Griechenland (Civ6)

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Dieser Beitrag befasst sich mit Griechenland, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Griechenland.


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Griechenland
Civilization 6

Eigenschaft
Anführer
Perikles und Gorgo
Spezial
Spezialeinheit:
Spezialbezirk:

Grundspiel


Civilopedia

Die Zeit nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur in Griechenland (etwa 1200 v.Chr.) war von den Völkerwanderungen der Barbaren in Richtung Norden geprägt, die in der Gründung mehrerer Stadtstaaten - zum Beispiel Sparta und Athen - und der griechischen Kolonisierung entlang der Küstengebiete des Mittelmeers resultierten. Historisch gesehen traten die Griechen in den darauf folgenden Jahrhunderten vor allem durch ihre Streitigkeiten mit benachbarten Völkern wegen der Vorrechte an den spärlichen Ressourcen in Erscheinung. Diese Periode kennzeichnete aber auch die Anfänge der Philosophie und der Wissenschaft. In jener Zeit verfasste Homer seine großen Epen (Ilias und Odyssee). Die Hellenen waren über mehrere Stadtstaaten in relativ armen, kargen Gegenden des Hinterlandes verstreut, umso überraschender scheint es, dass sie sich im intellektuellen Bereich gegen die weit überlegenen Zivilisationen am Yangtze, an Euphrat und Tigris sowie im Niltal behaupten konnten.

Die Perserkriege (492-449 v.Chr.), ausgelöst durch eine Revolte der griechischen Kolonisten in Kleinasien, katapultierten die Griechen endgültig ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Als Athen und Eretrea zur Unterstützung der Revolte eine kleine Flotte aussandten, befahl der persische Kaiser zwei Invasionsmärsche auf das griechische Festland. 490 v.Chr. landete eine von Dareios I. (522-486 v.Chr.) geführte persische Armee erfolgreich in der Marathon-Ebene - am Ende errangen aber die von den Athenern angeführten Griechen mit Unterstützung der Spartaner den entscheidenden Sieg. Eine zweite, größere Invasion, die von den Spartanern und Thespiern bei den Thermopylen (481 v.Chr.) abgewehrt wurde, endete bei Salamis ebenfalls mit einer vernichtenden Niederlage der persischen Flotte. In den nächsten 30 Jahren gab es immer wieder sporadische Gefechte zwischen den griechischen Bündnissen und Persien, bis den Feindseligkeiten 449 v.Chr. durch das Friedensabkommen von Callas ein Ende gesetzt wurde. Dieser überraschende Triumph der Griechen sicherte den Fortbestand der griechischen Kultur und politischen Strukturen.

Vermehrte Spannungen zwischen Athen und Sparta führten bald darauf zu den Peleponnesischen Kriegen (431-404 v.Chr.): Die athenische Liga hatte mittlerweile einen Großteil der Insel- und Küstenstaaten entlang der Ägäis hinter sich, während Sparta die führende Kraft in einem Bündnis unabhängiger Städte mit den stärksten Landstreitkräften der Halbinsel darstellte. 404 v.Chr. musste Athen kapitulieren. Die Verwüstung der Stadt war der vielleicht größte Verlust dieser Kriege und machte die griechische Einigung zunichte.

Zu dieser Zeit hatte sich im Norden Griechenlands eine neue Macht gebildet: 353 v.Chr. hatte Philipp II. die Vorherrschaft im deutlich gewachsenen Makedonien erlangt. Er perfektionierte die von den Sumerern und Ägyptern der Antike bekannten Phalanx-Taktiken, indem er die Hopliten nun in dicht beieinander stehenden Blockformationen aus acht oder sogar 16 Reihen vorrücken ließ, wodurch sie zwar an Flexibilität einbüßten, dafür aber maximalen Schutz und Schlagkraft gewährleisteten. Nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 v.Chr. trat Alexander (336-323 v.Chr.) dessen Nachfolge an. Er war gut vorbereitet: Von Aristoteles erzogen und ausgebildet, hatte er als Stellvertreter seines Vaters in Makedonien 340 v.Chr. die Meder besiegt. Nur zwei Jahre später war er als Kommandant des linken Flügels an der Schlacht bei Chaironeia beteiligt, in der Philipp über den griechischen Staatenbund triumphierte und damit faktisch ganz Griechenland unterwarf. Mit den Soldaten seines Vaters unterwarf Alexander schließlich das Perserreich und brach zu einem der größten Feldzüge der Weltgeschichte auf. Zehn Jahre und tausende Kilometer später hatte Alexander das Perserreich zerstört und ein Reich geschaffen, das sich von Mazedonien bis an die Grenzen Indiens erstreckte. Als Alexander mit nur 33 Jahren starb, hatte er die großen Wirtschaftszentren nach Westen verlagert, den mittleren Osten hellenisiert und ein riesiges Reich von Gibraltar bis zum Punjab erschaffen, das Handelsaktivitäten und Kulturaustausch ermöglichte.

Während des 40-jährigen Interregnums nach Alexanders Tod zerfielen die Provinzen in unabhängige Königreiche, deren Herrscher - einstige Generäle Alexanders - ihre Thronansprüche durch Waffengewalt und Intrigen sicherten, aber nicht in der Lage waren, sich gegen eine neue Militärmacht zu verbünden. So gelang es den Römern, um 350 v.Chr. in die westlichsten griechischen Siedlungen vorzudringen und einen 200 Jahre andauernden Eroberungsfeldzug in der hellenistischen Welt zu führen, die einst von Alexander geschaffen worden war. Nach der Niederlage Kleopatras und Mark Antons besetzten die octavianischen Truppen Ägypten - damit fiel auch das letzte hellenistische Königreich an Rom. In den nächsten 2000 Jahren war Griechenland Teil des Römischen, dann des Byzantinischen und schließlich des Ottomanenreiches. Nach einem von Großbritannien, Russland und Frankreich unterstützten Volksaufstand wurde ihm erst im Jahre 1832 der Status eines unabhängigen Staates zuerkannt. Griechenland kämpfte in beiden Weltkriegen auf Seiten der Alliierten und wurde während des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg brach ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und der konservativen Regierung aus, den Letztere schließlich für sich entscheiden konnte. Bis heute hat das demokratische Griechenland als Mitglied der Europäischen Union für Touristen aus aller Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren.

Perikles

Perikles

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Einzigartige Fähigkeit
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Zivilisationen & Spezialeinheit
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Gorgo

Gorgo

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