Ägypten (Civ6): Unterschied zwischen den Versionen

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===Ptolemäische Königin von Ober- und Unterägypten===
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'''Ewigkeit war in unseren Lippen und unseren Augen.'''
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Kleopatra Thea Philopator wurde zu ihrer Zeit als hinreißend angesehen (wobei sich das Schönheitsideal auch ein bisschen geändert haben dürfte). Sie vermied auch die Zeichen der Zeit in ihrem Gesicht, indem sie einfach schon mit 40 starb. Doch in dieser kurzen Zeitspanne war sie mit zweien ihrer Brüder verheiratet, hatte Affären mit zweien der mächtigsten Männer in Rom und verlor ein ganzes Reich. Auf jeden Fall ein ereignisreiches Leben.
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Als Tochter von Ptolemäus XII. und Kleopatra V. im Jahre 69 v. Chr. geboren, erklärte sich die junge Kleopatra selbst zur Reinkarnation der Göttin Isis; ein klassischer Schachzug zur politischen Legitimation. Nach diversen Vergiftungen und Hinrichtungen weiblicher Ptolemäern wurde sie im Alter von 14 Jahren zur Regentin und Stellvertreterin ihres Vaters ernannt. Vier Jahre später, im März 51 v. Chr., starb ihr Vater und hinterließ ihr und ihrem zehnjährigen Bruder Ptolemäus XIII. die gemeinsame Herrschaft. Und obwohl sie jetzt mit ihrem jüngeren Bruder verheiratet war, dachte Kleopatra - die siebte Herrschende mit diesem Namen - nie daran, die Macht mit ihrem Bruder zu teilen.
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Im August 51 v. Chr. waren sämtliche Vortäuschungen geschwisterlicher Harmonie verschwunden. Kleopatra ließ den Namen Ptolemäus in den öffentlichen Aufzeichnungen löschen und verewigte nur noch ihr Konterfei auf neuen Münzen. Ptolemäus zeigte mehr Verstand als gedacht und tauchte unter. Eine Palastrevolution 48 v. Chr. unter der Führung des Eunuchen Pothinus und Ptolemäus' Lehrer Theodotus setzte Kleopatra ab und machte Ptolemäus XIII. zum Alleinherrscher. Wenn sie auch eine Rebellion anzettelte, musste Kleopatra schon bald selbst untertauchen.
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Zu dieser Zeit hatte General Gnaeus Pompeius Magnus das Pech, auf der anderen Seite von Julius Cäsar im letzten römischen Bürgerkrieg zu stehen. Als alles zum Scheitern verurteilt war, floh Pompeius nach Alexandria und suchte Schutz. Der nicht ganz so clevere Ptolemäus ließ auf Anraten von Pothinus Pompeius ermorden und hoffte so, sich bei Cäsar einschmeicheln zu können - eine Fehleinschätzung epischen Ausmaßes. Als Julius zwei Tage später eintraf, war er so erzürnt, dass er seine Absicht erklären ließ, Ptolemäus und Pothinus ebenfalls hinrichten zu wollen. Pothinus peitschte den örtlichen Mob zum Widerstand auf. Cäsar kam mit seiner Legion. Er eroberte die Hauptstadt und wollte den Geschwisterkonflikt als Schlichter lösen.
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Bei den folgenden Verhandlungen beleidigte Pothinus, der für Ptolemäus handelte, Julius Cäsar, eine weitere Fehleinschätzung (die sich wirklich schlecht auf die Karriere auswirkte). Kleopatra ließ sich selbst in den Palast schmuggeln, wo sie den 52-Jährigen Julius becircte. Es muss ein wirklich aufregender erster Auftritt zwischen dem stoischen römischen General und der feurigen ägyptischen Königin gewesen sein, denn schon neun Monate später brachte sie einen gemeinsamen Sohn zur Welt. Doch noch davor erklärte Cäsar Bruder und Schwester zu gemeinsamen Herrschern, überwachte das erneuerte Ehegelöbnis, ließ Pothinus hinrichten, trotzte einer Belagerung des Palasts und wehrte eine Rebellion in der Stadt ab (und brannte zufällig den Großteil der Großen Bibliothek dabei nieder).
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Ptolemäus XIII. war alles andere als glücklich im Exil, formierte eine Armee und forderte Cäsar und Kleopatra heraus - nur um entscheidend bei der Schlacht am Nil (eine von vielen in der ägyptischen Geschichte) besiegt und im Fluss ertränkt zu werden. Cäsar bestätigte Kleopatra als Herrscherin von Ägypten und verheiratete sie mit ihrem jüngeren Bruder Ptolemäus XIV., um die Einheimischen zu beschwichtigen (vielleicht taten auch die im Land stationierten drei Legionen ihr Übriges). Trotz der faulen Ehe setzten Cäsar und Kleopatra ihre leidenschaftliche Affäre fort und gingen schon bald nach Rom, wohin sie den letzten Ptolemäus und Caesarion ("kleiner Cäsar", Julius’ Sohn) mitnahmen. Dort wurden Kleopatra und ihre ägyptische Begleitung auf einem von Cäsars Landsitzen versteckt, während Cäsars Frau Calpurnia in ihrem Haus in Rom residierte.
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Diese rund zweijährige Idylle fand mit den Iden des März ihr Ende. Cäsar hatte niemals seinen Sohn als Erben ernannt, er wählte stattdessen seinen Großneffen Augustus. Ohne Erfolgsaussichten in Rom und von der Machtelite Roms verschmäht - in Person von Cäsars Freund Marcus Antonius - kehrte Kleopatra nach Alexandria zurück. Schon bald starb Ptolemäus XIV. Gerüchten zufolge durch die Hand seiner Schwester. Kleopatra machte ihren Caesarion zum Mitherrscher und zu ihrem designierten Nachfolger.
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Im Laufe des folgenden römischen Bürgerkriegs zwischen dem Triumvirat unter der Führung von Augustus und den Mördern von Julius kam Antonius nach Ägypten. Kleopatra traf ihn mit ihrem üblichen prachtvollen Flair und schmeichelte ihm so, dass er sich entschied, den Winter des Jahres 41 v. Chr. mit ihr zu verbringen, statt den Krieg fortzuführen. Es muss erneut ein fruchtbares Intermezzo gewesen sein, da sie im Dezember 40 Zwillinge von Antonius bekam. Oh, und sie ließ Antonius den Befehl erteilen, ihre letzte noch lebende Schwester Arsinoë töten zu lassen, bevor der General auf das Schlachtfeld zurückkehrte.
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Vier Jahre später kehrte Antonius zurück, anscheinend um Krieg mit den Parthern im Osten anzuzetteln. Doch er verfing sich abermals in Kleopatras Netz und heiratete sie nach ägyptischem Ritus - und das, obwohl er mit Augustus' Schwester verheiratet war. Die umfangreichen Gebiete, die Antonius in Armenien und Medea erobert hatte, gingen an Ägypten, und die gewaltigen ptolemäischen Besitztümer wurden unter Kleopatra, dem Jungen Caesarion (der von Kleopatra zum Sohn von Horus und "König der Könige" ernannt wurde) und Antonius' Zwillingen aufgeteilt. Es war der sprichwörtliche Strohhalm, an den sich Augustus klammerte, als er den römischen Senat überzeugte, Ägypten 33 v. Chr. den Krieg zu erklären.
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Nach zwei Jahren der Kämpfe standen sich Antonius' Einheiten mit denen von Augustus auf dem Wasser vor der Küste von Actium in Westgriechenland gegenüber. Nach einer entscheidenden Niederlage stürzte sich Antonius in sein Schwert - wörtlich. Kleopatra war selbst mit einer eigenen ägyptischen Flotte im Kampf zugegen, floh jedoch, bevor er entschieden war (und trug so vielleicht mit zu Antonius' Untergang bei). Binnen Monaten marschierte Augustus in Ägypten bei nur minimalem Widerstand ein. Antonius' restliche Truppen verließen Kleopatra und öffneten Augustus die Stadttore am ersten Tag des August 30 v. Chr.
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Als seine Truppen einmarschierten und sie im Palast oder vielleicht auch ihrem Mausoleum umstellt hatten, beging Kleopatra Selbstmord und ließ sich von ihrer Natter in den Busen beißen (wenn auch manche behaupten, sie hätte eine Mischung aus Schierling und Opium genommen). Caesarion wurde ergriffen und hingerichtet, und Ägypten wurde ins Reich aufgenommen. In Rom wurde Augustus Kaiser; im Tod wurde Kleopatra zur Legende.
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=== Strategie ===
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Kleopatra ist [[China_(Civ6)#Qin Shihuangdi|Qin Shihuangdis]] Hauptrivalin im Wunder-Rennen. Jedoch bevorzugt sie es, sich nicht hinter einer Großen Mauer zu verstecken, sondern ihren Charme (und ihre Handelsvorteile) einzusetzen, um ihre mächtigen Freunde zu ermutigen, für sie in den Kampf zu ziehen.
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Ägypten beginnt entlang eines Flusses, wo es Bonusse für den Bau von Bezirken und Wundern gibt. Diese Wunder gewinnen an besonderer Bedeutung, wenn sich Sphinxen in der Nähe befinden, wodurch Ägypten in allen Bereichen des Spiels einen schnellen Start hinlegt. Wenn Kleopatra sich dann mit anderen mächtigen Zivilisationen anfreunden kann (vielleicht, weil diese durch den Handel mit ihr {{6nahr}} Nahrung erhalten), kann sie den Bau von Weltwundern vorantreiben, wodurch sie gute Chancen auf alle Siegtypen hat, auch wenn sie mit Wundern und Sphinxen besonders gute Aussichten auf den Kultursieg hat.
  
 
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Aktuelle Version vom 18. Juni 2026, 11:19 Uhr

Wiki Begriffsklärung.png

Dieser Beitrag befasst sich mit Ägypten, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Ägypten.


Grün, Gold

Ägypten
Civilization 6

Eigenschaft
Iteru
  • +15% Produktion für Bezirke und Wunder, wenn sie neben einem Fluss platziert werden. Schwemmland blockiert die Platzierung von Bezirken und Wundern nicht.
Anführer
Kleopatra (ägyptisch)
Ramses
Kleopatra (Ptolemäisch)
Spezial
Spezialeinheit:
Maryannu
Spezialmodernisierung:
Sphinx

Grundspiel / Leader Pass


Civilopedia

Nur wenige Kulturen haben die Geschichte so nachhaltig beeinflusst wie die alten Ägypter. Erste Siedler hatten sich bereits um 7000 v.Chr. im Niltal niedergelassen, vereint wurden das untere und das obere Ägypten jedoch erst unter der Herrschaft des legendären Königs Menes, was auch die Entwicklung einer einheitlichen Kultur sowie eigener Traditionen und Gebräuche ermöglichte. Dieser ersten Herrscherdynastie (2925-2775 v.Chr.) mit Sitz in Memphis sollten im Laufe der folgenden 2700 Jahre noch 26 weitere folgen. Die Schrift war dabei ein wichtiges Instrument für die Zentralisierung und Selbsterhaltung Ägyptens. Sie diente in erster Linie für administrative Zwecke. Ihre beiden Grundformen, die Hieroglyphen und die hieratische Schrift (eine Schreibschrift, die auf Papyrus übertragen wurde), wurden in etwa zeitgleich im späten prädynastischen Ägypten (etwa 3000 v.Chr.) entwickelt. Bis ca. 2650 v.Chr. gibt es keine Aufzeichnungen zusammenhängender Texte - vor dem frühen mittleren Königreich (1950 v.Chr.) scheinen ausschließlich religiöse Praktiken und medizinische Abhandlungen dokumentiert worden zu sein. Eine weitere Stärke der Ägypter war ihre Religion, die zu den solidesten und langlebigsten des Altertums zählte und der es zuzuschreiben ist, dass sich das ägyptische Volk zu einer vielschichtigen, leistungsfähigen Gesellschaft entwickelte. Dank der wirtschaftlichen Stärke des Landes konnte man sich eine eigene Priesterklasse leisten, die sich um das seelische Wohlergehen der Bürger kümmerte und zugleich Studien in den Bereichen Religion, Astronomie, Philosophie und Mathematik durchführte. Darüber hinaus diente die Priesterschaft auch als bürokratisches Organ, das für die Umsetzung der Erlasse des Pharaos zuständig war und seine finanziellen und diplomatischen Angelegenheiten regelte. Nicht zuletzt wegen des enormen organisatorischen und wirtschaftlichen Leistungsvermögens der Ägypter waren ihre Herrscher in der Lage, den Bau einzigartiger Monumente zu realisieren. Bis heute zählen die großen Pyramiden von Gizeh, die aus der 4. Dynastie (2575-2465 v.Chr.) datieren, in architektonischer und logistischer Hinsicht zu den beeindruckendsten Bauwerken der Weltgeschichte.Vor 1700 v.Chr. hatten Außenstehende keinen nennenswerten Einfluss in Ägypten gehabt. Das änderte sich jedoch, als das Semitenvolk der Hyskos im unteren Ägypten einmarschierte, woraufhin libysche Krieger und Elitekämpfer zur Sicherung der Landesgrenzen eingesetzt wurden. Die ihnen oftmals zur Verfügung stehenden Kriegsstreitwagen verschafften ihnen einen großen Mobilitätsvorteil, durch den sie feindliche Truppenformationen geschickt ausmanövrieren und aufbrechen konnten. Unter der Herrschaft Hatschepsuts, einer der wenigen Frauen auf dem Thron des Pharaos, wurden die Hyksos mithilfe von Streitwagen aus dem Land vertrieben. Die stärkste militärische Kraft Ägyptens waren jedoch die aus Makedonien, Griechenland, Nubien und anderen Nachbarländern angeheuerten Söldner - wobei das ägyptische Gold sehr hilfreich war. Aber auch diese Streitkräfte waren keine Garanten für die absolute Sicherheit des reichsten Landes im mediterranen Raum: Ägypten fiel an die Assyrer und dann an die Perser - dennoch überdauerten die ägyptische Kultur und Religion selbst die Plünderungen von Xerxes' Statthaltern. 332 v.Chr. befreite Alexander der Große das Land aus den Fängen der Perser, errichtete die Stadt Alexandria und machte sie zur neuen Hauptstadt der makedonischen Herrscherdynastie der Ptolemäer (332-30 v.Chr.) im hellenistischen Ägypten. Dieses letzte ägyptische Königreich gehörte zu den wenigen, die die Zeit nach Alexanders Tod und den Kampf um seine Nachfolge überstanden und blieb in den nächsten 300 Jahren auch das reichste und politisch sowie militärisch mächtigste Reich. Bis zum Tod Kleopatras VII. im Jahre 30 v.Chr. hatten die Ptolemäer ununterbrochen den Thron innegehabt. Ihr Selbstmord war gleichbedeutend mit dem Zeitalter der Pharaonen. Ägypten verkam zu einer römischen und später byzantinischen Provinz. Nachdem 642 der Islam Einzug in Ägypten gehalten hatte, blieb es bis nach dem 1. Weltkrieg besetzt - von den Arabern, Türken, Franzosen und Briten. Erst 1922 erhielt es einen Teil seiner Unabhängigkeit von der britischen Regierung zurück, die angesichts des langen Überseekonflikts kampfmüde geworden war. Von 1922 bis 1952 behauptete sich Ägypten als eine der erfolgreichsten konstitutionellen Monarchien der Welt, dann aber kam der Umbruch: Ironischerweise sorgte ausgerechnet der im Juli 1952 von Gamal Nasser geführte Militärputsch dafür, dass sich Ägypten nach all den turbulenten Jahren zu einer Oase der Stabilität und Beständigkeit im Mittleren Osten entwickelte.

Kleopatra

Kleopatra VII.

Kleopatra VII.
69 - 30 v. Chr.

Einzigartige Fähigkeit
Braut des Mittelmeers
  • Eure Handel Handelswege zu anderen Zivilisationen bringen Euch +4 Gold Gold. Die Handel Handelswege anderer Zivilisationen zu Euch bringen dem Besitzer +2 Nahrung Nahrung und Euch +2 Gold Gold.
Zivilisationen & Spezialeinheit
Ägypten symbol civ6 inv.png
Agenda
Königin des Nils
  • Mag militärisch starke Zivilisationen und versucht, sich mit ihnen zu verbünden, um militärische Konflikte zu vermeiden. Mag keine militärisch schwachen Zivilisationen.
Religion
Diplomatiebildschirm
Kleopatra VII. im 3D-Diplomatiebildschirm

Kleopatra VII. im 3D-Diplomatiebildschirm

Grundspiel


Ptolemäische Königin von Ober- und Unterägypten

Ewigkeit war in unseren Lippen und unseren Augen.

Kleopatra Thea Philopator wurde zu ihrer Zeit als hinreißend angesehen (wobei sich das Schönheitsideal auch ein bisschen geändert haben dürfte). Sie vermied auch die Zeichen der Zeit in ihrem Gesicht, indem sie einfach schon mit 40 starb. Doch in dieser kurzen Zeitspanne war sie mit zweien ihrer Brüder verheiratet, hatte Affären mit zweien der mächtigsten Männer in Rom und verlor ein ganzes Reich. Auf jeden Fall ein ereignisreiches Leben.

Als Tochter von Ptolemäus XII. und Kleopatra V. im Jahre 69 v. Chr. geboren, erklärte sich die junge Kleopatra selbst zur Reinkarnation der Göttin Isis; ein klassischer Schachzug zur politischen Legitimation. Nach diversen Vergiftungen und Hinrichtungen weiblicher Ptolemäern wurde sie im Alter von 14 Jahren zur Regentin und Stellvertreterin ihres Vaters ernannt. Vier Jahre später, im März 51 v. Chr., starb ihr Vater und hinterließ ihr und ihrem zehnjährigen Bruder Ptolemäus XIII. die gemeinsame Herrschaft. Und obwohl sie jetzt mit ihrem jüngeren Bruder verheiratet war, dachte Kleopatra - die siebte Herrschende mit diesem Namen - nie daran, die Macht mit ihrem Bruder zu teilen.

Im August 51 v. Chr. waren sämtliche Vortäuschungen geschwisterlicher Harmonie verschwunden. Kleopatra ließ den Namen Ptolemäus in den öffentlichen Aufzeichnungen löschen und verewigte nur noch ihr Konterfei auf neuen Münzen. Ptolemäus zeigte mehr Verstand als gedacht und tauchte unter. Eine Palastrevolution 48 v. Chr. unter der Führung des Eunuchen Pothinus und Ptolemäus' Lehrer Theodotus setzte Kleopatra ab und machte Ptolemäus XIII. zum Alleinherrscher. Wenn sie auch eine Rebellion anzettelte, musste Kleopatra schon bald selbst untertauchen.

Zu dieser Zeit hatte General Gnaeus Pompeius Magnus das Pech, auf der anderen Seite von Julius Cäsar im letzten römischen Bürgerkrieg zu stehen. Als alles zum Scheitern verurteilt war, floh Pompeius nach Alexandria und suchte Schutz. Der nicht ganz so clevere Ptolemäus ließ auf Anraten von Pothinus Pompeius ermorden und hoffte so, sich bei Cäsar einschmeicheln zu können - eine Fehleinschätzung epischen Ausmaßes. Als Julius zwei Tage später eintraf, war er so erzürnt, dass er seine Absicht erklären ließ, Ptolemäus und Pothinus ebenfalls hinrichten zu wollen. Pothinus peitschte den örtlichen Mob zum Widerstand auf. Cäsar kam mit seiner Legion. Er eroberte die Hauptstadt und wollte den Geschwisterkonflikt als Schlichter lösen.

Bei den folgenden Verhandlungen beleidigte Pothinus, der für Ptolemäus handelte, Julius Cäsar, eine weitere Fehleinschätzung (die sich wirklich schlecht auf die Karriere auswirkte). Kleopatra ließ sich selbst in den Palast schmuggeln, wo sie den 52-Jährigen Julius becircte. Es muss ein wirklich aufregender erster Auftritt zwischen dem stoischen römischen General und der feurigen ägyptischen Königin gewesen sein, denn schon neun Monate später brachte sie einen gemeinsamen Sohn zur Welt. Doch noch davor erklärte Cäsar Bruder und Schwester zu gemeinsamen Herrschern, überwachte das erneuerte Ehegelöbnis, ließ Pothinus hinrichten, trotzte einer Belagerung des Palasts und wehrte eine Rebellion in der Stadt ab (und brannte zufällig den Großteil der Großen Bibliothek dabei nieder).

Ptolemäus XIII. war alles andere als glücklich im Exil, formierte eine Armee und forderte Cäsar und Kleopatra heraus - nur um entscheidend bei der Schlacht am Nil (eine von vielen in der ägyptischen Geschichte) besiegt und im Fluss ertränkt zu werden. Cäsar bestätigte Kleopatra als Herrscherin von Ägypten und verheiratete sie mit ihrem jüngeren Bruder Ptolemäus XIV., um die Einheimischen zu beschwichtigen (vielleicht taten auch die im Land stationierten drei Legionen ihr Übriges). Trotz der faulen Ehe setzten Cäsar und Kleopatra ihre leidenschaftliche Affäre fort und gingen schon bald nach Rom, wohin sie den letzten Ptolemäus und Caesarion ("kleiner Cäsar", Julius’ Sohn) mitnahmen. Dort wurden Kleopatra und ihre ägyptische Begleitung auf einem von Cäsars Landsitzen versteckt, während Cäsars Frau Calpurnia in ihrem Haus in Rom residierte.

Diese rund zweijährige Idylle fand mit den Iden des März ihr Ende. Cäsar hatte niemals seinen Sohn als Erben ernannt, er wählte stattdessen seinen Großneffen Augustus. Ohne Erfolgsaussichten in Rom und von der Machtelite Roms verschmäht - in Person von Cäsars Freund Marcus Antonius - kehrte Kleopatra nach Alexandria zurück. Schon bald starb Ptolemäus XIV. Gerüchten zufolge durch die Hand seiner Schwester. Kleopatra machte ihren Caesarion zum Mitherrscher und zu ihrem designierten Nachfolger.

Im Laufe des folgenden römischen Bürgerkriegs zwischen dem Triumvirat unter der Führung von Augustus und den Mördern von Julius kam Antonius nach Ägypten. Kleopatra traf ihn mit ihrem üblichen prachtvollen Flair und schmeichelte ihm so, dass er sich entschied, den Winter des Jahres 41 v. Chr. mit ihr zu verbringen, statt den Krieg fortzuführen. Es muss erneut ein fruchtbares Intermezzo gewesen sein, da sie im Dezember 40 Zwillinge von Antonius bekam. Oh, und sie ließ Antonius den Befehl erteilen, ihre letzte noch lebende Schwester Arsinoë töten zu lassen, bevor der General auf das Schlachtfeld zurückkehrte.

Vier Jahre später kehrte Antonius zurück, anscheinend um Krieg mit den Parthern im Osten anzuzetteln. Doch er verfing sich abermals in Kleopatras Netz und heiratete sie nach ägyptischem Ritus - und das, obwohl er mit Augustus' Schwester verheiratet war. Die umfangreichen Gebiete, die Antonius in Armenien und Medea erobert hatte, gingen an Ägypten, und die gewaltigen ptolemäischen Besitztümer wurden unter Kleopatra, dem Jungen Caesarion (der von Kleopatra zum Sohn von Horus und "König der Könige" ernannt wurde) und Antonius' Zwillingen aufgeteilt. Es war der sprichwörtliche Strohhalm, an den sich Augustus klammerte, als er den römischen Senat überzeugte, Ägypten 33 v. Chr. den Krieg zu erklären.

Nach zwei Jahren der Kämpfe standen sich Antonius' Einheiten mit denen von Augustus auf dem Wasser vor der Küste von Actium in Westgriechenland gegenüber. Nach einer entscheidenden Niederlage stürzte sich Antonius in sein Schwert - wörtlich. Kleopatra war selbst mit einer eigenen ägyptischen Flotte im Kampf zugegen, floh jedoch, bevor er entschieden war (und trug so vielleicht mit zu Antonius' Untergang bei). Binnen Monaten marschierte Augustus in Ägypten bei nur minimalem Widerstand ein. Antonius' restliche Truppen verließen Kleopatra und öffneten Augustus die Stadttore am ersten Tag des August 30 v. Chr.

Als seine Truppen einmarschierten und sie im Palast oder vielleicht auch ihrem Mausoleum umstellt hatten, beging Kleopatra Selbstmord und ließ sich von ihrer Natter in den Busen beißen (wenn auch manche behaupten, sie hätte eine Mischung aus Schierling und Opium genommen). Caesarion wurde ergriffen und hingerichtet, und Ägypten wurde ins Reich aufgenommen. In Rom wurde Augustus Kaiser; im Tod wurde Kleopatra zur Legende.

Strategie

Kleopatra ist Qin Shihuangdis Hauptrivalin im Wunder-Rennen. Jedoch bevorzugt sie es, sich nicht hinter einer Großen Mauer zu verstecken, sondern ihren Charme (und ihre Handelsvorteile) einzusetzen, um ihre mächtigen Freunde zu ermutigen, für sie in den Kampf zu ziehen.

Ägypten beginnt entlang eines Flusses, wo es Bonusse für den Bau von Bezirken und Wundern gibt. Diese Wunder gewinnen an besonderer Bedeutung, wenn sich Sphinxen in der Nähe befinden, wodurch Ägypten in allen Bereichen des Spiels einen schnellen Start hinlegt. Wenn Kleopatra sich dann mit anderen mächtigen Zivilisationen anfreunden kann (vielleicht, weil diese durch den Handel mit ihr Nahrung Nahrung erhalten), kann sie den Bau von Weltwundern vorantreiben, wodurch sie gute Chancen auf alle Siegtypen hat, auch wenn sie mit Wundern und Sphinxen besonders gute Aussichten auf den Kultursieg hat.

Kleopatra (ptolemäisch)

Kleopatra (ptolemäisch)

Kleopatra (ptolemäisch)

Einzigartige Fähigkeit
Vorlage:Eigenschaft Kleopatra ptolemy Civ6
Zivilisationen & Spezialeinheit
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Agenda
Vorlage:Agenda Kleopatra ptolemy Civ6
Religion
Diplomatiebildschirm
Kleopatra (ptolemäisch) im 3D-Diplomatiebildschirm

Kleopatra (ptolemäisch) im 3D-Diplomatiebildschirm

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Ramses

Ramses

Ramses

Einzigartige Fähigkeit
Vorlage:Eigenschaft Ramses Civ6
Zivilisationen & Spezialeinheit
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Agenda
Vorlage:Agenda Ramses Civ6
Religion
Diplomatiebildschirm
Ramses im 3D-Diplomatiebildschirm

Ramses im 3D-Diplomatiebildschirm

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