr.) gef&amp;amp;#252;hrte persische Armee erfolgreich in der Marathon-Ebene - am Ende errangen aber die von den Athenern angef&amp;amp;#252;hrten Griechen mit Unterst&amp;amp;#252;tzung der Spartaner den entscheidenden Sieg. Eine zweite, gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;ere Invasion, die von den Spartanern und Thespiern bei den Thermopylen (481 v.Chr.) abgewehrt wurde, endete bei Salamis ebenfalls mit einer vernichtenden Niederlage der persischen Flotte. In den n&amp;amp;#228;chsten 30 Jahren gab es immer wieder sporadische Gefechte zwischen den griechischen B&amp;amp;#252;ndnissen und Persien, bis den Feindseligkeiten 449 v.Chr. durch das Friedensabkommen von Callas ein Ende gesetzt wurde. Dieser &amp;amp;#252;berraschende Triumph der Griechen sicherte den Fortbestand der griechischen Kultur und politischen Strukturen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Vermehrte Spannungen zwischen Athen und Sparta f&amp;amp;#252;hrten bald darauf zu den Peleponnesischen Kriegen (431-404 v.Chr.): Die athenische Liga hatte mittlerweile einen Gro&amp;amp;#223;teil der Insel- und K&amp;amp;#252;stenstaaten entlang der &amp;amp;#196;g&amp;amp;#228;is hinter sich, w&amp;amp;#228;hrend Sparta die f&amp;amp;#252;hrende Kraft in einem B&amp;amp;#252;ndnis unabh&amp;amp;#228;ngiger St&amp;amp;#228;dte mit den st&amp;amp;#228;rksten Landstreitkr&amp;amp;#228;ften der Halbinsel darstellte. 404 v.Chr. musste Athen kapitulieren. Die Verw&amp;amp;#252;stung der Stadt war der vielleicht gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Verlust dieser Kriege und machte die griechische Einigung zunichte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Zu dieser Zeit hatte sich im Norden Griechenlands eine neue Macht gebildet: 353 v.Chr. hatte Philipp II. die Vorherrschaft im deutlich gewachsenen Makedonien erlangt. Er perfektionierte die von den Sumerern und &amp;amp;#196;gyptern der Antike bekannten Phalanx-Taktiken, indem er die Hopliten nun in dicht beieinander stehenden Blockformationen aus acht oder sogar 16 Reihen vorr&amp;amp;#252;cken lie&amp;amp;#223;, wodurch sie zwar an Flexibilit&amp;amp;#228;t einb&amp;amp;#252;&amp;amp;#223;ten, daf&amp;amp;#252;r aber maximalen Schutz und Schlagkraft gew&amp;amp;#228;hrleisteten. Nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 v.Chr. trat Alexander (336-323 v.Chr.) dessen Nachfolge an. Er war gut vorbereitet: Von Aristoteles erzogen und ausgebildet, hatte er als Stellvertreter seines Vaters in Makedonien 340 v.Chr. die Meder besiegt. Nur zwei Jahre sp&amp;amp;#228;ter war er als Kommandant des linken Fl&amp;amp;#252;gels an der Schlacht bei Chaironeia beteiligt, in der Philipp &amp;amp;#252;ber den griechischen Staatenbund triumphierte und damit faktisch ganz Griechenland unterwarf. Mit den Soldaten seines Vaters unterwarf Alexander schlie&amp;amp;#223;lich das Perserreich und brach zu einem der gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;ten Feldz&amp;amp;#252;ge der Weltgeschichte auf. Zehn Jahre und tausende Kilometer sp&amp;amp;#228;ter hatte Alexander das Perserreich zerst&amp;amp;#246;rt und ein Reich geschaffen, das sich von Mazedonien bis an die Grenzen Indiens erstreckte. Als Alexander mit nur 33 Jahren starb, hatte er die gro&amp;amp;#223;en Wirtschaftszentren nach Westen verlagert, den mittleren Osten hellenisiert und ein riesiges Reich von Gibraltar bis zum Punjab erschaffen, das Handelsaktivit&amp;amp;#228;ten und Kulturaustausch erm&amp;amp;#246;glichte.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;W&amp;amp;#228;hrend des 40-j&amp;amp;#228;hrigen Interregnums nach Alexanders Tod zerfielen die Provinzen in unabh&amp;amp;#228;ngige K&amp;amp;#246;nigreiche, deren Herrscher - einstige Gener&amp;amp;#228;le Alexanders - ihre Thronanspr&amp;amp;#252;che durch Waffengewalt und Intrigen sicherten, aber nicht in der Lage waren, sich gegen eine neue Milit&amp;amp;#228;rmacht zu verb&amp;amp;#252;nden. So gelang es den R&amp;amp;#246;mern, um 350 v.Chr. in die westlichsten griechischen Siedlungen vorzudringen und einen 200 Jahre andauernden Eroberungsfeldzug in der hellenistischen Welt zu f&amp;amp;#252;hren, die einst von Alexander geschaffen worden war. Nach der Niederlage Kleopatras und Mark Antons besetzten die octavianischen Truppen &amp;amp;#196;gypten - damit fiel auch das letzte hellenistische K&amp;amp;#246;nigreich an Rom. In den n&amp;amp;#228;chsten 2000 Jahren war Griechenland Teil des R&amp;amp;#246;mischen, dann des Byzantinischen und schlie&amp;amp;#223;lich des Ottomanenreiches. Nach einem von Gro&amp;amp;#223;britannien, Russland und Frankreich unterst&amp;amp;#252;tzten Volksaufstand wurde ihm erst im Jahre 1832 der Status eines unabh&amp;amp;#228;ngigen Staates zuerkannt. Griechenland k&amp;amp;#228;mpfte in beiden Weltkriegen auf Seiten der Alliierten und wurde w&amp;amp;#228;hrend des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg brach ein blutiger B&amp;amp;#252;rgerkrieg zwischen Kommunisten und der konservativen Regierung aus, den Letztere schlie&amp;amp;#223;lich f&amp;amp;#252;r sich entscheiden konnte. Bis heute hat das demokratische Griechenland als Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union f&amp;amp;#252;r Touristen aus aller Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gorgo ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Gorgo|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten =  |&lt;br /&gt;
Bild = gorgo_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Gorgo_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Gorgo_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  - |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Gorgo_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Königin von Sparta===&lt;br /&gt;
'''Eine Stadt ist gut gesichert, wenn sie Mauern aus Männern anstatt aus Stein hat.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vielleicht Bemerkenswerteste an Gorgo, Tochter eines spartanischen Königs, Frau eines spartanischen Königs und Mutter eines spartanischen Königs, ist die Tatsache, dass wir überhaupt von ihr wissen, wenn man bedenkt, dass Frauen in der klassischen griechischen Geschichte nahezu vollständig unerwähnt sind. Selbst Königinnen werden in den Arbeiten von Herodot, Xenophon und Thukydides kaum erwähnt, was nicht weiter verwundert, da die meisten der alten griechischen Historiker Athener waren, und unter Athenern galt, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht gesehen werden sollten - geschweige denn angehört. Wie Perikles in einer seiner Reden gesagt haben soll: &amp;quot;Die beste Frau ist die, die am wenigsten spricht, ganz gleich, ob lobend oder kritisierend.&amp;quot; Von diesem Standpunkt aus war Gorgo eine verblüffende Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gorgo wurde als einziges Kind von Kleomenes I., König von Sparta aus dem Haus der Agiaden, um das Jahr 513 v. Chr. herum geboren. Neben seiner eisernen Herrschaft über Sparta verfolgte Kleomenes eine oft skrupellose Außenpolitik, im Rahmen derer er Argos besiegte, sich in Athener Angelegenheiten einmischte und dabei half, den Peloponnesischen Bund zu schmieden. Gorgo lernte viel von ihrem reizenden Vater. Über ihre Kindheit ist nahezu nichts bekannt. Sie sah vermutlich recht unscheinbar aus (ansonsten gäbe es mit Sicherheit &amp;quot;historische&amp;quot; Überlieferungen von ihrer &amp;quot;Schönheit&amp;quot;), war allerdings intelligent. So riet sie ihrem Vater zum Beispiel, Aristagoras von Milet nicht zu vertrauen, der Unterstützung für einen ionischen Aufstand gegen die Perser suchte. Ohne Zweifel wurde sie wie alle spartanischen Mädchen von adliger Abstammung erzogen und ausgebildet: Lesen und Schreiben, Mathematik, Singen und Tanzen, Reiten ohne Sattel, Streitwagen fahren, und anstrengende, tägliche Ertüchtigung (einschließlich Ringen und Turnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz gleich, was sie sonst für Eigenschaften gehabt haben mag, Gorgo war der Inbegriff einer spartanischen Frau: selbstsicher und unverblümt. Weder eitel, noch materialistisch, wenn man Herodots Überlieferungen Glauben schenken mag (was mit Vorsicht zu tun ist, da er eher Hörensagen als Tatsachen zugeneigt war), begegnete sie Affektiertheit mit typisch spartanischer Verachtung. So dachte sie über einen Besucher am Hof, dass dieser keine Hände haben müsse, da er sich von Sklaven ankleiden ließ. Eine andere Geschichte erzählt davon, wie Gorgo einem elegant gekleideten Besucher vorwarf, nicht einmal eine weibliche Rolle unter den Frauen Spartas einnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend war Gogo im Jahr 490 v. Chr., in dem ihr Vater starb, mit ihrem Halbonkel Leonidas I. verheiratet. Sparta war in der einzigartigen Situation, von zwei Königen gleichzeitig regiert zu werden. Auch wenn beide technisch gesehen die gleiche Macht hatten, gelang es Gorgo, den Stand von Leonidas, als dieser den Thron der Dynastie der Agiaden von Kleomenes I. erbte, über den von Leotychidas II. zu erheben, und verhalf ihm so zu mehr Einfluss und Entscheidungsgewalt. Als Königin über einen militärisch geprägten Stadtstaat konnte sie Sparta dank ihrer Intelligenz mehrfach überaus gut dienen. Vor der persischen Invasion von Griechenland im Jahr 480 v. Chr., sandte der im Exil lebende Damaratos eine Warnung über Xerxes' Pläne. Um die Nachricht zu verbergen, ließ er sie in ein Stück Holz schneiden und mit Wachs überziehen. Weder die Könige noch die fünf Ephoren - Berater des Königs, die vom Volk gewählt wurden - konnten mit der blanken Tafel etwas anfangen, bis Gorgo Leonidas anwies, das Wachs vom Holz zu entfernen. In den Überlieferungen finden sich zahlreiche Stellen, die davon berichten, wie sie im Rat anwesend war, um den Königen oder der Versammlung beratend zur Seite zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, ob die stolze Königin Leonidas mehr als ein Kind gebar - ihren Sohn Pleistarchos - doch bedenkt man den Zeitpunkt, zu dem Leonidas in die Schlacht bei den Thermopylen zog, in der er starb, ist es verständlich, wenn nicht. Und während andere Königinnen Spartas des Ehebruchs bezichtigt wurden, wie etwa Helena, heißt es wiederholt, Gorgo habe sich unerwünschten Avancen stets verweigert. Allerdings wird sie auch mit den Worten zitiert, nur spartanische Frauen brächten wahre Männer hervor, also war möglicherweise niemand sonst in ihren Augen würdig. Dem späteren Historiker Plutarch zufolge fragte Gorgo ihren Ehemann, wohlwissend um dessen unvermeidlichen Tod, als die 300 Spartaner Richtung Norden marschierten, was dieser sie zu tun wünschte. Darauf soll Leonidas gesagt haben: &amp;quot;Heirate einen guten Mann und gebäre gute Kinder.&amp;quot; Es gibt keine Überlieferung, dass sie diesem Rat folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich, dass Gorgo sowohl vor als auch nach der persischen Invasion durch Griechenland reiste, um Leonidas zu helfen, die griechischen Stadtstaaten zu einer gemeinsamen Verteidigung zu einen. Nahezu die gesamte Herrschaft Leonidas' war geprägt von den Bemühungen, eine Koalition zu schmieden, vor allem eine Allianz mit Athen, der führenden Seemacht. In Athen muss Gorgo eine wahre Sensation gewesen sein, schließlich wurde es dort als Skandal angesehen, wenn eine Frau sich in der Öffentlichkeit zeigte, ganz gleich ob verheiratet oder nicht. Und Gorgo lenkte einen Streitwagen durch die Straßen. Doch noch skandalöser muss es gewesen sein, dass sie dabei die für Frauen traditionelle spartanische Bekleidung trug: ein kurzes, dünnes Hemd und eine Tunika, die Arme und Beine frei ließen. Die Frauen Athens hingegen trugen Kleidung aus schwerem Stoff, die bis auf Gesicht, Hände und Füße den gesamten Körper verhüllten. Die Frauen Spartas genossen zuhause einen Status und einen Respekt, wie es für die Angehörigen ihres Geschlechts im restlichen Griechenland absolut unbekannt war, und ganz ohne Zweifel nutzten Leonidas und Gorgo diese Tatsache durch das entstehende Wechselbad von Schock und Charme in ihren Verhandlungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod der 300 bei den Thermopylen wurde Gorgos Sohn König, wobei zuerst sein Onkel und dann sein Cousin die Regentschaft an seiner statt ausführten, bis Pleistarchos im Jahr 478 v. Chr. selbst den Thron bestieg. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass Gorgo ihm und den Ephoren während des restlichen Kriegs gegen die Perser weiterhin ratend zur Seite stand, verschwindet sie zu dieser Zeit aus den Überlieferungen griechischer Historiker. Es gibt keine Aufzeichnung über ihren Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Wer sonst könnte den bürokratischen Teil des Lebens meistern, wenn nicht die Griechen? Als Spartaner kann Gorgo die Macht und Flexibilität des bürokratischen Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griechenland bestimmt das Spiel schon früh durch {{6kult}} Kultur. Mit Gorgo zieht es in den Krieg und erhält [ICON_Culture] Kultur durch Eliminierungen oder durch die Errichtung einer Akropolis auf einem Hügel direkt inmitten ihrer Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen verschiedene politische Optionen zur Verfügung, die unterwegs hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um jeden beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Perikles ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Perikles|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 500 - 429 v. Chr. |&lt;br /&gt;
Bild = perikles_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Perikles_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Griechenland symbol civ6 inv.png|x40px|link=Griechenland_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Perikles_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Perikles_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Strategos von Athen ===&lt;br /&gt;
''' Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert. '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles, der vermutlich einflussreichste griechische Redner und General seiner Zeit, wurde von keinem Geringeren als dem Historiker Thukydides als &amp;quot;der erste Mann in Athen&amp;quot; bezeichnet. (Thukydides war jedoch auch der Meinung, dass Politik auf Eigeninteresse und Furcht fußen sollte, seine Sicht sollte also vielleicht skeptisch beäugt werden.) Zu seinen eigenen Zwecken wandelte er den Attischen Seebund - der für den Kampf gegen die Perser gegründet worden war - in eine Art Athener Proto-Reich um. Er versuchte ebenfalls, Athen zum künstlerischen und kulturellen Zentrum Griechenlands zu machen, und das ziemlich erfolgreich. Und seine Unterstützung der noch jungen attischen Demokratie brachte ihm die Bezeichnung als Populist ein (worüber er selbst wahrscheinlich gelacht hätte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles wurde um das Jahr 500 v. Chr. in Holargos, einem kleinen Ort nördlich von Athen, aus der Verbindung zwischen dem General und Politiker Xanthippos und Agariste, Tochter des mächtigen Geschlechts der Alkmaioniden, geboren. Sowohl Herodot als auch Plutarch berichten, dass Agariste kurz vor Perikles' Geburt geträumt haben soll, dass sie einen Löwen zur Welt bringen würde. Ob sich diese Vision nun auf seine zukünftige Tapferkeit bezog oder seinen ungewöhnlich großen Schädel - der dazu führte, dass er von zeitgenössischen Komödianten &amp;quot;Meerzwiebelkopf&amp;quot; genannt wurde - in der Jugend war Perikles eher introvertiert und mochte es, seine Rhetorik mit den philosophischen Gelehrten zu schärfen, die seine Familie sich als Lehrer leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anbetracht seiner familiären Verbindungen war es vermutlich unvermeidbar, dass Perikles früher oder später die politische Arena Athens betreten würde. Im Alter von etwa Anfang 30 war er einer der Ankläger gegen Kimon, einer der Anführer der konservativen Fraktion, der vorgeworfen wurde, die eigenen Interessen über die Athens zu stellen. Kimon wurde zwar freigesprochen, doch etwa zwei Jahre später schaffte es Perikles, ihn aufgrund von Anschuldigungen, Sparta zu dienen, für zehn Jahre aus Athen verbannen zu lassen. Dadurch wurde Perikles eine der führenden Persönlichkeiten in Athens demokratischer Bewegung und war ein Verfechter einer populistischen Sozialpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles verbrachte die nächsten zwei Jahrzehnte damit, seine Position zu festigen, indem er die unteren Klassen mit Gefälligkeiten und Zuwendungen bedachte. Durch einen seiner ersten Erlasse wurden Staatsgelder verwendet, um den Armen den Zugang zum Theater zu ermöglichen, ein anderer sorgte dafür, dass Geschworenen am hohen Gericht Athens großzügige Gerichtsgelder zugestanden wurden. Ganz im Sinne der anderen &amp;quot;Demokraten&amp;quot; (der Unterstützer des Staatsvolks) arbeitete Perikles daran, die Rolle des Areopag, des aristokratischen Rats, der die Stadt regierte, zu schmälern und die Ekklesia, eine Volksversammlung freier Bürger, in Athen zu stärken. In seinen Augen war es entscheidend, dass Athen die Öffentlichkeit in das Zentrum des Interesses rücken sollte, da er in ihr eine noch nicht genutzte und entscheidende Ressource für die zukünftige Dominanz Athens in Griechenland sah. So schaffte er für die unteren Klassen Stück für Stück Zugang zum politischen System und zu politischen Ämtern, von denen sie vormals ausgeschlossen waren. Man könnte also argumentieren, dass die westliche Demokratie in den Träumen von einem Imperium wurzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Tätigkeit als Politiker erwies er sich als meisterhafter Redner, der das Wissen eines Sophisten und die Logik eines Philosophen in seinen Reden miteinander verband - schließlich war er von den Besten beider Lager ausgebildet worden. Seine Gegner behaupteten jedoch, dass seine Gemahlin Aspasia in Wahrheit seine Reden für ihn schrieb. Die Anschuldigung, seinen Erfolg einer Frau zu verdanken, war für jeden Staatsmann vor allem in Athen, wo Frauen bestenfalls als Einwohner zweiter Klasse angesehen wurden, eine schwerwiegende Beleidigung. Die Ermordung des Ephialtes, einem der frühen Anführer der demokratischen Bewegung, bot Perikles die Gelegenheit, seine Autorität zu festigen. Ohne Kimon und andere Oppositionelle wurde aus dem nun unangefochtenen Anführer der Demokraten der unangefochtene Anführer Athens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der gescheiterten zweiten Invasion Persiens im Jahr 479 v. Chr. und dem Rückzug Spartas und seiner peloponnesischen Verbündeten wuchs die Bedeutung des Attischen Seebundes, einer militärischen Allianz der ägäischen Stadtstaaten, die die griechischen Interessen wahren sollte - oder zumindest die Interessen, denen Perikles Bedeutung beimaß. Nach einer Niederlage gegen die persische Streitmacht im Jahr 454 v. Chr. setzte Athen alles daran, die Seebundkasse, die aus Steuern gespeist wurde, die von den Mitgliedern zum Wiederaufbau der durch die Perser zerstörten Tempel entrichtet wurden, von Delos nach Athen zu überführen. Drei Jahre später setzte Perikles mit dem Münzdekret durch, dass überall im Bund attische Münzen, Maße und Gewichte zum Standard erklärt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perikles nutzte die Schatzkasse für den Ruhm Athens, indem er daraus verschiedene Bauprojekte finanzierte, vor allem einige der Bauwerke der Akropolis: den Tempel der Athena Nike, das Erechtheion und den Parthenon, dessen Bau um das Jahr 447 v. Chr. herum begonnen wurde. Er argumentierte, dass die Verbündeten Athen, das die größte Flotte besaß, für deren Verteidigung bezahlten und er von daher keinerlei Rechenschaft schuldig sei, wofür das Geld ausgegeben würde. Er nutzte außerdem Gelder (sowohl eigene als auch die des Bundes), um die berühmten Dichter Sophokles, Aischylos, Euripides und Aristophanes zu unterstützen, die durch all die kostenlosen Vorführungen ihrer Tragödien nicht gerade reich wurden. Bildhauer wie Phidias und Anaxagoras verzierten Athen mit Werken aus Marmor und Stein. Die Philosophen Protagoras, Zeno und Anaxagoras zählten zum persönlichen Freundeskreis des Perikles; Sokrates hingegen hatte für diese Art des Hofierens nicht viel übrig. Man könnte sagen, dass Perikles das goldene Zeitalter Griechenlands finanziert hat - mit 9.000 Talenten Gold, das anderen Leuten gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
458 v. Chr. wurde Perikles zum Strategos (Heerführer) der vereinigten Streitkräfte Athens und dessen Verbündeter gewählt. Schon bald darauf brach er den ersten Peloponnesischen Krieg vom Zaun - zumindest tat er das nach Berichten von Thukydides und Plutarch, die beide kaum als objektive Beobachter angesehen werden können. Nach allem, was man weiß, war Perikles davon überzeugt, dass ein Krieg um die Kontrolle Griechenlands zwischen Athen und Sparta unvermeidbar war. Also entsandte er 433 v. Chr. attische Streitkräfte, um Kerkyra in einem Konflikt mit Korinth, einem Verbündeten Spartas, zu unterstützen. Es ist durchaus möglich, dass Perikles auf Streit aus war, und nicht lange, nachdem Sparta mit Krieg gedroht hatte, sollte Athen nicht von seinen gegen Mitglieder des Peloponnesischen Bundes gerichteten Handlungen absehen, gingen der Peloponnesische Bund und der Attische Seebund aufeinander los. Sparta plünderte den attischen ländlichen Raum; Perikles hingegen holte die Bevölkerung nach Athen und bereitete sich darauf vor, seine Feinde zu zermürben. Doch im Jahr 429 v. Chr. suchte eine Seuche die überfüllte Stadt heim. Unter den zahlreichen Opfern war auch Perikles, der einer Debatte mit Enterobakterien einfach nicht gewachsen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Wer sonst könnte zivilisatorische Ausrichtungen meistern, wenn nicht die Griechen? Als Athener kann Perikles die Macht und Flexibilität des Ausrichtungs-Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anführer Griechenlands ist Perikles in der Lage, das Spiel früh durch {{6kult}} Kultur zu bestimmen, entweder durch Allianzen mit Stadtstaaten oder durch Platzierung einer Akropolis auf einem Hügel im Zentrum der Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen eine Reihe an Politiken zur Verfügung, die im Laufe des Spiels hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um einen beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<title>Frankreich (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:59:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Eleonore von Aquitanien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Frankreich''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Frankreich]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Frankreich&lt;br /&gt;
| Bild = frankreich_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Frankreich_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Schwarze Königin)|Katharina von Medici]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Frankreich_(Civ6)#Elenore von Aquitanien|Elenore von Aquitanien]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Frankreich_(Civ6)#Katharina von Medici (Erhaben)|Katharina von Medici (Erhaben)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Imperiale_Garde_(Civ6)|Imperiale Garde]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  imperiale_garde_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Modernisierung = [[Chateau_(Civ6)|Chateau]]&lt;br /&gt;
| Icon_Improvement = Chateau_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Blau, Gold&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des heutigen Frankreich liegen im antiken Gallien. Im 2. Jh. v.Chr. unterst&amp;amp;#252;tzte Rom aufseiten von Massilia (Marseilles), einer 600 v.Chr. gegr&amp;amp;#252;ndeten griechischen Kolonie, den Kampf gegen die nahenden Barbarenst&amp;amp;#228;mme - das Resultat war die Entstehung der r&amp;amp;#246;mischen Provinzen im Jahre 121 v.Chr. (das heutige S&amp;amp;#252;dfrankreich). Von 58 bis 50 v.Chr. besetzte Julius C&amp;amp;#228;sar auch alle &amp;amp;#252;brigen franz&amp;amp;#246;sischen Gebiete. &amp;amp;#220;ber 4 Jahrhunderte blieb Gallien unter r&amp;amp;#246;mischer Herrschaft. Bis heute zeugen die Ruinen von Aqu&amp;amp;#228;dukten und Badeh&amp;amp;#228;usern von den r&amp;amp;#246;mischen Besatzern. Nach 395 f&amp;amp;#252;hrten innere Schwierigkeiten des r&amp;amp;#246;mischen Reichs zu Barbarenaufst&amp;amp;#228;nden in ganz Gallien. Bis 418 siedelten sich die Franken und Burgunder westlich des Rheins an, die Westgoten lie&amp;amp;#223;en sich in Aquitaine nieder. Das Fr&amp;amp;#252;hmittelalter war von der merowingischen und karolingisch-fr&amp;amp;#228;nkischen Herrschaft (476-887) gepr&amp;amp;#228;gt.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach seiner Thronbesteigung konsolidierte der Merowingerk&amp;amp;#246;nig Chlodwig (481-511) die Position der Franken in Nordgallien. Da er &amp;amp;#252;berzeugt war, dass er seine milit&amp;amp;#228;rischen Erfolge dem christlichen Gott verdankte, trat er zum Katholizismus &amp;amp;#252;ber und sicherte den k&amp;amp;#252;nftigen Frankenherrschern damit nicht nur die Unterst&amp;amp;#252;tzung der katholischen Kirche, sondern auch des Gro&amp;amp;#223;teils der anderen christlichen L&amp;amp;#228;nder. Das Frankenreich erreichte unter Karl dem Gro&amp;amp;#223;en (768-814) seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te Ausdehnung, da dieser das heutige Frankreich, Italien und Deutschland unter seiner Herrschaft vereinte. Nach Karls Tod teilten seine drei Enkel das Reich unter sich auf. Frankreich blieb w&amp;amp;#228;hrend des gesamten Mittelalters ein geteiltes Reich, bis die Herrscher der Ile de France die Macht langsam an sich rissen. Durch den Aufstieg des Hauses Valois im Jahre 1328 wurde Frankreich zum einflussreichsten K&amp;amp;#246;nigreich Europas: K&amp;amp;#246;nig Philipp VI. konnte enorme Steuereinnahmen verbuchen und riesige Heerscharen aufstellen, die ihren Gegnern stets &amp;amp;#252;berlegen waren. Seine diversen H&amp;amp;#246;fe sicherten unterdessen seine k&amp;amp;#246;nigliche Vorherrschaft. Im sp&amp;amp;#228;ten Mittelalter hatten die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige dann jedoch alle M&amp;amp;#252;he, ihre Oberhoheit im Land gegen fremde Invasoren zu behaupten - und dieser Kampf schien trotz aller Vorteile auf franz&amp;amp;#246;sischer Seite lange Zeit relativ aussichtslos zu sein.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 100-j&amp;amp;#228;hrige Krieg war ein im 14. und 15. Jh. mit Unterbrechungen ausgefochtener Konflikt zwischen England und Frankreich, ausgel&amp;amp;#246;st durch eine Reihe von Zwistigkeiten zwischen den Herrscherh&amp;amp;#228;usern und nat&amp;amp;#252;rlich auch die Frage der franz&amp;amp;#246;sischen Thronfolge. Der Wendepunkt in diesem Krieg trat 1429 ein, als die englische Armee gezwungen war, die Belagerung von Orl&amp;amp;#233;ans wegen des Widerstands der Befreiungsarmee unter der F&amp;amp;#252;hrung von Jeanne d'Arc abzubrechen. 1453 war nur noch Calais in englischer Hand und ging 1558 ebenfalls an Frankreich zur&amp;amp;#252;ck. W&amp;amp;#228;hrend die franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nige des 16. Jahrhunderts mit den Habsburgern um die Vorherrschaft in Italien k&amp;amp;#228;mpften, m&amp;amp;#252;ndeten religi&amp;amp;#246;se Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten zwischen 1562 und 1598 in eine Reihe von B&amp;amp;#252;rgerkriegen.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Erst mit dem Aufstieg der Bourbonenk&amp;amp;#246;nige ab 1589 kam Frankreich langsam zur Ruhe, bis das Land unter der langen Regentschaft Ludwigs XIV. (1643-1715) schlie&amp;amp;#223;lich eine kulturelle und wirtschaftliche Bl&amp;amp;#252;tezeit erlebte. Unter der Herrschaft Ludwigs avancierte Frankreich zum k&amp;amp;#252;nstlerischen und intellektuellen Zentrum Europas. Der &amp;quot;Sonnenk&amp;amp;#246;nig&amp;quot; residierte im pr&amp;amp;#228;chtigen Palast von Versailles als absoluter Herrscher &amp;amp;#252;ber sein Land. Zu seiner Zeit war das franz&amp;amp;#246;sische Heer die schlagkr&amp;amp;#228;ftigste Armee Europas. Diese war vor allem ob der Leibw&amp;amp;#228;chter des K&amp;amp;#246;nigs, der so genannten Musketiere, bekannt und gef&amp;amp;#252;rchtet. Angesichts der wachsenden Macht Frankreichs verb&amp;amp;#252;ndeten sich seine Nachbarn gegen den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig, um die drohende Unterwerfung zu verhindern.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nun war der Weg frei f&amp;amp;#252;r einen weiteren Umbruch: Die franz&amp;amp;#246;sische Periode der Aufkl&amp;amp;#228;rung - das so genannte Zeitalter der Vernunft - ein kultureller Wandel, der auf dem Rationalismus, dem Empirismus und einem amorphen Konzept der Freiheit basierte und sich in den wegweisenden Werken Voltaires (1694-1778) und Rousseaus (1712-78) ausdr&amp;amp;#252;ckte. Gleichzeitig zwang der drohende Staatsbankrott den franz&amp;amp;#246;sischen K&amp;amp;#246;nig jedoch zur Einberufung der Generalst&amp;amp;#228;nde, um zus&amp;amp;#228;tzliche Steuern durchzusetzen. In der Folgezeit entwickelte sich der Konflikt, der 1787 zwischen dem K&amp;amp;#246;nigshaus und dem Adelsstand entstanden war, zu einem Kampf nunmehr dreier Parteien, wobei sich &amp;quot;der Mob&amp;quot; sowohl dem Absolutismus als auch der privilegierten Oberschicht widersetzte. Der Sturm auf die Bastille durch die B&amp;amp;#252;rger von Paris im Jahr 1789 stellte in diesem Zusammenhang ein monumentales Ereignis dar, einen scheinbar gottgewollten Triumph des Volkes. Aber die Franz&amp;amp;#246;sische Revolution degenerierte bald zu Terror und Chaos. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt gelang es Napoleon, dem Blutvergie&amp;amp;#223;en (auf Kosten der Freiheit) ein Ende zu setzen. Napoleons Armeen f&amp;amp;#252;gten den anderen europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten mehrere vernichtende Niederlagen zu, bis Napoleon von diesen im Jahr 1815 schlie&amp;amp;#223;lich endg&amp;amp;#252;ltig besiegt und gest&amp;amp;#252;rzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Doch die revolution&amp;amp;#228;re Inbrunst der franz&amp;amp;#246;sischen B&amp;amp;#252;rger war ungebrochen und f&amp;amp;#252;hrte zu weiteren Aufst&amp;amp;#228;nden in den Jahren 1830 und 1848. Letzterer f&amp;amp;#252;hrten schlie&amp;amp;#223;lich zur Ausrufung der 2. Republik. Napoleons Neffe (Napoleon III.) rief im Jahr 1852 schlie&amp;amp;#223;lich das 2. Empire (1852-1870) aus. Nach der Niederlage im franz&amp;amp;#246;sisch-russischen Krieg wurde die 3. Republik (1870-1940) gebildet. Diese &amp;amp;#252;berdauerte zwar den 1. Weltkrieg, endete im Jahr 1940 allerdings mit der Invasion der Deutschen. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die 4. Republik (1947-59), bis im September 1958 durch einen Volksentscheid schlie&amp;amp;#223;lich die 5. Republik gegr&amp;amp;#252;ndet wurde. W&amp;amp;#228;hrend Frankreich den Gro&amp;amp;#223;teil seiner Kolonien aufgeben musste und auch den Nimbus der milit&amp;amp;#228;rischen Unverwundbarkeit l&amp;amp;#228;ngst verloren hat, ist das moderne Frankreich eine der f&amp;amp;#252;hrenden Wirtschaftsnationen und ein einflussreiches Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   Katholizismus|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Herzogin der Bretagne, Königin von Frankreich ===&lt;br /&gt;
'''Es ist gut geschnitten; jetzt muss gesät werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina von Medici wurde von den Historikern scharf kritisiert, teils wegen ihrer Verbindung zur Medici-Familie, teils wegen ihrer eigenen Unbarmherzigkeit, die Valois (ein Ableger des Kapetinger-Geschlechts) um jeden Preis auf dem Thron zu belassen. Doch egal was man über sie auch sagt, ohne Katharina wäre es mehr als unwahrscheinlich gewesen, dass das Haus Valois seine Herausforderungen überlebt oder dass Frankreich seine Probleme in dieser Zeit überstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina wurde in die schon fast unglaublich reiche und mächtige Familie Medici geboren, de facto die Herrscher über Florenz, Banker und Könige sowie Papst-Macher (ihr Großonkel war zu dieser Zeit Papst Leo X.). Nach dem, was man so hörte, war ihr Vater Lorenzo, ernannter Herzog von Urbino dank Leo, mit ihrer Geburt &amp;quot;genauso zufrieden wie mit einem Jungen&amp;quot;. Außer clever und begabt zu sein (&amp;quot;für ein Mädchen&amp;quot;), bedeutete das Herzogtum, dass sie eine adlige Geburt für sich beanspruchen konnte und sich ihr allerlei Möglichkeiten boten, unter anderem eine Zahl königlicher Freier; nachdem sie James V. von Schottland und andere verschmäht hatte, heiratete sie im Oktober 1533 - im zarten Alter von 14 - den zweiten Sohn des Königs von Frankreich bei einer arrangierten Ehe, für die der Medici-Papst Clemens VII. gesorgt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Braut sah ihren Gatten nur selten, denn Prinz Heinrich hatte viel mit seinen diversen Mätressen zu tun. Doch 1536 fing sich Heinrichs älterer Bruder Franz eine Erkältung ein und starb. Er machte Heinrich zum Thronfolger ... und Katharina zur Thronfolgerin von Frankreich. Und nicht nur das - urplötzlich erwies sich Katharina als außerordentlich fruchtbar sowie unverwüstlich. Nach acht Jahren ohne Schwangerschaft trotz größter Bemühungen gebar sie 1544 einen Sohn. Sie folgte dem Rat des berühmten Arztes Jean Fernel, der ein paar anatomische &amp;quot;Eigenartigkeiten&amp;quot; bei dem Paar festgestellt hatte; im nächsten Jahr folgte eine Tochter für Heinrich. Und was auch immer Fernel für einen Rat gegeben hatte, es half, da Katharina ihrem Heinrich noch weitere acht Kinder schenkte (fast schon ein Wunder, wenn man an die Säuglingssterblichkeit zu dieser Zeit denkt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heinrichs Vater im März 1547 starb, wurde Katharina Königin von Frankreich. Wenn Heinrich auch, verzaubert von seiner Geliebten Diane de Poitiers, Katharina mit Respekt behandelte, gestattete er ihr keinen politischen Einfluss - er gab selbst ein Château, das sie unbedingt wollte, an Diane. 1556 starb Katharina fast bei der Geburt von Zwillingen; sie musste keine weiteren Schwangerschaften mehr ertragen. Sie liebte ihre Kinder über alles und nutzte den Reichtum ihrer Familie sowie ihren Status als Gemahlin des Königs, um ihnen die beste Ausbildung zuteilwerden zu lassen und sicherzustellen, dass es ihnen an nichts mangelte und dass sie vor ihrem Vater geschützt waren, der nur wenig Interesse für seine Kinder zeigte, vom ältesten Sohn einmal abgesehen. Katharina, die selbst einen Amateurstatus in den &amp;quot;Schwarzen Künsten&amp;quot; genoss, schickte sogar im August 1556 nach dem berühmten Nostradamus, um zum Hofe zu kommen und das Horoskop ihrer sieben Kinder zu erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1559 als Teil der Stellvertreterhochzeit seiner 13-jährigen Tochter Elisabeth mit König Philipp II. von Spanien bestand Heinrich drauf, sich dem Lanzenstechen anzuschließen. Keine weise Entscheidung, da er schwer verletzt wurde und binnen 14 Tagen verstarb. Franz II., der bereits durch die Hochzeit mit Maria Stuart (Königin der Schotten) König von Schottland geworden war, wurde im Alter von 15 Jahren König von Frankreich. Bei diesem Coup zogen die Guise-Brüder und der Kardinal von Lorraine in den Louvre-Palast ein und rissen die Macht an sich. Katharina nutzte all ihren politischen Scharfsinn und die List, die man ihr als Medici mit in die Wiege gelegt hatte, und entschied, mit der Guise-Faktion zusammenzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigentliche Regentin, wenn auch Katharina keinen Anspruch auf diese Position hatte, verstärkte sie ihre Macht und ihren Einfluss. Mit ihrer &amp;quot;neugefundenen Autorität&amp;quot; zwang sie Diane de Poitiers, die Kronjuwelen (die der vernarrte Heinrich ihr gegeben hatte) zusammen mit dem Château zurückzugeben, das Katharina einst so begehrt hatte; Katharina schickte die ehemalige Mätresse des Königs effektiv in die Wüste. Die Königinmutter schaffte es, sich aus der blutigen Verfolgung der Protestanten durch die Guises und auch dem gescheiterten Komplott, dass die Bourbons sie stürzen wollten, herauszuhalten. Sie machte auch gemeinsame Sache mit dem neuen Kanzler Michel de L’Hospital und verteidigte das Gesetz gegen die Versuche der Guises, es zu umgehen, besonders bezüglich ihrer protestantischen Fixierung. Doch sie konnte auch gnadenlos bei der Verteidigung der Position ihres Sohns als König sein; als der Prinz von Condé eine Armee formierte und katholische Städte angriff, bestellte sie ihn zum Hof und ließ ihn sodann verhaften. Er wurde nur durch den plötzlichen Tod von Franz vor der Hinrichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Katharina hatte auch eine andere Seite; sie veranstaltete verschwenderische Hoffestivals - die so genannten Joyeuse magnificences - bei jedem Anlass, der sich nur bot: Hochzeiten, Jahrestage, Taufen, Festtage und zu jeder anderen nur vorstellbaren Gelegenheit. Es war bei diesen Festen, dass Katharinas berühmte L'escadron volant (&amp;quot;Flugschwadron&amp;quot;) ihre Tricks zeigte, Ladys wie Lady Isabelle de la Tour und Baroness Charlotte de Beaune-Semblançay. Bei der &amp;quot;Schwadron&amp;quot; handelte es sich um eine Gruppe schicker junger Adelsfrauen, die Katharina zur Anbandelung von Beziehungen mit den mächtigen Männern am Hof nutzte, um so &amp;quot;Insider&amp;quot;-Informationen zu bekommen, die Katharina für ihre Pläne nützlich sein könnten. Neben Hinrichtungen und Erpressungen halfen ihr solche Einblicke, die Angriffe gegen Frankreich und ihre Person abzuwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina ließ keinen Schritt aus, als sie die Regentschaft für ihren Zehnjährigen gewann, Karl IX. Sie wurde im Prinzip nur noch mächtiger. Der Junge, noch launisch und kränklich, schrie bei seiner Krönung; Katharina hatte ihn genau im Auge, sie ging sogar so weit, dass sie in seinem Schlafgemach nächtigte. Im Endeffekt regierte Katharina Frankreich, doch die Nation sah sich mit ernsten Problemen konfrontiert. Sie hatte vor, sich um diese auf typische Medici-Art zu kümmern. Sie kontaktierte die religiösen Anführer Frankreichs, sowohl katholisch, wie auch hugenottisch, um die doktrinellen Differenzen beizulegen; als das scheiterte, erließ sie das Edikt von Saint-Germain-en-Laye, um die Glaubensfreiheit zu fördern. (Leider griff der Herzog von Guise eine Hugenotten-Messe an und massakrierte alle, was zum 30-Jährigen französischen Religionskrieg führte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die protestantischen Adligen eine Armee als Reaktion auf das Massaker 1562 formierten, schickte ihnen Katharina nach gescheiterten Verhandlungen die königliche Armee auf den Hals. Als der Protestant Antoine de Bourbon seinen Wunden erlag und der lebhafte katholische Herzog von Guise ermordet wurde, erließ sie 1563 das Edikt von Amboise, um die Unruhen zu beenden. Dann versammelte sie die hugenottischen und katholischen Lords, um Le Havre von den Engländern zurückzuerobern, die sich abermals in französische Angelegenheiten einmischten. Von der Bartholomäusnacht einmal abgesehen, die von König Karl IX. initiiert wurde, liefen die Dinge relativ gut für die &amp;quot;italienische Königin.&amp;quot; Dann starb Karl im Alter von 23 Jahren. Ein weiterer Sohn, ihr Liebling, wurde 1573 zum König von Polen (eine Position, die er nicht lange halten sollte) und im Jahr 1574 als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Heinrich, der bereits erwachsen und geistig wie physisch in gutem Zustand war, erwies sich nicht als so geschmeidig wie seine Brüder. Obwohl er von Katharina abhängig war, die Details des Regierens für über ein Jahrzehnt überwacht hatte, entließ er 1588 bei Blois plötzlich all ihre ernannten Minister der Krone und beendete damit effektiv ihren Einfluss auf die Regierung. Heinrich wandte sich auch gegen die mächtige Guise-Familie, Verbündete seiner Mutter, indem er den Herzog töten und acht andere Mitglieder ermorden ließ. Die im Alter von 69 Jahren bettlägerige Katharina blieb stoisch bei diesen Neuigkeiten. Noch im selben Monat im Januar 1589 starb sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Auch wenn Frankreich auf dem Papier eher kulturell stark ist, sind sie dennoch ein gefährlicher Gegner. Katharina wird genau wissen, was Ihr im Schilde führt, und Spione und ihre mächtige Armee des Industriezeitalters einsetzen, um ihre Interessen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie Kleopatra und Qin Shihuangdi möchte auch Frankreich eine große Rolle im Spiel um die Wunder spielen. Ein Erfolg würde sie zu wichtigen Mitstreitern um den Kultursieg machen. Mit Katharina am Ruder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, über Informationen zu allen Gegnern zu verfügen, so dass man sich nur auf die Wunder konzentrieren kann, die man mit Sicherheit als Erstes zu bauen vermag. Auf Wunder folgen in der Prioritätenliste gut platzierte Chateaus, die ebenfalls hilfreich für Kultursiege sind. All die {{6kult}} Kultur sollte dabei helfen, schnell den Ausrichtungsbaum zu durchlaufen und vor sämtlichen Gegnern zu Korps und Armeen zu gelangen. Wenn sie diese haben und dazu die Garde impériale, heißt es vorsichtig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katharina von Medici (Erhaben) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Katharina von Medici (Erhaben)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1519 - 1589|&lt;br /&gt;
Bild = cath_de_medici_PP_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Katharina_Medici_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   Katholizismus|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Katharina_Medici_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Katharina von Medici Persona Pack| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie ===&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina bereichert ihr normales Bauprogramm von Wundern und Chateaus mit verschwenderischen Hoffesten, die Frankreich schnell dem Kultursieg entgegenbringen, besonders wenn sie es schafft, Luxusgüter anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhabenheit-Katharina ist das einzige Staatsoberhaupt, das eine große Sammlung von Luxusgütern aller Arten und Mengen anhäufen will. Ihre zahlreichen opulenten Besitztümer machen ihre Hoffeste zu den kulturellen Ereignissen, auf denen alle Anführer gesehen werden möchten. Bei einer ausreichenden Zahl dieser Feste und einer großen Sammlung von Chateaus und Wundern in der Mitte des Spiels kann Frankreich der Favorit für einen Kultursieg sein, wenn die verschwenderische Version von Katharina am Ruder ist. Sie ist sogar so gefährlich, dass Ihr vielleicht sogar gegen die französische imperiale Garde in den Krieg ziehen müsst, um Katharina von einem schnellen Sieg abzuhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eleonore von Aquitanien ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Eleonore von Aquitanien|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1124 - 1204|&lt;br /&gt;
Bild = Eleonore french symbol civ6.png|&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:england_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=England_(Civ6)]][[Datei:frankreich_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Frankreich_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Elenore_French_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]  |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Elenore_French_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6gatheringstorm_logo.png|x15px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Deutschland_(Civ6)&amp;diff=58224</id>
		<title>Deutschland (Civ6)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Deutschland_(Civ6)&amp;diff=58224"/>
				<updated>2026-06-18T19:58:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Ludwig II. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Deutschland''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Deutschland]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Deutschland&lt;br /&gt;
| Bild = deutschland_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft = {{Eigenschaft_Deutschland_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I. Barbarossa]] und [[Deutschland (Civ6)#Ludwig II.|Ludwig II.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Deutsches U-Boot (Civ6)|Deutsches U-Boot]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = deutsches_uboot_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Industriegebiet_(Civ6)#Hanse|Hanse]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = industriegebiet_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grau, Hellblau&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die germanischen St&amp;amp;#228;mme gerieten erstmals durch Julius C&amp;amp;#228;sars gallische Kriege ins Rampenlicht der Geschichte. Die Bem&amp;amp;#252;hungen der R&amp;amp;#246;mer, ihre Vorherrschaft &amp;amp;#252;ber den Rhein auszudehnen, dauerten zwar jahrzehntelang an, doch schlie&amp;amp;#223;lich gelang es ihnen, die Grenzen entlang des Rheins und der Donau zu stabilisieren. Zu diesem Zeitpunkt erstreckte sich die germanische Kultur von Skandinavien bis weit in die s&amp;amp;#252;dlichen Karpaten. Wenngleich die Grenze massiv befestigt war, stellte sie nie ein Hindernis f&amp;amp;#252;r den Handel oder den Austausch von Kulturgut dar. Auf der Flucht vor den Hunnen fielen unz&amp;amp;#228;hlige germanische St&amp;amp;#228;mme im 4. und 5. Jahrhundert in das r&amp;amp;#246;mische Reich ein. W&amp;amp;#228;hrend Ostrom die Krise &amp;amp;#252;berdauerte und weitere 1000 Jahre existierte, schufen die germanischen St&amp;amp;#228;mme im Westen Europas eigenst&amp;amp;#228;ndige K&amp;amp;#246;nigreiche.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Folgezeit gelang es vor allem den Franken, sich gegen die &amp;amp;#252;brigen St&amp;amp;#228;mme durchzusetzen. Die merowingischen K&amp;amp;#246;nige und ihre karolingischen Nachfolger brachten einen Gro&amp;amp;#223;teil des sp&amp;amp;#228;teren deutschen Hoheitsgebiets unter fr&amp;amp;#228;nkische Kontrolle, aber die endlosen Angriffe seitens der D&amp;amp;#228;nen, Sarazenen (Muslime) und Mayaren im sp&amp;amp;#228;ten 9. und 10. Jh. schw&amp;amp;#228;chten den Zusammenhalt des K&amp;amp;#246;nigreichs. Weil die Karolinger nicht in der Lage waren, ihr Territorium effizient zu verteidigen, entstanden in fast allen germanischen Landstrichen einflussreiche Herrschergeschlechter von Markgrafen, Grafen und Erbadeligen, deren gegenseitiges R&amp;amp;#228;nkeschmieden und Kriegf&amp;amp;#252;hren immer nur f&amp;amp;#252;r kurze Zeit abriss, wenn ein charismatischer Herrscher wie Friedrich Barbarossa (1155-1190) in Erscheinung trat. Die germanische Geschichte der Folgezeit war trotz der zentralen Rolle des Heiligen R&amp;amp;#246;mischen Reichs vom Aufstieg und Fall der feudalen Grunds&amp;amp;#228;tze gepr&amp;amp;#228;gt. Es sollte nahezu 1000 Jahre dauern, bis Deutschland wieder unter einem einzigen Herrscher geeint war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Schlie&amp;amp;#223;lich sollte das kleine K&amp;amp;#246;nigreich Preu&amp;amp;#223;en die 100 deutschen Kleinstaaten unter einem gemeinsamen Banner vereinen. Die preu&amp;amp;#223;ischen K&amp;amp;#246;nige hatten ihren Einfluss durch eine kluge Heiratspolitik und mehrere Kriege immer weiter ausgedehnt. K&amp;amp;#246;nig Friedrich Wilhelm I. (1713-40) formte das preu&amp;amp;#223;ische Heer zu einer der schlagkr&amp;amp;#228;ftigsten Armeen Europas. Mit dieser Streitmacht f&amp;amp;#252;gte sein Sohn, Friedrich II., der Gro&amp;amp;#223;e (1740-86), den europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten &amp;amp;#214;sterreich und Russland einige schwere Niederlagen zu. Gleichzeitig war Friedrich ein bedeutender F&amp;amp;#246;rderer der K&amp;amp;#252;nste. An seinem Hof lebten Philosophen und K&amp;amp;#252;nstler aus ganz Europa. Schlie&amp;amp;#223;lich verstand sich der aufgekl&amp;amp;#228;rte Despot gleicherma&amp;amp;#223;en auf die Abwehr russischer Invasionsversuche als auch auf das Fl&amp;amp;#246;tenspiel.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach den Dem&amp;amp;#252;tigungen und milit&amp;amp;#228;rischen Niederlagen w&amp;amp;#228;hrend der Franz&amp;amp;#246;sischen Revolution und der napoleonischen Kriege gelang Preu&amp;amp;#223;en die Umstrukturierung und Modernisierung des Reichs. Angesichts der deutschlandweiten Unruhen w&amp;amp;#228;hrend der Revolution des Jahres 1848 zog Wilhelm I. von Preu&amp;amp;#223;en (1861-88) zun&amp;amp;#228;chst die Abdankung zugunsten seines Sohnes in Betracht, der allem Anschein nach &amp;amp;#228;hnliche politische Ansichten vertrat wie die liberale Opposition. Stattdessen lie&amp;amp;#223; sich Wilhelm I. jedoch &amp;amp;#252;berreden, eine v&amp;amp;#246;llig neue Regierung unter der F&amp;amp;#252;hrung von Otto von Bismarck, dem preu&amp;amp;#223;ischen Botschafter in Paris, zu bilden. Im September 1862 sorgte die Meldung, dass ein konservativer, nationalistischer und realpolitischer Staatsmann zum Reichskanzler Preu&amp;amp;#223;ens ernannt worden war, in ganz Europa f&amp;amp;#252;r Aufsehen. Nach drei kurzen aber entscheidenden Kriegen gegen D&amp;amp;#228;nemark, &amp;amp;#214;sterreich und Frankreich, die jeweils von deutschen Einzelstaaten im Verbund gef&amp;amp;#252;hrt worden waren, proklamierte Bismarck im Januar 1871 das Deutsche Reich - und hatte Deutschland damit in nur zehn Jahren geeint. (B&amp;amp;#246;se Zungen behaupten, Preu&amp;amp;#223;en h&amp;amp;#228;tte Deutschland eher unterworfen.)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Allerdings f&amp;amp;#252;hrte derselbe Nationalismus, der die Einigung erm&amp;amp;#246;glicht hatte, wenig sp&amp;amp;#228;ter zur Katastrophe. Als K&amp;amp;#246;nig Wilhelm II. das bismarcksche B&amp;amp;#252;ndnissystem, das die Feinde Preu&amp;amp;#223;ens isoliert hatte, ignorierte und leichtfertig den 1. Weltkrieg entfesselte, stand das Deutsche Reich pl&amp;amp;#246;tzlich einer Koalition Gro&amp;amp;#223;britanniens, Frankreichs und Russlands gegen&amp;amp;#252;ber. Trotz anf&amp;amp;#228;nglicher Erfolge entwickelte sich der Konflikt zu einem Stellungskrieg, den Deutschland (sp&amp;amp;#228;testens nach dem Kriegseintritt der USA im Jahr 1917) nicht gewinnen konnte. Nachdem die westlichen Alliierten nach dem 1. Weltkrieg einen immer noch von Misstrauen durchsetzten Frieden geschlossen hatten, begann 1929 der weltweite Wirtschaftskollaps - und bereitete damit den N&amp;amp;#228;hrboden f&amp;amp;#252;r politischen Extremismus. In den n&amp;amp;#228;chsten 10 Jahren gelang es Nationalsozialisten und Kommunisten, die politischen und wirtschaftlichen Ressentiments zu sch&amp;amp;#252;ren, die aus der milit&amp;amp;#228;rischen Niederlage und der Wirtschaftskrise resultierten. Hitlers Ernennung zum Kanzler im Januar 1933 st&amp;amp;#252;tzte sich nicht auf die breite Zustimmung der Bev&amp;amp;#246;lkerung, sondern war vielmehr das Ergebnis unabl&amp;amp;#228;ssiger politischer Intrigen. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 2. Weltkrieg wird oft auch als &amp;quot;Hitlers Krieg&amp;quot; bezeichnet, denn er setzte revolution&amp;amp;#228;re neue Taktiken ein, wie die Panzerformationen. Damit kam er seinem Ziel, die Vorherrschaft &amp;amp;#252;ber ganz Europa zu erlangen, sehr nahe, doch seine Entscheidung, Panzerbrigaden in die Sowjetrepublik Russland zu entsenden, brachte die unerwartete Wende: Ende 1942 schien der Sieg der Deutschen noch m&amp;amp;#246;glich, aber im Fr&amp;amp;#252;hling 1945 war das Dritte Reich endg&amp;amp;#252;ltig am Ende. Als Konsequenz der Kapitulation und des einsetzenden Kalten Krieges wurde ein ern&amp;amp;#252;chtertes Deutschland in zwei milit&amp;amp;#228;risch besetzte Zonen geteilt: Ostdeutschland stand unter sowjetischer Herrschaft, Wirtschaft und Infrastruktur stagnierten, w&amp;amp;#228;hrend der erfolgreiche Wiederaufbau in Westdeutschland - ausgehend von der desolaten wirtschaftlichen und politischen Situation am Ende des 2. Weltkrieges - geradezu legend&amp;amp;#228;re Dimensionen annahm.  Der f&amp;amp;#252;r Europa unerwartete Umbruch und anschlie&amp;amp;#223;ende Zerfall der sowjetischen Ordnung f&amp;amp;#252;hrte zum Einigungsvertrag, der im September 1990 vom westdeutschen Bundestag und der ostdeutschen Volkskammer ratifiziert wurde: Nach 45 Jahren der Teilung wurde aus den Deutschen wieder eine geeinte Nation. Heute ist Deutschland eine bedeutende Wirtschaftsmacht und ein f&amp;amp;#252;hrendes Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedrich I. Barbarossa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Friedrich I. Barbarossa|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1122 - 1190|&lt;br /&gt;
Bild = barbarossa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Friedrich_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Deutschland symbol civ6 inv.png|x40px|link=Deutschland_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Friedrich_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Friedrich_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzog von Schwaben, König von Burgund, König von Deutschland, König der Römer. König von Italien, Heiliger Römischer Kaiser ===&lt;br /&gt;
'''Die Macht Deutschlands wird ewig währen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich (der später den Spitznamen &amp;quot;Barbarossa&amp;quot; von den widerspenstigen Italienern bekam, die er beherrschen wollte) sammelte Titel wie er auch Feinde sammelte. Bis zu seinem Tode im Juni 1190 n. Chr. hatte er von beidem genug. Am Ende hatte er alle Herausforderer besiegt ... von einem schnell fließenden Fluss einmal abgesehen. Historiker sehen ihn als einen der größten - wenn nicht den größten - mittelalterlichen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches an (nun gut, er war auch der Erste). Verglichen mit seinen Kollegen ließen Friedrich Barbarossas Langlebigkeit, Ehrgeiz, Organisationstalent, Tapferkeit auf dem Schlachtfeld, politischer Weitblick und Unbarmherzigkeit ihn wie einen Übermenschen in einem Zeitalter wirken, das die Zivilisation als &amp;quot;dunkles&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich wurde 1122 in eine Familie geboren, die von sich behauptete, Nachkommen von Karl dem Großen zu sein. Er war Erbe des Herzogtums Schwaben - eines von rund 1600 kleineren Herzogtümern und Stadtstaaten, aus denen zu der Zeit &amp;quot;Deutschland&amp;quot; bestand -, das er als Herrscher im Jahre 1147 übernahm. Da er eher von der rastlosen Sorte war, begleitete der neue Herzog kurze Zeit später seinen Onkel Konrad III., König von Deutschland, auf dem zum Scheitern verurteilten Zweiten Kreuzzug. Während sich die Franzosen entschieden hatten, einen sichereren, wenn auch längeren Weg ins Heilige Land einzuschlagen, marschierte Konrad direkt durch Anatolien, wo seine Truppen durch die Hand der seldschukischen Türken in der Schlacht von Doryläum dezimiert wurden, sich dann zur Küste zurückzogen und die meisten Überlebenden desertierten, um sich allein auf den Heimweg zu machen. Doch der unerschütterliche Friedrich machte von sich reden und zeigte sein Talent für Blutvergießen. Als Konrad 1152 starb, entschied er sich für Friedrich als seinen Nachfolger und gegen seinen eigenen Sohn (der aber zu diesem Zeitpunkt auch gerade einmal sechs Jahre jung war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. März wurde Friedrich in Frankfurt zum &amp;quot;gewählten&amp;quot; König von Deutschland gekrönt; fünf Tage später wurde er in Aachen zum König der Römer gekrönt (es war nicht unbedingt so, dass die Römer ihn unbedingt wollten, daher auch die Krönung in einer deutschen Stadt). Deutschland war zu dieser Zeit lediglich eine zerstrittene Flickschusterei von Prinzen, Herzögen und anderen nichtsnutzigen Königlichen, die Regionen in der Größe Bayerns oder auch bis zu den winzigsten Flecken auf der Landkarte für sich beanspruchten (sofern man zu der Zeit überhaupt schon aussagekräftige Landkarten hatte). Friedrich erkannte, dass der einzige Weg, die Ordnung wiederherzustellen, darin bestand, allen ein gemeinsames Ziel aufzuzeigen ... die Durchsetzung der deutschen kaiserlichen Rechte in Italien. Und anders als ein Abebben des Feudalismus wie in anderen Reichen zu fördern, war er bestrebt, ihn vollständig wiederherzustellen und dabei die deutschen Fürsten mit üppigen Zugeständnissen zu bestechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Friedrich den Deutschen den Ruhm wiederbringen wollte, der ihnen unter Karl dem Großen und Otto dem Großen zuteil geworden war, indem er rücksichtslos über die Italiener hinwegfegen würde, so musste er dem Papsttum Honig um den Bart schmieren. Außerdem wollte Friedrich seine lieblose und, noch viel wichtiger, kinderlose Ehe mit Adela von Vohburg annullieren. Im März 1153 schloss er den Konstanzer Vertrag mit Papst Eugen III., mit dem sich Friedrich verpflichtete, das Papsttum zu verteidigen, keinen Frieden mit Sizilianern oder anderen Feinden der Kirche zu schließen und Rom von den unzivilisierten Republikanern zurückzuerobern. Und er wurde Adela los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Ausrede und dem Segen des Heiligen Vaters marschierte Friedrich im Oktober 1154 nach Süden. Erst unterwarf er Mailand, dann plünderte und zerstörte er das hartnäckige Tortona. Friedrich erhielt die Eisenkrone und wurde so zum König Italiens. Nach Pavia, Bologna und der Toskana erreichte er schon bald Rom selbst. Dort traf er den neuen Papst Hadrian IV. im Vatikan. Am Folgetag, dem 18. Juni 1155, krönte Hadrian Friedrich I. zum Heiligen Römischen Kaiser im Petersdom unter dem tosenden Jubel der deutschen Truppen und der totalen Stille der Römer. Die undankbaren hiesigen Bewohner begannen zu rebellieren und Friedrich verbrachte seinen Krönungstag damit, der Stadt den Frieden zu bringen - auf Kosten rund 1000 toter Römer. Nach einem erfolgreichen ersten Trip nach Italien kehrte Friedrich nach Deutschland zurück. Er hatte den Papst im Schlepptau, griff Spoleto an und traf sich mit einem Botschafter des byzantinischen Kaisers auf dem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seiner Rückkehr fand Kaiser Rotbart (wie er von den Deutschen genannt wurde) die Adligen in Erbschachereien verwickelt. Er klärte die Unruhen auf seine üblich delikate Art - indem er die Titel und Landbesitze durchtauschte, damit den Prinzen und Herzögen die Unterstützung ihrer neuen Untergebenen fehlen würde. So übertrug Friedrich zum Beispiel das Herzogtum Bayern an seinen Vetter, der zu der Zeit eigentlich der Herzog von Sachsen war, und ernannte den ehemaligen Herzog von Bayern zum neuen Herzog von Österreich. Und so weiter. Im Vorbeigehen heiratete er Beatrix von Burgund 1156 und wurde so 1178 zum König von Burgund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse schläft nicht, wie es so schön heißt. Kaiser Friedrich Barbarossa führte vier weitere Invasionen nach Italien (in den Jahren 1158, 1163, 1166 und 1174) an, größtenteils - und wiederholt - zur Klärung der Frage, wer auf dem Thron des Petrus sitzen solle. Er beabsichtigte auch ... mehrfach ... sich um die Probleme des normannischen Siziliens zu kümmern, wurde jedoch stets von Revolten in Norditalien und Unruhen im Rheinland abgehalten. Bei seiner fünften Expedition nach Italien, wo er sich dem Lombardenbund gegenüber sah, zu dem nicht nur verschiedene italienische Städte gehörten, sondern auch Sizilien und Konstantinopel, wurde der alternde, aber immer noch formidable Friedrich in der Schlacht von Alexandria 1175 besiegt. Europa war schockiert. Als die deutschen Herzöge es ablehnten, Hilfe zu schicken, wurde Friedrich im Mai 1176 entscheidend bei Legnano nahe Mailand geschlagen. Dem Heiligen Römischen Kaiser blieb keine andere Wahl, als dem Frieden von Anagni zuzustimmen, der Alexander III. als Papst anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich verbrachte das nächste Jahrzehnt &amp;quot;friedlich&amp;quot; ... und rächte sich an den deutschen Herzögen (inklusive seines Vetters), die ihm die Unterstützung beim Einmarsch in Italien verwehrt hatten. Auch verwies er die Italiener erneut an ihren Platz, indem er gemeinsame Sache mit dem örtlichen Landadel machte und bestimmte aufmüpfige Städte der Toskana herabsetzte. Doch das alte Schlachtross schien rastlos zu sein. Und mild war er auch keinesfalls. 1189 n. Chr. schloss er sich zusammen mit Frankreichs König Philipp II. und Englands König Richard I. dem Dritten Kreuzzug auf ein Zeichen des neuen Papstes an. Doch er erreichte Saladin nie, da er im Juni 1190 bei dem Versuch ertrank, den Saleph auf seinem Pferd zu durchschreiten, statt eine volle Brücke zu nehmen. Irgendwie ein passendes Ende für Barbarossa (nur um das Pferd tut es einem leid).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategien===&lt;br /&gt;
Wie schon in der Vergangenheit ist Deutschland unter Friedrich Barbarossa ein Machtgebilde, das seine Feinde durch Produktivität und militärische Macht zu überrollen droht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Städte können rasch produktiv werden und einen zweiten, dritten oder weiteren Bezirk viele Runden vor ihren Gegnern hinzufügen. In der Nähe gelegene Stadtstaaten können unversehens von Friedrichs &amp;quot;Heiligem Römischen Reich&amp;quot; einverleibt werden. Haltet nach ihm Ausschau, um einen Stadtstaat mit fruchtbaren Ländereien und Rohstoffen anzugreifen, und vergeudet Eure Zeit nicht damit, auf diplomatischem Weg zum Ziel zu kommen. In der Moderne erhält Deutschland das U-Boot, eine wichtige Einheit zur wirtschaftlichen Zerstörung des Gegners. Durch seine Schwerindustriebasis kann Deutschland dann an jeder beliebigen Front zum Sieg drängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ludwig II. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Ludwig II. von Bayern|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1845 - 1886|&lt;br /&gt;
Bild = ludwig_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Ludwig_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Deutschland symbol civ6 inv.png|x40px|link=Deutschland_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Ludwig_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Ludwig_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig, der &amp;quot;Märchenkönig&amp;quot; des katholischen Königreichs, war eine eigentümliche Persönlichkeit. Seine Regentschaft war alles andere als profitabel für sein Königreich. Unter ihm verlor Bayern seine Unabhängigkeit an das Deutsche Reich, doch Ludwig interessierte sich weniger für Politik als vielmehr dafür, regionale Märchen zum Leben zu erwecken. Seine Bauvorhaben und Paläste waren Reiche der Fantasie – oder des Wahnsinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayern ist der größte, jedoch nicht der einflussreichste der deutschen Staaten, wurde schon früh durch eine römische Präsenz geprägt und war lange ein katholisches Bollwerk in einer weitgehend protestantischen Region. Später wurde Bayern zu einem wichtigen Wahlberechtigten des Heiligen Römischen Reiches und zur Heimat der Wittelsbach-Monarchie (ab 1214 n. Chr.) – einer Dynastie, die mit den österreichischen Habsburgern konkurrierte. Dies Konkurrenz führte bei vielen Gelegenheiten zu offenen Kriegen. Hierbei ist anzumerken, dass Bayern und Österreich sich in Sprache, Kultur und Religion deutlich näher sind als dem preußischen Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Moderne spielte Bayern seine Rivalen in Österreich zunächst halbwegs erfolgreich gegen das aufstrebende Preußen aus, musste sich letztlich aber doch beugen und dem Deutschen Reich unter preußischer Vorherrschaft anschließen – so wurde Bayern zum Teil des heutigen Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird Bayern von wohlhabenden Bauern, einer leicht konservativen Haltung und streng katholischen Wurzeln geprägt. Es ist zudem die symbolische Heimat der deutschen Volkstümlichkeit – im Schatten der Alpen kann man nichts anders als zu träumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau hier kommen wir zum &amp;quot;verrückten&amp;quot; Ludwig. Ludwig wurde als Kind eines bayerischen Adelshauses (seine Mutter war eine Kronprinzessin von Preußen) in eine elitäre und relativ kalte Familie geboren. Er war schon in jungen Jahren von Märchen und Mythen umgeben, vom Wandern durch die Alpen zu seiner Kinderstube in Schloss Hohenschwangau – ein fantastisches neugotisches Schloss, das zu Ehren des Schwanenritters Lohengrin erbaut wurde – bis hin zu seiner Faszination für Wagner. Ritter, Drachen, Nixen und Feen bestimmten das Leben des jungen Ludwig, selbst als er mit 19 zum König von Bayern proklamiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwigs sexuelle Vorlieben sollten ebenfalls erwähnt werden. Er war homosexuell und unterhielt etliche Affären mit seinen Wachen. Ähnliche sexuelle Neigungen waren in der Tat ein weiterer Grund für die enorme Sympathie zwischen Ludwig und Wagner (auch wenn Ludwig Wagners Antisemitismus nicht teilte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwigs Verbundenheit mit den Alpen und seine Freundschaft zum österreichischen Adel lenkten seine Sympathien in deren Richtung, was sich als diplomatisch unklug erweisen sollte. Nach der Niederlage Österreichs gegen Preußen wurde Bayern in die österreichischen diplomatischen Kreise gezogen und zum Eintritt in das Deutsche Reich gezwungen. Angesichts seiner Größe und Macht wurde Bayern jedoch eine eigene Armee und weitreichende Unabhängigkeit zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser erzwungene Verzicht auf politische Ambitionen schuf freien Raum für Ludwigs Fantasien. Das 19. Jahrhundert war ein Zeitalter des Nationalismus und zahlreiche Länder, ob neu oder alt, waren bemüht, ihre eigenen Landeskulturen zu entdecken, auszuschmücken oder von Grund auf neu zu schaffen. Ludwig widmete sich (neben der Förderung Wagners) an Schlossbau, wie zum Beispiel der Errichtung seines Schlosses Neuschwanstein. Das Schloss wurde von der Legende des Schwanenritters inspiriert, die einen großen Teil von Ludwigs Kindheit bestimmte – ein Märchen von einem Ritter, der auf einem schwanengleichen Boot eintrifft, um die Ehre der Unschuldigen zu verteidigen, jedoch nie nach seinem Namen gefragt werden darf. Das Schloss ist auch ein Denkmal für die absolute Monarchie und das Gottesgnadentum in Kombination mit Nationalismus – die Erhabenheit der Könige beruft sich auf die Geister des Landes. Doch dies war nicht sein einziges Bauvorhaben – neben den Plänen für einen Nachbau von Versailles und eine weitere gotische Burg auf dem &amp;quot;wilden, romantischen&amp;quot; Falkenstein errichtete er auch das französisch angehauchte Schloss Linderhof sowie ein prunkvolles Appartement in der Münchner Residenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlösser sind schön, aber auch teuer. Ludwig verschuldete sich so sehr, dass er von seiner eigenen Regierung für geisteskrank erklärt und entmündigt wurde. Er wurde in Gewahrsam genommen und einen Tag später, während er auf seine Verbringung wartete, gemeinsam mit seinem Arzt tot in einem See auf dem königlichen Anwesen aufgefunden. Sein Tod wurde zum Selbstmord (und im Falle des Arztes zum Mord) erklärt. Die forensischen Beweise der damaligen Zeit widersprachen dieser Theorie jedoch und deuteten Düstereres an. Sein tragischer Tod war womöglich ein passendes Ende für Ludwig, der oft zu sagen pflegte &amp;quot;Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Bringt mit dem Märchenkönig Ludwig II. Wunder und Schönheit in eine sonst triste Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baut mit Ludwig so viele Bezirke, wie eine Stadt haben kann – mit der deutschen Zivilisationsfähigkeit sogar mehr als jede andere Zivilisation – und platziert dann Wunder in Euren Bezirken. Selbst nicht fertiggestellte Wunder bringen Euch {{6kult}} Kultur. Die zusätzliche {{6prod}} Produktion des Hanse-Spezialbezirks hilft Euch, sie fertigzustellen. In der Moderne könnt Ihr Eure Wunder mit der Hilfe von U-Booten, den Schwanen der Neuzeit, vor neidischen Rivalen schützen und jeden Invasionsversuch vereiteln. Das Freischalten von Burgen ist der Schlüssel, um mit Ludwig einen Kultursieg zu erringen – Ihr erhaltet {{6touri}} Tourismus für jeden Bezirk, der {{6kult}} Kultur erzeugt, einschließlich unvollendeter Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Deutschland_(Civ6)&amp;diff=58223</id>
		<title>Deutschland (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:58:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Friedrich I. Barbarossa */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Deutschland''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Deutschland]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Deutschland&lt;br /&gt;
| Bild = deutschland_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft = {{Eigenschaft_Deutschland_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I. Barbarossa]] und [[Deutschland (Civ6)#Ludwig II.|Ludwig II.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Deutsches U-Boot (Civ6)|Deutsches U-Boot]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit = deutsches_uboot_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Industriegebiet_(Civ6)#Hanse|Hanse]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = industriegebiet_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grau, Hellblau&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die germanischen St&amp;amp;#228;mme gerieten erstmals durch Julius C&amp;amp;#228;sars gallische Kriege ins Rampenlicht der Geschichte. Die Bem&amp;amp;#252;hungen der R&amp;amp;#246;mer, ihre Vorherrschaft &amp;amp;#252;ber den Rhein auszudehnen, dauerten zwar jahrzehntelang an, doch schlie&amp;amp;#223;lich gelang es ihnen, die Grenzen entlang des Rheins und der Donau zu stabilisieren. Zu diesem Zeitpunkt erstreckte sich die germanische Kultur von Skandinavien bis weit in die s&amp;amp;#252;dlichen Karpaten. Wenngleich die Grenze massiv befestigt war, stellte sie nie ein Hindernis f&amp;amp;#252;r den Handel oder den Austausch von Kulturgut dar. Auf der Flucht vor den Hunnen fielen unz&amp;amp;#228;hlige germanische St&amp;amp;#228;mme im 4. und 5. Jahrhundert in das r&amp;amp;#246;mische Reich ein. W&amp;amp;#228;hrend Ostrom die Krise &amp;amp;#252;berdauerte und weitere 1000 Jahre existierte, schufen die germanischen St&amp;amp;#228;mme im Westen Europas eigenst&amp;amp;#228;ndige K&amp;amp;#246;nigreiche.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;In der Folgezeit gelang es vor allem den Franken, sich gegen die &amp;amp;#252;brigen St&amp;amp;#228;mme durchzusetzen. Die merowingischen K&amp;amp;#246;nige und ihre karolingischen Nachfolger brachten einen Gro&amp;amp;#223;teil des sp&amp;amp;#228;teren deutschen Hoheitsgebiets unter fr&amp;amp;#228;nkische Kontrolle, aber die endlosen Angriffe seitens der D&amp;amp;#228;nen, Sarazenen (Muslime) und Mayaren im sp&amp;amp;#228;ten 9. und 10. Jh. schw&amp;amp;#228;chten den Zusammenhalt des K&amp;amp;#246;nigreichs. Weil die Karolinger nicht in der Lage waren, ihr Territorium effizient zu verteidigen, entstanden in fast allen germanischen Landstrichen einflussreiche Herrschergeschlechter von Markgrafen, Grafen und Erbadeligen, deren gegenseitiges R&amp;amp;#228;nkeschmieden und Kriegf&amp;amp;#252;hren immer nur f&amp;amp;#252;r kurze Zeit abriss, wenn ein charismatischer Herrscher wie Friedrich Barbarossa (1155-1190) in Erscheinung trat. Die germanische Geschichte der Folgezeit war trotz der zentralen Rolle des Heiligen R&amp;amp;#246;mischen Reichs vom Aufstieg und Fall der feudalen Grunds&amp;amp;#228;tze gepr&amp;amp;#228;gt. Es sollte nahezu 1000 Jahre dauern, bis Deutschland wieder unter einem einzigen Herrscher geeint war. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Schlie&amp;amp;#223;lich sollte das kleine K&amp;amp;#246;nigreich Preu&amp;amp;#223;en die 100 deutschen Kleinstaaten unter einem gemeinsamen Banner vereinen. Die preu&amp;amp;#223;ischen K&amp;amp;#246;nige hatten ihren Einfluss durch eine kluge Heiratspolitik und mehrere Kriege immer weiter ausgedehnt. K&amp;amp;#246;nig Friedrich Wilhelm I. (1713-40) formte das preu&amp;amp;#223;ische Heer zu einer der schlagkr&amp;amp;#228;ftigsten Armeen Europas. Mit dieser Streitmacht f&amp;amp;#252;gte sein Sohn, Friedrich II., der Gro&amp;amp;#223;e (1740-86), den europ&amp;amp;#228;ischen Gro&amp;amp;#223;m&amp;amp;#228;chten &amp;amp;#214;sterreich und Russland einige schwere Niederlagen zu. Gleichzeitig war Friedrich ein bedeutender F&amp;amp;#246;rderer der K&amp;amp;#252;nste. An seinem Hof lebten Philosophen und K&amp;amp;#252;nstler aus ganz Europa. Schlie&amp;amp;#223;lich verstand sich der aufgekl&amp;amp;#228;rte Despot gleicherma&amp;amp;#223;en auf die Abwehr russischer Invasionsversuche als auch auf das Fl&amp;amp;#246;tenspiel.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nach den Dem&amp;amp;#252;tigungen und milit&amp;amp;#228;rischen Niederlagen w&amp;amp;#228;hrend der Franz&amp;amp;#246;sischen Revolution und der napoleonischen Kriege gelang Preu&amp;amp;#223;en die Umstrukturierung und Modernisierung des Reichs. Angesichts der deutschlandweiten Unruhen w&amp;amp;#228;hrend der Revolution des Jahres 1848 zog Wilhelm I. von Preu&amp;amp;#223;en (1861-88) zun&amp;amp;#228;chst die Abdankung zugunsten seines Sohnes in Betracht, der allem Anschein nach &amp;amp;#228;hnliche politische Ansichten vertrat wie die liberale Opposition. Stattdessen lie&amp;amp;#223; sich Wilhelm I. jedoch &amp;amp;#252;berreden, eine v&amp;amp;#246;llig neue Regierung unter der F&amp;amp;#252;hrung von Otto von Bismarck, dem preu&amp;amp;#223;ischen Botschafter in Paris, zu bilden. Im September 1862 sorgte die Meldung, dass ein konservativer, nationalistischer und realpolitischer Staatsmann zum Reichskanzler Preu&amp;amp;#223;ens ernannt worden war, in ganz Europa f&amp;amp;#252;r Aufsehen. Nach drei kurzen aber entscheidenden Kriegen gegen D&amp;amp;#228;nemark, &amp;amp;#214;sterreich und Frankreich, die jeweils von deutschen Einzelstaaten im Verbund gef&amp;amp;#252;hrt worden waren, proklamierte Bismarck im Januar 1871 das Deutsche Reich - und hatte Deutschland damit in nur zehn Jahren geeint. (B&amp;amp;#246;se Zungen behaupten, Preu&amp;amp;#223;en h&amp;amp;#228;tte Deutschland eher unterworfen.)&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt; Allerdings f&amp;amp;#252;hrte derselbe Nationalismus, der die Einigung erm&amp;amp;#246;glicht hatte, wenig sp&amp;amp;#228;ter zur Katastrophe. Als K&amp;amp;#246;nig Wilhelm II. das bismarcksche B&amp;amp;#252;ndnissystem, das die Feinde Preu&amp;amp;#223;ens isoliert hatte, ignorierte und leichtfertig den 1. Weltkrieg entfesselte, stand das Deutsche Reich pl&amp;amp;#246;tzlich einer Koalition Gro&amp;amp;#223;britanniens, Frankreichs und Russlands gegen&amp;amp;#252;ber. Trotz anf&amp;amp;#228;nglicher Erfolge entwickelte sich der Konflikt zu einem Stellungskrieg, den Deutschland (sp&amp;amp;#228;testens nach dem Kriegseintritt der USA im Jahr 1917) nicht gewinnen konnte. Nachdem die westlichen Alliierten nach dem 1. Weltkrieg einen immer noch von Misstrauen durchsetzten Frieden geschlossen hatten, begann 1929 der weltweite Wirtschaftskollaps - und bereitete damit den N&amp;amp;#228;hrboden f&amp;amp;#252;r politischen Extremismus. In den n&amp;amp;#228;chsten 10 Jahren gelang es Nationalsozialisten und Kommunisten, die politischen und wirtschaftlichen Ressentiments zu sch&amp;amp;#252;ren, die aus der milit&amp;amp;#228;rischen Niederlage und der Wirtschaftskrise resultierten. Hitlers Ernennung zum Kanzler im Januar 1933 st&amp;amp;#252;tzte sich nicht auf die breite Zustimmung der Bev&amp;amp;#246;lkerung, sondern war vielmehr das Ergebnis unabl&amp;amp;#228;ssiger politischer Intrigen. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Der 2. Weltkrieg wird oft auch als &amp;quot;Hitlers Krieg&amp;quot; bezeichnet, denn er setzte revolution&amp;amp;#228;re neue Taktiken ein, wie die Panzerformationen. Damit kam er seinem Ziel, die Vorherrschaft &amp;amp;#252;ber ganz Europa zu erlangen, sehr nahe, doch seine Entscheidung, Panzerbrigaden in die Sowjetrepublik Russland zu entsenden, brachte die unerwartete Wende: Ende 1942 schien der Sieg der Deutschen noch m&amp;amp;#246;glich, aber im Fr&amp;amp;#252;hling 1945 war das Dritte Reich endg&amp;amp;#252;ltig am Ende. Als Konsequenz der Kapitulation und des einsetzenden Kalten Krieges wurde ein ern&amp;amp;#252;chtertes Deutschland in zwei milit&amp;amp;#228;risch besetzte Zonen geteilt: Ostdeutschland stand unter sowjetischer Herrschaft, Wirtschaft und Infrastruktur stagnierten, w&amp;amp;#228;hrend der erfolgreiche Wiederaufbau in Westdeutschland - ausgehend von der desolaten wirtschaftlichen und politischen Situation am Ende des 2. Weltkrieges - geradezu legend&amp;amp;#228;re Dimensionen annahm.  Der f&amp;amp;#252;r Europa unerwartete Umbruch und anschlie&amp;amp;#223;ende Zerfall der sowjetischen Ordnung f&amp;amp;#252;hrte zum Einigungsvertrag, der im September 1990 vom westdeutschen Bundestag und der ostdeutschen Volkskammer ratifiziert wurde: Nach 45 Jahren der Teilung wurde aus den Deutschen wieder eine geeinte Nation. Heute ist Deutschland eine bedeutende Wirtschaftsmacht und ein f&amp;amp;#252;hrendes Mitglied der Europ&amp;amp;#228;ischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedrich I. Barbarossa ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Friedrich I. Barbarossa|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1122 - 1190|&lt;br /&gt;
Bild = barbarossa_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Friedrich_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Deutschland symbol civ6 inv.png|x40px|link=Deutschland_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Friedrich_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Friedrich_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzog von Schwaben, König von Burgund, König von Deutschland, König der Römer. König von Italien, Heiliger Römischer Kaiser ===&lt;br /&gt;
'''Die Macht Deutschlands wird ewig währen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich (der später den Spitznamen &amp;quot;Barbarossa&amp;quot; von den widerspenstigen Italienern bekam, die er beherrschen wollte) sammelte Titel wie er auch Feinde sammelte. Bis zu seinem Tode im Juni 1190 n. Chr. hatte er von beidem genug. Am Ende hatte er alle Herausforderer besiegt ... von einem schnell fließenden Fluss einmal abgesehen. Historiker sehen ihn als einen der größten - wenn nicht den größten - mittelalterlichen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches an (nun gut, er war auch der Erste). Verglichen mit seinen Kollegen ließen Friedrich Barbarossas Langlebigkeit, Ehrgeiz, Organisationstalent, Tapferkeit auf dem Schlachtfeld, politischer Weitblick und Unbarmherzigkeit ihn wie einen Übermenschen in einem Zeitalter wirken, das die Zivilisation als &amp;quot;dunkles&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich wurde 1122 in eine Familie geboren, die von sich behauptete, Nachkommen von Karl dem Großen zu sein. Er war Erbe des Herzogtums Schwaben - eines von rund 1600 kleineren Herzogtümern und Stadtstaaten, aus denen zu der Zeit &amp;quot;Deutschland&amp;quot; bestand -, das er als Herrscher im Jahre 1147 übernahm. Da er eher von der rastlosen Sorte war, begleitete der neue Herzog kurze Zeit später seinen Onkel Konrad III., König von Deutschland, auf dem zum Scheitern verurteilten Zweiten Kreuzzug. Während sich die Franzosen entschieden hatten, einen sichereren, wenn auch längeren Weg ins Heilige Land einzuschlagen, marschierte Konrad direkt durch Anatolien, wo seine Truppen durch die Hand der seldschukischen Türken in der Schlacht von Doryläum dezimiert wurden, sich dann zur Küste zurückzogen und die meisten Überlebenden desertierten, um sich allein auf den Heimweg zu machen. Doch der unerschütterliche Friedrich machte von sich reden und zeigte sein Talent für Blutvergießen. Als Konrad 1152 starb, entschied er sich für Friedrich als seinen Nachfolger und gegen seinen eigenen Sohn (der aber zu diesem Zeitpunkt auch gerade einmal sechs Jahre jung war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. März wurde Friedrich in Frankfurt zum &amp;quot;gewählten&amp;quot; König von Deutschland gekrönt; fünf Tage später wurde er in Aachen zum König der Römer gekrönt (es war nicht unbedingt so, dass die Römer ihn unbedingt wollten, daher auch die Krönung in einer deutschen Stadt). Deutschland war zu dieser Zeit lediglich eine zerstrittene Flickschusterei von Prinzen, Herzögen und anderen nichtsnutzigen Königlichen, die Regionen in der Größe Bayerns oder auch bis zu den winzigsten Flecken auf der Landkarte für sich beanspruchten (sofern man zu der Zeit überhaupt schon aussagekräftige Landkarten hatte). Friedrich erkannte, dass der einzige Weg, die Ordnung wiederherzustellen, darin bestand, allen ein gemeinsames Ziel aufzuzeigen ... die Durchsetzung der deutschen kaiserlichen Rechte in Italien. Und anders als ein Abebben des Feudalismus wie in anderen Reichen zu fördern, war er bestrebt, ihn vollständig wiederherzustellen und dabei die deutschen Fürsten mit üppigen Zugeständnissen zu bestechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Friedrich den Deutschen den Ruhm wiederbringen wollte, der ihnen unter Karl dem Großen und Otto dem Großen zuteil geworden war, indem er rücksichtslos über die Italiener hinwegfegen würde, so musste er dem Papsttum Honig um den Bart schmieren. Außerdem wollte Friedrich seine lieblose und, noch viel wichtiger, kinderlose Ehe mit Adela von Vohburg annullieren. Im März 1153 schloss er den Konstanzer Vertrag mit Papst Eugen III., mit dem sich Friedrich verpflichtete, das Papsttum zu verteidigen, keinen Frieden mit Sizilianern oder anderen Feinden der Kirche zu schließen und Rom von den unzivilisierten Republikanern zurückzuerobern. Und er wurde Adela los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Ausrede und dem Segen des Heiligen Vaters marschierte Friedrich im Oktober 1154 nach Süden. Erst unterwarf er Mailand, dann plünderte und zerstörte er das hartnäckige Tortona. Friedrich erhielt die Eisenkrone und wurde so zum König Italiens. Nach Pavia, Bologna und der Toskana erreichte er schon bald Rom selbst. Dort traf er den neuen Papst Hadrian IV. im Vatikan. Am Folgetag, dem 18. Juni 1155, krönte Hadrian Friedrich I. zum Heiligen Römischen Kaiser im Petersdom unter dem tosenden Jubel der deutschen Truppen und der totalen Stille der Römer. Die undankbaren hiesigen Bewohner begannen zu rebellieren und Friedrich verbrachte seinen Krönungstag damit, der Stadt den Frieden zu bringen - auf Kosten rund 1000 toter Römer. Nach einem erfolgreichen ersten Trip nach Italien kehrte Friedrich nach Deutschland zurück. Er hatte den Papst im Schlepptau, griff Spoleto an und traf sich mit einem Botschafter des byzantinischen Kaisers auf dem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seiner Rückkehr fand Kaiser Rotbart (wie er von den Deutschen genannt wurde) die Adligen in Erbschachereien verwickelt. Er klärte die Unruhen auf seine üblich delikate Art - indem er die Titel und Landbesitze durchtauschte, damit den Prinzen und Herzögen die Unterstützung ihrer neuen Untergebenen fehlen würde. So übertrug Friedrich zum Beispiel das Herzogtum Bayern an seinen Vetter, der zu der Zeit eigentlich der Herzog von Sachsen war, und ernannte den ehemaligen Herzog von Bayern zum neuen Herzog von Österreich. Und so weiter. Im Vorbeigehen heiratete er Beatrix von Burgund 1156 und wurde so 1178 zum König von Burgund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse schläft nicht, wie es so schön heißt. Kaiser Friedrich Barbarossa führte vier weitere Invasionen nach Italien (in den Jahren 1158, 1163, 1166 und 1174) an, größtenteils - und wiederholt - zur Klärung der Frage, wer auf dem Thron des Petrus sitzen solle. Er beabsichtigte auch ... mehrfach ... sich um die Probleme des normannischen Siziliens zu kümmern, wurde jedoch stets von Revolten in Norditalien und Unruhen im Rheinland abgehalten. Bei seiner fünften Expedition nach Italien, wo er sich dem Lombardenbund gegenüber sah, zu dem nicht nur verschiedene italienische Städte gehörten, sondern auch Sizilien und Konstantinopel, wurde der alternde, aber immer noch formidable Friedrich in der Schlacht von Alexandria 1175 besiegt. Europa war schockiert. Als die deutschen Herzöge es ablehnten, Hilfe zu schicken, wurde Friedrich im Mai 1176 entscheidend bei Legnano nahe Mailand geschlagen. Dem Heiligen Römischen Kaiser blieb keine andere Wahl, als dem Frieden von Anagni zuzustimmen, der Alexander III. als Papst anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich verbrachte das nächste Jahrzehnt &amp;quot;friedlich&amp;quot; ... und rächte sich an den deutschen Herzögen (inklusive seines Vetters), die ihm die Unterstützung beim Einmarsch in Italien verwehrt hatten. Auch verwies er die Italiener erneut an ihren Platz, indem er gemeinsame Sache mit dem örtlichen Landadel machte und bestimmte aufmüpfige Städte der Toskana herabsetzte. Doch das alte Schlachtross schien rastlos zu sein. Und mild war er auch keinesfalls. 1189 n. Chr. schloss er sich zusammen mit Frankreichs König Philipp II. und Englands König Richard I. dem Dritten Kreuzzug auf ein Zeichen des neuen Papstes an. Doch er erreichte Saladin nie, da er im Juni 1190 bei dem Versuch ertrank, den Saleph auf seinem Pferd zu durchschreiten, statt eine volle Brücke zu nehmen. Irgendwie ein passendes Ende für Barbarossa (nur um das Pferd tut es einem leid).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategien===&lt;br /&gt;
Wie schon in der Vergangenheit ist Deutschland unter Friedrich Barbarossa ein Machtgebilde, das seine Feinde durch Produktivität und militärische Macht zu überrollen droht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Städte können rasch produktiv werden und einen zweiten, dritten oder weiteren Bezirk viele Runden vor ihren Gegnern hinzufügen. In der Nähe gelegene Stadtstaaten können unversehens von Friedrichs &amp;quot;Heiligem Römischen Reich&amp;quot; einverleibt werden. Haltet nach ihm Ausschau, um einen Stadtstaat mit fruchtbaren Ländereien und Rohstoffen anzugreifen, und vergeudet Eure Zeit nicht damit, auf diplomatischem Weg zum Ziel zu kommen. In der Moderne erhält Deutschland das U-Boot, eine wichtige Einheit zur wirtschaftlichen Zerstörung des Gegners. Durch seine Schwerindustriebasis kann Deutschland dann an jeder beliebigen Front zum Sieg drängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ludwig II. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Ludwig II. von Bayern|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1845 - 1886|&lt;br /&gt;
Bild = ludwig_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Ludwig_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Deutschland symbol civ6 inv.png|x40px|link=Deutschland_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Ludwig_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  Katholizismus|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Ludwig_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
'''Ein ewig Rätsel will ich bleiben mir und anderen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig, der &amp;quot;Märchenkönig&amp;quot; des katholischen Königreichs, war eine eigentümliche Persönlichkeit. Seine Regentschaft war alles andere als profitabel für sein Königreich. Unter ihm verlor Bayern seine Unabhängigkeit an das Deutsche Reich, doch Ludwig interessierte sich weniger für Politik als vielmehr dafür, regionale Märchen zum Leben zu erwecken. Seine Bauvorhaben und Paläste waren Reiche der Fantasie – oder des Wahnsinns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayern ist der größte, jedoch nicht der einflussreichste der deutschen Staaten, wurde schon früh durch eine römische Präsenz geprägt und war lange ein katholisches Bollwerk in einer weitgehend protestantischen Region. Später wurde Bayern zu einem wichtigen Wahlberechtigten des Heiligen Römischen Reiches und zur Heimat der Wittelsbach-Monarchie (ab 1214 n. Chr.) – einer Dynastie, die mit den österreichischen Habsburgern konkurrierte. Dies Konkurrenz führte bei vielen Gelegenheiten zu offenen Kriegen. Hierbei ist anzumerken, dass Bayern und Österreich sich in Sprache, Kultur und Religion deutlich näher sind als dem preußischen Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Moderne spielte Bayern seine Rivalen in Österreich zunächst halbwegs erfolgreich gegen das aufstrebende Preußen aus, musste sich letztlich aber doch beugen und dem Deutschen Reich unter preußischer Vorherrschaft anschließen – so wurde Bayern zum Teil des heutigen Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird Bayern von wohlhabenden Bauern, einer leicht konservativen Haltung und streng katholischen Wurzeln geprägt. Es ist zudem die symbolische Heimat der deutschen Volkstümlichkeit – im Schatten der Alpen kann man nichts anders als zu träumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau hier kommen wir zum &amp;quot;verrückten&amp;quot; Ludwig. Ludwig wurde als Kind eines bayerischen Adelshauses (seine Mutter war eine Kronprinzessin von Preußen) in eine elitäre und relativ kalte Familie geboren. Er war schon in jungen Jahren von Märchen und Mythen umgeben, vom Wandern durch die Alpen zu seiner Kinderstube in Schloss Hohenschwangau – ein fantastisches neugotisches Schloss, das zu Ehren des Schwanenritters Lohengrin erbaut wurde – bis hin zu seiner Faszination für Wagner. Ritter, Drachen, Nixen und Feen bestimmten das Leben des jungen Ludwig, selbst als er mit 19 zum König von Bayern proklamiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwigs sexuelle Vorlieben sollten ebenfalls erwähnt werden. Er war homosexuell und unterhielt etliche Affären mit seinen Wachen. Ähnliche sexuelle Neigungen waren in der Tat ein weiterer Grund für die enorme Sympathie zwischen Ludwig und Wagner (auch wenn Ludwig Wagners Antisemitismus nicht teilte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwigs Verbundenheit mit den Alpen und seine Freundschaft zum österreichischen Adel lenkten seine Sympathien in deren Richtung, was sich als diplomatisch unklug erweisen sollte. Nach der Niederlage Österreichs gegen Preußen wurde Bayern in die österreichischen diplomatischen Kreise gezogen und zum Eintritt in das Deutsche Reich gezwungen. Angesichts seiner Größe und Macht wurde Bayern jedoch eine eigene Armee und weitreichende Unabhängigkeit zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser erzwungene Verzicht auf politische Ambitionen schuf freien Raum für Ludwigs Fantasien. Das 19. Jahrhundert war ein Zeitalter des Nationalismus und zahlreiche Länder, ob neu oder alt, waren bemüht, ihre eigenen Landeskulturen zu entdecken, auszuschmücken oder von Grund auf neu zu schaffen. Ludwig widmete sich (neben der Förderung Wagners) an Schlossbau, wie zum Beispiel der Errichtung seines Schlosses Neuschwanstein. Das Schloss wurde von der Legende des Schwanenritters inspiriert, die einen großen Teil von Ludwigs Kindheit bestimmte – ein Märchen von einem Ritter, der auf einem schwanengleichen Boot eintrifft, um die Ehre der Unschuldigen zu verteidigen, jedoch nie nach seinem Namen gefragt werden darf. Das Schloss ist auch ein Denkmal für die absolute Monarchie und das Gottesgnadentum in Kombination mit Nationalismus – die Erhabenheit der Könige beruft sich auf die Geister des Landes. Doch dies war nicht sein einziges Bauvorhaben – neben den Plänen für einen Nachbau von Versailles und eine weitere gotische Burg auf dem &amp;quot;wilden, romantischen&amp;quot; Falkenstein errichtete er auch das französisch angehauchte Schloss Linderhof sowie ein prunkvolles Appartement in der Münchner Residenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlösser sind schön, aber auch teuer. Ludwig verschuldete sich so sehr, dass er von seiner eigenen Regierung für geisteskrank erklärt und entmündigt wurde. Er wurde in Gewahrsam genommen und einen Tag später, während er auf seine Verbringung wartete, gemeinsam mit seinem Arzt tot in einem See auf dem königlichen Anwesen aufgefunden. Sein Tod wurde zum Selbstmord (und im Falle des Arztes zum Mord) erklärt. Die forensischen Beweise der damaligen Zeit widersprachen dieser Theorie jedoch und deuteten Düstereres an. Sein tragischer Tod war womöglich ein passendes Ende für Ludwig, der oft zu sagen pflegte &amp;quot;Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Bringt mit dem Märchenkönig Ludwig II. Wunder und Schönheit in eine sonst triste Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baut mit Ludwig so viele Bezirke, wie eine Stadt haben kann – mit der deutschen Zivilisationsfähigkeit sogar mehr als jede andere Zivilisation – und platziert dann Wunder in Euren Bezirken. Selbst nicht fertiggestellte Wunder bringen Euch {{6kult}} Kultur. Die zusätzliche {{6prod}} Produktion des Hanse-Spezialbezirks hilft Euch, sie fertigzustellen. In der Moderne könnt Ihr Eure Wunder mit der Hilfe von U-Booten, den Schwanen der Neuzeit, vor neidischen Rivalen schützen und jeden Invasionsversuch vereiteln. Das Freischalten von Burgen ist der Schlüssel, um mit Ludwig einen Kultursieg zu erringen – Ihr erhaltet {{6touri}} Tourismus für jeden Bezirk, der {{6kult}} Kultur erzeugt, einschließlich unvollendeter Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Brasilien_(Civ6)&amp;diff=58222</id>
		<title>Brasilien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:57:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Peter II. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Brasilien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Brasilien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Brasilien&lt;br /&gt;
| Bild = brasilien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Brasilien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Brasilien (Civ6)#Peter II.|Peter II.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Minas Geraes_(Civ6)|Minas Geraes]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  minas_geraes_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Bezirk = [[Unterhaltungskomplex_(Civ6)#Carnival|Carnival]]&lt;br /&gt;
| Icon_District = unterhaltungskomplex_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grün, gelb&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Paulo Coelho, der größte Schriftsteller Brasiliens, schrieb über sein Volk &amp;quot;Sie suchen nach den Kostbarkeiten in ihrer Bestimmung, ohne ihre Bestimmung wirklich ausleben zu wollen&amp;quot;. Auch wenn die Brasilianer die siebtgrößte Wirtschaft der Welt genießen (und sie wächst immer noch), eine diverse kulturelle Mischung, den besten Lebensstandard des Kontinents und eines der größten Ökosysteme des Planeten, gelten sie weithin als die &amp;quot;ultimativen Partytiere&amp;quot;. Wie gerechtfertigt dieses Vorurteil heutzutage auch sein mag, Brasiliens Vergangenheit war alles andere als ein Karneval. Eigentlich war sie sogar regelrecht trostlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Papst im Jahre 1494 beschloss, die Neue Welt im Vertrag von Tordesillas aufzuteilen, fiel eine Ausbuchtung in Südamerika an die östliche (portugiesische) Seite. Das war das Einzige, was die Portugiesen vom Vertrag hatten, aber es war ein Riesending. Das Land wurde im April 1500 von Pedro Cabral beansprucht, als die Flotte, die er die afrikanische Küste hinab und um das Kap der Guten Hoffnung führte, so weit westwärts abkam, dass sie versehentlich in Südamerika landete. Bei seiner Ankunft bewohnten an die 2.000 Stämme von Eingeborenen (&amp;quot;Indios&amp;quot; genannt) die Küste und das Amazonasbecken. Diese Halbnomaden lebten von der Jagd, Fischerei, wandernder Landwirtschaft, Stammeskriegen und Kannibalismus. Da es offensichtlich war, dass diese Eingeborenen nichts mit ihrem reichen Land anfangen konnten und sicherlich keine &amp;quot;guten Christen&amp;quot; waren, begannen die ersten portugiesischen Einwanderer 1532 damit, Gebiete abzustecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entdeckung des Brasilholzes - ein dichtes, orangerotes Hartholz, das geschätzt wird für Färbemittel und den Bau verweichlichter Musikinstrumente und Möbel - weckte das Interesse der Krone. 1534 unterstützte König Johann III. mehr private koloniale Unternehmungen. 1549 ernannte der König einen Generalgouverneur und Brasilien wurde offiziell zur portugiesischen Kolonie. In Kriegen gegen die Franzosen erweiterten die Portugiesen langsam ihren Besitz nach Norden und Süden, sie nahmen 1567 Rio de Janeiro ein und 1615 São Luís. 1680 beanspruchten sie das Land um den Río de la Plata, das zu ihrem südlichsten Territorium wurde. In der Zwischenzeit wurde das innere Amazonasgebiet mit britischen und holländischen Stellungen überzogen. Wie überall in den Amerikas wurden die Indios entweder ermordet, versklavt oder ausgerottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlung Brasiliens war sicherlich eine riskante Angelegenheit. Zehntausende Indios starben an europäischen Krankheiten, Tausende Europäer an den Fiebern der Eingeborenen. Das Landesinnere war heiß und feucht, meist Dschungel oder Sumpf, unterbrochen durch angeschwollene Flüsse, wo schon der kleinste Kratzer den schleichenden Tod bedeuten konnte. Wenn man nicht von rivalisierenden Kolonisten erschossen oder von zornigen Eingeborenen gegessen wurde, war ein Großteil der Flora und Fauna giftig oder hungrig, von Moskitos bis zu Kaimanen. Dann gab es da noch die Geschichten von Riesenschlangen, die einen zermalmen konnten, oder Fischen, die einem das Fleisch von den Knochen nagten, die die Pioniere auf Trab hielten - sofern sie noch laufen konnten und nicht die Fußfäule hatten. Nichtsdestotrotz rückten die hartnäckigen Portugiesen weiter ins Landesinnere vor und errichteten Außenposten und Plantagen entlang der Flussufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 17. Jahrhunderts war Brasilien die größte und wichtigste von Portugals verstreuten Kolonien. Neben Brasilholz waren weitere wichtige Exportgüter Zuckerrohr, Farbstoffe und Gewürze. Die Portugiesen begannen mit ihrem Import von Sklaven aus Afrika, um die wachsende internationale Nachfrage nach diesen &amp;quot;Gütern&amp;quot; zu befriedigen. Schließlich sollte Portugal zu einer der größten Sklaven handelnden Nationen werden, mit Sklaven in den Hunderttausenden. Wieso sollte man auch auf unzählige unliebsame Arten dabei sterben, Profit aus dem Dschungel zu hacken, wenn jemand anderes die Arbeit für ein paar Centavos übernehmen kann? Gleichzeitig suchten Goldsucher vergeblich in den Dschungeln und Bergen Brasiliens nach Gold, bis man umfangreiche Vorkommen in Minas Gerais entdeckte. Der folgende Goldrausch brachte so immense Summen ein, dass 1763 die Hauptstadt von Salvador südlich nach Rio de Janeiro verlagert wurde, damit die Regierung ihren Anteil verbessern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Küste wuchsen Hafenstädte - Rio, Recife, Maceió, Fortaleza und andere - für die Verschiffung dieser Reichtümer. Sie wurden die kulturellen Zentren der Kolonie, mit Kirchen, Schulen, Konzerthallen, Tabernas (Tavernen), Bordellen, Damen-Hilfsgesellschaften und all dem anderen Drumherum der Zivilisation. Dorthin strömten die Hoffnungsvollen aus dem alten Land. Dann tauchte 1808 die portugiesische Königsfamilie (angeführt von Maria I.) mit den Ministern der Regierung in Rio de Janeiro auf, weil man es geschafft hatte, das Heimatland an Napoléon Bonaparte zu verlieren. Der Prinzregent Johann, der an Stelle seiner Mutter Maria I. regierte, die wegen &amp;quot;Geisteskrankheit&amp;quot; enthauptet worden war, machte Rio wieder zur Hauptstadt und herrschte von dort aus über das &amp;quot;Reich&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während er hier ansässig war, richtete er alle Ministerien einer souveränen Hauptstadt ein, gründete eine königliche Bibliothek, eine Militärakademie, eine königliche Münzprägeanstalt, eine Druckerei, medizinische und juristische Bildungsstätten. 1815 erklärte Johann Brasilien zum Königreich, das im Reich Portugal ebenbürtig ist. Nach der Niederlange von Frankreich wollte er in Brasilien bleiben, bis er nach Portugal zurückgerufen wurde, um sich um radikale Revolten zu kümmern. Im April 1821 ernannte Johann seinen Sohn Peter zum Regenten. Peters Minister, größtenteils in Brasilien geboren, drängten auf Unabhängigkeit, nachdem die portugiesische Armee weg war. Der junge Regent erklärte die Unabhängigkeit Brasiliens im September 1822 und wurde mit ungehöriger Eile zum Kaiser Peter I. gekrönt. 1825 erkannte die portugiesische Regierung zähneknirschend (aber was hätte man angesichts der gegebenen Situation schon tun können) die Souveränität Brasiliens an, und innerhalb eines Jahres taten es ihr selbst die sturköpfigsten europäischen Monarchen gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter I. wollte sicherstellen, dass Brasilien nicht unter den Streitigkeiten und Revolutionen leidet, die Brasiliens renitente Nachbarn plagten. Zu diesem Zweck war er der Hauptverfasser einer neuen Verfassung, einer ziemlich liberalen und fortgeschrittenen ... zumindest zu dieser Zeit. Aber Peter wurde zunehmend in Angelegenheiten in Portugal verwickelt und dankte 1831 zugunsten seines fünfjährigen Sohnes ab, damit er zurückkehren und den Familienthron beanspruchen konnte. Um das Vakuum zu füllen, das seine plötzliche Abreise hinterließ, wurde Peters Sohn mit 14 Jahren offiziell für volljährig erklärt und noch im gleichen Jahr zum Kaiser Peter II. gekrönt. Die fünfzig Jahre dauernde Regentschaft des neuen Kaisers war aufgeklärt und fortschrittlich, und Brasilien hatte ein &amp;quot;goldenes Zeitalter&amp;quot; in allen Bereichen - politisch, wirtschaftlich, industriell, gesellschaftlich, kulturell - und wurde fast kontinental in seiner Vornehmheit und Einstellung. Unter Peter II. gewann Brasilien drei Kriege, erhöhte seine internationale Anerkennung, modernisierte sich, reformierte das Rechts- und Geldwesen, steigerte seine landwirtschaftliche Vielfalt und schaffte die Sklaverei ab. Letzteres aber zerfraß die Unterstützung des gelandeten Adels. Überdies hatte Peter II., als er älter wurde, zunehmend die Verbindung zur neuen urbanen Mittelklasse und liberalen Studentenbewegung verloren, die seine Ideale und seine Politik gefördert hatten. Auch wenn er immer noch von seinem Volk geliebt wurde, wurde Peter im November 1889 durch einen unblutigen Militärcoup zugunsten einer Republik (die nicht lange Bestand hatte) entmachtet. Er war immer ein Patriot und als er ins Exil ging, erklärte Peter II. seine &amp;quot;sehnlichen Wünsche für Brasiliens Größe und Wohlstand&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Jahrhundert lang wurde Brasilien von einer Reihe Diktatoren und Militärjuntas regiert, mit gelegentlichen Schlenkern zur Demokratie, die schnell vom nächsten ambitionierten General wieder beendet wurden. 1894, während eines allgemeinen Friedens gab General Peixoto widerstrebend die Präsidentschaft an den ersten Zivilisten ab, der diesen Posten erhielt, Prudente de Morais. Er war Gouverneur des Staates São Paulo, der reich an Kaffee war und galt als der erste der &amp;quot;Kaffeepräsidenten&amp;quot;. Diese Präsidenten, hauptsächliche reiche Landbesitzer aus São Paulo und Minas Gerais, reformierten die Wirtschaft, modernisierten die Infrastruktur der Nation, hielten den Frieden aufrecht und führten die Nation durch schwierige internationale Zeiten, mit einer Politik nahe dem Isolationismus. Da sie dies rigoros durchzogen, boten sie wenig Demokratie, denn nur die Minderheit mit Landbesitz hatte ein Wahlrecht, Wahlfälschung war an der Tagesordnung und regionale Politbosse operierten nahezu straffrei, solange sie den Präsidenten an der Macht unterstützten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Entwicklungen beendeten schließlich die Periode der Kaffeepräsidenten. Erstens fiel der Kaffeepreis während der Weltwirtschaftskrise in den 1930ern jäh, und ohne eine Menge Geld war es nicht mehr so einfach, gewählt zu werden, um noch mehr abzuleiten. Zweitens gewann eine Bewegung aus Junior-Offizieren (die Tenentes) an Einfluss. Den Populismus unterstützend fochten die Tenentes nicht für die Demokratie, sondern für Reformen und Fortschritt. Sie glaubten vehement daran, dass nur das Militär in der Lage sei, die Nation ins Zeitalter der Moderne zu bringen. Um das zu tun, planten die jungen Offiziere, die zivilen Politiker auszubooten, den Einfluss der föderalen Regierung auszudehnen, das Militär zu modernisieren und den Regionalismus durch eine starke, zentrale Regierung auszuradieren. Die Wirtschaftskrise und allgemeine Unruhen führten dazu, dass Getúlio Vargas, ein unterlegener Präsidentschaftskandidat, mit Hilfe der Tenentes die Kontrolle über Brasilien übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vargas sollte die Macht vorübergehend für die Dauer der Wirtschaftskrise übernehmen, aber stattdessen löste er den Kongress auf, setzte die Verfassung außer Kraft und ersetzte die Gouverneure der brasilianischen Staaten durch seine Unterstützer, zumeist Militäroffiziere. Nach missglückten Staatsstreichen der Kommunisten 1935 und der Faschisten 1938, entwickelte sich Vargas' Regime zu einer vollständigen Diktatur, die auffiel durch ihre Brutalität und Zensur der Presse. 1964 wurde die Regierung durch einen weiteren Staatsstreich gestürzt. Auch wenn ihre Methoden harsch waren, so war die neue Junta wenigstens nicht so brutal wie jene in anderen Teilen des Kontinents. Vielmehr unterstützte sie den Kapitalismus, Modernisierung und internationale Abkommen, wodurch sie bei der unteren und mittleren Schicht beliebt war, selbst während der Jahre mit Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen ohne Prozess. General Ernesto Geisel übernahm 1974 die Präsidentschaft und begann überraschenderweise mit einer &amp;quot;langsamen, schrittweisen und sicheren&amp;quot; Politik zur Rückgabe der Macht an eine demokratische Regierung. Im Laufe mehrerer Jahre beendete er die Folterungen politischer Häftlinge, die Zensur der Presse und löste schließlich die Junta selbst auf. Sein Nachfolger setzte diesen Prozess fort und 1985 wurde nach den ersten freien Wahlen José Sarney zum Präsidenten ernannt, nachdem der ursprünglich gewählte Tancredo Neves infolge von gesundheitlichen Problemen das Amt nicht antreten konnte und daraufhin verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Peter II. ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Peter II.|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1825 - 1891 |&lt;br /&gt;
Bild = 6-symbol-peter2.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Peter2_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:brasilien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Brasilien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Peter2_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion = [[Katholizismus (Civ6)|Katholizismus]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Peter2_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiser von Brasilien ===&lt;br /&gt;
''' Ich kann mir keine edlere Aufgabe vorstellen, als junge Geister zu formen und die Menschen der Zukunft zu bereiten. '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vollständige Name des zukünftigen Kaisers bei seiner Geburt lautete Pedro de Alcântara João Carlos Leopoldo Salvador Bibiano Francisco Xavier de Paula Leocádio Miguel Gabriel Rafael Gonzaga, aus dem Haus Bragança, dem königlichen Geschlecht der portugiesischen Herrscher, es dürfte jedoch leichter sein, ihn einfach Peter II. zu nennen. Peter kam im Dezember 1825 n. Chr. in Rio de Janeiro (er war der erste brasilianische Herrscher, der auch in Brasilien geboren wurde) als zweiter Sohn von Peter I. und seiner österreichischen Gemahlin Maria Leopoldine zur Welt. Seine Mutter starb, als er ein Jahr alt war. Er wurde von Gouvernanten und Erziehern aufgezogen und erhielt eine klassische Erziehung. Obschon er mit strenger Disziplin sein tägliches Studium zu absolvieren hatte, wurde sich auch sehr darum bemüht, ihm ethische Werte mit auf den Weg zu geben und eine Persönlichkeit, die sich vom impulsiven und verantwortungslosen Charakter seines Vaters unterschied. Seine frühen Jahre erklären viele Aspekte seines Lebens: immer würdevoll, augenscheinlich distanziert, beeindruckend ruhig und penibel ernsthaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einziger männlicher Erbe von Peter I. trat Peter der II. mit 5 Jahren die Nachfolge seines Vaters an, als dieser seinetwegen abdankte und Interessen der Dynastie in Europa verfolgte. Die nächsten neun Jahre war Brasilien durch eine turbulente Regentschaft gezeichnet, bis Peter im Alter von 14 Jahren 1840 für volljährig erklärt und noch im gleichen Jahr gekrönt wurde. Bereits als Teenager nahm er eine aktive und für die korrupten Politiker, Plantagenbesitzer und Militärs zweifelsfrei beunruhigende Rolle bei der Bewältigung von Staatsangelegenheiten ein. Er sah seine kaiserliche Rolle als politischer Schlichter und vernachlässigte dafür seine eigenen Positionen, um die zahlreichen hitzigen politischen Dispute zu beenden. Während seiner Herrschaft stand Peter II. mehr als 36 verschiedenen Kabinetten vor, die größtenteils auf weitreichende öffentliche Unterstützung trafen, da er in der Regel von fähigen Beratern und Ministern unterstützt wurde, die er persönlich auswählte. Indem er sich klugerweise abwechselnd die Unterstützung sowohl der liberalen als auch der konservativen Partei sicherte, stellte er sicher, dass beide unter seiner Führung etwa gleich viel Zeit in der Regierung verbrachten, die jeweils von geordneten und gewaltfreien Übergängen unterbrochen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bot Peter II. die Gelegenheit, seiner Überzeugung zu folgen, dass Brasilien modernisiert werden müsste, um seinen rechtmäßigen Platz in der Welt einzunehmen. Entweder direkt oder durch seine Regierung förderte Peter den Bau der ersten gepflasterten Straße Brasiliens, der &amp;quot;Uniao e Industria&amp;quot; zwischen Rio de Janeiro und Juiz de Fora, den Bau der ersten Dampfeisenbahnstrecke von Santos nach São Paulo, die Einrichtung des ersten Telefondienstes 1877, die Verlegung der ersten Unterwasser-Telegrafenleitung von Brasilien nach Europa und die Einführung der ersten brasilianischen Briefmarke. In Vorausahnung der Bedürfnisse des Industriezeitalters regte er an, eher Kaffee als Zucker zu produzieren, auch wenn das menschliche Bedürfnis danach ebenfalls recht stark ist. Er wurde insgesamt immer beliebter, was vor allem daran lag, dass die brasilianische Bevölkerung wohlhabender und ihr Leben einfacher wurde. Selbst unter der Bevölkerung der Elendsviertel entlang des Amazonas machte sich so etwas wie ein Gefühl des Wohlstands breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Beziehungen zum Ausland waren weniger positiv, da etliche Nationen ob des verblüffenden wirtschaftlichen Wachstums und wachsenden politischen Einflusses Brasiliens besorgt waren. Zwei kleinere Vorfälle veranlassten die Briten, zunächst ein Ultimatum zu stellen und dann der königlichen Marine den Befehl zu erteilen, brasilianische Handelsschiffe zu beschlagnahmen. Peter weigerte sich, diese Schikanen hinzunehmen und mobilisierte sein eigenes Heer, um sich auf den Krieg gegen die britischen Stellungen in der Region vorzubereiten. Die britische Regierung änderte prompt ihre Haltung und schlug eine friedliche Lösung durch internationale Vermittlung vor. Schon kurze Zeit später verlangte ein lange Zeit unerklärter Krieg mit Uruguay - der durch die brasilianische Besetzung der Städte Salto und Paisandú beendet wurde - nach Peters Aufmerksamkeit. Kaum war dieser Konflikt beigelegt, da startete Paraguay eine Invasion, die zum kostspieligen Tripel-Allianz-Krieg führte, der mit einem bedingungslosen Sieg Brasiliens endete. Ein Konflikt mit der katholischen Kirche (1872 - 1875) konnte zwar durch Verhandlungen gelöst werden, doch Peter verlor dadurch die Unterstützung des Klerus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch war Peter II. durch den diplomatischen Sieg über Großbritannien und die Militärsiege über Uruguay und Paraguay beim Volk beliebter denn je. Nun versuchte er, durch diese Popularität auch sein am längsten währendes Vermächtnis zu begründen - die Emanzipierung der Sklaven in Brasilien. Der Kaiser sah in der Sklaverei das letzte große Hindernis auf Brasiliens Weg ins moderne Zeitalter sowie einen Affront gegen Gott. 1840 hatte er seine eigenen Sklaven in die Freiheit entlassen und drohte 1850 mit seiner Abdankung, sollte die Legislative den transatlantischen Sklavenhandel nicht für illegal erklären, was sofort geschah. Da er erkannte, dass eine plötzliche Aufhebung der Sklaverei Brasiliens Wirtschaft ruinieren könnte, kam Peter II. zu dem Schluss, dass ein langsamer Prozess der Abschaffung weniger traumatisch wäre. 1871 betreute er das so genannte &amp;quot;Gesetz des freien Bauches&amp;quot;, durch das alle Kinder, die von Sklavinnen geboren wurden, zu freien Bürgern der Nation erklärt wurden. Eine Reihe weniger umstrittener Gesetzte räumten den brasilianischen Sklaven im Laufe der nächsten Jahre immer mehr Rechte ein und mündeten in einer vollständigen Emanzipation im Jahr 1888. Diese kostete die Monarchie die Unterstützung der Plantagenbesitzer und war schließlich Peters Ruin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter II., der selbst ein Gelehrter war, legte großen Wert auf die Förderung der Bildung, Künste und Wissenschaften in Brasilien. Er erwies sich als wesentlich intelligenter als die meisten anderen zeitgenössischen Herrscher - oder auch die meisten Leute allgemein. Er sicherte sich den Respekt von Gelehrten wie Darwin, Pasteur und Nietzsche und war mit Künstlern und Schriftstellern der ganzen Welt befreundet. Eine Brieffreundschaft mit den Schriftstellern Ralph Waldo Emerson und Henry Wadsworth Longfellow sowie dem Rechtswissenschaftler Oliver Wendell Holmes führten dazu, dass Peter II. als erstes Oberhaupt eines anderen Staates 1876 die Vereinigten Staaten besuchte, wo er von San Francisco über New Orleans bis nach Washington das Land bereiste. Die amerikanischen Zeitungen nannten seine Reise einen &amp;quot;Triumph durch und durch&amp;quot;, da er es verstand, Bevölkerung und Politiker gleichermaßen durch Offenheit, Erkenntnis und Freundlichkeit zu beeindrucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenscheinlich sicher durch die Zuneigung seines Volkes ging Peter II. nun seinem lebenslangen Verlangen nach Reisen nach. Es folgten drei Reisen nach Europa und ein ausgedehnter Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Durch diese langen Strecken der Abwesenheit entfernte sich Peter II. zunehmend von den Teilen der brasilianischen Gesellschaft, die er erschaffen hatte: die nach oben strebende Mittelschicht sowie einer neuen Generation liberal denkender Studenten. Außerdem genoss er nicht mehr die uneingeschränkte Unterstützung des Klerus, der Oberschicht und des Militärs. Auch wenn er beim Volk noch immer sehr beliebt war, zwang ihn ein gewaltloser Coup im November 1889 dazu, im Namen einer Republik abzudanken. Altersschwach und kränkelnd sah sich Peter II. gezwungen, ins Exil nach Europa zu gehen, wo er zwei Jahre später in Paris starb. Im Gegensatz zu Brasilien hielt Frankreich ein Staatsbegräbnis für den &amp;quot;Vater seines Volkes&amp;quot; ab. 1925 wurden seine Überreste zurück in sein Heimatland überführt, wo er in der Kathedrale von Petropolis beigesetzt wurde, deren Finanzierung er unterstützt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
So wie Qin Shihuangdi Wunder begehrt, begehrt Pedro Große Persönlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seiner Heimat im Regenwald aus sorgt Pedro immer für Wettbewerb in Bezug auf Große Persönlichkeiten. Die Wahl, welche Regenwald-Geländefelder wegen der Nachbarschaft zu behalten und welche zu roden, um dort Bezirke aufzubauen, fällt Brasilien nie leicht, aber ordentlich errichtete Städte können wichtige Erzeuger von {{6glauben}} Glauben, {{6kult}} Kultur und {{6gold}} Gold sein - alles nützliche Güter, wenn es um das Anziehen Großer Persönlichkeiten geht. Auch Karnevals abzuhalten kann helfen, noch mehr Große Persönlichkeiten zu erhalten. Der Fokus von Karneval auf Große Künstler verhilft zu einem leichten Vorteil für den Kultursieg, doch kann die Erschaffung von Großen Persönlichkeiten auch effektiv zu anderen Wegen zum Sieg führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Azteken (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:57:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Montezuma */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Azteken''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Azteken]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Azteken&lt;br /&gt;
| Bild = azteken_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Azteken_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = Montezuma&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Die Urspr&amp;amp;#252;nge der Aztekenkultur lassen sich nur schwer zur&amp;amp;#252;ckverfolgen, doch einige Bestandteile der aztekischen Traditionen legen die Vermutung nahe, dass dieses Volk in der Zeit, bevor es im 12. Jh. in Mittelamerika in Erscheinung trat, ein Stamm von J&amp;amp;#228;gern und Sammlern gewesen war. Ihren Namen verdankten die Azteken dem Begriff Aztl&amp;amp;#225;n (&amp;quot;wei&amp;amp;#223;es Land&amp;quot;), der auf ihre nordmexikanischen Wurzeln hinweist. Es ist m&amp;amp;#246;glich, dass ihr Vormarsch gen S&amp;amp;#252;den im Zusammenhang mit der kurz darauf folgenden allgemeinen V&amp;amp;#246;lkerwanderung stand und vielleicht ausl&amp;amp;#246;sendes Moment f&amp;amp;#252;r den Zusammenbruch der Tolteken-Zivilisation war. Die Azteken lie&amp;amp;#223;en sich auf den Inseln im Texcocosee nieder und gr&amp;amp;#252;ndeten im Jahre 1325 die Stadt Tenochtitl&amp;amp;#225;n, die ihnen in der Folgezeit als Hauptstadt diente. Die Grundlage f&amp;amp;#252;r ihre Entwicklung zu einem historisch bedeutsamen Volk und zur Errichtung eines pr&amp;amp;#228;chtigen Reiches bildete ihr bemerkenswertes Agrarsystem, das die intensive Kultivierung aller zug&amp;amp;#228;nglichen L&amp;amp;#228;ndereien sowie ausgekl&amp;amp;#252;gelte Bew&amp;amp;#228;sserungssysteme und die Nutzbarmachung von Sumpfgebieten beinhaltete. Das hohe Ma&amp;amp;#223; an Produktivit&amp;amp;#228;t, das aus der praktischen Anwendung ihrer landwirtschaftlichen Methoden resultierte, erm&amp;amp;#246;glichte die Entstehung eines reichen und bev&amp;amp;#246;lkerungsstarken Staates. Offensichtlich waren sogar ihre religi&amp;amp;#246;sen Praktiken sehr effizient: Man sch&amp;amp;#228;tzt, dass in der Glanzzeit des Azteken-Imperiums pro Jahr zwischen 10.000 und 15.000 Menschenopfer erbracht wurden. Einzig die peruanischen Inkas reichten in der Neuen Welt in etwa an das Niveau des Aztekenreiches heran. Die Pracht der aztekischen Zivilisation war indes durchaus mit dem Glanz vergangener Kulturen der Antike in der Neuen und der Alten Welt vergleichbar.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Unter der Herrschaft einer Reihe zielstrebiger Regenten wurden die Landesgrenzen im Laufe der Zeit &amp;amp;#252;ber weite Teile des heutigen Mexiko erweitert. Gest&amp;amp;#252;tzt durch Handelsaktivit&amp;amp;#228;ten und Eroberungsfeldz&amp;amp;#252;ge wurde Tenochtitl&amp;amp;#225;n zum zentralen Regierungssitz der aztekischen Herrscher, die bis 1519 ein Imperium von 400 bis 500 kleineren Volksst&amp;amp;#228;mmen mit einer Gesamtbev&amp;amp;#246;lkerung von etwa 5 bis 6 Millionen Menschen regierten, die sich auf eine Fl&amp;amp;#228;che von mehr als 128.000 Quadratkilometern verteilten. Der sicherste Weg, um in der aztekischen Gesellschaft Anerkennung und Wertsch&amp;amp;#228;tzung zu erringen, war die Demonstration von Heldenmut im Kampf - dies galt vor allem f&amp;amp;#252;r die gef&amp;amp;#252;rchteten Jaguarkrieger. Die hierarchische Gesellschaftsordnung bestand in den oberen Schichten aus den geistlichen und b&amp;amp;#252;rokratischen Kasten, die aktiv an der Verwaltung des Reiches beteiligt waren, w&amp;amp;#228;hrend die Unterschicht aus den Leibeigenen bestand - vertraglich &amp;amp;#252;berlassenen Dienern und rechtlosen Sklaven. Der sagenhafte Werdegang eines Nomadenstammes, der es geschafft hatte, binnen nur 100 Jahre (von Anfang des 14. Jahrhunderts bis Anfang des 15. Jahrhunderts) ein ausgedehntes und imposantes Imperium aufzubauen, liegt vor allem in drei wesentlichen Faktoren begr&amp;amp;#252;ndet: der aztekischen Religion, den weit reichenden, auf Tenochtitl&amp;amp;#225;n konzentrierten Handelswegen und der milit&amp;amp;#228;rischen Organisation der aztekischen Krieger. Im Jahre 1502 wurde Montezuma II. als Nachfolger seines Onkels Ahuitzotl zum neunten Herrscher des Aztekenreiches ernannt. Zu dieser Zeit hatte das Imperium seine gr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;te territoriale Ausdehnung erreicht und erstreckte sich vom heutigen Nordmexiko bis nach Honduras und Nicaragua. Das Aztekenreich war noch immer in der weiteren Vergr&amp;amp;#246;&amp;amp;#223;erung und gesellschaftlichen Fortentwicklung begriffen, als seinem schier unaufhaltsamen Aufstieg im Jahre 1519 durch das Auftauchen der spanischen Eroberer doch noch ein Ende gesetzt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Trotz der enormen Macht des Aztekenreichs wussten die Spanier dessen Schw&amp;amp;#228;chen geschickt zu nutzen. Die Macht der aztekischen Herrscher gr&amp;amp;#252;ndete sich auf die Tributpflicht und die Angst ihrer Nachbarn. Jahr f&amp;amp;#252;r Jahr mussten diese die Azteken mit Gold, Lebensmitteln und Menschenopfern versorgen. Diesen Umstand machten sich die Spanier zunutze. Sie sch&amp;amp;#252;rten den Hass der unterdr&amp;amp;#252;ckten St&amp;amp;#228;mme und schufen so eine 30.000 Mann starke Armee. Nachdem Montezuma, der die Spanier irrt&amp;amp;#252;mlich f&amp;amp;#252;r G&amp;amp;#246;tter hielt, die Konquistadoren nach Tenochtitlan, eingeladen hatte, wurde er von Hernando Cortes gefangen genommen und wenig sp&amp;amp;#228;ter get&amp;amp;#246;tet. Montezumas Nachfolger, Cuitl&amp;amp;#225;huac und Cuauht&amp;amp;#233;moc waren nicht in der Lage, die Konquistadoren zur&amp;amp;#252;ckzuschlagen, und so war der Untergang des Aztekenreiches mit der Eroberung von Tenochtitl&amp;amp;#225;n im Jahre 1521 besiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Montezuma ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Montezuma I.|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = um 1390 - 1469|&lt;br /&gt;
Bild = montezuma_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Montezuma_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:azteken_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Azteken_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Montezuma_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  - |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Montezuma_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel (Bonus)| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Herrscher von Tenochtitlan, Fünfter Tlatoani der Azteken===&lt;br /&gt;
'''Die Sonne ist nicht heiß, wenn sie aufgegangen ist. Sie wird es, nachdem sie ihre Reise eine Weile bestritten hat.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Motecuhzoma (Montezuma) Ilhuicamina war der fünfte Tlatoani (gewählter Herrscher) der Azteken. Während seiner 29 Jahre andauernden Regentschaft machte er seine Stadt Tenochtitlan zur vorherrschenden Macht in der Region, indem er die vorteilhafte Allianz mit den nahegelegenen Stadtstaaten Tlacopán und Texcoco aufrechterhielt. Gemeinsam besiegten sie sämtliche Nachbarn der Region: die Huaxteken, die Totonaken, die Mixteken, sowie die Einwohner von Cosamaloapan, Orizaba und Cotaxtla. Den Bedingungen der Allianz gemäß erhielt Tenochtitlan 40 % der eroberten Ländereien. Bis zu Montezumas Lebensende erstreckte sich das Aztekenreich bis weit über die Grenzen des Tals von Mexiko hinaus bis hin zum Golfstrom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montezuma, dessen ursprünglicher Name so viel bedeutet wie &amp;quot;Er schaut finster drein wie ein Fürst&amp;quot;, kam aus gutem Haus. Sein Vater Huitzilihuitl war Herrscher in Tenochtitlan gewesen, und seine Mutter war die Tochter des Königs von Cuauhnahuac. Er war einer von vier Brüdern, darunter sein älterer Bruder Tlacaélel I. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1417 n. Chr. wurde Montezumas Onkel Itzcóatl zum Tlatoani ernannt. Tlacaélel I. wurde einer seiner Berater bzw. sogar &amp;quot;Nahuati&amp;quot;, der erste Berater, während Montezuma als General der aztekischen Armee diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Itzcóatls Tod 1440 wurde Montezuma zum Herrscher ernannt. Tlacaélel I. scheint nicht besonders unglücklich darüber gewesen zu sein, übergangen zu werden, und nach allem, was man weiß, hat er seinem Bruder treu gedient. Außerdem war Tlacaélel I. viel zu sehr mit religiösen Angelegenheiten beschäftigt. Unter anderem formte er die Legenden der Azteken als auserwähltes Volk neu, erhöhte die Bedeutung der bis dahin eher unwichtigen Gottheit Huitzilopochtli (Kriegs- und Sonnengott und bald darauf Schutzpatron von Tenochtitlan) und verknüpfte den Militarismus mit der Religion. Außerdem erhöhte er das Ausmaß und die Häufigkeit von Menschenopfern an die Götter, vor allem in schwierigen Zeiten, was meistens der Fall war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montezuma lebte in dieser Zeit trotz seiner Stellung als Herrscher eher bescheiden. Dem Codex Mendoza zufolge, der nur 14 Jahre nach der Eroberung der Azteken durch die Spanier erschaffen wurde, lebte er in einem &amp;quot;einfachen&amp;quot; Palast mit &amp;quot;nur ein paar Frauen&amp;quot;. Tatsächlich gibt es Aufzeichnungen, nach denen er bis zu zehn Harems gehabt haben soll, von denen er drei von seinem Bruder Huehue Zaca geerbt hatte. Seine erste Frau nach Rang und Ansehen war die anmutige Chichimecacihuatzin, seine Cousine und Mutter von vermutlich drei seiner Kinder, darunter zwei Prinzen. Wer genau Montezumas Nachkommen gebar ist jedoch eher unbekannt. Wenn er nicht gerade mit religiösen Pflichten, der Fortpflanzung oder Staatsangelegenheiten beschäftigt war, soll er sich angeblich mit Freude in lange Gespräche mit Freunden und Beratern gestürzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Gespräche scheinen sich darum gedreht zu haben, wie man die Aztekenstadt und neu eroberten Gebiete weiter verbessern könnte. Eines dieser Vorhaben, ein doppelter Aquädukt zur ausreichenden Versorgung Tenochtitlans mit Trinkwasser, muss die größte technische Leistung des Aztekenreichs gewesen sein. Je weiter die Stadt wuchs, desto größer wurde natürlich auch der Bedarf an Nahrungsmitteln, um die Bevölkerung zu ernähren. Da es in Zentralamerika keine einheimischen Lastentiere gab, musste jedes bisschen auf dem Rücken in die Stadt getragen werden. Eine Aufgabe, die von den zahlreichen Sklaven verrichtet wurde (sofern die nicht gerade wieder geopfert wurden). Montezumas Regierung setzte Stadtinspekteure ein, um sicherzustellen, dass jeder Winkel urbaren Bodens in fußläufiger Entfernung effektiv kultiviert wurde. Außerdem ließ der Herrscher Deiche bauen, um Überschwemmungen vorzubeugen und dem Marschland noch mehr urbaren Boden abzutrotzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Drängen seinen Bruders Tlacaélel I. hin erließ Montezuma Luxusgesetze - Vorschriften, die traditionell einen ausufernden Verbrauch von Gütern einschränken, vor allem von Luxusgütern - die das bereits vorhandene Klassensystem der Azteken festigten. Der Stand eines Azteken legte fest, was er oder sie tragen konnte und wie er oder sie reden durfte. Arme durften zum Beispiel nach Montezumas neuen Gesetzen keine Baumwollkleidung, Sandalen oder andere Kleidungsstücke mehr tragen, die bis unter das Knie reichten. Nur der Adel durfte in Häusern mit mehr als einem Stockwerk leben. Und da Verstöße mit Versklavung oder Opferung geahndet wurden, wurden diese Gesetze allgemein auch eingehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montezuma und sein frommer älterer Bruder ließen jede Menge Tempel auf dem Land errichten, einschließlich eines neuen Tempels für Huitzilopochtli. Der Tempel des Huitzilopochtli wurde 1455 n. Chr. mit der Opferung Hunderter huaxtekischer Kriegsgefangener eingeweiht. (Einige Historiker vertreten die Ansicht, dass der Bedarf nach Kriegsgefangenen eine der großen treibenden Kräfte der aztekischen Außenpolitik war.) Tlacaélel machte sich außerdem daran, religiöse Traktate umzuschreiben. Vorherige Schriften, die seiner Interpretation von Geschichte und Glauben widersprachen, ließ er kurzerhand vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Montezumas stetig wachsendes Reich ist vor allem durch seinen nahezu fortwährenden und erfolgreichen Kriegszustand bekannt. Einige Historiker haben die Theorie aufgestellt, dass er Stämme in der Nähe eroberte, um ihnen Tribut abzutrotzen, mit dem er den Nahrungsbedarf von Tenochtitlan stillen wollte. Denn dort herrschten trotz all seiner Bemühungen regelmäßig Hungersnöte. Eine andere, weitaus pessimistischere Theorie besagt, dass das Reich so oft in den Krieg zog, um seiner blutrünstigen Staatsreligion gerecht zu werden, der regelmäßig auf einem der zahlreichen Altare Opfer gebracht werden mussten. Eine dritte Theorie geht davon aus, dass Montezuma nur deshalb so viel Krieg führte, weil das einfach etwas war, das Azteken machten: erobern. Wie so oft in der Geschichte weiß niemand so ganz genau, was warum passiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montezuma I. starb im Jahr 1469 n. Chr. unter uns unbekannten Umständen. Seine Nachfolge trat sein 19-jähriger Sohn Axayacatl an, Vater des späteren unglücklichen Herrschers Montezuma II., der es schaffte, in nur zwei Jahren alles an Cortés und ein paar dahergelaufene Konquistadoren zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Montezuma ist ein aggressiver Eroberer, der sein Reich vergrößern will, um sich möglichst viele Luxusgüter unter den Nagel reißen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Azteken sind Kriegstreiber im Spiel, die aber auch über genügend [ICON_Amenities] Annehmlichkeiten verfügen, um mit eventueller Kriegsmüdigkeit umzugehen. Zu Beginn werden sie versuchen, Gegner mit ihrem Adlerkrieger zu besiegen, wodurch die gegnerischen Einheiten zu Azteken-Handwerkern werden können. Diese Handwerker sorgen dann für eine rasche Expansion der Azteken-Städte, indem sie ihre einzigartige Fähigkeit, Handwerker-Ladungen auf Bezirks-Bauprojekten anzuwenden, nutzen. Ihre oberste Priorität ist eine möglichst weite Expansion ihres Reiches, da sämtliche zusätzliche Luxusgüter ihre [ICON_Amenities] Annehmlichkeiten noch weiter steigern und stärkere Angriffsbonusse liefern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Arabien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:56:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Saladin (Wesir) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Arabien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Arabien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Arabien&lt;br /&gt;
| Bild = arabien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Arabien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Arabien_(Civ6)#Saladin (Wesir)|Saladin (Wesir)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Arabien_(Civ6)#aladin (Sultan)|Saladin (Sultan)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Mamluken_(Civ6)|Mamluken]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  mamluken_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Gebäude = [[Universität_Civ6#Madrasa|Madrasa]]&lt;br /&gt;
| Icon_Gebäude = madrasa_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grün, Sand&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Einige Monate nach seiner Abschiedspilgerreise - durch die er den Grundstein für den Haddsch legte - erkrankte der Prophet Mohammed im Alter von 62 Jahren und starb 632 n. Chr. in Medina. Laut sunnitischen Schriften wählten seine Anhänger Abū Bakr As-Siddiq zum Amir al-Mu’minin (&amp;quot;Befehlshaber der Gläubigen&amp;quot;), zu Mohammeds Nachfolger und zum ersten der Rashidun-Kalifen. Die Schiiten halten dagegen Ali, den Schwiegersohn und Cousin des Propheten, für Mohammeds eigene Wahl als geistlichen und weltlichen Nachfolger, was ein Schisma auslöste, das bis heute Bestand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abū Bakr und drei fähigen Nachfolgern, die von Medina aus regierten, schwärmten die Krieger des Islam - angefeuert von der Vision des Propheten - über die Wüsten und Ebenen in alle Richtungen aus, überrannten Persien, Syrien, Ägypten und einen großen Teil Anatoliens und der nordafrikanischen Küste. In der Zeit zwischen 650 und 655 kamen die Mittelmeerinseln Zypern, Kreta, Rhodos und ein großer Teil Siziliens hinzu und man klopfte an die Tür des byzantinischen Reiches. 655 führte der byzantinische Kaiser Konstantin II. persönlich eine Flotte gegen den arabischen Ansturm, nur um an die 500 Schiffe zu verlieren und gerade noch selbst zu entkommen. Auf seinem Höhepunkt war das Rashidun-Kalifat das bis dato größte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem ersten arabischen Kalifat wurden die Eroberten mehr oder weniger wohlwollend nach den Lehren von Mohammed behandelt. Monotheisten (Christen, Juden und Zoroastrier und dergleichen) unter den Besiegten hatten die Möglichkeit zu konvertieren, und wenn sie dies taten, erhielten sie alle Rechte und den Schutz (und natürlich auch die Pflichten) von islamischen Bürgern. Nicht-Moslems wurde erlaubt, ihren Glauben zu praktizieren und sie bekamen Rechte gemäß ihrer Schrift, sofern diese nicht mit dem Koran in Konflikt standen. Es war eine relativ tolerante Doktrin und sie sollte den arabischen Kalifaten in den folgenden Jahrhunderten zugutekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung des Dar al-Islamiyyah (&amp;quot;Haus des Islam&amp;quot;) war ebenfalls der Wille Allahs, wie von Mohammed vorgegeben. Unter Kalif Umar, dem zweiten, der die Pflichten des Amirs von ganz Arabien übernahm, wurde das sich ausbreitende Reich in zwölf Provinzen unterteilt, eine jede mit eigenem Wali, um die tägliche Regierungsarbeit zu leisten. Für jede Provinz wurden zudem sechs weitere Offizielle ernannt, vom Sahib-ul-Kharaj (Steuereintreiber) bis zum Qadi (Oberster Richter). Umar hat strikte Verhaltensregeln festgelegt, mit schrecklichen Strafen bei Verletzung derselben, und jeder Offizielle musste einmal pro Jahr den Haddsch nach Mekka absolvieren und dort jeglichen Beschwerden zur Antwort stehen, die von jedermann gegen sie vorgebracht werden konnten. Um Korruption und Machtmissbrauch einzudämmen, machte der Kalif zum Gesetz, dass den Offiziellen ein hohes Gehalt gezahlt werden musste. Umar wurde von persischen Fanatikern ermordet, aber seine Richtlinien zur Führung des sich ausdehnenden Reiches sollten über Jahrhunderte gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman im Jahre 656 wurde Ali - den die Schiiten unterstützten - als Nachfolger auserwählt. Aber Mu’awiya, ein Stammesbruder von Uthman und Herrscher von Syrien, der von den Sunniten unterstützt wurde, schrie nach Vergeltung gegen die Mörder in der Stadt Basra. Eine Rache, die Ali verweigerte, denn ein Moslem soll keinen Krieg gegen einen anderen Moslem führen. Im ersten islamischen Bürgerkrieg, eine dreiseitige Angelegenheit zwischen Ali, Mu’awiya und den Chardschiten - verlor der Kalif nach und nach den Großteil seines Gebietes an Mu’awiya. Dann wurde 661 Ali selbst von den Chardschiten ermordet, in einem ausgeklügelten Komplott, um alle islamischen Anführer zu töten. Zu ihrem Pech gelang es den Chardschiten nicht, Mu’awiya zu beseitigen. Nach einer Übereinkunft mit Alis überlebendem Sohn erlangte Mu’awiya das Kalifat, gründete die Dynastie der Umayyaden und fuhr fort, die Chardschiten zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umayyaden konnten sich keine hundert Jahre halten. Aber sie schafften es, alles in Sichtweite außer den Byzantinern zu überrennen. Von ihrer Hauptstadt Damaskus aus verbreiteten fähige Kalifen wie Ibn Marwân (685-705) und Suleiman (715-717) das Banner des Islam über den Kaukasus, den Maghreb, den Sindh auf dem indischen Subkontinent, Al-Andalus (Iberien), Samarkand, Transoxianien, Choresmien und andere Orte. Bei diesem Prozess errichteten sie das fünftgrößte Reich, das es jemals in der Geschichte der Zivilisation gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie hinterließen in der Zivilisation selbst ein unauslöschliches Zeichen, sowohl als Krieger als auch als Baumeister. Abd Ibn Marwân zum Beispiel machte Arabisch zur offiziellen Sprache des Reiches, standardisierte die islamische Währung, organisierte ein Postsystem, reparierte die Kaaba in Mekka und - um noch eins draufzusetzen - errichtete den Felsendom in Jerusalem. Die Architektur wurde unter seinen Nachfolgern fortgesetzt, sein Sohn erbaute die Al-Aqsa-Moschee gegenüber des Felsendoms, die große Moschee von Damaskus und errichtete eine ganze Reihe von Straßen, Brunnen und Bergpässen - hauptsächlich, um seine Armeen zu unterstützen, aber die normalen Menschen profitierten auch davon. Unter allen Umayyaden war religiöse Toleranz an der Tagesordnung; Christen und Juden hatten wichtige Posten inne und die Umayyaden bekämpften die Byzantiner ohne Bedenken wegen der großen christlichen Provinz Syriens im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Ärger im Paradies sollte kein Ende nehmen: Zwei Bürgerkriege und der Berberaufstand von 740-743 schwächten die Umayyaden, und der fast durchgehende Kriegszustand an allen Grenzen des Kalifats machte es vermutlich auch nicht besser. Die Schatzkammern waren leer wegen des Krieges sowie der ganzen Wohltätigkeitsprogramme, die die Kalifen eingeführt hatten, um Mohammeds Verkündigungen zur Großzügigkeit gegenüber den Armen nachzukommen. Schließlich gingen die Haschimiten, ein Ausleger der Schiiten-Bewegung unter Führung des Stammes der Abbasiden 747 gegen den Kalifen vor. Im Januar 750 trafen bei der Schlacht am Zab die beiden Familien und ihre versammelten Verbündeten aufeinander. Die Umayyaden wurden vernichtend geschlagen; Damaskus fiel im April an die Abbasiden und der letzte Umayyaden-Kalif wurde im August in Ägypten getötet. Die überlebenden Umayyaden (viele waren es nicht) flohen über Nordafrika nach Iberien, wo sie das Kalifat von Cordoba gründeten (welches bis 1031 Bestand hatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt waren die Abbasiden an der Reihe, die ausgedehnten arabischen Länder zu regieren, und sie machten ihre Sache gut. So gut, dass das al-Khilafah al-‘Abbasiyah das Goldene Zeitalter des Islams umfasste, eine Periode, zu der das muslimische Kalifat zum intellektuellen und künstlerischen Zentrum der Welt für Wissenschaft, Technologie, Medizin, Philosophie, Literatur und alle anderen wichtigen Belange wurde. Aber zuerst mussten die Abbasiden unter ihrer schwarzen Flagge das Reich stabilisieren, durch Reformen und durch politische Berechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den ersten fünf Kalifen der Linie wurde die Armee umstrukturiert und enthielt nun sowohl Nicht-Araber als auch Nicht-Moslems. Bildung für alle wurde unterstützt und die ersten Papiermühlen im Westen, erbaut von chinesischen Gefangenen, die bei der Schlacht von Talas gefangen genommen wurden, kamen auf. Die Währung wurde standardisiert und durch königliche Unterstützung stabilisiert und der Handel wurde durch günstige Gesetze und Zolltarife gefördert. Das islamische Gesetz wurde unter den Abbasiden, die in der Regel religiöser waren als die Umayyaden, wieder zum Standard für das Rechtssystem. Aber vielleicht am bedeutendsten war ihre Bereitschaft, die lokale Autorität an Adelsfamilien abzutreten - Al-Andalus und Maghreb an die Umayyaden, Marokko an die Idrisiden, Ifriqiya an die Aghlabiden und Ägypten an die Fatimiden - um die Ummah (in etwa die &amp;quot;muslimische Gemeinschaft&amp;quot;) wie im Koran gefordert aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Harun al-Rashid 786 als fünfter Abbasiden-Kalif an die Macht kam, war das Reich trotz gelegentlicher Revolten von verstimmten Stammesangehörigen friedvoll, fortschrittlich, monumental und spektakulär wohlhabend. Bagdad hatte zu einer Zeit eine Million wohlhabende und glückliche Bürger, als die &amp;quot;große&amp;quot; Hauptstadt Aachen Karls des Großen gerade einmal zehntausend Bewohner hatte. Haruns Sohn, der Kalif Abdallāh al-Ma'mūn machte das Haus der Weisheit, das sein Vater in Bagdad gegründet hatte, zur Institution und versammelte die größten Gelehrten aus drei Kontinenten, um Ideen und Kultur mit anderen Schülern wie Lehrern auszutauschen. Das Haus war das unangefochtene Zentrum der Zivilisation für Geistes- und Naturwissenschaften, mit der größten Sammlung von Texten - in Griechisch, Persisch, Sanskrit, Lateinisch und verschiedenen europäischen Sprachen neben dem Arabischen. Das sollte so bleiben, bis Bagdad von den Mongolen unter Fürst Hülägü 1258 eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unvermeidlich war es, dass sich nach dreieinhalb Jahrhunderten herausstellte, dass es unmöglich war, ein Reich, das größer als das Römische Reich war, gegen die Wogen der Geschichte - oder besser gegen die Christen - aufrechtzuerhalten. Weit im Westen war die Reconquista in vollem Gange, die Umayyaden zogen sich langsam aus Iberien zurück. Noch bedeutender war, dass der Vatikan - oder zumindest Papst Urban II. - beschlossen hatte, dass es an der Zeit war, dass die vereinte Christenheit sich das Heilige Land vom vereinigten Islam &amp;quot;zurückholte&amp;quot;. Deshalb kam es zu einer Reihe von Kreuzzügen, angefangen mit dem unseligen Bauernkreuzzug 1096 und dem weitaus erfolgreicheren Ersten Kreuzzug (bei dem Jerusalem eingenommen wurde, um das es bei dem ganzen Trubel ja eigentlich ging), die das Morgenland mit großangelegten Gemetzeln überzogen, die über Generationen andauern sollten. Der Kampf zwischen Christen und Moslems bestimmte die verbleibende Zeit der Abbasiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es blieb Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub (oder kurz Saladin) überlassen, die Ungläubigen zu vertreiben. Auch wenn er Kommandant für Nur ad-Din, den Herrscher der syrischen Seldschuken war, wurde Saladin vom dortigen Fatamiden-Sultan zum Wesir ernannt. Als Nur ad-Din 1174 starb, rief Saladin die Führungsschicht der Ayyubiden-Dynastie zu Sultanen von Ägypten und bald danach auch von Syrien aus. Saladin wehrte Attentatsversuche ab, kleinere Aufstände und dergleichen, regierte von Kairo aus (auch wenn er selten dort war) und vereinigte den Islam wieder unter einem neuen arabischen Kalifat. Und er wendete seine Aufmerksamkeit den Kreuzzüglern zu. Er war ein wahrhaft großer Kommandant: Im Laufe der Zeit sollte er Jerusalem zurückerobern, die meisten Kreuzüglerstaaten im Morgenland zerschmettern und im Juni 1192 mit Richard Löwenherz den Vertrag von Ramla vereinbaren, laut dem der Islam die unangefochtene Kontrolle über Jerusalem erhalten und christlichen Pilgern Zugang zur Stadt gewährt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Ayyubiden-Sultane folgten auf Saladin. Sie sahen sich unüberwindlichen Herausforderungen gegenüber. Saladin hatte ein System &amp;quot;kollektiver Souveränität&amp;quot; für das Reich etabliert, wobei die Mitglieder der Ayyubiden-Familie die Bereiche als &amp;quot;kleine Sultane&amp;quot; regierten, während einer zum obersten, dem as-Sultan al-Mu’azzam, erklärt wurde. Das war eine politische Struktur, die Auseinandersetzungen zur Folge hatte, und innerhalb zwei Generationen befanden sich die Ayyubiden-Sultanate im Begriff der Auflösung. Als die Provinzen rebellierten und die Ungläubigen - angestachelt von begierigen Päpsten - noch mehr Kreuzzüge starteten, um &amp;quot;das Christentum zu retten&amp;quot;, gelang es den Mameluken, die Herrschaft der Ayyubiden in Ägypten ins Wanken zu bringen. Und dann fielen die Mongolen ein. Nach mehrjährigen Grenzkämpfen befahl der Großkahn seinem Bruder Hülägü, das mongolische Reich bis an die Ufer des Nils auszuweiten. 1258 nahm Fürst Hülägü Bagdad ein und ließ die Bewohner niedermetzeln, inklusive des Kalifen und des Großteils seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die nachfolgenden Dynastien überleben sollten und es andere islamische Reiche gab, war die Zeit des &amp;quot;arabischen Kalifats&amp;quot; abgelaufen. Es war das ruhmlose Ende von mehr als 600 Jahren des Ruhms, einer Ära, die die Gläubigen niemals vergessen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Sultan) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin (Sultan)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
Bild = saladin_sultan_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Sultan_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Arabien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Arabien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Sultan_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Islam  (Civ6)|Islam]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Saladin_Sultan_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Al-Malik al-Nasir, späterer Sultan von Ägypten und Syrien ===&lt;br /&gt;
'''Wenn Allah einmal etwas entschieden hat, dann ist es geschehen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub, bei seinen zahlreichen Feinden als Saladin bekannt, war ein kurdischer Adliger, der zum Kommandanten der arabischen Armeen der Gläubigen aufstieg und sich zum ersten Sultan von Ägypten und Syrien erhob. Er wurde in Tikrit um 1138 n. Chr. geboren. Sein persönlicher Name war Yusuf, doch er erhielt den Ehrennamen Salah ad-Din, was sich in etwa als &amp;quot;Rechtschaffenheit des Glaubens&amp;quot; übersetzen lässt. Er erhielt eine militärische und religiöse Ausbildung durch seinen Vater, Nadschm ad-Din Ayyub, einem ehemaligen Gouverneur Tikrits. Als die Familie in eine Fehde hineingezogen und aus Tikrit verbannt wurde, brach sie angeblich in der Nacht von Saladins Geburt auf und landete schließlich 1139 in Mossul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Junge erwies sich Saladin als recht intelligent und setzte seine Ausbildung in Damaskus fort (für das er eine besondere Zuneigung entwickelte), als sein Vater von Imad ad-Din Zengi, Atabeg (Gouverneur) von Mossul, Aleppo und Hama, zum Kommandanten der Festung Baalbek ernannt wurde. Vor allem in Arithmetik und Mathematik konnte Saladin glänzen und stürzte sich in die Arbeiten von Euklid und das Almagest. Er konnte die Abstammung und Geschichte des arabischen Adels ebenso aufsagen wie die Blutlinien berühmter arabischer Pferde (das Letztere mit Sicherheit weniger nützlich). Außerdem konnte er das gesamte Kitab al-Hamasah rezitieren, eine 10-bändige Sammlung arabischer Poesie. Doch es war nahezu unvermeidlich, dass er die militärische Laufbahn einschlug, die seine Familie von ihm erwartete, einschließlich seines Großvaters mütterlicherseits Nur ad-Din, der nach Imad im Dienste der Seldschuken Emir von Syrien geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin begann seinen Militärdienst im Alter von 26 Jahren unter der Schirmherrschaft seines Onkels Asad ad-Din Schirkuh, einem einflussreichen General im Dienst von Nur ad-Din. In der Kampagne gegen die Kreuzfahrer und den ägyptischen Usurpator Dirgham im Auftrag des Fatimiden-Kalifen Al-Adid, machte er beim Überfall auf Bilbais und in einer Schlacht in der Nähe des Nils, westlich von Gizeh, in der er den rechten Flügel anführte, auf sich aufmerksam. In Alexandria konnte er ohne feindliche Gegenwehr in die Stadt eindringen und wurde stattdessen mit offenen Armen (sowie Geld, Waffen und Vorräten) empfangen. Asad, der sich einer überlegenen Streitmacht aus Ägyptern und Kreuzfahrern gegenübersah, zog einen Großteil seiner Armee zurück und ließ Saladin und eine kleine Truppe zurück, um die Stadt zu verteidigen - eine Aufgabe, die dieser bravourös meisterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage wurde jedoch schon bald kompliziert: Asad wurde in einen Machtkampf um das Fatimiden-Kalifat mit Schawar verstrickt, dem Wesir von Ägypten, der den Kreuzfahrer Amalrich I. von Jerusalem um Unterstützung anrief. 1169 wurde Schawar (Berichten zufolge durch Saladin) hingerichtet und Asad ad-Din Schirkuh starb noch im gleichen Jahr. Nur ad-Din wählte zwar einen anderen Nachfolger für Asad aus, doch der Fatimidenkalif entschied sich dafür, Saladin zum neuen Wesir von Ägypten zu ernennen. In den folgenden Monaten entging Saladin einem Attentat durch ägyptische Beamte und schlug eine Revolte durch Regimente der Fatamiden nieder. Dabei ging er so bestimmt vor, dass es nie wieder einen Aufstand gegen ihn in Ägypten gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Im Spiel mit Sultan Saladin geht es vor allem darum, Gegner durch Militärgewalt oder Religion zu besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewissheit, dass er einen kostenlosen Großen Propheten bekommen wird, gibt Sultan Saladin die Möglichkeit, sein Militär bis zu diesem Moment aufzubauen. Wenn Ihr den Großen Propheten erhalten habt, zieht aus und verbreitet die Religion Arabiens zusammen mit dem Militär auf der Karte. Der Mameluke besitzt die Fähigkeit, jede Runde zu heilen, und hilft Euch bei der Eroberung weit entfernter Zivilisationen. Dank der Madrasa könnt Ihr stärkere Militäreinheiten freischalten und zusätzliche Apostel erwerben. Unter Sultan Saladins Herrschaft kann Arabien hervorragend einen Herrschafts- oder Religionssieg anstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Wesir) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
Bild = saladin_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:arabien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Arabien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Islam  (Civ6)|Islam]] |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Saladin_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
''' Schlachten werden durch Vorbereitung und Mannstärke bestimmt - und durch Gott.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabischen Historikern zufolge wurde Saladin 1171 von Nur ad-Din befohlen, das Abbasidenkalifat in Ägypten wieder zu etablieren. Nachdem al-Adid gestorben war und Saladin einige seiner Beamten hatte hinrichten oder ermorden lassen, stand Ägypten ganz unter seiner Kontrolle. Im Anschluss überlistete Saladin die Tempelritter und nahm Gaza sowie die Burg der Tempelritter in Eilat ein, von wo aus der muslimische Schiffsverkehr im Golf von Akaba schon lange gestört worden war. Außerdem schlug er eine nubische Invasion nieder, wobei er die nubische Stadt Qasr Ibrim einnahm. Auf dem Weg nach Damaskus, wo er Nur ad-Din einen Teil der Beute zum Geschenk machen wollte, ergriff er die Gelegenheit, die Besitztümer der Kreuzfahrer zu überfallen. Außerdem besetzte er Jemen und vertrieb die Ungläubigen, die sich dort aufhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Tod von Nur ad-Din im Mai 1174 ergriff Saladin als Sultan der Ayyubiden-Dynastie in Ägypten die Macht in Syrien. Obwohl Nur ad-Dins 11-jähriger Sohn von einer Gruppe mächtiger Emire zu dessen Nachfolger erklärt wurde, fürchtete Saladin einen Ausbruch von Anarchie in Syrien und damit einhergehend eine Stärkung der Ungläubigen. Doch er sah sich einem Dilemma gegenüber: Sollte er Syrien dem jungen as-Salih Ismail streitig machen, was ihm durch den Koran untersagt war, oder darauf warten, um ein Einschreiten gebeten zu werden. Als as-Salih von einem machthungrigen Onkel, der seine Rivalen ausschalten wollte, nach Aleppo gebracht wurde, sah sich der Emir von Damaskus gezwungen, Saladin um Hilfe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin durchquerte die Wüste zwischen den beiden Reichen mit 700 ausgewählten Kriegern und drang, unterstützt von Emiren und Stammesangehörigen der Beduinen, zum Jubel der Bevölkerung in Damaskus ein. Einer seiner Brüder blieb zurück, um an seiner statt die Aufsicht zu führen, während Saladin schon bald darauf andere Städte auslöschte, die dem ehemaligen Kalifen treu ergeben gewesen waren. In einem ereignisreichen Jahr darauf entging Saladin mehreren Anschlägen, einschließlich einigen durch die ismailitische Bewegung der Assassinen. Letztendlich erkannten die verbleibenden Emire in Syrien, was sie an Saladin hatten, und erklärten ihn zum Sultan von Syrien. Er schloss Frieden mit den Assassinen und anderen Kräften in seinem Reich, die geschlossen erkannten, dass es gerecht wäre, die Europäer aus dem Heiligen Land zu vertreiben, und vereinte so die Streitkräfte des Islams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladins Krieg gegen die Christen wütete bis zu seinem Tod im Jahr 1193. Durch eine Reihe von Siegen der Ayyubiden und die Besetzung von Großteilen des Kreuzfahrer-Königreichs Jerusalem, einschließlich der Heiligen Stadt selbst im Jahr 1187, wurde Saladin in ganz Europa berüchtigt. Daraus ging schließlich der Dritte Kreuzzug hervor, der durch Englands Richard Löwenherz, König Philipp II. aus Frankreich, [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I.]] und anderen angeführt wurde und mehr von Massakern als von Schlachten bestimmt wurde. Bis zum September 1191 war die Armee der Kreuzfahrer auf etwa 2.000 Kämpfer und 50 Ritter, die noch kampfbereit waren, reduziert worden. Richard und Saladin kamen mit dem Vertrag von Ramla 1192 schließlich zu einer Übereinkunft, durch die Jerusalem unter muslimischer Kontrolle blieb, für christliche Pilger allerdings offen stand. Der Vertrag erwies sich als Saladins langjährigstes Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Oft passen {{6forsch}} Wissenschaft und {{6glauben}} Glaube nicht zusammen, aber für Arabien ist das eindeutig anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabien ist eine religiöse Zivilisation, die sich keine Sorgen darum machen muss, andere Spieler im Rennen um Große Propheten überholen zu müssen. Sie können einfach warten, bis eine Religion zu ihnen kommt. Sobald sie ihre Religion etabliert haben, können sie gleich an mehreren Fronten schnell vorrücken. Sie werden ihre Religion in möglichst vielen Städten verbreiten, um ihre {{6forsch}} Wissenschaft zu fördern, und den meisten Städten eine Heilige Stätte hinzufügen, um ihnen zu ermöglichen, dann ihr Kultgebäude hinzuzufügen (welches allgemein {{6forsch}} Wissenschaft, {{6glauben}} Glaube und {{6kult}} Kultur in den Städten fördert). Ihre Kultgebäude sind für andere Zivilisationen auch günstig hinzuzufügen: ein kluger Zug für Arabiens Nachbarn, um Saladins Rache in Schach zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Arabien_(Civ6)&amp;diff=58219</id>
		<title>Arabien (Civ6)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Arabien_(Civ6)&amp;diff=58219"/>
				<updated>2026-06-18T19:56:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Saladin (Sultan) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Arabien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Arabien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Arabien&lt;br /&gt;
| Bild = arabien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Arabien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Arabien_(Civ6)#Saladin (Wesir)|Saladin (Wesir)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Arabien_(Civ6)#aladin (Sultan)|Saladin (Sultan)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Mamluken_(Civ6)|Mamluken]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  mamluken_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Gebäude = [[Universität_Civ6#Madrasa|Madrasa]]&lt;br /&gt;
| Icon_Gebäude = madrasa_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grün, Sand&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Einige Monate nach seiner Abschiedspilgerreise - durch die er den Grundstein für den Haddsch legte - erkrankte der Prophet Mohammed im Alter von 62 Jahren und starb 632 n. Chr. in Medina. Laut sunnitischen Schriften wählten seine Anhänger Abū Bakr As-Siddiq zum Amir al-Mu’minin (&amp;quot;Befehlshaber der Gläubigen&amp;quot;), zu Mohammeds Nachfolger und zum ersten der Rashidun-Kalifen. Die Schiiten halten dagegen Ali, den Schwiegersohn und Cousin des Propheten, für Mohammeds eigene Wahl als geistlichen und weltlichen Nachfolger, was ein Schisma auslöste, das bis heute Bestand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abū Bakr und drei fähigen Nachfolgern, die von Medina aus regierten, schwärmten die Krieger des Islam - angefeuert von der Vision des Propheten - über die Wüsten und Ebenen in alle Richtungen aus, überrannten Persien, Syrien, Ägypten und einen großen Teil Anatoliens und der nordafrikanischen Küste. In der Zeit zwischen 650 und 655 kamen die Mittelmeerinseln Zypern, Kreta, Rhodos und ein großer Teil Siziliens hinzu und man klopfte an die Tür des byzantinischen Reiches. 655 führte der byzantinische Kaiser Konstantin II. persönlich eine Flotte gegen den arabischen Ansturm, nur um an die 500 Schiffe zu verlieren und gerade noch selbst zu entkommen. Auf seinem Höhepunkt war das Rashidun-Kalifat das bis dato größte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem ersten arabischen Kalifat wurden die Eroberten mehr oder weniger wohlwollend nach den Lehren von Mohammed behandelt. Monotheisten (Christen, Juden und Zoroastrier und dergleichen) unter den Besiegten hatten die Möglichkeit zu konvertieren, und wenn sie dies taten, erhielten sie alle Rechte und den Schutz (und natürlich auch die Pflichten) von islamischen Bürgern. Nicht-Moslems wurde erlaubt, ihren Glauben zu praktizieren und sie bekamen Rechte gemäß ihrer Schrift, sofern diese nicht mit dem Koran in Konflikt standen. Es war eine relativ tolerante Doktrin und sie sollte den arabischen Kalifaten in den folgenden Jahrhunderten zugutekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung des Dar al-Islamiyyah (&amp;quot;Haus des Islam&amp;quot;) war ebenfalls der Wille Allahs, wie von Mohammed vorgegeben. Unter Kalif Umar, dem zweiten, der die Pflichten des Amirs von ganz Arabien übernahm, wurde das sich ausbreitende Reich in zwölf Provinzen unterteilt, eine jede mit eigenem Wali, um die tägliche Regierungsarbeit zu leisten. Für jede Provinz wurden zudem sechs weitere Offizielle ernannt, vom Sahib-ul-Kharaj (Steuereintreiber) bis zum Qadi (Oberster Richter). Umar hat strikte Verhaltensregeln festgelegt, mit schrecklichen Strafen bei Verletzung derselben, und jeder Offizielle musste einmal pro Jahr den Haddsch nach Mekka absolvieren und dort jeglichen Beschwerden zur Antwort stehen, die von jedermann gegen sie vorgebracht werden konnten. Um Korruption und Machtmissbrauch einzudämmen, machte der Kalif zum Gesetz, dass den Offiziellen ein hohes Gehalt gezahlt werden musste. Umar wurde von persischen Fanatikern ermordet, aber seine Richtlinien zur Führung des sich ausdehnenden Reiches sollten über Jahrhunderte gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman im Jahre 656 wurde Ali - den die Schiiten unterstützten - als Nachfolger auserwählt. Aber Mu’awiya, ein Stammesbruder von Uthman und Herrscher von Syrien, der von den Sunniten unterstützt wurde, schrie nach Vergeltung gegen die Mörder in der Stadt Basra. Eine Rache, die Ali verweigerte, denn ein Moslem soll keinen Krieg gegen einen anderen Moslem führen. Im ersten islamischen Bürgerkrieg, eine dreiseitige Angelegenheit zwischen Ali, Mu’awiya und den Chardschiten - verlor der Kalif nach und nach den Großteil seines Gebietes an Mu’awiya. Dann wurde 661 Ali selbst von den Chardschiten ermordet, in einem ausgeklügelten Komplott, um alle islamischen Anführer zu töten. Zu ihrem Pech gelang es den Chardschiten nicht, Mu’awiya zu beseitigen. Nach einer Übereinkunft mit Alis überlebendem Sohn erlangte Mu’awiya das Kalifat, gründete die Dynastie der Umayyaden und fuhr fort, die Chardschiten zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umayyaden konnten sich keine hundert Jahre halten. Aber sie schafften es, alles in Sichtweite außer den Byzantinern zu überrennen. Von ihrer Hauptstadt Damaskus aus verbreiteten fähige Kalifen wie Ibn Marwân (685-705) und Suleiman (715-717) das Banner des Islam über den Kaukasus, den Maghreb, den Sindh auf dem indischen Subkontinent, Al-Andalus (Iberien), Samarkand, Transoxianien, Choresmien und andere Orte. Bei diesem Prozess errichteten sie das fünftgrößte Reich, das es jemals in der Geschichte der Zivilisation gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie hinterließen in der Zivilisation selbst ein unauslöschliches Zeichen, sowohl als Krieger als auch als Baumeister. Abd Ibn Marwân zum Beispiel machte Arabisch zur offiziellen Sprache des Reiches, standardisierte die islamische Währung, organisierte ein Postsystem, reparierte die Kaaba in Mekka und - um noch eins draufzusetzen - errichtete den Felsendom in Jerusalem. Die Architektur wurde unter seinen Nachfolgern fortgesetzt, sein Sohn erbaute die Al-Aqsa-Moschee gegenüber des Felsendoms, die große Moschee von Damaskus und errichtete eine ganze Reihe von Straßen, Brunnen und Bergpässen - hauptsächlich, um seine Armeen zu unterstützen, aber die normalen Menschen profitierten auch davon. Unter allen Umayyaden war religiöse Toleranz an der Tagesordnung; Christen und Juden hatten wichtige Posten inne und die Umayyaden bekämpften die Byzantiner ohne Bedenken wegen der großen christlichen Provinz Syriens im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Ärger im Paradies sollte kein Ende nehmen: Zwei Bürgerkriege und der Berberaufstand von 740-743 schwächten die Umayyaden, und der fast durchgehende Kriegszustand an allen Grenzen des Kalifats machte es vermutlich auch nicht besser. Die Schatzkammern waren leer wegen des Krieges sowie der ganzen Wohltätigkeitsprogramme, die die Kalifen eingeführt hatten, um Mohammeds Verkündigungen zur Großzügigkeit gegenüber den Armen nachzukommen. Schließlich gingen die Haschimiten, ein Ausleger der Schiiten-Bewegung unter Führung des Stammes der Abbasiden 747 gegen den Kalifen vor. Im Januar 750 trafen bei der Schlacht am Zab die beiden Familien und ihre versammelten Verbündeten aufeinander. Die Umayyaden wurden vernichtend geschlagen; Damaskus fiel im April an die Abbasiden und der letzte Umayyaden-Kalif wurde im August in Ägypten getötet. Die überlebenden Umayyaden (viele waren es nicht) flohen über Nordafrika nach Iberien, wo sie das Kalifat von Cordoba gründeten (welches bis 1031 Bestand hatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt waren die Abbasiden an der Reihe, die ausgedehnten arabischen Länder zu regieren, und sie machten ihre Sache gut. So gut, dass das al-Khilafah al-‘Abbasiyah das Goldene Zeitalter des Islams umfasste, eine Periode, zu der das muslimische Kalifat zum intellektuellen und künstlerischen Zentrum der Welt für Wissenschaft, Technologie, Medizin, Philosophie, Literatur und alle anderen wichtigen Belange wurde. Aber zuerst mussten die Abbasiden unter ihrer schwarzen Flagge das Reich stabilisieren, durch Reformen und durch politische Berechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den ersten fünf Kalifen der Linie wurde die Armee umstrukturiert und enthielt nun sowohl Nicht-Araber als auch Nicht-Moslems. Bildung für alle wurde unterstützt und die ersten Papiermühlen im Westen, erbaut von chinesischen Gefangenen, die bei der Schlacht von Talas gefangen genommen wurden, kamen auf. Die Währung wurde standardisiert und durch königliche Unterstützung stabilisiert und der Handel wurde durch günstige Gesetze und Zolltarife gefördert. Das islamische Gesetz wurde unter den Abbasiden, die in der Regel religiöser waren als die Umayyaden, wieder zum Standard für das Rechtssystem. Aber vielleicht am bedeutendsten war ihre Bereitschaft, die lokale Autorität an Adelsfamilien abzutreten - Al-Andalus und Maghreb an die Umayyaden, Marokko an die Idrisiden, Ifriqiya an die Aghlabiden und Ägypten an die Fatimiden - um die Ummah (in etwa die &amp;quot;muslimische Gemeinschaft&amp;quot;) wie im Koran gefordert aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Harun al-Rashid 786 als fünfter Abbasiden-Kalif an die Macht kam, war das Reich trotz gelegentlicher Revolten von verstimmten Stammesangehörigen friedvoll, fortschrittlich, monumental und spektakulär wohlhabend. Bagdad hatte zu einer Zeit eine Million wohlhabende und glückliche Bürger, als die &amp;quot;große&amp;quot; Hauptstadt Aachen Karls des Großen gerade einmal zehntausend Bewohner hatte. Haruns Sohn, der Kalif Abdallāh al-Ma'mūn machte das Haus der Weisheit, das sein Vater in Bagdad gegründet hatte, zur Institution und versammelte die größten Gelehrten aus drei Kontinenten, um Ideen und Kultur mit anderen Schülern wie Lehrern auszutauschen. Das Haus war das unangefochtene Zentrum der Zivilisation für Geistes- und Naturwissenschaften, mit der größten Sammlung von Texten - in Griechisch, Persisch, Sanskrit, Lateinisch und verschiedenen europäischen Sprachen neben dem Arabischen. Das sollte so bleiben, bis Bagdad von den Mongolen unter Fürst Hülägü 1258 eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unvermeidlich war es, dass sich nach dreieinhalb Jahrhunderten herausstellte, dass es unmöglich war, ein Reich, das größer als das Römische Reich war, gegen die Wogen der Geschichte - oder besser gegen die Christen - aufrechtzuerhalten. Weit im Westen war die Reconquista in vollem Gange, die Umayyaden zogen sich langsam aus Iberien zurück. Noch bedeutender war, dass der Vatikan - oder zumindest Papst Urban II. - beschlossen hatte, dass es an der Zeit war, dass die vereinte Christenheit sich das Heilige Land vom vereinigten Islam &amp;quot;zurückholte&amp;quot;. Deshalb kam es zu einer Reihe von Kreuzzügen, angefangen mit dem unseligen Bauernkreuzzug 1096 und dem weitaus erfolgreicheren Ersten Kreuzzug (bei dem Jerusalem eingenommen wurde, um das es bei dem ganzen Trubel ja eigentlich ging), die das Morgenland mit großangelegten Gemetzeln überzogen, die über Generationen andauern sollten. Der Kampf zwischen Christen und Moslems bestimmte die verbleibende Zeit der Abbasiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es blieb Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub (oder kurz Saladin) überlassen, die Ungläubigen zu vertreiben. Auch wenn er Kommandant für Nur ad-Din, den Herrscher der syrischen Seldschuken war, wurde Saladin vom dortigen Fatamiden-Sultan zum Wesir ernannt. Als Nur ad-Din 1174 starb, rief Saladin die Führungsschicht der Ayyubiden-Dynastie zu Sultanen von Ägypten und bald danach auch von Syrien aus. Saladin wehrte Attentatsversuche ab, kleinere Aufstände und dergleichen, regierte von Kairo aus (auch wenn er selten dort war) und vereinigte den Islam wieder unter einem neuen arabischen Kalifat. Und er wendete seine Aufmerksamkeit den Kreuzzüglern zu. Er war ein wahrhaft großer Kommandant: Im Laufe der Zeit sollte er Jerusalem zurückerobern, die meisten Kreuzüglerstaaten im Morgenland zerschmettern und im Juni 1192 mit Richard Löwenherz den Vertrag von Ramla vereinbaren, laut dem der Islam die unangefochtene Kontrolle über Jerusalem erhalten und christlichen Pilgern Zugang zur Stadt gewährt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Ayyubiden-Sultane folgten auf Saladin. Sie sahen sich unüberwindlichen Herausforderungen gegenüber. Saladin hatte ein System &amp;quot;kollektiver Souveränität&amp;quot; für das Reich etabliert, wobei die Mitglieder der Ayyubiden-Familie die Bereiche als &amp;quot;kleine Sultane&amp;quot; regierten, während einer zum obersten, dem as-Sultan al-Mu’azzam, erklärt wurde. Das war eine politische Struktur, die Auseinandersetzungen zur Folge hatte, und innerhalb zwei Generationen befanden sich die Ayyubiden-Sultanate im Begriff der Auflösung. Als die Provinzen rebellierten und die Ungläubigen - angestachelt von begierigen Päpsten - noch mehr Kreuzzüge starteten, um &amp;quot;das Christentum zu retten&amp;quot;, gelang es den Mameluken, die Herrschaft der Ayyubiden in Ägypten ins Wanken zu bringen. Und dann fielen die Mongolen ein. Nach mehrjährigen Grenzkämpfen befahl der Großkahn seinem Bruder Hülägü, das mongolische Reich bis an die Ufer des Nils auszuweiten. 1258 nahm Fürst Hülägü Bagdad ein und ließ die Bewohner niedermetzeln, inklusive des Kalifen und des Großteils seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die nachfolgenden Dynastien überleben sollten und es andere islamische Reiche gab, war die Zeit des &amp;quot;arabischen Kalifats&amp;quot; abgelaufen. Es war das ruhmlose Ende von mehr als 600 Jahren des Ruhms, einer Ära, die die Gläubigen niemals vergessen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Sultan) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin (Sultan)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
Bild = saladin_sultan_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Sultan_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Arabien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Arabien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Sultan_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =  [[Islam  (Civ6)|Islam]]|&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Saladin_Sultan_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Al-Malik al-Nasir, späterer Sultan von Ägypten und Syrien ===&lt;br /&gt;
'''Wenn Allah einmal etwas entschieden hat, dann ist es geschehen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub, bei seinen zahlreichen Feinden als Saladin bekannt, war ein kurdischer Adliger, der zum Kommandanten der arabischen Armeen der Gläubigen aufstieg und sich zum ersten Sultan von Ägypten und Syrien erhob. Er wurde in Tikrit um 1138 n. Chr. geboren. Sein persönlicher Name war Yusuf, doch er erhielt den Ehrennamen Salah ad-Din, was sich in etwa als &amp;quot;Rechtschaffenheit des Glaubens&amp;quot; übersetzen lässt. Er erhielt eine militärische und religiöse Ausbildung durch seinen Vater, Nadschm ad-Din Ayyub, einem ehemaligen Gouverneur Tikrits. Als die Familie in eine Fehde hineingezogen und aus Tikrit verbannt wurde, brach sie angeblich in der Nacht von Saladins Geburt auf und landete schließlich 1139 in Mossul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Junge erwies sich Saladin als recht intelligent und setzte seine Ausbildung in Damaskus fort (für das er eine besondere Zuneigung entwickelte), als sein Vater von Imad ad-Din Zengi, Atabeg (Gouverneur) von Mossul, Aleppo und Hama, zum Kommandanten der Festung Baalbek ernannt wurde. Vor allem in Arithmetik und Mathematik konnte Saladin glänzen und stürzte sich in die Arbeiten von Euklid und das Almagest. Er konnte die Abstammung und Geschichte des arabischen Adels ebenso aufsagen wie die Blutlinien berühmter arabischer Pferde (das Letztere mit Sicherheit weniger nützlich). Außerdem konnte er das gesamte Kitab al-Hamasah rezitieren, eine 10-bändige Sammlung arabischer Poesie. Doch es war nahezu unvermeidlich, dass er die militärische Laufbahn einschlug, die seine Familie von ihm erwartete, einschließlich seines Großvaters mütterlicherseits Nur ad-Din, der nach Imad im Dienste der Seldschuken Emir von Syrien geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin begann seinen Militärdienst im Alter von 26 Jahren unter der Schirmherrschaft seines Onkels Asad ad-Din Schirkuh, einem einflussreichen General im Dienst von Nur ad-Din. In der Kampagne gegen die Kreuzfahrer und den ägyptischen Usurpator Dirgham im Auftrag des Fatimiden-Kalifen Al-Adid, machte er beim Überfall auf Bilbais und in einer Schlacht in der Nähe des Nils, westlich von Gizeh, in der er den rechten Flügel anführte, auf sich aufmerksam. In Alexandria konnte er ohne feindliche Gegenwehr in die Stadt eindringen und wurde stattdessen mit offenen Armen (sowie Geld, Waffen und Vorräten) empfangen. Asad, der sich einer überlegenen Streitmacht aus Ägyptern und Kreuzfahrern gegenübersah, zog einen Großteil seiner Armee zurück und ließ Saladin und eine kleine Truppe zurück, um die Stadt zu verteidigen - eine Aufgabe, die dieser bravourös meisterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage wurde jedoch schon bald kompliziert: Asad wurde in einen Machtkampf um das Fatimiden-Kalifat mit Schawar verstrickt, dem Wesir von Ägypten, der den Kreuzfahrer Amalrich I. von Jerusalem um Unterstützung anrief. 1169 wurde Schawar (Berichten zufolge durch Saladin) hingerichtet und Asad ad-Din Schirkuh starb noch im gleichen Jahr. Nur ad-Din wählte zwar einen anderen Nachfolger für Asad aus, doch der Fatimidenkalif entschied sich dafür, Saladin zum neuen Wesir von Ägypten zu ernennen. In den folgenden Monaten entging Saladin einem Attentat durch ägyptische Beamte und schlug eine Revolte durch Regimente der Fatamiden nieder. Dabei ging er so bestimmt vor, dass es nie wieder einen Aufstand gegen ihn in Ägypten gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Im Spiel mit Sultan Saladin geht es vor allem darum, Gegner durch Militärgewalt oder Religion zu besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewissheit, dass er einen kostenlosen Großen Propheten bekommen wird, gibt Sultan Saladin die Möglichkeit, sein Militär bis zu diesem Moment aufzubauen. Wenn Ihr den Großen Propheten erhalten habt, zieht aus und verbreitet die Religion Arabiens zusammen mit dem Militär auf der Karte. Der Mameluke besitzt die Fähigkeit, jede Runde zu heilen, und hilft Euch bei der Eroberung weit entfernter Zivilisationen. Dank der Madrasa könnt Ihr stärkere Militäreinheiten freischalten und zusätzliche Apostel erwerben. Unter Sultan Saladins Herrschaft kann Arabien hervorragend einen Herrschafts- oder Religionssieg anstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Wesir) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
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Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:arabien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Arabien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Saladin_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
''' Schlachten werden durch Vorbereitung und Mannstärke bestimmt - und durch Gott.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabischen Historikern zufolge wurde Saladin 1171 von Nur ad-Din befohlen, das Abbasidenkalifat in Ägypten wieder zu etablieren. Nachdem al-Adid gestorben war und Saladin einige seiner Beamten hatte hinrichten oder ermorden lassen, stand Ägypten ganz unter seiner Kontrolle. Im Anschluss überlistete Saladin die Tempelritter und nahm Gaza sowie die Burg der Tempelritter in Eilat ein, von wo aus der muslimische Schiffsverkehr im Golf von Akaba schon lange gestört worden war. Außerdem schlug er eine nubische Invasion nieder, wobei er die nubische Stadt Qasr Ibrim einnahm. Auf dem Weg nach Damaskus, wo er Nur ad-Din einen Teil der Beute zum Geschenk machen wollte, ergriff er die Gelegenheit, die Besitztümer der Kreuzfahrer zu überfallen. Außerdem besetzte er Jemen und vertrieb die Ungläubigen, die sich dort aufhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Tod von Nur ad-Din im Mai 1174 ergriff Saladin als Sultan der Ayyubiden-Dynastie in Ägypten die Macht in Syrien. Obwohl Nur ad-Dins 11-jähriger Sohn von einer Gruppe mächtiger Emire zu dessen Nachfolger erklärt wurde, fürchtete Saladin einen Ausbruch von Anarchie in Syrien und damit einhergehend eine Stärkung der Ungläubigen. Doch er sah sich einem Dilemma gegenüber: Sollte er Syrien dem jungen as-Salih Ismail streitig machen, was ihm durch den Koran untersagt war, oder darauf warten, um ein Einschreiten gebeten zu werden. Als as-Salih von einem machthungrigen Onkel, der seine Rivalen ausschalten wollte, nach Aleppo gebracht wurde, sah sich der Emir von Damaskus gezwungen, Saladin um Hilfe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin durchquerte die Wüste zwischen den beiden Reichen mit 700 ausgewählten Kriegern und drang, unterstützt von Emiren und Stammesangehörigen der Beduinen, zum Jubel der Bevölkerung in Damaskus ein. Einer seiner Brüder blieb zurück, um an seiner statt die Aufsicht zu führen, während Saladin schon bald darauf andere Städte auslöschte, die dem ehemaligen Kalifen treu ergeben gewesen waren. In einem ereignisreichen Jahr darauf entging Saladin mehreren Anschlägen, einschließlich einigen durch die ismailitische Bewegung der Assassinen. Letztendlich erkannten die verbleibenden Emire in Syrien, was sie an Saladin hatten, und erklärten ihn zum Sultan von Syrien. Er schloss Frieden mit den Assassinen und anderen Kräften in seinem Reich, die geschlossen erkannten, dass es gerecht wäre, die Europäer aus dem Heiligen Land zu vertreiben, und vereinte so die Streitkräfte des Islams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladins Krieg gegen die Christen wütete bis zu seinem Tod im Jahr 1193. Durch eine Reihe von Siegen der Ayyubiden und die Besetzung von Großteilen des Kreuzfahrer-Königreichs Jerusalem, einschließlich der Heiligen Stadt selbst im Jahr 1187, wurde Saladin in ganz Europa berüchtigt. Daraus ging schließlich der Dritte Kreuzzug hervor, der durch Englands Richard Löwenherz, König Philipp II. aus Frankreich, [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I.]] und anderen angeführt wurde und mehr von Massakern als von Schlachten bestimmt wurde. Bis zum September 1191 war die Armee der Kreuzfahrer auf etwa 2.000 Kämpfer und 50 Ritter, die noch kampfbereit waren, reduziert worden. Richard und Saladin kamen mit dem Vertrag von Ramla 1192 schließlich zu einer Übereinkunft, durch die Jerusalem unter muslimischer Kontrolle blieb, für christliche Pilger allerdings offen stand. Der Vertrag erwies sich als Saladins langjährigstes Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Oft passen {{6forsch}} Wissenschaft und {{6glauben}} Glaube nicht zusammen, aber für Arabien ist das eindeutig anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabien ist eine religiöse Zivilisation, die sich keine Sorgen darum machen muss, andere Spieler im Rennen um Große Propheten überholen zu müssen. Sie können einfach warten, bis eine Religion zu ihnen kommt. Sobald sie ihre Religion etabliert haben, können sie gleich an mehreren Fronten schnell vorrücken. Sie werden ihre Religion in möglichst vielen Städten verbreiten, um ihre {{6forsch}} Wissenschaft zu fördern, und den meisten Städten eine Heilige Stätte hinzufügen, um ihnen zu ermöglichen, dann ihr Kultgebäude hinzuzufügen (welches allgemein {{6forsch}} Wissenschaft, {{6glauben}} Glaube und {{6kult}} Kultur in den Städten fördert). Ihre Kultgebäude sind für andere Zivilisationen auch günstig hinzuzufügen: ein kluger Zug für Arabiens Nachbarn, um Saladins Rache in Schach zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Arabien_(Civ6)&amp;diff=58218</id>
		<title>Arabien (Civ6)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Arabien_(Civ6)&amp;diff=58218"/>
				<updated>2026-06-18T19:54:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: /* Saladin (Sultan) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Arabien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Arabien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
{{Ziv Info Civ6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Arabien&lt;br /&gt;
| Bild = arabien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Arabien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Arabien_(Civ6)#Saladin (Wesir)|Saladin (Wesir)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Arabien_(Civ6)#aladin (Sultan)|Saladin (Sultan)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Mamluken_(Civ6)|Mamluken]]&lt;br /&gt;
| Icon_Unit =  mamluken_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Gebäude = [[Universität_Civ6#Madrasa|Madrasa]]&lt;br /&gt;
| Icon_Gebäude = madrasa_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
| Ziv_Farbe  = Grün, Sand&lt;br /&gt;
| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Einige Monate nach seiner Abschiedspilgerreise - durch die er den Grundstein für den Haddsch legte - erkrankte der Prophet Mohammed im Alter von 62 Jahren und starb 632 n. Chr. in Medina. Laut sunnitischen Schriften wählten seine Anhänger Abū Bakr As-Siddiq zum Amir al-Mu’minin (&amp;quot;Befehlshaber der Gläubigen&amp;quot;), zu Mohammeds Nachfolger und zum ersten der Rashidun-Kalifen. Die Schiiten halten dagegen Ali, den Schwiegersohn und Cousin des Propheten, für Mohammeds eigene Wahl als geistlichen und weltlichen Nachfolger, was ein Schisma auslöste, das bis heute Bestand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abū Bakr und drei fähigen Nachfolgern, die von Medina aus regierten, schwärmten die Krieger des Islam - angefeuert von der Vision des Propheten - über die Wüsten und Ebenen in alle Richtungen aus, überrannten Persien, Syrien, Ägypten und einen großen Teil Anatoliens und der nordafrikanischen Küste. In der Zeit zwischen 650 und 655 kamen die Mittelmeerinseln Zypern, Kreta, Rhodos und ein großer Teil Siziliens hinzu und man klopfte an die Tür des byzantinischen Reiches. 655 führte der byzantinische Kaiser Konstantin II. persönlich eine Flotte gegen den arabischen Ansturm, nur um an die 500 Schiffe zu verlieren und gerade noch selbst zu entkommen. Auf seinem Höhepunkt war das Rashidun-Kalifat das bis dato größte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem ersten arabischen Kalifat wurden die Eroberten mehr oder weniger wohlwollend nach den Lehren von Mohammed behandelt. Monotheisten (Christen, Juden und Zoroastrier und dergleichen) unter den Besiegten hatten die Möglichkeit zu konvertieren, und wenn sie dies taten, erhielten sie alle Rechte und den Schutz (und natürlich auch die Pflichten) von islamischen Bürgern. Nicht-Moslems wurde erlaubt, ihren Glauben zu praktizieren und sie bekamen Rechte gemäß ihrer Schrift, sofern diese nicht mit dem Koran in Konflikt standen. Es war eine relativ tolerante Doktrin und sie sollte den arabischen Kalifaten in den folgenden Jahrhunderten zugutekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung des Dar al-Islamiyyah (&amp;quot;Haus des Islam&amp;quot;) war ebenfalls der Wille Allahs, wie von Mohammed vorgegeben. Unter Kalif Umar, dem zweiten, der die Pflichten des Amirs von ganz Arabien übernahm, wurde das sich ausbreitende Reich in zwölf Provinzen unterteilt, eine jede mit eigenem Wali, um die tägliche Regierungsarbeit zu leisten. Für jede Provinz wurden zudem sechs weitere Offizielle ernannt, vom Sahib-ul-Kharaj (Steuereintreiber) bis zum Qadi (Oberster Richter). Umar hat strikte Verhaltensregeln festgelegt, mit schrecklichen Strafen bei Verletzung derselben, und jeder Offizielle musste einmal pro Jahr den Haddsch nach Mekka absolvieren und dort jeglichen Beschwerden zur Antwort stehen, die von jedermann gegen sie vorgebracht werden konnten. Um Korruption und Machtmissbrauch einzudämmen, machte der Kalif zum Gesetz, dass den Offiziellen ein hohes Gehalt gezahlt werden musste. Umar wurde von persischen Fanatikern ermordet, aber seine Richtlinien zur Führung des sich ausdehnenden Reiches sollten über Jahrhunderte gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman im Jahre 656 wurde Ali - den die Schiiten unterstützten - als Nachfolger auserwählt. Aber Mu’awiya, ein Stammesbruder von Uthman und Herrscher von Syrien, der von den Sunniten unterstützt wurde, schrie nach Vergeltung gegen die Mörder in der Stadt Basra. Eine Rache, die Ali verweigerte, denn ein Moslem soll keinen Krieg gegen einen anderen Moslem führen. Im ersten islamischen Bürgerkrieg, eine dreiseitige Angelegenheit zwischen Ali, Mu’awiya und den Chardschiten - verlor der Kalif nach und nach den Großteil seines Gebietes an Mu’awiya. Dann wurde 661 Ali selbst von den Chardschiten ermordet, in einem ausgeklügelten Komplott, um alle islamischen Anführer zu töten. Zu ihrem Pech gelang es den Chardschiten nicht, Mu’awiya zu beseitigen. Nach einer Übereinkunft mit Alis überlebendem Sohn erlangte Mu’awiya das Kalifat, gründete die Dynastie der Umayyaden und fuhr fort, die Chardschiten zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umayyaden konnten sich keine hundert Jahre halten. Aber sie schafften es, alles in Sichtweite außer den Byzantinern zu überrennen. Von ihrer Hauptstadt Damaskus aus verbreiteten fähige Kalifen wie Ibn Marwân (685-705) und Suleiman (715-717) das Banner des Islam über den Kaukasus, den Maghreb, den Sindh auf dem indischen Subkontinent, Al-Andalus (Iberien), Samarkand, Transoxianien, Choresmien und andere Orte. Bei diesem Prozess errichteten sie das fünftgrößte Reich, das es jemals in der Geschichte der Zivilisation gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie hinterließen in der Zivilisation selbst ein unauslöschliches Zeichen, sowohl als Krieger als auch als Baumeister. Abd Ibn Marwân zum Beispiel machte Arabisch zur offiziellen Sprache des Reiches, standardisierte die islamische Währung, organisierte ein Postsystem, reparierte die Kaaba in Mekka und - um noch eins draufzusetzen - errichtete den Felsendom in Jerusalem. Die Architektur wurde unter seinen Nachfolgern fortgesetzt, sein Sohn erbaute die Al-Aqsa-Moschee gegenüber des Felsendoms, die große Moschee von Damaskus und errichtete eine ganze Reihe von Straßen, Brunnen und Bergpässen - hauptsächlich, um seine Armeen zu unterstützen, aber die normalen Menschen profitierten auch davon. Unter allen Umayyaden war religiöse Toleranz an der Tagesordnung; Christen und Juden hatten wichtige Posten inne und die Umayyaden bekämpften die Byzantiner ohne Bedenken wegen der großen christlichen Provinz Syriens im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Ärger im Paradies sollte kein Ende nehmen: Zwei Bürgerkriege und der Berberaufstand von 740-743 schwächten die Umayyaden, und der fast durchgehende Kriegszustand an allen Grenzen des Kalifats machte es vermutlich auch nicht besser. Die Schatzkammern waren leer wegen des Krieges sowie der ganzen Wohltätigkeitsprogramme, die die Kalifen eingeführt hatten, um Mohammeds Verkündigungen zur Großzügigkeit gegenüber den Armen nachzukommen. Schließlich gingen die Haschimiten, ein Ausleger der Schiiten-Bewegung unter Führung des Stammes der Abbasiden 747 gegen den Kalifen vor. Im Januar 750 trafen bei der Schlacht am Zab die beiden Familien und ihre versammelten Verbündeten aufeinander. Die Umayyaden wurden vernichtend geschlagen; Damaskus fiel im April an die Abbasiden und der letzte Umayyaden-Kalif wurde im August in Ägypten getötet. Die überlebenden Umayyaden (viele waren es nicht) flohen über Nordafrika nach Iberien, wo sie das Kalifat von Cordoba gründeten (welches bis 1031 Bestand hatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt waren die Abbasiden an der Reihe, die ausgedehnten arabischen Länder zu regieren, und sie machten ihre Sache gut. So gut, dass das al-Khilafah al-‘Abbasiyah das Goldene Zeitalter des Islams umfasste, eine Periode, zu der das muslimische Kalifat zum intellektuellen und künstlerischen Zentrum der Welt für Wissenschaft, Technologie, Medizin, Philosophie, Literatur und alle anderen wichtigen Belange wurde. Aber zuerst mussten die Abbasiden unter ihrer schwarzen Flagge das Reich stabilisieren, durch Reformen und durch politische Berechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den ersten fünf Kalifen der Linie wurde die Armee umstrukturiert und enthielt nun sowohl Nicht-Araber als auch Nicht-Moslems. Bildung für alle wurde unterstützt und die ersten Papiermühlen im Westen, erbaut von chinesischen Gefangenen, die bei der Schlacht von Talas gefangen genommen wurden, kamen auf. Die Währung wurde standardisiert und durch königliche Unterstützung stabilisiert und der Handel wurde durch günstige Gesetze und Zolltarife gefördert. Das islamische Gesetz wurde unter den Abbasiden, die in der Regel religiöser waren als die Umayyaden, wieder zum Standard für das Rechtssystem. Aber vielleicht am bedeutendsten war ihre Bereitschaft, die lokale Autorität an Adelsfamilien abzutreten - Al-Andalus und Maghreb an die Umayyaden, Marokko an die Idrisiden, Ifriqiya an die Aghlabiden und Ägypten an die Fatimiden - um die Ummah (in etwa die &amp;quot;muslimische Gemeinschaft&amp;quot;) wie im Koran gefordert aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Harun al-Rashid 786 als fünfter Abbasiden-Kalif an die Macht kam, war das Reich trotz gelegentlicher Revolten von verstimmten Stammesangehörigen friedvoll, fortschrittlich, monumental und spektakulär wohlhabend. Bagdad hatte zu einer Zeit eine Million wohlhabende und glückliche Bürger, als die &amp;quot;große&amp;quot; Hauptstadt Aachen Karls des Großen gerade einmal zehntausend Bewohner hatte. Haruns Sohn, der Kalif Abdallāh al-Ma'mūn machte das Haus der Weisheit, das sein Vater in Bagdad gegründet hatte, zur Institution und versammelte die größten Gelehrten aus drei Kontinenten, um Ideen und Kultur mit anderen Schülern wie Lehrern auszutauschen. Das Haus war das unangefochtene Zentrum der Zivilisation für Geistes- und Naturwissenschaften, mit der größten Sammlung von Texten - in Griechisch, Persisch, Sanskrit, Lateinisch und verschiedenen europäischen Sprachen neben dem Arabischen. Das sollte so bleiben, bis Bagdad von den Mongolen unter Fürst Hülägü 1258 eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unvermeidlich war es, dass sich nach dreieinhalb Jahrhunderten herausstellte, dass es unmöglich war, ein Reich, das größer als das Römische Reich war, gegen die Wogen der Geschichte - oder besser gegen die Christen - aufrechtzuerhalten. Weit im Westen war die Reconquista in vollem Gange, die Umayyaden zogen sich langsam aus Iberien zurück. Noch bedeutender war, dass der Vatikan - oder zumindest Papst Urban II. - beschlossen hatte, dass es an der Zeit war, dass die vereinte Christenheit sich das Heilige Land vom vereinigten Islam &amp;quot;zurückholte&amp;quot;. Deshalb kam es zu einer Reihe von Kreuzzügen, angefangen mit dem unseligen Bauernkreuzzug 1096 und dem weitaus erfolgreicheren Ersten Kreuzzug (bei dem Jerusalem eingenommen wurde, um das es bei dem ganzen Trubel ja eigentlich ging), die das Morgenland mit großangelegten Gemetzeln überzogen, die über Generationen andauern sollten. Der Kampf zwischen Christen und Moslems bestimmte die verbleibende Zeit der Abbasiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es blieb Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub (oder kurz Saladin) überlassen, die Ungläubigen zu vertreiben. Auch wenn er Kommandant für Nur ad-Din, den Herrscher der syrischen Seldschuken war, wurde Saladin vom dortigen Fatamiden-Sultan zum Wesir ernannt. Als Nur ad-Din 1174 starb, rief Saladin die Führungsschicht der Ayyubiden-Dynastie zu Sultanen von Ägypten und bald danach auch von Syrien aus. Saladin wehrte Attentatsversuche ab, kleinere Aufstände und dergleichen, regierte von Kairo aus (auch wenn er selten dort war) und vereinigte den Islam wieder unter einem neuen arabischen Kalifat. Und er wendete seine Aufmerksamkeit den Kreuzzüglern zu. Er war ein wahrhaft großer Kommandant: Im Laufe der Zeit sollte er Jerusalem zurückerobern, die meisten Kreuzüglerstaaten im Morgenland zerschmettern und im Juni 1192 mit Richard Löwenherz den Vertrag von Ramla vereinbaren, laut dem der Islam die unangefochtene Kontrolle über Jerusalem erhalten und christlichen Pilgern Zugang zur Stadt gewährt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Ayyubiden-Sultane folgten auf Saladin. Sie sahen sich unüberwindlichen Herausforderungen gegenüber. Saladin hatte ein System &amp;quot;kollektiver Souveränität&amp;quot; für das Reich etabliert, wobei die Mitglieder der Ayyubiden-Familie die Bereiche als &amp;quot;kleine Sultane&amp;quot; regierten, während einer zum obersten, dem as-Sultan al-Mu’azzam, erklärt wurde. Das war eine politische Struktur, die Auseinandersetzungen zur Folge hatte, und innerhalb zwei Generationen befanden sich die Ayyubiden-Sultanate im Begriff der Auflösung. Als die Provinzen rebellierten und die Ungläubigen - angestachelt von begierigen Päpsten - noch mehr Kreuzzüge starteten, um &amp;quot;das Christentum zu retten&amp;quot;, gelang es den Mameluken, die Herrschaft der Ayyubiden in Ägypten ins Wanken zu bringen. Und dann fielen die Mongolen ein. Nach mehrjährigen Grenzkämpfen befahl der Großkahn seinem Bruder Hülägü, das mongolische Reich bis an die Ufer des Nils auszuweiten. 1258 nahm Fürst Hülägü Bagdad ein und ließ die Bewohner niedermetzeln, inklusive des Kalifen und des Großteils seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die nachfolgenden Dynastien überleben sollten und es andere islamische Reiche gab, war die Zeit des &amp;quot;arabischen Kalifats&amp;quot; abgelaufen. Es war das ruhmlose Ende von mehr als 600 Jahren des Ruhms, einer Ära, die die Gläubigen niemals vergessen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Sultan) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin (Sultan)|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = |&lt;br /&gt;
Bild = saladin_sultan_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Sultan_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:Arabien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Arabien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Sultan_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Saladin_Sultan_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = [[Datei:civ6leaderpass_logo.png|x20px]]| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Al-Malik al-Nasir, späterer Sultan von Ägypten und Syrien ===&lt;br /&gt;
'''Wenn Allah einmal etwas entschieden hat, dann ist es geschehen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub, bei seinen zahlreichen Feinden als Saladin bekannt, war ein kurdischer Adliger, der zum Kommandanten der arabischen Armeen der Gläubigen aufstieg und sich zum ersten Sultan von Ägypten und Syrien erhob. Er wurde in Tikrit um 1138 n. Chr. geboren. Sein persönlicher Name war Yusuf, doch er erhielt den Ehrennamen Salah ad-Din, was sich in etwa als &amp;quot;Rechtschaffenheit des Glaubens&amp;quot; übersetzen lässt. Er erhielt eine militärische und religiöse Ausbildung durch seinen Vater, Nadschm ad-Din Ayyub, einem ehemaligen Gouverneur Tikrits. Als die Familie in eine Fehde hineingezogen und aus Tikrit verbannt wurde, brach sie angeblich in der Nacht von Saladins Geburt auf und landete schließlich 1139 in Mossul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Junge erwies sich Saladin als recht intelligent und setzte seine Ausbildung in Damaskus fort (für das er eine besondere Zuneigung entwickelte), als sein Vater von Imad ad-Din Zengi, Atabeg (Gouverneur) von Mossul, Aleppo und Hama, zum Kommandanten der Festung Baalbek ernannt wurde. Vor allem in Arithmetik und Mathematik konnte Saladin glänzen und stürzte sich in die Arbeiten von Euklid und das Almagest. Er konnte die Abstammung und Geschichte des arabischen Adels ebenso aufsagen wie die Blutlinien berühmter arabischer Pferde (das Letztere mit Sicherheit weniger nützlich). Außerdem konnte er das gesamte Kitab al-Hamasah rezitieren, eine 10-bändige Sammlung arabischer Poesie. Doch es war nahezu unvermeidlich, dass er die militärische Laufbahn einschlug, die seine Familie von ihm erwartete, einschließlich seines Großvaters mütterlicherseits Nur ad-Din, der nach Imad im Dienste der Seldschuken Emir von Syrien geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin begann seinen Militärdienst im Alter von 26 Jahren unter der Schirmherrschaft seines Onkels Asad ad-Din Schirkuh, einem einflussreichen General im Dienst von Nur ad-Din. In der Kampagne gegen die Kreuzfahrer und den ägyptischen Usurpator Dirgham im Auftrag des Fatimiden-Kalifen Al-Adid, machte er beim Überfall auf Bilbais und in einer Schlacht in der Nähe des Nils, westlich von Gizeh, in der er den rechten Flügel anführte, auf sich aufmerksam. In Alexandria konnte er ohne feindliche Gegenwehr in die Stadt eindringen und wurde stattdessen mit offenen Armen (sowie Geld, Waffen und Vorräten) empfangen. Asad, der sich einer überlegenen Streitmacht aus Ägyptern und Kreuzfahrern gegenübersah, zog einen Großteil seiner Armee zurück und ließ Saladin und eine kleine Truppe zurück, um die Stadt zu verteidigen - eine Aufgabe, die dieser bravourös meisterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage wurde jedoch schon bald kompliziert: Asad wurde in einen Machtkampf um das Fatimiden-Kalifat mit Schawar verstrickt, dem Wesir von Ägypten, der den Kreuzfahrer Amalrich I. von Jerusalem um Unterstützung anrief. 1169 wurde Schawar (Berichten zufolge durch Saladin) hingerichtet und Asad ad-Din Schirkuh starb noch im gleichen Jahr. Nur ad-Din wählte zwar einen anderen Nachfolger für Asad aus, doch der Fatimidenkalif entschied sich dafür, Saladin zum neuen Wesir von Ägypten zu ernennen. In den folgenden Monaten entging Saladin einem Attentat durch ägyptische Beamte und schlug eine Revolte durch Regimente der Fatamiden nieder. Dabei ging er so bestimmt vor, dass es nie wieder einen Aufstand gegen ihn in Ägypten gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strategie===&lt;br /&gt;
Im Spiel mit Sultan Saladin geht es vor allem darum, Gegner durch Militärgewalt oder Religion zu besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewissheit, dass er einen kostenlosen Großen Propheten bekommen wird, gibt Sultan Saladin die Möglichkeit, sein Militär bis zu diesem Moment aufzubauen. Wenn Ihr den Großen Propheten erhalten habt, zieht aus und verbreitet die Religion Arabiens zusammen mit dem Militär auf der Karte. Der Mameluke besitzt die Fähigkeit, jede Runde zu heilen, und hilft Euch bei der Eroberung weit entfernter Zivilisationen. Dank der Madrasa könnt Ihr stärkere Militäreinheiten freischalten und zusätzliche Apostel erwerben. Unter Sultan Saladins Herrschaft kann Arabien hervorragend einen Herrschafts- oder Religionssieg anstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Wesir) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
Bild = saladin_symbol_civ6.png |&lt;br /&gt;
Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Land = [[Datei:arabien_symbol_civ6_inv.png|x40px|link=Arabien_(Civ6)]]|&lt;br /&gt;
Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   |&lt;br /&gt;
Bild_3d = Civ6_Saladin_3D.jpg|&lt;br /&gt;
Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
''' Schlachten werden durch Vorbereitung und Mannstärke bestimmt - und durch Gott.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabischen Historikern zufolge wurde Saladin 1171 von Nur ad-Din befohlen, das Abbasidenkalifat in Ägypten wieder zu etablieren. Nachdem al-Adid gestorben war und Saladin einige seiner Beamten hatte hinrichten oder ermorden lassen, stand Ägypten ganz unter seiner Kontrolle. Im Anschluss überlistete Saladin die Tempelritter und nahm Gaza sowie die Burg der Tempelritter in Eilat ein, von wo aus der muslimische Schiffsverkehr im Golf von Akaba schon lange gestört worden war. Außerdem schlug er eine nubische Invasion nieder, wobei er die nubische Stadt Qasr Ibrim einnahm. Auf dem Weg nach Damaskus, wo er Nur ad-Din einen Teil der Beute zum Geschenk machen wollte, ergriff er die Gelegenheit, die Besitztümer der Kreuzfahrer zu überfallen. Außerdem besetzte er Jemen und vertrieb die Ungläubigen, die sich dort aufhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Tod von Nur ad-Din im Mai 1174 ergriff Saladin als Sultan der Ayyubiden-Dynastie in Ägypten die Macht in Syrien. Obwohl Nur ad-Dins 11-jähriger Sohn von einer Gruppe mächtiger Emire zu dessen Nachfolger erklärt wurde, fürchtete Saladin einen Ausbruch von Anarchie in Syrien und damit einhergehend eine Stärkung der Ungläubigen. Doch er sah sich einem Dilemma gegenüber: Sollte er Syrien dem jungen as-Salih Ismail streitig machen, was ihm durch den Koran untersagt war, oder darauf warten, um ein Einschreiten gebeten zu werden. Als as-Salih von einem machthungrigen Onkel, der seine Rivalen ausschalten wollte, nach Aleppo gebracht wurde, sah sich der Emir von Damaskus gezwungen, Saladin um Hilfe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin durchquerte die Wüste zwischen den beiden Reichen mit 700 ausgewählten Kriegern und drang, unterstützt von Emiren und Stammesangehörigen der Beduinen, zum Jubel der Bevölkerung in Damaskus ein. Einer seiner Brüder blieb zurück, um an seiner statt die Aufsicht zu führen, während Saladin schon bald darauf andere Städte auslöschte, die dem ehemaligen Kalifen treu ergeben gewesen waren. In einem ereignisreichen Jahr darauf entging Saladin mehreren Anschlägen, einschließlich einigen durch die ismailitische Bewegung der Assassinen. Letztendlich erkannten die verbleibenden Emire in Syrien, was sie an Saladin hatten, und erklärten ihn zum Sultan von Syrien. Er schloss Frieden mit den Assassinen und anderen Kräften in seinem Reich, die geschlossen erkannten, dass es gerecht wäre, die Europäer aus dem Heiligen Land zu vertreiben, und vereinte so die Streitkräfte des Islams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladins Krieg gegen die Christen wütete bis zu seinem Tod im Jahr 1193. Durch eine Reihe von Siegen der Ayyubiden und die Besetzung von Großteilen des Kreuzfahrer-Königreichs Jerusalem, einschließlich der Heiligen Stadt selbst im Jahr 1187, wurde Saladin in ganz Europa berüchtigt. Daraus ging schließlich der Dritte Kreuzzug hervor, der durch Englands Richard Löwenherz, König Philipp II. aus Frankreich, [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I.]] und anderen angeführt wurde und mehr von Massakern als von Schlachten bestimmt wurde. Bis zum September 1191 war die Armee der Kreuzfahrer auf etwa 2.000 Kämpfer und 50 Ritter, die noch kampfbereit waren, reduziert worden. Richard und Saladin kamen mit dem Vertrag von Ramla 1192 schließlich zu einer Übereinkunft, durch die Jerusalem unter muslimischer Kontrolle blieb, für christliche Pilger allerdings offen stand. Der Vertrag erwies sich als Saladins langjährigstes Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Oft passen {{6forsch}} Wissenschaft und {{6glauben}} Glaube nicht zusammen, aber für Arabien ist das eindeutig anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabien ist eine religiöse Zivilisation, die sich keine Sorgen darum machen muss, andere Spieler im Rennen um Große Propheten überholen zu müssen. Sie können einfach warten, bis eine Religion zu ihnen kommt. Sobald sie ihre Religion etabliert haben, können sie gleich an mehreren Fronten schnell vorrücken. Sie werden ihre Religion in möglichst vielen Städten verbreiten, um ihre {{6forsch}} Wissenschaft zu fördern, und den meisten Städten eine Heilige Stätte hinzufügen, um ihnen zu ermöglichen, dann ihr Kultgebäude hinzuzufügen (welches allgemein {{6forsch}} Wissenschaft, {{6glauben}} Glaube und {{6kult}} Kultur in den Städten fördert). Ihre Kultgebäude sind für andere Zivilisationen auch günstig hinzuzufügen: ein kluger Zug für Arabiens Nachbarn, um Saladins Rache in Schach zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Arabien_(Civ6)&amp;diff=58217</id>
		<title>Arabien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:51:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Arabien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Arabien]]. |}}&lt;br /&gt;
__noTOC__&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Allgemeine Informationen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name = Arabien&lt;br /&gt;
| Bild = arabien_symbol_civ6_inv.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eigenschaft --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Eigenschaft =  {{Eigenschaft_Arabien_Civ6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anführer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Anführer   = [[Arabien_(Civ6)#Saladin (Wesir)|Saladin (Wesir)]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Arabien_(Civ6)#aladin (Sultan)|Saladin (Sultan)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Spezial --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Ziv_Einheit = [[Mamluken_(Civ6)|Mamluken]]&lt;br /&gt;
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| Ziv_Gebäude = [[Universität_Civ6#Madrasa|Madrasa]]&lt;br /&gt;
| Icon_Gebäude = madrasa_symbol_civ6.png&lt;br /&gt;
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| Game = Grundspiel / Leader Pass&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Einige Monate nach seiner Abschiedspilgerreise - durch die er den Grundstein für den Haddsch legte - erkrankte der Prophet Mohammed im Alter von 62 Jahren und starb 632 n. Chr. in Medina. Laut sunnitischen Schriften wählten seine Anhänger Abū Bakr As-Siddiq zum Amir al-Mu’minin (&amp;quot;Befehlshaber der Gläubigen&amp;quot;), zu Mohammeds Nachfolger und zum ersten der Rashidun-Kalifen. Die Schiiten halten dagegen Ali, den Schwiegersohn und Cousin des Propheten, für Mohammeds eigene Wahl als geistlichen und weltlichen Nachfolger, was ein Schisma auslöste, das bis heute Bestand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abū Bakr und drei fähigen Nachfolgern, die von Medina aus regierten, schwärmten die Krieger des Islam - angefeuert von der Vision des Propheten - über die Wüsten und Ebenen in alle Richtungen aus, überrannten Persien, Syrien, Ägypten und einen großen Teil Anatoliens und der nordafrikanischen Küste. In der Zeit zwischen 650 und 655 kamen die Mittelmeerinseln Zypern, Kreta, Rhodos und ein großer Teil Siziliens hinzu und man klopfte an die Tür des byzantinischen Reiches. 655 führte der byzantinische Kaiser Konstantin II. persönlich eine Flotte gegen den arabischen Ansturm, nur um an die 500 Schiffe zu verlieren und gerade noch selbst zu entkommen. Auf seinem Höhepunkt war das Rashidun-Kalifat das bis dato größte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem ersten arabischen Kalifat wurden die Eroberten mehr oder weniger wohlwollend nach den Lehren von Mohammed behandelt. Monotheisten (Christen, Juden und Zoroastrier und dergleichen) unter den Besiegten hatten die Möglichkeit zu konvertieren, und wenn sie dies taten, erhielten sie alle Rechte und den Schutz (und natürlich auch die Pflichten) von islamischen Bürgern. Nicht-Moslems wurde erlaubt, ihren Glauben zu praktizieren und sie bekamen Rechte gemäß ihrer Schrift, sofern diese nicht mit dem Koran in Konflikt standen. Es war eine relativ tolerante Doktrin und sie sollte den arabischen Kalifaten in den folgenden Jahrhunderten zugutekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung des Dar al-Islamiyyah (&amp;quot;Haus des Islam&amp;quot;) war ebenfalls der Wille Allahs, wie von Mohammed vorgegeben. Unter Kalif Umar, dem zweiten, der die Pflichten des Amirs von ganz Arabien übernahm, wurde das sich ausbreitende Reich in zwölf Provinzen unterteilt, eine jede mit eigenem Wali, um die tägliche Regierungsarbeit zu leisten. Für jede Provinz wurden zudem sechs weitere Offizielle ernannt, vom Sahib-ul-Kharaj (Steuereintreiber) bis zum Qadi (Oberster Richter). Umar hat strikte Verhaltensregeln festgelegt, mit schrecklichen Strafen bei Verletzung derselben, und jeder Offizielle musste einmal pro Jahr den Haddsch nach Mekka absolvieren und dort jeglichen Beschwerden zur Antwort stehen, die von jedermann gegen sie vorgebracht werden konnten. Um Korruption und Machtmissbrauch einzudämmen, machte der Kalif zum Gesetz, dass den Offiziellen ein hohes Gehalt gezahlt werden musste. Umar wurde von persischen Fanatikern ermordet, aber seine Richtlinien zur Führung des sich ausdehnenden Reiches sollten über Jahrhunderte gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman im Jahre 656 wurde Ali - den die Schiiten unterstützten - als Nachfolger auserwählt. Aber Mu’awiya, ein Stammesbruder von Uthman und Herrscher von Syrien, der von den Sunniten unterstützt wurde, schrie nach Vergeltung gegen die Mörder in der Stadt Basra. Eine Rache, die Ali verweigerte, denn ein Moslem soll keinen Krieg gegen einen anderen Moslem führen. Im ersten islamischen Bürgerkrieg, eine dreiseitige Angelegenheit zwischen Ali, Mu’awiya und den Chardschiten - verlor der Kalif nach und nach den Großteil seines Gebietes an Mu’awiya. Dann wurde 661 Ali selbst von den Chardschiten ermordet, in einem ausgeklügelten Komplott, um alle islamischen Anführer zu töten. Zu ihrem Pech gelang es den Chardschiten nicht, Mu’awiya zu beseitigen. Nach einer Übereinkunft mit Alis überlebendem Sohn erlangte Mu’awiya das Kalifat, gründete die Dynastie der Umayyaden und fuhr fort, die Chardschiten zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umayyaden konnten sich keine hundert Jahre halten. Aber sie schafften es, alles in Sichtweite außer den Byzantinern zu überrennen. Von ihrer Hauptstadt Damaskus aus verbreiteten fähige Kalifen wie Ibn Marwân (685-705) und Suleiman (715-717) das Banner des Islam über den Kaukasus, den Maghreb, den Sindh auf dem indischen Subkontinent, Al-Andalus (Iberien), Samarkand, Transoxianien, Choresmien und andere Orte. Bei diesem Prozess errichteten sie das fünftgrößte Reich, das es jemals in der Geschichte der Zivilisation gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie hinterließen in der Zivilisation selbst ein unauslöschliches Zeichen, sowohl als Krieger als auch als Baumeister. Abd Ibn Marwân zum Beispiel machte Arabisch zur offiziellen Sprache des Reiches, standardisierte die islamische Währung, organisierte ein Postsystem, reparierte die Kaaba in Mekka und - um noch eins draufzusetzen - errichtete den Felsendom in Jerusalem. Die Architektur wurde unter seinen Nachfolgern fortgesetzt, sein Sohn erbaute die Al-Aqsa-Moschee gegenüber des Felsendoms, die große Moschee von Damaskus und errichtete eine ganze Reihe von Straßen, Brunnen und Bergpässen - hauptsächlich, um seine Armeen zu unterstützen, aber die normalen Menschen profitierten auch davon. Unter allen Umayyaden war religiöse Toleranz an der Tagesordnung; Christen und Juden hatten wichtige Posten inne und die Umayyaden bekämpften die Byzantiner ohne Bedenken wegen der großen christlichen Provinz Syriens im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Ärger im Paradies sollte kein Ende nehmen: Zwei Bürgerkriege und der Berberaufstand von 740-743 schwächten die Umayyaden, und der fast durchgehende Kriegszustand an allen Grenzen des Kalifats machte es vermutlich auch nicht besser. Die Schatzkammern waren leer wegen des Krieges sowie der ganzen Wohltätigkeitsprogramme, die die Kalifen eingeführt hatten, um Mohammeds Verkündigungen zur Großzügigkeit gegenüber den Armen nachzukommen. Schließlich gingen die Haschimiten, ein Ausleger der Schiiten-Bewegung unter Führung des Stammes der Abbasiden 747 gegen den Kalifen vor. Im Januar 750 trafen bei der Schlacht am Zab die beiden Familien und ihre versammelten Verbündeten aufeinander. Die Umayyaden wurden vernichtend geschlagen; Damaskus fiel im April an die Abbasiden und der letzte Umayyaden-Kalif wurde im August in Ägypten getötet. Die überlebenden Umayyaden (viele waren es nicht) flohen über Nordafrika nach Iberien, wo sie das Kalifat von Cordoba gründeten (welches bis 1031 Bestand hatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt waren die Abbasiden an der Reihe, die ausgedehnten arabischen Länder zu regieren, und sie machten ihre Sache gut. So gut, dass das al-Khilafah al-‘Abbasiyah das Goldene Zeitalter des Islams umfasste, eine Periode, zu der das muslimische Kalifat zum intellektuellen und künstlerischen Zentrum der Welt für Wissenschaft, Technologie, Medizin, Philosophie, Literatur und alle anderen wichtigen Belange wurde. Aber zuerst mussten die Abbasiden unter ihrer schwarzen Flagge das Reich stabilisieren, durch Reformen und durch politische Berechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den ersten fünf Kalifen der Linie wurde die Armee umstrukturiert und enthielt nun sowohl Nicht-Araber als auch Nicht-Moslems. Bildung für alle wurde unterstützt und die ersten Papiermühlen im Westen, erbaut von chinesischen Gefangenen, die bei der Schlacht von Talas gefangen genommen wurden, kamen auf. Die Währung wurde standardisiert und durch königliche Unterstützung stabilisiert und der Handel wurde durch günstige Gesetze und Zolltarife gefördert. Das islamische Gesetz wurde unter den Abbasiden, die in der Regel religiöser waren als die Umayyaden, wieder zum Standard für das Rechtssystem. Aber vielleicht am bedeutendsten war ihre Bereitschaft, die lokale Autorität an Adelsfamilien abzutreten - Al-Andalus und Maghreb an die Umayyaden, Marokko an die Idrisiden, Ifriqiya an die Aghlabiden und Ägypten an die Fatimiden - um die Ummah (in etwa die &amp;quot;muslimische Gemeinschaft&amp;quot;) wie im Koran gefordert aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Harun al-Rashid 786 als fünfter Abbasiden-Kalif an die Macht kam, war das Reich trotz gelegentlicher Revolten von verstimmten Stammesangehörigen friedvoll, fortschrittlich, monumental und spektakulär wohlhabend. Bagdad hatte zu einer Zeit eine Million wohlhabende und glückliche Bürger, als die &amp;quot;große&amp;quot; Hauptstadt Aachen Karls des Großen gerade einmal zehntausend Bewohner hatte. Haruns Sohn, der Kalif Abdallāh al-Ma'mūn machte das Haus der Weisheit, das sein Vater in Bagdad gegründet hatte, zur Institution und versammelte die größten Gelehrten aus drei Kontinenten, um Ideen und Kultur mit anderen Schülern wie Lehrern auszutauschen. Das Haus war das unangefochtene Zentrum der Zivilisation für Geistes- und Naturwissenschaften, mit der größten Sammlung von Texten - in Griechisch, Persisch, Sanskrit, Lateinisch und verschiedenen europäischen Sprachen neben dem Arabischen. Das sollte so bleiben, bis Bagdad von den Mongolen unter Fürst Hülägü 1258 eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unvermeidlich war es, dass sich nach dreieinhalb Jahrhunderten herausstellte, dass es unmöglich war, ein Reich, das größer als das Römische Reich war, gegen die Wogen der Geschichte - oder besser gegen die Christen - aufrechtzuerhalten. Weit im Westen war die Reconquista in vollem Gange, die Umayyaden zogen sich langsam aus Iberien zurück. Noch bedeutender war, dass der Vatikan - oder zumindest Papst Urban II. - beschlossen hatte, dass es an der Zeit war, dass die vereinte Christenheit sich das Heilige Land vom vereinigten Islam &amp;quot;zurückholte&amp;quot;. Deshalb kam es zu einer Reihe von Kreuzzügen, angefangen mit dem unseligen Bauernkreuzzug 1096 und dem weitaus erfolgreicheren Ersten Kreuzzug (bei dem Jerusalem eingenommen wurde, um das es bei dem ganzen Trubel ja eigentlich ging), die das Morgenland mit großangelegten Gemetzeln überzogen, die über Generationen andauern sollten. Der Kampf zwischen Christen und Moslems bestimmte die verbleibende Zeit der Abbasiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es blieb Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub (oder kurz Saladin) überlassen, die Ungläubigen zu vertreiben. Auch wenn er Kommandant für Nur ad-Din, den Herrscher der syrischen Seldschuken war, wurde Saladin vom dortigen Fatamiden-Sultan zum Wesir ernannt. Als Nur ad-Din 1174 starb, rief Saladin die Führungsschicht der Ayyubiden-Dynastie zu Sultanen von Ägypten und bald danach auch von Syrien aus. Saladin wehrte Attentatsversuche ab, kleinere Aufstände und dergleichen, regierte von Kairo aus (auch wenn er selten dort war) und vereinigte den Islam wieder unter einem neuen arabischen Kalifat. Und er wendete seine Aufmerksamkeit den Kreuzzüglern zu. Er war ein wahrhaft großer Kommandant: Im Laufe der Zeit sollte er Jerusalem zurückerobern, die meisten Kreuzüglerstaaten im Morgenland zerschmettern und im Juni 1192 mit Richard Löwenherz den Vertrag von Ramla vereinbaren, laut dem der Islam die unangefochtene Kontrolle über Jerusalem erhalten und christlichen Pilgern Zugang zur Stadt gewährt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Ayyubiden-Sultane folgten auf Saladin. Sie sahen sich unüberwindlichen Herausforderungen gegenüber. Saladin hatte ein System &amp;quot;kollektiver Souveränität&amp;quot; für das Reich etabliert, wobei die Mitglieder der Ayyubiden-Familie die Bereiche als &amp;quot;kleine Sultane&amp;quot; regierten, während einer zum obersten, dem as-Sultan al-Mu’azzam, erklärt wurde. Das war eine politische Struktur, die Auseinandersetzungen zur Folge hatte, und innerhalb zwei Generationen befanden sich die Ayyubiden-Sultanate im Begriff der Auflösung. Als die Provinzen rebellierten und die Ungläubigen - angestachelt von begierigen Päpsten - noch mehr Kreuzzüge starteten, um &amp;quot;das Christentum zu retten&amp;quot;, gelang es den Mameluken, die Herrschaft der Ayyubiden in Ägypten ins Wanken zu bringen. Und dann fielen die Mongolen ein. Nach mehrjährigen Grenzkämpfen befahl der Großkahn seinem Bruder Hülägü, das mongolische Reich bis an die Ufer des Nils auszuweiten. 1258 nahm Fürst Hülägü Bagdad ein und ließ die Bewohner niedermetzeln, inklusive des Kalifen und des Großteils seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die nachfolgenden Dynastien überleben sollten und es andere islamische Reiche gab, war die Zeit des &amp;quot;arabischen Kalifats&amp;quot; abgelaufen. Es war das ruhmlose Ende von mehr als 600 Jahren des Ruhms, einer Ära, die die Gläubigen niemals vergessen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Sultan) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
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Name = Saladin (Sultan)|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
===Al-Malik al-Nasir, späterer Sultan von Ägypten und Syrien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub, bei seinen zahlreichen Feinden als Saladin bekannt, war ein kurdischer Adliger, der zum Kommandanten der arabischen Armeen der Gläubigen aufstieg und sich zum ersten Sultan von Ägypten und Syrien erhob. Er wurde in Tikrit um 1138 n. Chr. geboren. Sein persönlicher Name war Yusuf, doch er erhielt den Ehrennamen Salah ad-Din, was sich in etwa als &amp;quot;Rechtschaffenheit des Glaubens&amp;quot; übersetzen lässt. Er erhielt eine militärische und religiöse Ausbildung durch seinen Vater, Nadschm ad-Din Ayyub, einem ehemaligen Gouverneur Tikrits. Als die Familie in eine Fehde hineingezogen und aus Tikrit verbannt wurde, brach sie angeblich in der Nacht von Saladins Geburt auf und landete schließlich 1139 in Mossul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Junge erwies sich Saladin als recht intelligent und setzte seine Ausbildung in Damaskus fort (für das er eine besondere Zuneigung entwickelte), als sein Vater von Imad ad-Din Zengi, Atabeg (Gouverneur) von Mossul, Aleppo und Hama, zum Kommandanten der Festung Baalbek ernannt wurde. Vor allem in Arithmetik und Mathematik konnte Saladin glänzen und stürzte sich in die Arbeiten von Euklid und das Almagest. Er konnte die Abstammung und Geschichte des arabischen Adels ebenso aufsagen wie die Blutlinien berühmter arabischer Pferde (das Letztere mit Sicherheit weniger nützlich). Außerdem konnte er das gesamte Kitab al-Hamasah rezitieren, eine 10-bändige Sammlung arabischer Poesie. Doch es war nahezu unvermeidlich, dass er die militärische Laufbahn einschlug, die seine Familie von ihm erwartete, einschließlich seines Großvaters mütterlicherseits Nur ad-Din, der nach Imad im Dienste der Seldschuken Emir von Syrien geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin begann seinen Militärdienst im Alter von 26 Jahren unter der Schirmherrschaft seines Onkels Asad ad-Din Schirkuh, einem einflussreichen General im Dienst von Nur ad-Din. In der Kampagne gegen die Kreuzfahrer und den ägyptischen Usurpator Dirgham im Auftrag des Fatimiden-Kalifen Al-Adid, machte er beim Überfall auf Bilbais und in einer Schlacht in der Nähe des Nils, westlich von Gizeh, in der er den rechten Flügel anführte, auf sich aufmerksam. In Alexandria konnte er ohne feindliche Gegenwehr in die Stadt eindringen und wurde stattdessen mit offenen Armen (sowie Geld, Waffen und Vorräten) empfangen. Asad, der sich einer überlegenen Streitmacht aus Ägyptern und Kreuzfahrern gegenübersah, zog einen Großteil seiner Armee zurück und ließ Saladin und eine kleine Truppe zurück, um die Stadt zu verteidigen - eine Aufgabe, die dieser bravourös meisterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage wurde jedoch schon bald kompliziert: Asad wurde in einen Machtkampf um das Fatimiden-Kalifat mit Schawar verstrickt, dem Wesir von Ägypten, der den Kreuzfahrer Amalrich I. von Jerusalem um Unterstützung anrief. 1169 wurde Schawar (Berichten zufolge durch Saladin) hingerichtet und Asad ad-Din Schirkuh starb noch im gleichen Jahr. Nur ad-Din wählte zwar einen anderen Nachfolger für Asad aus, doch der Fatimidenkalif entschied sich dafür, Saladin zum neuen Wesir von Ägypten zu ernennen. In den folgenden Monaten entging Saladin einem Attentat durch ägyptische Beamte und schlug eine Revolte durch Regimente der Fatamiden nieder. Dabei ging er so bestimmt vor, dass es nie wieder einen Aufstand gegen ihn in Ägypten gab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Wesir) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
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Ziv_Fähigkeit = {{Eigenschaft_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
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Ziv_Spezial = |&lt;br /&gt;
Ziv_Agenda = {{Agenda_Saladin_Civ6}}|&lt;br /&gt;
Ziv_Religion =   |&lt;br /&gt;
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Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
''' Schlachten werden durch Vorbereitung und Mannstärke bestimmt - und durch Gott.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabischen Historikern zufolge wurde Saladin 1171 von Nur ad-Din befohlen, das Abbasidenkalifat in Ägypten wieder zu etablieren. Nachdem al-Adid gestorben war und Saladin einige seiner Beamten hatte hinrichten oder ermorden lassen, stand Ägypten ganz unter seiner Kontrolle. Im Anschluss überlistete Saladin die Tempelritter und nahm Gaza sowie die Burg der Tempelritter in Eilat ein, von wo aus der muslimische Schiffsverkehr im Golf von Akaba schon lange gestört worden war. Außerdem schlug er eine nubische Invasion nieder, wobei er die nubische Stadt Qasr Ibrim einnahm. Auf dem Weg nach Damaskus, wo er Nur ad-Din einen Teil der Beute zum Geschenk machen wollte, ergriff er die Gelegenheit, die Besitztümer der Kreuzfahrer zu überfallen. Außerdem besetzte er Jemen und vertrieb die Ungläubigen, die sich dort aufhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Tod von Nur ad-Din im Mai 1174 ergriff Saladin als Sultan der Ayyubiden-Dynastie in Ägypten die Macht in Syrien. Obwohl Nur ad-Dins 11-jähriger Sohn von einer Gruppe mächtiger Emire zu dessen Nachfolger erklärt wurde, fürchtete Saladin einen Ausbruch von Anarchie in Syrien und damit einhergehend eine Stärkung der Ungläubigen. Doch er sah sich einem Dilemma gegenüber: Sollte er Syrien dem jungen as-Salih Ismail streitig machen, was ihm durch den Koran untersagt war, oder darauf warten, um ein Einschreiten gebeten zu werden. Als as-Salih von einem machthungrigen Onkel, der seine Rivalen ausschalten wollte, nach Aleppo gebracht wurde, sah sich der Emir von Damaskus gezwungen, Saladin um Hilfe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin durchquerte die Wüste zwischen den beiden Reichen mit 700 ausgewählten Kriegern und drang, unterstützt von Emiren und Stammesangehörigen der Beduinen, zum Jubel der Bevölkerung in Damaskus ein. Einer seiner Brüder blieb zurück, um an seiner statt die Aufsicht zu führen, während Saladin schon bald darauf andere Städte auslöschte, die dem ehemaligen Kalifen treu ergeben gewesen waren. In einem ereignisreichen Jahr darauf entging Saladin mehreren Anschlägen, einschließlich einigen durch die ismailitische Bewegung der Assassinen. Letztendlich erkannten die verbleibenden Emire in Syrien, was sie an Saladin hatten, und erklärten ihn zum Sultan von Syrien. Er schloss Frieden mit den Assassinen und anderen Kräften in seinem Reich, die geschlossen erkannten, dass es gerecht wäre, die Europäer aus dem Heiligen Land zu vertreiben, und vereinte so die Streitkräfte des Islams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladins Krieg gegen die Christen wütete bis zu seinem Tod im Jahr 1193. Durch eine Reihe von Siegen der Ayyubiden und die Besetzung von Großteilen des Kreuzfahrer-Königreichs Jerusalem, einschließlich der Heiligen Stadt selbst im Jahr 1187, wurde Saladin in ganz Europa berüchtigt. Daraus ging schließlich der Dritte Kreuzzug hervor, der durch Englands Richard Löwenherz, König Philipp II. aus Frankreich, [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I.]] und anderen angeführt wurde und mehr von Massakern als von Schlachten bestimmt wurde. Bis zum September 1191 war die Armee der Kreuzfahrer auf etwa 2.000 Kämpfer und 50 Ritter, die noch kampfbereit waren, reduziert worden. Richard und Saladin kamen mit dem Vertrag von Ramla 1192 schließlich zu einer Übereinkunft, durch die Jerusalem unter muslimischer Kontrolle blieb, für christliche Pilger allerdings offen stand. Der Vertrag erwies sich als Saladins langjährigstes Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Oft passen {{6forsch}} Wissenschaft und {{6glauben}} Glaube nicht zusammen, aber für Arabien ist das eindeutig anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabien ist eine religiöse Zivilisation, die sich keine Sorgen darum machen muss, andere Spieler im Rennen um Große Propheten überholen zu müssen. Sie können einfach warten, bis eine Religion zu ihnen kommt. Sobald sie ihre Religion etabliert haben, können sie gleich an mehreren Fronten schnell vorrücken. Sie werden ihre Religion in möglichst vielen Städten verbreiten, um ihre {{6forsch}} Wissenschaft zu fördern, und den meisten Städten eine Heilige Stätte hinzufügen, um ihnen zu ermöglichen, dann ihr Kultgebäude hinzuzufügen (welches allgemein {{6forsch}} Wissenschaft, {{6glauben}} Glaube und {{6kult}} Kultur in den Städten fördert). Ihre Kultgebäude sind für andere Zivilisationen auch günstig hinzuzufügen: ein kluger Zug für Arabiens Nachbarn, um Saladins Rache in Schach zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.civ-wiki.de/index.php?title=Arabien_(Civ6)&amp;diff=58216</id>
		<title>Arabien (Civ6)</title>
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				<updated>2026-06-18T19:50:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Marseille77: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Begriffskl | text = Dieser Beitrag befasst sich mit '''Arabien''', wie es in ''Civilization VI'' vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe [[Arabien]]. |}}&lt;br /&gt;
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== Civilopedia ==&lt;br /&gt;
Einige Monate nach seiner Abschiedspilgerreise - durch die er den Grundstein für den Haddsch legte - erkrankte der Prophet Mohammed im Alter von 62 Jahren und starb 632 n. Chr. in Medina. Laut sunnitischen Schriften wählten seine Anhänger Abū Bakr As-Siddiq zum Amir al-Mu’minin (&amp;quot;Befehlshaber der Gläubigen&amp;quot;), zu Mohammeds Nachfolger und zum ersten der Rashidun-Kalifen. Die Schiiten halten dagegen Ali, den Schwiegersohn und Cousin des Propheten, für Mohammeds eigene Wahl als geistlichen und weltlichen Nachfolger, was ein Schisma auslöste, das bis heute Bestand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abū Bakr und drei fähigen Nachfolgern, die von Medina aus regierten, schwärmten die Krieger des Islam - angefeuert von der Vision des Propheten - über die Wüsten und Ebenen in alle Richtungen aus, überrannten Persien, Syrien, Ägypten und einen großen Teil Anatoliens und der nordafrikanischen Küste. In der Zeit zwischen 650 und 655 kamen die Mittelmeerinseln Zypern, Kreta, Rhodos und ein großer Teil Siziliens hinzu und man klopfte an die Tür des byzantinischen Reiches. 655 führte der byzantinische Kaiser Konstantin II. persönlich eine Flotte gegen den arabischen Ansturm, nur um an die 500 Schiffe zu verlieren und gerade noch selbst zu entkommen. Auf seinem Höhepunkt war das Rashidun-Kalifat das bis dato größte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesem ersten arabischen Kalifat wurden die Eroberten mehr oder weniger wohlwollend nach den Lehren von Mohammed behandelt. Monotheisten (Christen, Juden und Zoroastrier und dergleichen) unter den Besiegten hatten die Möglichkeit zu konvertieren, und wenn sie dies taten, erhielten sie alle Rechte und den Schutz (und natürlich auch die Pflichten) von islamischen Bürgern. Nicht-Moslems wurde erlaubt, ihren Glauben zu praktizieren und sie bekamen Rechte gemäß ihrer Schrift, sofern diese nicht mit dem Koran in Konflikt standen. Es war eine relativ tolerante Doktrin und sie sollte den arabischen Kalifaten in den folgenden Jahrhunderten zugutekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung des Dar al-Islamiyyah (&amp;quot;Haus des Islam&amp;quot;) war ebenfalls der Wille Allahs, wie von Mohammed vorgegeben. Unter Kalif Umar, dem zweiten, der die Pflichten des Amirs von ganz Arabien übernahm, wurde das sich ausbreitende Reich in zwölf Provinzen unterteilt, eine jede mit eigenem Wali, um die tägliche Regierungsarbeit zu leisten. Für jede Provinz wurden zudem sechs weitere Offizielle ernannt, vom Sahib-ul-Kharaj (Steuereintreiber) bis zum Qadi (Oberster Richter). Umar hat strikte Verhaltensregeln festgelegt, mit schrecklichen Strafen bei Verletzung derselben, und jeder Offizielle musste einmal pro Jahr den Haddsch nach Mekka absolvieren und dort jeglichen Beschwerden zur Antwort stehen, die von jedermann gegen sie vorgebracht werden konnten. Um Korruption und Machtmissbrauch einzudämmen, machte der Kalif zum Gesetz, dass den Offiziellen ein hohes Gehalt gezahlt werden musste. Umar wurde von persischen Fanatikern ermordet, aber seine Richtlinien zur Führung des sich ausdehnenden Reiches sollten über Jahrhunderte gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman im Jahre 656 wurde Ali - den die Schiiten unterstützten - als Nachfolger auserwählt. Aber Mu’awiya, ein Stammesbruder von Uthman und Herrscher von Syrien, der von den Sunniten unterstützt wurde, schrie nach Vergeltung gegen die Mörder in der Stadt Basra. Eine Rache, die Ali verweigerte, denn ein Moslem soll keinen Krieg gegen einen anderen Moslem führen. Im ersten islamischen Bürgerkrieg, eine dreiseitige Angelegenheit zwischen Ali, Mu’awiya und den Chardschiten - verlor der Kalif nach und nach den Großteil seines Gebietes an Mu’awiya. Dann wurde 661 Ali selbst von den Chardschiten ermordet, in einem ausgeklügelten Komplott, um alle islamischen Anführer zu töten. Zu ihrem Pech gelang es den Chardschiten nicht, Mu’awiya zu beseitigen. Nach einer Übereinkunft mit Alis überlebendem Sohn erlangte Mu’awiya das Kalifat, gründete die Dynastie der Umayyaden und fuhr fort, die Chardschiten zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umayyaden konnten sich keine hundert Jahre halten. Aber sie schafften es, alles in Sichtweite außer den Byzantinern zu überrennen. Von ihrer Hauptstadt Damaskus aus verbreiteten fähige Kalifen wie Ibn Marwân (685-705) und Suleiman (715-717) das Banner des Islam über den Kaukasus, den Maghreb, den Sindh auf dem indischen Subkontinent, Al-Andalus (Iberien), Samarkand, Transoxianien, Choresmien und andere Orte. Bei diesem Prozess errichteten sie das fünftgrößte Reich, das es jemals in der Geschichte der Zivilisation gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie hinterließen in der Zivilisation selbst ein unauslöschliches Zeichen, sowohl als Krieger als auch als Baumeister. Abd Ibn Marwân zum Beispiel machte Arabisch zur offiziellen Sprache des Reiches, standardisierte die islamische Währung, organisierte ein Postsystem, reparierte die Kaaba in Mekka und - um noch eins draufzusetzen - errichtete den Felsendom in Jerusalem. Die Architektur wurde unter seinen Nachfolgern fortgesetzt, sein Sohn erbaute die Al-Aqsa-Moschee gegenüber des Felsendoms, die große Moschee von Damaskus und errichtete eine ganze Reihe von Straßen, Brunnen und Bergpässen - hauptsächlich, um seine Armeen zu unterstützen, aber die normalen Menschen profitierten auch davon. Unter allen Umayyaden war religiöse Toleranz an der Tagesordnung; Christen und Juden hatten wichtige Posten inne und die Umayyaden bekämpften die Byzantiner ohne Bedenken wegen der großen christlichen Provinz Syriens im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Ärger im Paradies sollte kein Ende nehmen: Zwei Bürgerkriege und der Berberaufstand von 740-743 schwächten die Umayyaden, und der fast durchgehende Kriegszustand an allen Grenzen des Kalifats machte es vermutlich auch nicht besser. Die Schatzkammern waren leer wegen des Krieges sowie der ganzen Wohltätigkeitsprogramme, die die Kalifen eingeführt hatten, um Mohammeds Verkündigungen zur Großzügigkeit gegenüber den Armen nachzukommen. Schließlich gingen die Haschimiten, ein Ausleger der Schiiten-Bewegung unter Führung des Stammes der Abbasiden 747 gegen den Kalifen vor. Im Januar 750 trafen bei der Schlacht am Zab die beiden Familien und ihre versammelten Verbündeten aufeinander. Die Umayyaden wurden vernichtend geschlagen; Damaskus fiel im April an die Abbasiden und der letzte Umayyaden-Kalif wurde im August in Ägypten getötet. Die überlebenden Umayyaden (viele waren es nicht) flohen über Nordafrika nach Iberien, wo sie das Kalifat von Cordoba gründeten (welches bis 1031 Bestand hatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt waren die Abbasiden an der Reihe, die ausgedehnten arabischen Länder zu regieren, und sie machten ihre Sache gut. So gut, dass das al-Khilafah al-‘Abbasiyah das Goldene Zeitalter des Islams umfasste, eine Periode, zu der das muslimische Kalifat zum intellektuellen und künstlerischen Zentrum der Welt für Wissenschaft, Technologie, Medizin, Philosophie, Literatur und alle anderen wichtigen Belange wurde. Aber zuerst mussten die Abbasiden unter ihrer schwarzen Flagge das Reich stabilisieren, durch Reformen und durch politische Berechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den ersten fünf Kalifen der Linie wurde die Armee umstrukturiert und enthielt nun sowohl Nicht-Araber als auch Nicht-Moslems. Bildung für alle wurde unterstützt und die ersten Papiermühlen im Westen, erbaut von chinesischen Gefangenen, die bei der Schlacht von Talas gefangen genommen wurden, kamen auf. Die Währung wurde standardisiert und durch königliche Unterstützung stabilisiert und der Handel wurde durch günstige Gesetze und Zolltarife gefördert. Das islamische Gesetz wurde unter den Abbasiden, die in der Regel religiöser waren als die Umayyaden, wieder zum Standard für das Rechtssystem. Aber vielleicht am bedeutendsten war ihre Bereitschaft, die lokale Autorität an Adelsfamilien abzutreten - Al-Andalus und Maghreb an die Umayyaden, Marokko an die Idrisiden, Ifriqiya an die Aghlabiden und Ägypten an die Fatimiden - um die Ummah (in etwa die &amp;quot;muslimische Gemeinschaft&amp;quot;) wie im Koran gefordert aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Harun al-Rashid 786 als fünfter Abbasiden-Kalif an die Macht kam, war das Reich trotz gelegentlicher Revolten von verstimmten Stammesangehörigen friedvoll, fortschrittlich, monumental und spektakulär wohlhabend. Bagdad hatte zu einer Zeit eine Million wohlhabende und glückliche Bürger, als die &amp;quot;große&amp;quot; Hauptstadt Aachen Karls des Großen gerade einmal zehntausend Bewohner hatte. Haruns Sohn, der Kalif Abdallāh al-Ma'mūn machte das Haus der Weisheit, das sein Vater in Bagdad gegründet hatte, zur Institution und versammelte die größten Gelehrten aus drei Kontinenten, um Ideen und Kultur mit anderen Schülern wie Lehrern auszutauschen. Das Haus war das unangefochtene Zentrum der Zivilisation für Geistes- und Naturwissenschaften, mit der größten Sammlung von Texten - in Griechisch, Persisch, Sanskrit, Lateinisch und verschiedenen europäischen Sprachen neben dem Arabischen. Das sollte so bleiben, bis Bagdad von den Mongolen unter Fürst Hülägü 1258 eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unvermeidlich war es, dass sich nach dreieinhalb Jahrhunderten herausstellte, dass es unmöglich war, ein Reich, das größer als das Römische Reich war, gegen die Wogen der Geschichte - oder besser gegen die Christen - aufrechtzuerhalten. Weit im Westen war die Reconquista in vollem Gange, die Umayyaden zogen sich langsam aus Iberien zurück. Noch bedeutender war, dass der Vatikan - oder zumindest Papst Urban II. - beschlossen hatte, dass es an der Zeit war, dass die vereinte Christenheit sich das Heilige Land vom vereinigten Islam &amp;quot;zurückholte&amp;quot;. Deshalb kam es zu einer Reihe von Kreuzzügen, angefangen mit dem unseligen Bauernkreuzzug 1096 und dem weitaus erfolgreicheren Ersten Kreuzzug (bei dem Jerusalem eingenommen wurde, um das es bei dem ganzen Trubel ja eigentlich ging), die das Morgenland mit großangelegten Gemetzeln überzogen, die über Generationen andauern sollten. Der Kampf zwischen Christen und Moslems bestimmte die verbleibende Zeit der Abbasiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es blieb Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub (oder kurz Saladin) überlassen, die Ungläubigen zu vertreiben. Auch wenn er Kommandant für Nur ad-Din, den Herrscher der syrischen Seldschuken war, wurde Saladin vom dortigen Fatamiden-Sultan zum Wesir ernannt. Als Nur ad-Din 1174 starb, rief Saladin die Führungsschicht der Ayyubiden-Dynastie zu Sultanen von Ägypten und bald danach auch von Syrien aus. Saladin wehrte Attentatsversuche ab, kleinere Aufstände und dergleichen, regierte von Kairo aus (auch wenn er selten dort war) und vereinigte den Islam wieder unter einem neuen arabischen Kalifat. Und er wendete seine Aufmerksamkeit den Kreuzzüglern zu. Er war ein wahrhaft großer Kommandant: Im Laufe der Zeit sollte er Jerusalem zurückerobern, die meisten Kreuzüglerstaaten im Morgenland zerschmettern und im Juni 1192 mit Richard Löwenherz den Vertrag von Ramla vereinbaren, laut dem der Islam die unangefochtene Kontrolle über Jerusalem erhalten und christlichen Pilgern Zugang zur Stadt gewährt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Ayyubiden-Sultane folgten auf Saladin. Sie sahen sich unüberwindlichen Herausforderungen gegenüber. Saladin hatte ein System &amp;quot;kollektiver Souveränität&amp;quot; für das Reich etabliert, wobei die Mitglieder der Ayyubiden-Familie die Bereiche als &amp;quot;kleine Sultane&amp;quot; regierten, während einer zum obersten, dem as-Sultan al-Mu’azzam, erklärt wurde. Das war eine politische Struktur, die Auseinandersetzungen zur Folge hatte, und innerhalb zwei Generationen befanden sich die Ayyubiden-Sultanate im Begriff der Auflösung. Als die Provinzen rebellierten und die Ungläubigen - angestachelt von begierigen Päpsten - noch mehr Kreuzzüge starteten, um &amp;quot;das Christentum zu retten&amp;quot;, gelang es den Mameluken, die Herrschaft der Ayyubiden in Ägypten ins Wanken zu bringen. Und dann fielen die Mongolen ein. Nach mehrjährigen Grenzkämpfen befahl der Großkahn seinem Bruder Hülägü, das mongolische Reich bis an die Ufer des Nils auszuweiten. 1258 nahm Fürst Hülägü Bagdad ein und ließ die Bewohner niedermetzeln, inklusive des Kalifen und des Großteils seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die nachfolgenden Dynastien überleben sollten und es andere islamische Reiche gab, war die Zeit des &amp;quot;arabischen Kalifats&amp;quot; abgelaufen. Es war das ruhmlose Ende von mehr als 600 Jahren des Ruhms, einer Ära, die die Gläubigen niemals vergessen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saladin (Sultan) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin (Sultan)|&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
===Al-Malik al-Nasir, späterer Sultan von Ägypten und Syrien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub, bei seinen zahlreichen Feinden als Saladin bekannt, war ein kurdischer Adliger, der zum Kommandanten der arabischen Armeen der Gläubigen aufstieg und sich zum ersten Sultan von Ägypten und Syrien erhob. Er wurde in Tikrit um 1138 n. Chr. geboren. Sein persönlicher Name war Yusuf, doch er erhielt den Ehrennamen Salah ad-Din, was sich in etwa als &amp;quot;Rechtschaffenheit des Glaubens&amp;quot; übersetzen lässt. Er erhielt eine militärische und religiöse Ausbildung durch seinen Vater, Nadschm ad-Din Ayyub, einem ehemaligen Gouverneur Tikrits. Als die Familie in eine Fehde hineingezogen und aus Tikrit verbannt wurde, brach sie angeblich in der Nacht von Saladins Geburt auf und landete schließlich 1139 in Mossul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Junge erwies sich Saladin als recht intelligent und setzte seine Ausbildung in Damaskus fort (für das er eine besondere Zuneigung entwickelte), als sein Vater von Imad ad-Din Zengi, Atabeg (Gouverneur) von Mossul, Aleppo und Hama, zum Kommandanten der Festung Baalbek ernannt wurde. Vor allem in Arithmetik und Mathematik konnte Saladin glänzen und stürzte sich in die Arbeiten von Euklid und das Almagest. Er konnte die Abstammung und Geschichte des arabischen Adels ebenso aufsagen wie die Blutlinien berühmter arabischer Pferde (das Letztere mit Sicherheit weniger nützlich). Außerdem konnte er das gesamte Kitab al-Hamasah rezitieren, eine 10-bändige Sammlung arabischer Poesie. Doch es war nahezu unvermeidlich, dass er die militärische Laufbahn einschlug, die seine Familie von ihm erwartete, einschließlich seines Großvaters mütterlicherseits Nur ad-Din, der nach Imad im Dienste der Seldschuken Emir von Syrien geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin begann seinen Militärdienst im Alter von 26 Jahren unter der Schirmherrschaft seines Onkels Asad ad-Din Schirkuh, einem einflussreichen General im Dienst von Nur ad-Din. In der Kampagne gegen die Kreuzfahrer und den ägyptischen Usurpator Dirgham im Auftrag des Fatimiden-Kalifen Al-Adid, machte er beim Überfall auf Bilbais und in einer Schlacht in der Nähe des Nils, westlich von Gizeh, in der er den rechten Flügel anführte, auf sich aufmerksam. In Alexandria konnte er ohne feindliche Gegenwehr in die Stadt eindringen und wurde stattdessen mit offenen Armen (sowie Geld, Waffen und Vorräten) empfangen. Asad, der sich einer überlegenen Streitmacht aus Ägyptern und Kreuzfahrern gegenübersah, zog einen Großteil seiner Armee zurück und ließ Saladin und eine kleine Truppe zurück, um die Stadt zu verteidigen - eine Aufgabe, die dieser bravourös meisterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage wurde jedoch schon bald kompliziert: Asad wurde in einen Machtkampf um das Fatimiden-Kalifat mit Schawar verstrickt, dem Wesir von Ägypten, der den Kreuzfahrer Amalrich I. von Jerusalem um Unterstützung anrief. 1169 wurde Schawar (Berichten zufolge durch Saladin) hingerichtet und Asad ad-Din Schirkuh starb noch im gleichen Jahr. Nur ad-Din wählte zwar einen anderen Nachfolger für Asad aus, doch der Fatimidenkalif entschied sich dafür, Saladin zum neuen Wesir von Ägypten zu ernennen. In den folgenden Monaten entging Saladin einem Attentat durch ägyptische Beamte und schlug eine Revolte durch Regimente der Fatamiden nieder. Dabei ging er so bestimmt vor, dass es nie wieder einen Aufstand gegen ihn in Ägypten gab.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Saladin (Wesir) ==&lt;br /&gt;
{{&lt;br /&gt;
Anführer_Info_Civ6 | &lt;br /&gt;
Name = Saladin|&lt;br /&gt;
Ziv_Lebensdaten = 1137 - 1193|&lt;br /&gt;
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Game = Grundspiel| &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
''' Schlachten werden durch Vorbereitung und Mannstärke bestimmt - und durch Gott.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabischen Historikern zufolge wurde Saladin 1171 von Nur ad-Din befohlen, das Abbasidenkalifat in Ägypten wieder zu etablieren. Nachdem al-Adid gestorben war und Saladin einige seiner Beamten hatte hinrichten oder ermorden lassen, stand Ägypten ganz unter seiner Kontrolle. Im Anschluss überlistete Saladin die Tempelritter und nahm Gaza sowie die Burg der Tempelritter in Eilat ein, von wo aus der muslimische Schiffsverkehr im Golf von Akaba schon lange gestört worden war. Außerdem schlug er eine nubische Invasion nieder, wobei er die nubische Stadt Qasr Ibrim einnahm. Auf dem Weg nach Damaskus, wo er Nur ad-Din einen Teil der Beute zum Geschenk machen wollte, ergriff er die Gelegenheit, die Besitztümer der Kreuzfahrer zu überfallen. Außerdem besetzte er Jemen und vertrieb die Ungläubigen, die sich dort aufhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Tod von Nur ad-Din im Mai 1174 ergriff Saladin als Sultan der Ayyubiden-Dynastie in Ägypten die Macht in Syrien. Obwohl Nur ad-Dins 11-jähriger Sohn von einer Gruppe mächtiger Emire zu dessen Nachfolger erklärt wurde, fürchtete Saladin einen Ausbruch von Anarchie in Syrien und damit einhergehend eine Stärkung der Ungläubigen. Doch er sah sich einem Dilemma gegenüber: Sollte er Syrien dem jungen as-Salih Ismail streitig machen, was ihm durch den Koran untersagt war, oder darauf warten, um ein Einschreiten gebeten zu werden. Als as-Salih von einem machthungrigen Onkel, der seine Rivalen ausschalten wollte, nach Aleppo gebracht wurde, sah sich der Emir von Damaskus gezwungen, Saladin um Hilfe zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladin durchquerte die Wüste zwischen den beiden Reichen mit 700 ausgewählten Kriegern und drang, unterstützt von Emiren und Stammesangehörigen der Beduinen, zum Jubel der Bevölkerung in Damaskus ein. Einer seiner Brüder blieb zurück, um an seiner statt die Aufsicht zu führen, während Saladin schon bald darauf andere Städte auslöschte, die dem ehemaligen Kalifen treu ergeben gewesen waren. In einem ereignisreichen Jahr darauf entging Saladin mehreren Anschlägen, einschließlich einigen durch die ismailitische Bewegung der Assassinen. Letztendlich erkannten die verbleibenden Emire in Syrien, was sie an Saladin hatten, und erklärten ihn zum Sultan von Syrien. Er schloss Frieden mit den Assassinen und anderen Kräften in seinem Reich, die geschlossen erkannten, dass es gerecht wäre, die Europäer aus dem Heiligen Land zu vertreiben, und vereinte so die Streitkräfte des Islams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saladins Krieg gegen die Christen wütete bis zu seinem Tod im Jahr 1193. Durch eine Reihe von Siegen der Ayyubiden und die Besetzung von Großteilen des Kreuzfahrer-Königreichs Jerusalem, einschließlich der Heiligen Stadt selbst im Jahr 1187, wurde Saladin in ganz Europa berüchtigt. Daraus ging schließlich der Dritte Kreuzzug hervor, der durch Englands Richard Löwenherz, König Philipp II. aus Frankreich, [[Deutschland (Civ6)#Friedrich I. Barbarossa|Friedrich I.]] und anderen angeführt wurde und mehr von Massakern als von Schlachten bestimmt wurde. Bis zum September 1191 war die Armee der Kreuzfahrer auf etwa 2.000 Kämpfer und 50 Ritter, die noch kampfbereit waren, reduziert worden. Richard und Saladin kamen mit dem Vertrag von Ramla 1192 schließlich zu einer Übereinkunft, durch die Jerusalem unter muslimischer Kontrolle blieb, für christliche Pilger allerdings offen stand. Der Vertrag erwies sich als Saladins langjährigstes Vermächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategie ===&lt;br /&gt;
Oft passen {{6forsch}} Wissenschaft und {{6glauben}} Glaube nicht zusammen, aber für Arabien ist das eindeutig anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arabien ist eine religiöse Zivilisation, die sich keine Sorgen darum machen muss, andere Spieler im Rennen um Große Propheten überholen zu müssen. Sie können einfach warten, bis eine Religion zu ihnen kommt. Sobald sie ihre Religion etabliert haben, können sie gleich an mehreren Fronten schnell vorrücken. Sie werden ihre Religion in möglichst vielen Städten verbreiten, um ihre {{6forsch}} Wissenschaft zu fördern, und den meisten Städten eine Heilige Stätte hinzufügen, um ihnen zu ermöglichen, dann ihr Kultgebäude hinzuzufügen (welches allgemein {{6forsch}} Wissenschaft, {{6glauben}} Glaube und {{6kult}} Kultur in den Städten fördert). Ihre Kultgebäude sind für andere Zivilisationen auch günstig hinzuzufügen: ein kluger Zug für Arabiens Nachbarn, um Saladins Rache in Schach zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Civ6]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Marseille77</name></author>	</entry>

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