Azteken (Civ6): Unterschied zwischen den Versionen

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Die Urspr&#252;nge der Aztekenkultur lassen sich nur schwer zur&#252;ckverfolgen, doch einige Bestandteile der aztekischen Traditionen legen die Vermutung nahe, dass dieses Volk in der Zeit, bevor es im 12. Jh. in Mittelamerika in Erscheinung trat, ein Stamm von J&#228;gern und Sammlern gewesen war. Ihren Namen verdankten die Azteken dem Begriff Aztl&#225;n ("wei&#223;es Land"), der auf ihre nordmexikanischen Wurzeln hinweist. Es ist m&#246;glich, dass ihr Vormarsch gen S&#252;den im Zusammenhang mit der kurz darauf folgenden allgemeinen V&#246;lkerwanderung stand und vielleicht ausl&#246;sendes Moment f&#252;r den Zusammenbruch der Tolteken-Zivilisation war. Die Azteken lie&#223;en sich auf den Inseln im Texcocosee nieder und gr&#252;ndeten im Jahre 1325 die Stadt Tenochtitl&#225;n, die ihnen in der Folgezeit als Hauptstadt diente. Die Grundlage f&#252;r ihre Entwicklung zu einem historisch bedeutsamen Volk und zur Errichtung eines pr&#228;chtigen Reiches bildete ihr bemerkenswertes Agrarsystem, das die intensive Kultivierung aller zug&#228;nglichen L&#228;ndereien sowie ausgekl&#252;gelte Bew&#228;sserungssysteme und die Nutzbarmachung von Sumpfgebieten beinhaltete. Das hohe Ma&#223; an Produktivit&#228;t, das aus der praktischen Anwendung ihrer landwirtschaftlichen Methoden resultierte, erm&#246;glichte die Entstehung eines reichen und bev&#246;lkerungsstarken Staates. Offensichtlich waren sogar ihre religi&#246;sen Praktiken sehr effizient: Man sch&#228;tzt, dass in der Glanzzeit des Azteken-Imperiums pro Jahr zwischen 10.000 und 15.000 Menschenopfer erbracht wurden. Einzig die peruanischen Inkas reichten in der Neuen Welt in etwa an das Niveau des Aztekenreiches heran. Die Pracht der aztekischen Zivilisation war indes durchaus mit dem Glanz vergangener Kulturen der Antike in der Neuen und der Alten Welt vergleichbar.<br><br>Unter der Herrschaft einer Reihe zielstrebiger Regenten wurden die Landesgrenzen im Laufe der Zeit &#252;ber weite Teile des heutigen Mexiko erweitert. Gest&#252;tzt durch Handelsaktivit&#228;ten und Eroberungsfeldz&#252;ge wurde Tenochtitl&#225;n zum zentralen Regierungssitz der aztekischen Herrscher, die bis 1519 ein Imperium von 400 bis 500 kleineren Volksst&#228;mmen mit einer Gesamtbev&#246;lkerung von etwa 5 bis 6 Millionen Menschen regierten, die sich auf eine Fl&#228;che von mehr als 128.000 Quadratkilometern verteilten. Der sicherste Weg, um in der aztekischen Gesellschaft Anerkennung und Wertsch&#228;tzung zu erringen, war die Demonstration von Heldenmut im Kampf - dies galt vor allem f&#252;r die gef&#252;rchteten Jaguarkrieger. Die hierarchische Gesellschaftsordnung bestand in den oberen Schichten aus den geistlichen und b&#252;rokratischen Kasten, die aktiv an der Verwaltung des Reiches beteiligt waren, w&#228;hrend die Unterschicht aus den Leibeigenen bestand - vertraglich &#252;berlassenen Dienern und rechtlosen Sklaven. Der sagenhafte Werdegang eines Nomadenstammes, der es geschafft hatte, binnen nur 100 Jahre (von Anfang des 14. Jahrhunderts bis Anfang des 15. Jahrhunderts) ein ausgedehntes und imposantes Imperium aufzubauen, liegt vor allem in drei wesentlichen Faktoren begr&#252;ndet: der aztekischen Religion, den weit reichenden, auf Tenochtitl&#225;n konzentrierten Handelswegen und der milit&#228;rischen Organisation der aztekischen Krieger. Im Jahre 1502 wurde Montezuma II. als Nachfolger seines Onkels Ahuitzotl zum neunten Herrscher des Aztekenreiches ernannt. Zu dieser Zeit hatte das Imperium seine gr&#246;&#223;te territoriale Ausdehnung erreicht und erstreckte sich vom heutigen Nordmexiko bis nach Honduras und Nicaragua. Das Aztekenreich war noch immer in der weiteren Vergr&#246;&#223;erung und gesellschaftlichen Fortentwicklung begriffen, als seinem schier unaufhaltsamen Aufstieg im Jahre 1519 durch das Auftauchen der spanischen Eroberer doch noch ein Ende gesetzt wurde.<br><br>Trotz der enormen Macht des Aztekenreichs wussten die Spanier dessen Schw&#228;chen geschickt zu nutzen. Die Macht der aztekischen Herrscher gr&#252;ndete sich auf die Tributpflicht und die Angst ihrer Nachbarn. Jahr f&#252;r Jahr mussten diese die Azteken mit Gold, Lebensmitteln und Menschenopfern versorgen. Diesen Umstand machten sich die Spanier zunutze. Sie sch&#252;rten den Hass der unterdr&#252;ckten St&#228;mme und schufen so eine 30.000 Mann starke Armee. Nachdem Montezuma, der die Spanier irrt&#252;mlich f&#252;r G&#246;tter hielt, die Konquistadoren nach Tenochtitlan, eingeladen hatte, wurde er von Hernando Cortes gefangen genommen und wenig sp&#228;ter get&#246;tet. Montezumas Nachfolger, Cuitl&#225;huac und Cuauht&#233;moc waren nicht in der Lage, die Konquistadoren zur&#252;ckzuschlagen, und so war der Untergang des Aztekenreiches mit der Eroberung von Tenochtitl&#225;n im Jahre 1521 besiegelt.
  
 
== Montezuma ==
 
== Montezuma ==

Aktuelle Version vom 11. Juni 2026, 21:01 Uhr

Wiki Begriffsklärung.png

Dieser Beitrag befasst sich mit Azteken, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Azteken.


Grün, Rot

Azteken
Civilization 6

Eigenschaft
Legende der 5 Sonnen
  • Gebt Handwerker-Ladungen aus, um 20 % der ursprünglichen Bezirkskosten abzuschließen.
Anführer
Montezuma
Spezial
Spezialeinheit:
Spezialgebäude: [[Datei:{{{Icon_Building}}}|center|64px|Tlachtli]]

Grundspiel-Bonus


Civilopedia

Die Ursprünge der Aztekenkultur lassen sich nur schwer zurückverfolgen, doch einige Bestandteile der aztekischen Traditionen legen die Vermutung nahe, dass dieses Volk in der Zeit, bevor es im 12. Jh. in Mittelamerika in Erscheinung trat, ein Stamm von Jägern und Sammlern gewesen war. Ihren Namen verdankten die Azteken dem Begriff Aztlán ("weißes Land"), der auf ihre nordmexikanischen Wurzeln hinweist. Es ist möglich, dass ihr Vormarsch gen Süden im Zusammenhang mit der kurz darauf folgenden allgemeinen Völkerwanderung stand und vielleicht auslösendes Moment für den Zusammenbruch der Tolteken-Zivilisation war. Die Azteken ließen sich auf den Inseln im Texcocosee nieder und gründeten im Jahre 1325 die Stadt Tenochtitlán, die ihnen in der Folgezeit als Hauptstadt diente. Die Grundlage für ihre Entwicklung zu einem historisch bedeutsamen Volk und zur Errichtung eines prächtigen Reiches bildete ihr bemerkenswertes Agrarsystem, das die intensive Kultivierung aller zugänglichen Ländereien sowie ausgeklügelte Bewässerungssysteme und die Nutzbarmachung von Sumpfgebieten beinhaltete. Das hohe Maß an Produktivität, das aus der praktischen Anwendung ihrer landwirtschaftlichen Methoden resultierte, ermöglichte die Entstehung eines reichen und bevölkerungsstarken Staates. Offensichtlich waren sogar ihre religiösen Praktiken sehr effizient: Man schätzt, dass in der Glanzzeit des Azteken-Imperiums pro Jahr zwischen 10.000 und 15.000 Menschenopfer erbracht wurden. Einzig die peruanischen Inkas reichten in der Neuen Welt in etwa an das Niveau des Aztekenreiches heran. Die Pracht der aztekischen Zivilisation war indes durchaus mit dem Glanz vergangener Kulturen der Antike in der Neuen und der Alten Welt vergleichbar.

Unter der Herrschaft einer Reihe zielstrebiger Regenten wurden die Landesgrenzen im Laufe der Zeit über weite Teile des heutigen Mexiko erweitert. Gestützt durch Handelsaktivitäten und Eroberungsfeldzüge wurde Tenochtitlán zum zentralen Regierungssitz der aztekischen Herrscher, die bis 1519 ein Imperium von 400 bis 500 kleineren Volksstämmen mit einer Gesamtbevölkerung von etwa 5 bis 6 Millionen Menschen regierten, die sich auf eine Fläche von mehr als 128.000 Quadratkilometern verteilten. Der sicherste Weg, um in der aztekischen Gesellschaft Anerkennung und Wertschätzung zu erringen, war die Demonstration von Heldenmut im Kampf - dies galt vor allem für die gefürchteten Jaguarkrieger. Die hierarchische Gesellschaftsordnung bestand in den oberen Schichten aus den geistlichen und bürokratischen Kasten, die aktiv an der Verwaltung des Reiches beteiligt waren, während die Unterschicht aus den Leibeigenen bestand - vertraglich überlassenen Dienern und rechtlosen Sklaven. Der sagenhafte Werdegang eines Nomadenstammes, der es geschafft hatte, binnen nur 100 Jahre (von Anfang des 14. Jahrhunderts bis Anfang des 15. Jahrhunderts) ein ausgedehntes und imposantes Imperium aufzubauen, liegt vor allem in drei wesentlichen Faktoren begründet: der aztekischen Religion, den weit reichenden, auf Tenochtitlán konzentrierten Handelswegen und der militärischen Organisation der aztekischen Krieger. Im Jahre 1502 wurde Montezuma II. als Nachfolger seines Onkels Ahuitzotl zum neunten Herrscher des Aztekenreiches ernannt. Zu dieser Zeit hatte das Imperium seine größte territoriale Ausdehnung erreicht und erstreckte sich vom heutigen Nordmexiko bis nach Honduras und Nicaragua. Das Aztekenreich war noch immer in der weiteren Vergrößerung und gesellschaftlichen Fortentwicklung begriffen, als seinem schier unaufhaltsamen Aufstieg im Jahre 1519 durch das Auftauchen der spanischen Eroberer doch noch ein Ende gesetzt wurde.

Trotz der enormen Macht des Aztekenreichs wussten die Spanier dessen Schwächen geschickt zu nutzen. Die Macht der aztekischen Herrscher gründete sich auf die Tributpflicht und die Angst ihrer Nachbarn. Jahr für Jahr mussten diese die Azteken mit Gold, Lebensmitteln und Menschenopfern versorgen. Diesen Umstand machten sich die Spanier zunutze. Sie schürten den Hass der unterdrückten Stämme und schufen so eine 30.000 Mann starke Armee. Nachdem Montezuma, der die Spanier irrtümlich für Götter hielt, die Konquistadoren nach Tenochtitlan, eingeladen hatte, wurde er von Hernando Cortes gefangen genommen und wenig später getötet. Montezumas Nachfolger, Cuitláhuac und Cuauhtémoc waren nicht in der Lage, die Konquistadoren zurückzuschlagen, und so war der Untergang des Aztekenreiches mit der Eroberung von Tenochtitlán im Jahre 1521 besiegelt.

Montezuma

Montezuma

Montezuma

Einzigartige Fähigkeit
Vorlage:Eigenschaft Montezuma Civ6
Eigenschaften
Azteken symbol civ6 inv.png
Agenda
Vorlage:Agenda Montezuma Civ6
Religion
Diplomatiebildschirm

Montezuma im 3D-Diplomatiebildschirm

Grundspiel