Spanien (Civ6)

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Dieser Beitrag befasst sich mit Spanien, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Spanien.


Rot, Gelb

Spanien
Civilization 6

Eigenschaft
Schatzflotte
  • Kann Flotten und Armadas aus Marineeinheiten früher als normal erstellen (Merkantilismus). Handelswege, die mehrere Kontinente verbinden, erhalten einen Gold-Bonus für Wege zu anderen Zivilisationen und Nahrungs- und Produktions-Bonusse für Wege zwischen Euren eigenen Städten.
Anführer
Philip II.
Spezial
Spezialeinheit:
Konquistador
Spezialbezirk:

Grundspiel


Civilopedia

Das Königreich Spanien liegt im Südwesten Europas und nimmt etwa 85 Prozent der Iberischen Halbinsel ein. Spanien grenzt im Westen an Portugal, im Nordosten entlang der Pyrenäen an Frankreich. Die Iberischen Halbinsel wurde bereits von verschiedenen anderen Völkern, wie Phöniziern, Karthagern, Römern, Westgoten und Muslimen besiedelt, die die vielfältige Kultur des Landes nachhaltig geprägt haben.

In den ersten 300 Jahren nach der maurischen Herrschaft über Spanien entwickelte sich nur langsam eine christliche Kultur bzw. Gesellschaft. Erst im 12. und 13. Jahrhundert kam es zu grundlegenden Veränderungen. Als die Bevölkerung des Landes wuchs, nahmen die Spanier engere Beziehungen zu ihren nördlichen Nachbarn auf und intensivierten die Handelsbeziehungen. Gleichzeitig gewann das städtische Leben an Bedeutung und die Königreiche Kastilien, Aragon, Navarre und Portugal teilten die Iberischen Halbinsel unter sich auf. Die Grenzen der genannten Königreiche blieben weitgehend erhalten, bis Isabella I. den kastilischen Thron bestieg.

Isabella nahm schon im Alter von 13 Jahren am höfischen Leben teil und heiratete schließlich Ferdinand von Aragon. Als Königin Kastiliens folgte Isabella einem klugen politischen Programm. Sie einte die Reiche der Iberischen Halbinsel, kontrollierte die Straße von Gibraltar, verbannte die Mauren aus Spanien, reformierte den spanischen Katholizismus und schuf die Grundlage für das spätere spanische Weltreich.

1492 brach Kolumbus mit dem Segen und der finanziellen Unterstützung Isabellas auf, um den Seeweg nach Indien zu finden. Am 12. Oktober erreichten seine Schiffe schließlich die "Neue Welt", das heutige Amerika. Seine Entdeckung leitete ein goldenes Zeitalter der Expeditionen und Eroberungen ein, da es in Amerika Gold im Übermaß gab, das Spanien so dringend brauchte.

Nach der Entdeckung Amerikas landete der spanische Abenteurer Hernando Cortez mit den so genannten "Konquistadores" (Eroberern) in der neuen Welt, um diese zu erforschen und Schätze zu entdecken. Die Konquistadoren riskierten auf dem amerikanischen Kontinent ihr Leben für die spanische Krone, obwohl ihnen das spanische Königshaus jede Unterstützung verweigerte. Im Laufe der Jahre plünderten die spanischen Konquistadoren Mexiko, Guatemala, Peru, Cuzco, Kolumbien, Chile, die Bucht von Honduras und Teile der Pazifikküste., bis sie schließlich von spanischen Verwaltungsbeamten und Siedlern abgelöst wurden.

Da von den Europäern eingeschleppte Krankheiten die amerikanischen Ureinwohner dezimierten, schufen die spanischen Eroberer in kürzester Zeit ein riesiges Reich, das weite Teile Nord- und Südamerikas umfasste. Um die sagenhaften Reichtümer (vor allem Gold und Zucker) ihrer Kolonien auszubeuten, deportierten die Spanier unzählige Afrikaner als Sklaven in die Neue Welt, um die Ureinwohner, die Krankheiten und den unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf den spanischen Plantagen zum Opfer gefallen waren, zu ersetzen. Aufgrund des Reichtums der spanischen Kolonien waren die spanischen Schiffe unzähligen Angriffen von Piraten und Freibeutern ausgesetzt. Also begann man mit dem Bau einer unbezwingbaren Kriegsflotte: der Armada. Diese bestand aus etwa 130 Schlacht- und Transportschiffen mit etwa 8000 Seeleuten und 19.000 Soldaten. König Philip II. entsandte seine Armada nach England, als die Angriffe auf spanischen Schiffe in der Karibik überhand nahmen. Englands Triumph über die Armada rettete England und die Niederlande vor der Unterwerfung durch das Königreich Spanien. Trotz dieser Niederlage blieb Spanien vorübergehend die stärkste Landmacht Europas.

Doch schon bald verfiel die Macht der spanischen Krone, da das aus Amerika eingeführte Silber und Gold die spanische Währung nachhaltig schwächte und die spanische Armee im Laufe des 30-jährigen Krieges (1618-48) einige empfindliche Niederlagen einstecken musste. Anfang des 18. Jahrhunderts spielte Spanien international keine Rolle mehr, obwohl es noch immer weite Teile Südamerikas kontrollierte. Allerdings hat das Zeitalter des spanischen Imperialismus auf den Philippinen, in Lateinamerika, Puerto Rico und den USA unverkennbare Spuren hinterlassen. Dank der Arbeit spanischer Missionare sind bis heute hunderte Millionen von Menschen in allen Teilen Südamerikas praktizierende Christen. Seit 1975 ist Spanien eine konstitutionelle Monarchie mit einem vielfältigen, bis heute lebendigen, kulturellen Erbe.

Philip II.

Philip II.

Philip II.
1527 - 1598

Einzigartige Fähigkeit
Vorlage:Eigenschaft Philip Civ6
Zivilisationen & Spezialeinheit
Spanien symbol civ6 inv.png
Agenda
Vorlage:Agenda Philip Civ6
Religion
Katholizismus
Diplomatiebildschirm

Philip II. im 3D-Diplomatiebildschirm

Grundspiel