Dido (Civ6)

Aus CivWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Historischer Kontext

Dido, die auch Elissa genannt wurde, war die Königin der Stadt Karthago, die sie gründete, nachdem in ihrer Heimatstadt Tyrus ein Attentat auf sie verübt wurde. Sie tritt sowohl im Gründungsmythos von Karthago als auch in Vergils Aeneis auf. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine tatsächlich existierende, historische Person, auch wenn sich viele Mythen und Fantasiegeschichten um ihr Leben ranken, die aber immerhin spannend sind. In den Aufzeichnungen von Timaios (4 - 3. Jahrhundert v. Chr.) und Josephus (1. Jahrhundert n. Chr.) wird sie als Schwester von Pygmalion, dem König von Tyrus, genannt. Laut einer detaillierteren römischen Erzählung (in der sie Elissa heißt), war sie mit Acerbas, dem obersten Priester des Herkules (aber doch wohl eher des phönizischen Gottes Melkart) und zweitmächtigsten Mann der Stadt verheiratet. Pygmalion wollte jedoch mehr Macht für sich und ließ daher Acerbas töten. Er hätte auch Dido getötet, doch sie willigte ein, ins Exil zu gehen. Acerbas' Tempel verfügte über eine große Schatzkammer, die Dido erbte. Da sie wusste, dass Pygmalion den Schatz begehrte, ließ sie die Fracht deutlich sichtbar vom Tempel zum Hafen transportieren. Bevor sie Tyrus verließ, schüttete sie den Inhalt der Kisten vor den Augen von Pygmalions Spionen ins Hafenwasser. Pygmalion musste glauben, dass sie den Schatz geopfert hatte, doch tatsächlich hatte Dido die Behälter mit Sand füllen lassen und nahm den Schatz ihres verstorbenen Gatten gut versteckt mit auf die Reise. Mit ihrem treuen Gefolge bereiste sie jahrelang das Mittelmeer. Sie ging auf Zypern an Land und nahm eine Gruppe verzweifelter junger Inselbewohnerinnen auf, mit denen sich ihre Soldaten vermählten. Ihre Reise brachte sie an die nordafrikanische Küste, wo sie auf einen einheimischen König namens Iarbas trafen. Dido verhandelte mit Iarbas um das Recht, sich dort niederlassen zu dürfen, und verlangte "nur so viel Land, wie sie mit einer Ochsenhaut bedecken könne". Iarbas willigte ein. Daraufhin ließ Dido die Ochsenhaut in lange, schmale Streifen schneiden und legte sie um einen Hügel nahe der Küste herum. Zu Ehren ihrer List bekam der Haupthügel der Stadt Karthago den Namen Byrsa, was im Griechischen "Haut" bedeutet. Über ihren Tod gibt es zweierlei Berichte. In der Aeneis taucht der aus seiner Zeit gerissene Aineias in der neu gegründeten Stadt Karthago auf und Dido verliebt sich so sehr in ihn, dass sie ihr Gelübde gegenüber ihrem verstorbenen Ehemann vergisst. Merkur erinnert Aineias jedoch daran, dass es ihm bestimmt ist, selbst eine glorreiche Stadt zu gründen, und Aineias bricht auf, ohne Abschied zu nehmen. Mit gebrochenem Herzen erkennt Dido, dass sie Acerbas' Andenken beschmutzt hat, ersticht sich selbst mit Aineias' Schwert und beschwört zugleich eine ewige Feindschaft zwischen Karthago und Aineias' Nachfahren herauf. Aineias erblickt den Scheiterhaufen, auf dem sie bestattet wird, vom Meer aus und ist kurzzeitig betrübt, wendet sich dann aber wieder seinen Heldentaten zu. Aus dieser römischen Erzählung erfahren wir einiges über die Haltung der Römer bezüglich der Karthager, aber sie ist wohl kaum eine verlässliche Quelle für Didos Geschichte. In der zweiten Fassung verlangt König Iarbas von einer karthagischen Delegation, dass Dido seine Frau wird, und droht mit der Zerstörung Karthagos, wenn sie nicht einwilligt. Die Gesandten kennen das Temperament ihrer Königin und wagen es nicht, ihr davon zu erzählen, selbst wenn es Krieg bedeuten sollte. Einer von ihnen erklärt ihr die Lage vorsichtig folgendermaßen: "König Iarbas hat um die Hand einer der Unsrigen gebeten und droht, die Stadt zu zerstören, wenn sie nicht Willens ist." Daraufhin erwidert Dido: "Wer diesen Antrag nicht annimmt und damit die Stadt verdammt, sollte getötet werden." Als sie begreift, dass der Heiratsantrag ihr selbst gilt, willigt Dido ein. Sie gibt jedoch an, erst den Geist von Acerbas beschwichtigen zu müssen, bevor sie Iarbas' Frau wird. Dazu lässt sie einen Scheiterhaufen aufschichten, bringt Opfer dar und tötet sich schließlich selbst (um Acerbas treu zu bleiben und von Iarbas frei zu sein), anstatt Iarbas zu heiraten. Auf diese Weise bleibt sie ihrem Wort als Königin, ihrem Gelöbnis und ihrer eigenen Unabhängigkeit treu. Die Chronologie von Pygmalions Herrschaft und der Gründung Karthagos stützt die Geschichten von Didos Reisen im Allgemeinen. Es gibt auch archäologische Funde, die ihre Existenz belegen, wobei manche Forscher davon ausgehen, dass diese Inschriften in Wahrheit von der punischen Göttin Tanit handeln. Sofern sie wirklich existierte, die Stadt Karthago gründete und dabei gemäß dem Mythos als Herrscherin unabhängig blieb, so wäre das in der Antike eine beachtliche Leistung. Um ihr Volk von den bescheidenen Anfängen als Geflüchtete an einer unfreundlichen Küste zu einer mächtigen Nation zu führen, muss sie eine äußerst geschickte und gewiefte Herrscherin gewesen sein.

Einzigartige Fähigkeit

Gründer von Karthago

Kann die ursprüngliche 6capital.png Hauptstadt in eine andere, von ihnen gegründete Stadt mit einem Kothon verlegen, indem in dieser Stadt ein einzigartiges Projekt abschlossen wird. +1 [Datei:6handel.png]] Handelswegkapazität für jedes Regierungsplatzgebäude und den Regierungsplatz-Bezirk. +50% 6prod.png Produktion für Bezirke in der Stadt mit dem Regierungsplatz.

Präferenzen

Agenden

Sizilianiche Kriege

  • Will Küstenstädte besiedeln.
  • Mag Zivilisationen, die sich im Inland ansiedeln.
  • Mag keine Zivilisationen, die vor allem Küstenstädte besitzen.

Religion

Judentum