China (Civ6): Unterschied zwischen den Versionen

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(Qin Shihuangdi (Einiger))
(Wu Zetian)
 
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== Civilopedia ==
 
== Civilopedia ==
 
Trotz der politischen und sozialen Unruhen, die das Land oftmals ersch&#252;tterten, ist Chinas Langlebigkeit als politisch-kulturelle Institution un&#252;bertroffen. Ein Gro&#223;teil des kulturellen Fortschritts wurde fast ohne Einflussnahme von au&#223;en erreicht. Auch in den Perioden, in denen "Barbaren" wie die Chin oder die Mongolen in China herrschten, blieb das chinesische Kulturgut erhalten und beeinflusste sogar diese fremden V&#246;lker stark. Die Entwicklungen des Bronzegussverfahrens und des chinesischen Alphabets datieren aus der Periode der Shang-Dynastie, die vermutlich Mitte des 16. bis Mitte des 11. Jh. v.Chr. als erste Herrscherdynastie in Nordchina regierte. Sie wurde sp&#228;ter von den Zhou (1111-255 v.Chr.) gest&#252;rzt. Obwohl die belebte Zhou-Kultur mit Konfuzius und Lao-tse einige der gr&#246;&#223;ten Philosophen und K&#252;nstler der Geschichte hervorbrachte, wurde China in den folgenden 200 Jahren von einer Reihe blutiger B&#252;rgerkriege ersch&#252;ttert. Diese Periode der "K&#228;mpfenden L&#228;nder" dauerte von 403-221 v.Chr.<br>Erst Qin Shi Huang gelang es, alle seine Rivalen zu unterwerfen und das Reich zu einen. Qin lie&#223; sich zum Kaiser kr&#246;nen und nannte sich selbst Qin Shi Huangdi ("Erster Gottkaiser Qin"). Allerdings sollte die Herrschaft der Qin-Dynastie bereits 206 v.Chr. wieder enden. Die nachfolgende Han-Dynastie war von Liu Pang begr&#252;ndet worden, der 202 v.Chr. zum Kaiser ernannt wurde. W&#228;hrend der 400-j&#228;hrigen Herrschaft der Han fand ein bedeutender politischer, kultureller und sozialer Wandel statt. Dar&#252;ber hinaus begannen die Han mit dem Bau der Chinesischen Mauer und anderer bedeutender Bauwerke. Au&#223;erdem gelang es den Han, ein chinesisches Nationalbewusstsein aufzubauen und so zu festigen, dass es bis zum Aufkommen des Kommunismus Bestand haben sollte. Die Cho-ko-nu, eine in der Han-Periode entstandene Repetierarmbrust, wurde von den Chinesen noch 2000 Jahre sp&#228;ter benutzt.<br>Gegen Ende des 2. Jh. n.Chr. starben die Han buchst&#228;blich aus. Es folgte eine lange &#196;ra der rivalisierenden K&#246;nigreiche, die bis zur Machtergreifung der T'ang 618 andauern sollte. Ihnen folgte wiederum die Sung-Dynastie (960-1279), die sich den Mongoleninvasionen geschlagen geben musste. Nachdem sich Dschingis Khan der Loyalit&#228;t des Hsi Hsia in Tibet (1209) versichert und damit eines potenziellen Feindes entledigt hatte, bereitete er die Invasion nach China vor. Einige Jahre zogen die Mongolen pl&#252;ndernd durch das Land, bis Dschingis 1214 die Hauptstadt der Chin (das heutige Peking) im Norden eroberte. In den n&#228;chsten Jahrzehnten herrschte ein wackliger Waffenstillstand zwischen den Mongolen im Norden und den Sung im S&#252;den. Erst 1250 setzten die Mongolen unter Kublai Khan, einem Enkel Dschingis Khans, ihren Vorsto&#223; fort.<br>Ab 1267 griffen sie, diesmal unterst&#252;tzt von gepanzerten Steppenreitern und Hilfstruppen Nordchinas, an mehreren Fronten an. Als der Widerstand des Volkes bald darauf verebbte, kontrollierten die fremden Invasoren zum einzigen Mal in der Geschichte ganz China. Die Mongolen hielten China 100 Jahre lang besetzt, aber das Unverm&#246;gen der Throninhaber sowie Rivalit&#228;ten unter den Heerf&#252;hrern und am Hofe schw&#228;chten ihre Machtstellung. Nun erhob sich eine neue geburtsrechtliche Dynastie, die Ming (1368-1644), bekannt f&#252;r ihre Kunstfertigkeit. Bevor sich die Ming ab 1424 au&#223;enpolitisch zunehmend abschotteten, pflegten sie einen regen Handel mit Indien und der arabischen Halbinsel. Die Seefahrer der Ming hatten vermutlich schon vor Kolumbus Amerika erreicht. Auf die Ming-Dynastie folgte das Mandschu-Reich (1644-1911) unter der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas, den Qing. Diese &#196;ra war gepr&#228;gt von st&#228;ndigen Kriegen, westlichem Imperialismus, wuchernder Korruption und b&#252;rokratischer Willk&#252;r.<br>Angesichts des verheerenden Boxeraufstands blieb dem kaiserlichen Hof die Unterst&#252;tzung der Bauern und des Milit&#228;rs versagt - es folgte eine Revolution (1911-1912). In der ersten H&#228;lfte des 20. Jh. zerfiel die alte Ordnung Chinas: Es wurde eine neue Gesellschaftsstruktur gebildet, zun&#228;chst in Form der kurzlebigen demokratischen Republik (1912-1920), die sich bald in eine von Chiang Kai-shek gef&#252;hrte Diktatur wandelte. Die nationalistische Partei (GMD) und die chinesische Kommunistenpartei (KPCh) organisierten erneut eine Revolution. Obwohl sich die Chinesen geschlossen gegen die japanische Invasion zur Wehr setzten, tobte am Ende des 2. Weltkrieges im ganzen Land B&#252;rgerkrieg. Nationalisten und Kommunisten konkurrierten um die &#220;bernahme japanisch besetzter Gebiete: Sie r&#252;steten ihre Armeen auf und zogen in den Kampf, verhandelten aber zugleich miteinander. Nach den ersten Triumphen der Nationalisten in den Jahren 1947-48 kippte die strategische &#220;berlegenheit zugunsten der Kommunisten. Vier Jahre nach Japans Kapitulation brach erneut ein B&#252;rgerkrieg aus - diesmal von der Bev&#246;lkerung selbst heraufbeschworen - der dazu f&#252;hrte, dass Mao Tse-Tung im Oktober 1949 die Volksrepublik China ausrief. 1966 begannen die Kommunisten die unheilvolle "gro&#223;e proletarische Kulturrevolution" - einen 10 Jahre w&#228;hrenden Angriff auf "traditionelle Werte" und "kleinb&#252;rgerliche Denkweisen", der das Land endg&#252;ltig in einen desolaten Zustand st&#252;rzte. Nach Maos Tod ergriff sein Rivale Deng Xiaoping 1976 die Macht und verhalf China durch soziale und wirtschaftliche Reformen wieder zu weltpolitischer Bedeutung. Heute ist China eine aufstrebende Nation, deren politischer und wirtschaftlicher Kurs weiterhin unklar bleibt.
 
Trotz der politischen und sozialen Unruhen, die das Land oftmals ersch&#252;tterten, ist Chinas Langlebigkeit als politisch-kulturelle Institution un&#252;bertroffen. Ein Gro&#223;teil des kulturellen Fortschritts wurde fast ohne Einflussnahme von au&#223;en erreicht. Auch in den Perioden, in denen "Barbaren" wie die Chin oder die Mongolen in China herrschten, blieb das chinesische Kulturgut erhalten und beeinflusste sogar diese fremden V&#246;lker stark. Die Entwicklungen des Bronzegussverfahrens und des chinesischen Alphabets datieren aus der Periode der Shang-Dynastie, die vermutlich Mitte des 16. bis Mitte des 11. Jh. v.Chr. als erste Herrscherdynastie in Nordchina regierte. Sie wurde sp&#228;ter von den Zhou (1111-255 v.Chr.) gest&#252;rzt. Obwohl die belebte Zhou-Kultur mit Konfuzius und Lao-tse einige der gr&#246;&#223;ten Philosophen und K&#252;nstler der Geschichte hervorbrachte, wurde China in den folgenden 200 Jahren von einer Reihe blutiger B&#252;rgerkriege ersch&#252;ttert. Diese Periode der "K&#228;mpfenden L&#228;nder" dauerte von 403-221 v.Chr.<br>Erst Qin Shi Huang gelang es, alle seine Rivalen zu unterwerfen und das Reich zu einen. Qin lie&#223; sich zum Kaiser kr&#246;nen und nannte sich selbst Qin Shi Huangdi ("Erster Gottkaiser Qin"). Allerdings sollte die Herrschaft der Qin-Dynastie bereits 206 v.Chr. wieder enden. Die nachfolgende Han-Dynastie war von Liu Pang begr&#252;ndet worden, der 202 v.Chr. zum Kaiser ernannt wurde. W&#228;hrend der 400-j&#228;hrigen Herrschaft der Han fand ein bedeutender politischer, kultureller und sozialer Wandel statt. Dar&#252;ber hinaus begannen die Han mit dem Bau der Chinesischen Mauer und anderer bedeutender Bauwerke. Au&#223;erdem gelang es den Han, ein chinesisches Nationalbewusstsein aufzubauen und so zu festigen, dass es bis zum Aufkommen des Kommunismus Bestand haben sollte. Die Cho-ko-nu, eine in der Han-Periode entstandene Repetierarmbrust, wurde von den Chinesen noch 2000 Jahre sp&#228;ter benutzt.<br>Gegen Ende des 2. Jh. n.Chr. starben die Han buchst&#228;blich aus. Es folgte eine lange &#196;ra der rivalisierenden K&#246;nigreiche, die bis zur Machtergreifung der T'ang 618 andauern sollte. Ihnen folgte wiederum die Sung-Dynastie (960-1279), die sich den Mongoleninvasionen geschlagen geben musste. Nachdem sich Dschingis Khan der Loyalit&#228;t des Hsi Hsia in Tibet (1209) versichert und damit eines potenziellen Feindes entledigt hatte, bereitete er die Invasion nach China vor. Einige Jahre zogen die Mongolen pl&#252;ndernd durch das Land, bis Dschingis 1214 die Hauptstadt der Chin (das heutige Peking) im Norden eroberte. In den n&#228;chsten Jahrzehnten herrschte ein wackliger Waffenstillstand zwischen den Mongolen im Norden und den Sung im S&#252;den. Erst 1250 setzten die Mongolen unter Kublai Khan, einem Enkel Dschingis Khans, ihren Vorsto&#223; fort.<br>Ab 1267 griffen sie, diesmal unterst&#252;tzt von gepanzerten Steppenreitern und Hilfstruppen Nordchinas, an mehreren Fronten an. Als der Widerstand des Volkes bald darauf verebbte, kontrollierten die fremden Invasoren zum einzigen Mal in der Geschichte ganz China. Die Mongolen hielten China 100 Jahre lang besetzt, aber das Unverm&#246;gen der Throninhaber sowie Rivalit&#228;ten unter den Heerf&#252;hrern und am Hofe schw&#228;chten ihre Machtstellung. Nun erhob sich eine neue geburtsrechtliche Dynastie, die Ming (1368-1644), bekannt f&#252;r ihre Kunstfertigkeit. Bevor sich die Ming ab 1424 au&#223;enpolitisch zunehmend abschotteten, pflegten sie einen regen Handel mit Indien und der arabischen Halbinsel. Die Seefahrer der Ming hatten vermutlich schon vor Kolumbus Amerika erreicht. Auf die Ming-Dynastie folgte das Mandschu-Reich (1644-1911) unter der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas, den Qing. Diese &#196;ra war gepr&#228;gt von st&#228;ndigen Kriegen, westlichem Imperialismus, wuchernder Korruption und b&#252;rokratischer Willk&#252;r.<br>Angesichts des verheerenden Boxeraufstands blieb dem kaiserlichen Hof die Unterst&#252;tzung der Bauern und des Milit&#228;rs versagt - es folgte eine Revolution (1911-1912). In der ersten H&#228;lfte des 20. Jh. zerfiel die alte Ordnung Chinas: Es wurde eine neue Gesellschaftsstruktur gebildet, zun&#228;chst in Form der kurzlebigen demokratischen Republik (1912-1920), die sich bald in eine von Chiang Kai-shek gef&#252;hrte Diktatur wandelte. Die nationalistische Partei (GMD) und die chinesische Kommunistenpartei (KPCh) organisierten erneut eine Revolution. Obwohl sich die Chinesen geschlossen gegen die japanische Invasion zur Wehr setzten, tobte am Ende des 2. Weltkrieges im ganzen Land B&#252;rgerkrieg. Nationalisten und Kommunisten konkurrierten um die &#220;bernahme japanisch besetzter Gebiete: Sie r&#252;steten ihre Armeen auf und zogen in den Kampf, verhandelten aber zugleich miteinander. Nach den ersten Triumphen der Nationalisten in den Jahren 1947-48 kippte die strategische &#220;berlegenheit zugunsten der Kommunisten. Vier Jahre nach Japans Kapitulation brach erneut ein B&#252;rgerkrieg aus - diesmal von der Bev&#246;lkerung selbst heraufbeschworen - der dazu f&#252;hrte, dass Mao Tse-Tung im Oktober 1949 die Volksrepublik China ausrief. 1966 begannen die Kommunisten die unheilvolle "gro&#223;e proletarische Kulturrevolution" - einen 10 Jahre w&#228;hrenden Angriff auf "traditionelle Werte" und "kleinb&#252;rgerliche Denkweisen", der das Land endg&#252;ltig in einen desolaten Zustand st&#252;rzte. Nach Maos Tod ergriff sein Rivale Deng Xiaoping 1976 die Macht und verhalf China durch soziale und wirtschaftliche Reformen wieder zu weltpolitischer Bedeutung. Heute ist China eine aufstrebende Nation, deren politischer und wirtschaftlicher Kurs weiterhin unklar bleibt.
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== Qin Shihuangdi (Einiger) ==
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Anführer_Info_Civ6 |
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Name = Qin Shihuangdi (Einiger)|
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Ziv_Lebensdaten = 256 - 210 v. Chr.|
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=== Erster Erhabener Gottkaiser von Qin===
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'''Ich habe alle Schriften des Reichs gesammelt und diejenigen verbrannt, die nicht von Nutzen sind.'''
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Ying Zheng war autokratisch und unbarmherzig, und damit vielleicht genau das, was China brauchte, um die Zeit der Streitenden Reiche zu beenden und das Land zu einen. Er war bekannt dafür, Bücher verbrennen und aufsässige Gelehrte hinrichten zu lassen. Außerdem legte er das Fundament für die Große Mauer, erschuf ein nationales System aus Straßen und Kanälen und strebte nach einem Elixier, das ihm Unsterblichkeit verleihen sollte. Als er China vereinte, sah er seinen Erfolg als derart groß an, dass er einen ebenso großen Namen annahm: Qin Shihuangdi, was sich zusammensetzt aus Qin (Name seines Reichs), Shi (erster) und Huangdi (Gottkaiser). Seine Größe ließ die Herrscher Chinas der zwei nach ihm kommenden Jahrtausende ebenfalls den Titel Huangdi annehmen. Und der Zivilisation blieb die Terrakotta-Armee als Zeichen seiner Größe erhalten.
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Gemäß dem Shiji, einer Sammlung antiker historischer Aufzeichnungen, wurde Zheng 259 v. Chr. in Handan als Sohn des Prinzen Yiren aus Qin und der Konkubine Zhao Ji geboren. Als sein Vater nach einer nur dreijährigen Regentschaft als König starb, übernahm der zu dieser Zeit 13-jährige Zheng dessen Königswürde. Da der Junge als zu jung angesehen wurde, um Qin zu regieren, das sich bereits mit den anderen der "sieben streitenden Reiche" Qi, Yan, Han, Wei, Chu und Zhao im Krieg befand, lag die Macht zunächst in den Händen seines manipulativen Kanzlers Lü Buwei.
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Schon bald begann Lü, gegen den jungen König zu intrigieren. Der Kanzler holte einen gewissen Lao Ai an den Hof, der die Königinmutter verführte und zwei Söhne mit ihr hatte. 238 v. Chr., in dem Jahr, als Zheng offiziell die Staatsgeschäfte übernahm, stahl Lao Ai unter Duldung von Lü das königliche Siegel der Königinmutter und stellte damit eine Armee auf, um gegen Zheng zu rebellieren. Als dieser von den Plänen erfuhr, befahl er seinem größten General Changping den Gegenangriff. In der darauffolgenden Schlacht wurden Hunderte von Rebellen getötet, während Lao Ai die Flucht gelang. Auf seine Ergreifung wurde eine Belohnung von einer Million Kupfermünzen ausgesetzt, und so dauerte es nicht lange, bis der Flüchtige gefasst war. Die meisten seiner Anhänger wurden enthauptet, Lao selbst wurde gevierteilt und seine gesamte Familie - einschließlich seiner Söhne aus der Verbindung zur Königinmutter - wurden bis zum dritten Verwandtschaftsgrad hingerichtet. Zhao Li wurde bis zu ihrem Tod Jahre später unter Hausarrest gestellt. Lü Buwei tötete sich auf dem Weg in die Verbannung selbst mit Gift. 235 v. Chr. war alles überstanden.
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Ying Zheng musste einige Anschlagsversuche auf sein Leben abwehren, lenkte seine Aufmerksamkeit jedoch direkt darauf, die anderen der streitenden Reiche zu unterwerfen. Han fiel als erstes, als es 230 v. Chr. überrannt wurde. Qin verfügte über zahlreiche fähige Kommandanten, einschließlich des Königs selbst. Und als Zhao von einer in den Geschichtsbüchern nicht näher beschriebenen Naturkatastrophe heimgesucht wurde, ließ er das Königreich von seinem General Wang Jian angreifen, der es innerhalb eines Jahres eroberte. Bis 223 v. Chr. waren Yan, Wei und Chu besiegt und als Teile des Reichs absorbiert. Der König von Qi entsandte eine 200.000 starke Streitkraft, die hauptsächlich aus Bauern bestand, die so gut es ging bewaffnet wurden, an die westliche Grenze, um das Reich gegen eine Invasion des dort angrenzenden Qin zu verteidigen. Zheng fiel jedoch aus dem Norden in das Land ein, nahm die königliche Familie gefangen, annektierte Qi und erklärte sich selbst zum Qin Shihuangdi.
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===Strategie (Einiger)===
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Barbaren sind Eure Verbündeten, die Ihr mit Euren Nahkampfeinheiten rekrutiert, um die Welt unter Qins Banner zu vereinen.
  
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Qin ist am stärksten, wenn er die Barbaren mit ihrer Invasion beginnen lässt und sie dann auf seine Seite zieht. Bei dieser Strategie opfert er womöglich eine Nahkampfeinheit, um eine Barbaren-Armee zu erhalten. Mit der zusätzlichen Verteidigung durch die Große Mauer und dem Kauernden Tiger kann er sein Reich weiter schützen. Nutzt seine zusätzlichen Heurekas und Eingebungen, um noch mächtigere Einheiten freizuschalten, und rückt dann mit Euren bekehrten Barbaren zu einem Herrschaftssieg vor.
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== Qin Shihuangdi ==
 
== Qin Shihuangdi ==
 
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=== Erster Erhabener Gottkaiser von Qin===
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''' Der Grund, warum China endlose Kriege erleiden musste, ist die Existenz der Feudalherren und Könige. Diesen Fehler habe ich korrigiert.'''
 
''' Der Grund, warum China endlose Kriege erleiden musste, ist die Existenz der Feudalherren und Könige. Diesen Fehler habe ich korrigiert.'''
 
Ying Zheng war autokratisch und unbarmherzig, und damit vielleicht genau das, was China brauchte, um die Zeit der Streitenden Reiche zu beenden und das Land zu einen. Er war bekannt dafür, Bücher verbrennen und aufsässige Gelehrte hinrichten zu lassen. Außerdem legte er das Fundament für die Große Mauer, erschuf ein nationales System aus Straßen und Kanälen und strebte nach einem Elixier, das ihm Unsterblichkeit verleihen sollte. Als er China vereinte, sah er seinen Erfolg als derart groß an, dass er einen ebenso großen Namen annahm: Qin Shihuangdi, was sich zusammensetzt aus Qin (Name seines Reichs), Shi (erster) und Huangdi (Gottkaiser). Seine Größe ließ die Herrscher Chinas der zwei nach ihm kommenden Jahrtausende ebenfalls den Titel Huangdi annehmen. Und der Zivilisation blieb die Terrakotta-Armee als Zeichen seiner Größe erhalten.
 
 
Gemäß dem Shiji, einer Sammlung antiker historischer Aufzeichnungen, wurde Zheng 259 v. Chr. in Handan als Sohn des Prinzen Yiren aus Qin und der Konkubine Zhao Ji geboren. Als sein Vater nach einer nur dreijährigen Regentschaft als König starb, übernahm der zu dieser Zeit 13-jährige Zheng dessen Königswürde. Da der Junge als zu jung angesehen wurde, um Qin zu regieren, das sich bereits mit den anderen der "sieben streitenden Reiche" Qi, Yan, Han, Wei, Chu und Zhao im Krieg befand, lag die Macht zunächst in den Händen seines manipulativen Kanzlers Lü Buwei.
 
 
Schon bald begann Lü, gegen den jungen König zu intrigieren. Der Kanzler holte einen gewissen Lao Ai an den Hof, der die Königinmutter verführte und zwei Söhne mit ihr hatte. 238 v. Chr., in dem Jahr, als Zheng offiziell die Staatsgeschäfte übernahm, stahl Lao Ai unter Duldung von Lü das königliche Siegel der Königinmutter und stellte damit eine Armee auf, um gegen Zheng zu rebellieren. Als dieser von den Plänen erfuhr, befahl er seinem größten General Changping den Gegenangriff. In der darauffolgenden Schlacht wurden Hunderte von Rebellen getötet, während Lao Ai die Flucht gelang. Auf seine Ergreifung wurde eine Belohnung von einer Million Kupfermünzen ausgesetzt, und so dauerte es nicht lange, bis der Flüchtige gefasst war. Die meisten seiner Anhänger wurden enthauptet, Lao selbst wurde gevierteilt und seine gesamte Familie - einschließlich seiner Söhne aus der Verbindung zur Königinmutter - wurden bis zum dritten Verwandtschaftsgrad hingerichtet. Zhao Li wurde bis zu ihrem Tod Jahre später unter Hausarrest gestellt. Lü Buwei tötete sich auf dem Weg in die Verbannung selbst mit Gift. 235 v. Chr. war alles überstanden.
 
 
Ying Zheng musste einige Anschlagsversuche auf sein Leben abwehren, lenkte seine Aufmerksamkeit jedoch direkt darauf, die anderen der streitenden Reiche zu unterwerfen. Han fiel als erstes, als es 230 v. Chr. überrannt wurde. Qin verfügte über zahlreiche fähige Kommandanten, einschließlich des Königs selbst. Und als Zhao von einer in den Geschichtsbüchern nicht näher beschriebenen Naturkatastrophe heimgesucht wurde, ließ er das Königreich von seinem General Wang Jian angreifen, der es innerhalb eines Jahres eroberte. Bis 223 v. Chr. waren Yan, Wei und Chu besiegt und als Teile des Reichs absorbiert. Der König von Qi entsandte eine 200.000 starke Streitkraft, die hauptsächlich aus Bauern bestand, die so gut es ging bewaffnet wurden, an die westliche Grenze, um das Reich gegen eine Invasion des dort angrenzenden Qin zu verteidigen. Zheng fiel jedoch aus dem Norden in das Land ein, nahm die königliche Familie gefangen, annektierte Qi und erklärte sich selbst zum Qin Shihuangdi.
 
  
 
Da seine Ambitionen, über ganz China zu herrschen, damit zunächst einmal zufriedengestellt waren, machte der Kaiser sich daran, Reformen umzusetzen. Zunächst setzte er das vorherrschende feudale Erbrechtssystem außer Kraft und etablierte Jun (Präfekturen), Xian (Gemeinden) und Xiang (Landkreise), die unter seiner Herrschaft verwaltet wurden. Um das Jahr 210 v. Chr. standardisierte er die chinesische Währung mit der Einführung einer Bronzemünze, die es einfacher machte, die Steuern zu erheben. Außerdem standarisierte er Gewichts- und Maßeinheiten, sowie eigentlich so ziemlich alles, einschließlich der Achsbreite der Wagen. Letzteres geschah, damit die Wagen sich leichter über das neue Straßensystem in seinem Reich fortbewegen konnten. Unter seinem Kanzler Li Si wurde das chinesische Schriftsystem standarisiert, um die zahlreichen Variationen, die es überall im Reich gab, loszuwerden. So wurde eine große Sprache erschaffen, die die Jahrhunderte überdauert hat.
 
Da seine Ambitionen, über ganz China zu herrschen, damit zunächst einmal zufriedengestellt waren, machte der Kaiser sich daran, Reformen umzusetzen. Zunächst setzte er das vorherrschende feudale Erbrechtssystem außer Kraft und etablierte Jun (Präfekturen), Xian (Gemeinden) und Xiang (Landkreise), die unter seiner Herrschaft verwaltet wurden. Um das Jahr 210 v. Chr. standardisierte er die chinesische Währung mit der Einführung einer Bronzemünze, die es einfacher machte, die Steuern zu erheben. Außerdem standarisierte er Gewichts- und Maßeinheiten, sowie eigentlich so ziemlich alles, einschließlich der Achsbreite der Wagen. Letzteres geschah, damit die Wagen sich leichter über das neue Straßensystem in seinem Reich fortbewegen konnten. Unter seinem Kanzler Li Si wurde das chinesische Schriftsystem standarisiert, um die zahlreichen Variationen, die es überall im Reich gab, loszuwerden. So wurde eine große Sprache erschaffen, die die Jahrhunderte überdauert hat.
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In seinen späten Jahren ließ Qin Shihuangdi ein Lebenselixier suchen, das ihm Unsterblichkeit verleihen sollte. Expeditionen wurden über das Meer ausgesandt (von denen die meisten nicht zurückkehrten; bei seiner Reaktion auf Versagen wahrscheinlich aus Klugheit), und dreimal brach er selbst auf die Insel Zhifu auf, um den sagenumwobenen "Berg der Unsterblichkeit" zu suchen. Er fand jedoch weder das Elixier noch den Berg und starb im September 210 v. Chr. auf einer Reise durch seine östlichen Territorien. Li Si hatte derart viel Angst vor einem Aufstand, sollte die Nachricht vom Ableben des Kaisers verbreitet werden, dass er dessen Tod geheim hielt, bis die Karawane in die Hauptstadt Xianyang zurückkehrte, wo Huhai, der zweitgeborene Sohn des Kaisers (nachdem der erstgeborene Sohn durch eine List Li Sis in den Selbstmord getrieben worden war), zum neuen Kaiser ernannt wurde.
 
In seinen späten Jahren ließ Qin Shihuangdi ein Lebenselixier suchen, das ihm Unsterblichkeit verleihen sollte. Expeditionen wurden über das Meer ausgesandt (von denen die meisten nicht zurückkehrten; bei seiner Reaktion auf Versagen wahrscheinlich aus Klugheit), und dreimal brach er selbst auf die Insel Zhifu auf, um den sagenumwobenen "Berg der Unsterblichkeit" zu suchen. Er fand jedoch weder das Elixier noch den Berg und starb im September 210 v. Chr. auf einer Reise durch seine östlichen Territorien. Li Si hatte derart viel Angst vor einem Aufstand, sollte die Nachricht vom Ableben des Kaisers verbreitet werden, dass er dessen Tod geheim hielt, bis die Karawane in die Hauptstadt Xianyang zurückkehrte, wo Huhai, der zweitgeborene Sohn des Kaisers (nachdem der erstgeborene Sohn durch eine List Li Sis in den Selbstmord getrieben worden war), zum neuen Kaiser ernannt wurde.
  
=== Strategie ===
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=== Strategie (Mandat des Himmels)===
 
Qin ist der größte unter den Herrschern, weswegen er der erste sein muss, der fantastische Wunder errichtet, um sein Andenken zu wahren.
 
Qin ist der größte unter den Herrschern, weswegen er der erste sein muss, der fantastische Wunder errichtet, um sein Andenken zu wahren.
  
 
China ist die ultimative isolationistische Erbauer-Zivilisation. Qin kann produktivere Arbeitskräfte als jeder andere Anführer mobilisieren, und seine Handwerker können schon früh im Spiel ihre Ladungen direkt auf seine geliebten Wunder anwenden. Sobald sie im Besitz dieser Wunder sind, sollten ihnen ihre Schießpulver-Waffen und die Große Mauer helfen, an den von ihnen entwickelten Ländereien und Wundern festzuhalten. Mit der Fähigkeit "Dynastischer Zirkel" können sie sogar noch mehr aus Bonussen rausholen. Wenn es ihnen gelingt, viele dieser zusätzlichen Vorteile zu bekommen, sollten sie beide Fortschrittszweige schnell durchlaufen können.
 
China ist die ultimative isolationistische Erbauer-Zivilisation. Qin kann produktivere Arbeitskräfte als jeder andere Anführer mobilisieren, und seine Handwerker können schon früh im Spiel ihre Ladungen direkt auf seine geliebten Wunder anwenden. Sobald sie im Besitz dieser Wunder sind, sollten ihnen ihre Schießpulver-Waffen und die Große Mauer helfen, an den von ihnen entwickelten Ländereien und Wundern festzuhalten. Mit der Fähigkeit "Dynastischer Zirkel" können sie sogar noch mehr aus Bonussen rausholen. Wenn es ihnen gelingt, viele dieser zusätzlichen Vorteile zu bekommen, sollten sie beide Fortschrittszweige schnell durchlaufen können.
 
== Qin Shihuangdi (Einiger) ==
 
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Name = Qin Shihuangdi (Einiger)|
 
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}}
 
'''Ich habe alle Schriften des Reichs gesammelt und diejenigen verbrannt, die nicht von Nutzen sind.'''
 
Barbaren sind Eure Verbündeten, die Ihr mit Euren Nahkampfeinheiten rekrutiert, um die Welt unter Qins Banner zu vereinen.
 
 
Qin ist am stärksten, wenn er die Barbaren mit ihrer Invasion beginnen lässt und sie dann auf seine Seite zieht. Bei dieser Strategie opfert er womöglich eine Nahkampfeinheit, um eine Barbaren-Armee zu erhalten. Mit der zusätzlichen Verteidigung durch die Große Mauer und dem Kauernden Tiger kann er sein Reich weiter schützen. Nutzt seine zusätzlichen Heurekas und Eingebungen, um noch mächtigere Einheiten freizuschalten, und rückt dann mit Euren bekehrten Barbaren zu einem Herrschaftssieg vor.
 
  
 
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Das China unter Wu Zetian konzentriert sich darauf, ihr Reich aufzubauen und die Zivilisation des Gegners von innen heraus zu zerstören. Ihre Bonusse für Spionage gewähren ihr einen zusätzlichen Spion und helfen auch bei ihren offensiven Spionageoperationen. Wenn sie ihre Feinde erfolgreich ausspioniert, erhält sie {{6forsch}} Wissenschaft und {{6kult}} Kultur, um in den Technologie- und Ausrichtungsbäumen aufzusteigen. Diese {{6forsch}} Wissenschaft und {{6kult}} Kultur sind beim Fortschritt sogar noch nützlicher, da Heurekas und Eingebungen mit Chinas Fähigkeit Dynastischer Zirkel noch weiter gehen. Ein Kultursieg ist mit Wu Zetian angesichts ihrer Fähigkeit, Große Werke mit Leichtigkeit zu stehlen, und durch den {{6touri}} Tourismus der Großen Mauer am besten möglich.
 
Das China unter Wu Zetian konzentriert sich darauf, ihr Reich aufzubauen und die Zivilisation des Gegners von innen heraus zu zerstören. Ihre Bonusse für Spionage gewähren ihr einen zusätzlichen Spion und helfen auch bei ihren offensiven Spionageoperationen. Wenn sie ihre Feinde erfolgreich ausspioniert, erhält sie {{6forsch}} Wissenschaft und {{6kult}} Kultur, um in den Technologie- und Ausrichtungsbäumen aufzusteigen. Diese {{6forsch}} Wissenschaft und {{6kult}} Kultur sind beim Fortschritt sogar noch nützlicher, da Heurekas und Eingebungen mit Chinas Fähigkeit Dynastischer Zirkel noch weiter gehen. Ein Kultursieg ist mit Wu Zetian angesichts ihrer Fähigkeit, Große Werke mit Leichtigkeit zu stehlen, und durch den {{6touri}} Tourismus der Großen Mauer am besten möglich.
 
 
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Aktuelle Version vom 16. Juni 2026, 20:01 Uhr

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Dieser Beitrag befasst sich mit China, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe China.


Grün, weiss

China
Civilization 6

Eigenschaft
Dynastischer Zirkel
  • Heurekas und Eingebungen bieten 60% der Ausrichtungen und Technologien statt 50%.
Anführer
Qin Shihuangdi
Qin Shihuangdi (Einiger)
Wu Zetian
Yongle
Kublai Khan
Spezial
Spezialeinheit:
Kauender Tiger
Spezialmodernisierung:
Grosse Mauer

Grundspiel


Civilopedia

Trotz der politischen und sozialen Unruhen, die das Land oftmals erschütterten, ist Chinas Langlebigkeit als politisch-kulturelle Institution unübertroffen. Ein Großteil des kulturellen Fortschritts wurde fast ohne Einflussnahme von außen erreicht. Auch in den Perioden, in denen "Barbaren" wie die Chin oder die Mongolen in China herrschten, blieb das chinesische Kulturgut erhalten und beeinflusste sogar diese fremden Völker stark. Die Entwicklungen des Bronzegussverfahrens und des chinesischen Alphabets datieren aus der Periode der Shang-Dynastie, die vermutlich Mitte des 16. bis Mitte des 11. Jh. v.Chr. als erste Herrscherdynastie in Nordchina regierte. Sie wurde später von den Zhou (1111-255 v.Chr.) gestürzt. Obwohl die belebte Zhou-Kultur mit Konfuzius und Lao-tse einige der größten Philosophen und Künstler der Geschichte hervorbrachte, wurde China in den folgenden 200 Jahren von einer Reihe blutiger Bürgerkriege erschüttert. Diese Periode der "Kämpfenden Länder" dauerte von 403-221 v.Chr.
Erst Qin Shi Huang gelang es, alle seine Rivalen zu unterwerfen und das Reich zu einen. Qin ließ sich zum Kaiser krönen und nannte sich selbst Qin Shi Huangdi ("Erster Gottkaiser Qin"). Allerdings sollte die Herrschaft der Qin-Dynastie bereits 206 v.Chr. wieder enden. Die nachfolgende Han-Dynastie war von Liu Pang begründet worden, der 202 v.Chr. zum Kaiser ernannt wurde. Während der 400-jährigen Herrschaft der Han fand ein bedeutender politischer, kultureller und sozialer Wandel statt. Darüber hinaus begannen die Han mit dem Bau der Chinesischen Mauer und anderer bedeutender Bauwerke. Außerdem gelang es den Han, ein chinesisches Nationalbewusstsein aufzubauen und so zu festigen, dass es bis zum Aufkommen des Kommunismus Bestand haben sollte. Die Cho-ko-nu, eine in der Han-Periode entstandene Repetierarmbrust, wurde von den Chinesen noch 2000 Jahre später benutzt.
Gegen Ende des 2. Jh. n.Chr. starben die Han buchstäblich aus. Es folgte eine lange Ära der rivalisierenden Königreiche, die bis zur Machtergreifung der T'ang 618 andauern sollte. Ihnen folgte wiederum die Sung-Dynastie (960-1279), die sich den Mongoleninvasionen geschlagen geben musste. Nachdem sich Dschingis Khan der Loyalität des Hsi Hsia in Tibet (1209) versichert und damit eines potenziellen Feindes entledigt hatte, bereitete er die Invasion nach China vor. Einige Jahre zogen die Mongolen plündernd durch das Land, bis Dschingis 1214 die Hauptstadt der Chin (das heutige Peking) im Norden eroberte. In den nächsten Jahrzehnten herrschte ein wackliger Waffenstillstand zwischen den Mongolen im Norden und den Sung im Süden. Erst 1250 setzten die Mongolen unter Kublai Khan, einem Enkel Dschingis Khans, ihren Vorstoß fort.
Ab 1267 griffen sie, diesmal unterstützt von gepanzerten Steppenreitern und Hilfstruppen Nordchinas, an mehreren Fronten an. Als der Widerstand des Volkes bald darauf verebbte, kontrollierten die fremden Invasoren zum einzigen Mal in der Geschichte ganz China. Die Mongolen hielten China 100 Jahre lang besetzt, aber das Unvermögen der Throninhaber sowie Rivalitäten unter den Heerführern und am Hofe schwächten ihre Machtstellung. Nun erhob sich eine neue geburtsrechtliche Dynastie, die Ming (1368-1644), bekannt für ihre Kunstfertigkeit. Bevor sich die Ming ab 1424 außenpolitisch zunehmend abschotteten, pflegten sie einen regen Handel mit Indien und der arabischen Halbinsel. Die Seefahrer der Ming hatten vermutlich schon vor Kolumbus Amerika erreicht. Auf die Ming-Dynastie folgte das Mandschu-Reich (1644-1911) unter der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas, den Qing. Diese Ära war geprägt von ständigen Kriegen, westlichem Imperialismus, wuchernder Korruption und bürokratischer Willkür.
Angesichts des verheerenden Boxeraufstands blieb dem kaiserlichen Hof die Unterstützung der Bauern und des Militärs versagt - es folgte eine Revolution (1911-1912). In der ersten Hälfte des 20. Jh. zerfiel die alte Ordnung Chinas: Es wurde eine neue Gesellschaftsstruktur gebildet, zunächst in Form der kurzlebigen demokratischen Republik (1912-1920), die sich bald in eine von Chiang Kai-shek geführte Diktatur wandelte. Die nationalistische Partei (GMD) und die chinesische Kommunistenpartei (KPCh) organisierten erneut eine Revolution. Obwohl sich die Chinesen geschlossen gegen die japanische Invasion zur Wehr setzten, tobte am Ende des 2. Weltkrieges im ganzen Land Bürgerkrieg. Nationalisten und Kommunisten konkurrierten um die Übernahme japanisch besetzter Gebiete: Sie rüsteten ihre Armeen auf und zogen in den Kampf, verhandelten aber zugleich miteinander. Nach den ersten Triumphen der Nationalisten in den Jahren 1947-48 kippte die strategische Überlegenheit zugunsten der Kommunisten. Vier Jahre nach Japans Kapitulation brach erneut ein Bürgerkrieg aus - diesmal von der Bevölkerung selbst heraufbeschworen - der dazu führte, dass Mao Tse-Tung im Oktober 1949 die Volksrepublik China ausrief. 1966 begannen die Kommunisten die unheilvolle "große proletarische Kulturrevolution" - einen 10 Jahre währenden Angriff auf "traditionelle Werte" und "kleinbürgerliche Denkweisen", der das Land endgültig in einen desolaten Zustand stürzte. Nach Maos Tod ergriff sein Rivale Deng Xiaoping 1976 die Macht und verhalf China durch soziale und wirtschaftliche Reformen wieder zu weltpolitischer Bedeutung. Heute ist China eine aufstrebende Nation, deren politischer und wirtschaftlicher Kurs weiterhin unklar bleibt.

Qin Shihuangdi (Einiger)

Qin Shihuangdi (Einiger)
256 - 210 v. Chr.

Einzigartige Fähigkeit
Sechsunddreißig Strategeme
  • Nahkampfeinheiten erhalten die Aktion Barbaren bekehren. Diese Aktion bekehrt Barbareneinheiten zu Euren Einheiten, entfernt aber die Nahkampfeinheit.
Zivilisationen & Spezialeinheit
China symbol civ6 inv.png
Agenda
Sihai
  • Möchte, dass alle Barbaren auf seiner Seite sind. Mag keine Zivilisationen, die Barbaren-Außenposten zerstören.
Religion
Taoismus
Diplomatiebildschirm
Qin Shihuangdi (Einiger) im 3D-Diplomatiebildschirm

Qin Shihuangdi (Einiger) im 3D-Diplomatiebildschirm

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Erster Erhabener Gottkaiser von Qin

Ich habe alle Schriften des Reichs gesammelt und diejenigen verbrannt, die nicht von Nutzen sind.

Ying Zheng war autokratisch und unbarmherzig, und damit vielleicht genau das, was China brauchte, um die Zeit der Streitenden Reiche zu beenden und das Land zu einen. Er war bekannt dafür, Bücher verbrennen und aufsässige Gelehrte hinrichten zu lassen. Außerdem legte er das Fundament für die Große Mauer, erschuf ein nationales System aus Straßen und Kanälen und strebte nach einem Elixier, das ihm Unsterblichkeit verleihen sollte. Als er China vereinte, sah er seinen Erfolg als derart groß an, dass er einen ebenso großen Namen annahm: Qin Shihuangdi, was sich zusammensetzt aus Qin (Name seines Reichs), Shi (erster) und Huangdi (Gottkaiser). Seine Größe ließ die Herrscher Chinas der zwei nach ihm kommenden Jahrtausende ebenfalls den Titel Huangdi annehmen. Und der Zivilisation blieb die Terrakotta-Armee als Zeichen seiner Größe erhalten.

Gemäß dem Shiji, einer Sammlung antiker historischer Aufzeichnungen, wurde Zheng 259 v. Chr. in Handan als Sohn des Prinzen Yiren aus Qin und der Konkubine Zhao Ji geboren. Als sein Vater nach einer nur dreijährigen Regentschaft als König starb, übernahm der zu dieser Zeit 13-jährige Zheng dessen Königswürde. Da der Junge als zu jung angesehen wurde, um Qin zu regieren, das sich bereits mit den anderen der "sieben streitenden Reiche" Qi, Yan, Han, Wei, Chu und Zhao im Krieg befand, lag die Macht zunächst in den Händen seines manipulativen Kanzlers Lü Buwei.

Schon bald begann Lü, gegen den jungen König zu intrigieren. Der Kanzler holte einen gewissen Lao Ai an den Hof, der die Königinmutter verführte und zwei Söhne mit ihr hatte. 238 v. Chr., in dem Jahr, als Zheng offiziell die Staatsgeschäfte übernahm, stahl Lao Ai unter Duldung von Lü das königliche Siegel der Königinmutter und stellte damit eine Armee auf, um gegen Zheng zu rebellieren. Als dieser von den Plänen erfuhr, befahl er seinem größten General Changping den Gegenangriff. In der darauffolgenden Schlacht wurden Hunderte von Rebellen getötet, während Lao Ai die Flucht gelang. Auf seine Ergreifung wurde eine Belohnung von einer Million Kupfermünzen ausgesetzt, und so dauerte es nicht lange, bis der Flüchtige gefasst war. Die meisten seiner Anhänger wurden enthauptet, Lao selbst wurde gevierteilt und seine gesamte Familie - einschließlich seiner Söhne aus der Verbindung zur Königinmutter - wurden bis zum dritten Verwandtschaftsgrad hingerichtet. Zhao Li wurde bis zu ihrem Tod Jahre später unter Hausarrest gestellt. Lü Buwei tötete sich auf dem Weg in die Verbannung selbst mit Gift. 235 v. Chr. war alles überstanden.

Ying Zheng musste einige Anschlagsversuche auf sein Leben abwehren, lenkte seine Aufmerksamkeit jedoch direkt darauf, die anderen der streitenden Reiche zu unterwerfen. Han fiel als erstes, als es 230 v. Chr. überrannt wurde. Qin verfügte über zahlreiche fähige Kommandanten, einschließlich des Königs selbst. Und als Zhao von einer in den Geschichtsbüchern nicht näher beschriebenen Naturkatastrophe heimgesucht wurde, ließ er das Königreich von seinem General Wang Jian angreifen, der es innerhalb eines Jahres eroberte. Bis 223 v. Chr. waren Yan, Wei und Chu besiegt und als Teile des Reichs absorbiert. Der König von Qi entsandte eine 200.000 starke Streitkraft, die hauptsächlich aus Bauern bestand, die so gut es ging bewaffnet wurden, an die westliche Grenze, um das Reich gegen eine Invasion des dort angrenzenden Qin zu verteidigen. Zheng fiel jedoch aus dem Norden in das Land ein, nahm die königliche Familie gefangen, annektierte Qi und erklärte sich selbst zum Qin Shihuangdi.

Strategie (Einiger)

Barbaren sind Eure Verbündeten, die Ihr mit Euren Nahkampfeinheiten rekrutiert, um die Welt unter Qins Banner zu vereinen.

Qin ist am stärksten, wenn er die Barbaren mit ihrer Invasion beginnen lässt und sie dann auf seine Seite zieht. Bei dieser Strategie opfert er womöglich eine Nahkampfeinheit, um eine Barbaren-Armee zu erhalten. Mit der zusätzlichen Verteidigung durch die Große Mauer und dem Kauernden Tiger kann er sein Reich weiter schützen. Nutzt seine zusätzlichen Heurekas und Eingebungen, um noch mächtigere Einheiten freizuschalten, und rückt dann mit Euren bekehrten Barbaren zu einem Herrschaftssieg vor.

Qin Shihuangdi

Qin Shihuangdi (Mandat des Himmels)

Qin Shihuangdi (Mandat des Himmels)
256 - 210 v. Chr.

Einzigartige Fähigkeit
Der erste Kaiser
  • Beim Bau von Wundern der Antike und Klassik könnt Ihr Handwerker-Ladungen verwenden, um 15 % der ursprünglichen Baukosten für das Wunder abzuschließen. Handwerker erhalten eine zusätzliche Ladung.
Zivilisationen & Spezialeinheit
China symbol civ6 inv.png
Agenda
10.000 Li-Mauer
  • Mag Zivilisationen, die nicht um Wunder wetteifern, und baut Wunder, wann immer es möglich ist. Mag es nicht, ein Wunder an eine andere Zivilisation zu verlieren.
Religion
Taoismus
Diplomatiebildschirm

Qin Shihuangdi (Mandat des Himmels) im 3D-Diplomatiebildschirm

Grundspiel


Der Grund, warum China endlose Kriege erleiden musste, ist die Existenz der Feudalherren und Könige. Diesen Fehler habe ich korrigiert.

Da seine Ambitionen, über ganz China zu herrschen, damit zunächst einmal zufriedengestellt waren, machte der Kaiser sich daran, Reformen umzusetzen. Zunächst setzte er das vorherrschende feudale Erbrechtssystem außer Kraft und etablierte Jun (Präfekturen), Xian (Gemeinden) und Xiang (Landkreise), die unter seiner Herrschaft verwaltet wurden. Um das Jahr 210 v. Chr. standardisierte er die chinesische Währung mit der Einführung einer Bronzemünze, die es einfacher machte, die Steuern zu erheben. Außerdem standarisierte er Gewichts- und Maßeinheiten, sowie eigentlich so ziemlich alles, einschließlich der Achsbreite der Wagen. Letzteres geschah, damit die Wagen sich leichter über das neue Straßensystem in seinem Reich fortbewegen konnten. Unter seinem Kanzler Li Si wurde das chinesische Schriftsystem standarisiert, um die zahlreichen Variationen, die es überall im Reich gab, loszuwerden. So wurde eine große Sprache erschaffen, die die Jahrhunderte überdauert hat.

Doch am meisten war er bestrebt, das seiner Meinung nach verschwommene Denken in China zu beschränken. Auch wenn die Zeit der Streitenden Reiche eine Zeit voller Blutvergießen war, herrschte dennoch freies Denken und eine liberale Philosophie vor, was der Zivilisation einige der größten Einblicke in die menschliche Seele bescherte. In allen Reichen sorgten die Hundert Schulen, in denen Lehren des Konfuzianismus, Taoismus und anderer Philosophien zusammengeführt wurden, für ein Goldenes Zeitalter. Die Schriften des Mohismus (vor dem Himmel sind alle Menschen gleich) und der Yin-Yang-Schule (Naturalismus und die fünf Elemente) sowie der Landwirte, Synkretisten und Logiker hatten großen Einfluss auf die Lebensweisen und das Sozialbewusstsein in China. Da all diese Denkweisen und Debatten der Gewöhnlichen einem Autokraten im Weg waren, erklärte Qin Shihuangdi alle Schulen für Unrecht und erließ, dass fortan nur der Legalismus (befolge das Gesetz und lebe ein gerechtes Leben) als akzeptabel angesehen wurde.

Im Jahr 213 v. Chr. befahl der Kaiser auf Anraten seines neuen, manipulativen Kanzlers Li Si, dass alle Bücher im Reich - mit Ausnahme der Werke über Astrologie, Weissagungen, Medizin, Landwirtschaft und die Geschichte seines großen Reiches - eingesammelt und verbrannt werden sollten. Wer verbotene Texte besaß, vor allem das Shijing ("Buch der Lieder") und das Shangshu ("Buch der Urkunden"), wurde bestraft. Laut dem Shiji - das als akzeptabler Text gegolten haben muss - ließ Qin Shihuangdi etwa 460 Gelehrte lebendig begraben, weil sie die verbotenen Bücher versteckt hatten, was von heutigen chinesischen Historikern jedoch als konfuzianischer Mythos abgetan wird. Ganz gleich, wie genau die Wahrheit aussieht, es ist eine Tatsache, dass das Reich danach trachtete, Bildung und Denken überall zu kontrollieren und Herausforderungen an die Herrschaft des Kaisers durch Intellektuelle zu eliminieren.

In seinen späten Jahren ließ Qin Shihuangdi ein Lebenselixier suchen, das ihm Unsterblichkeit verleihen sollte. Expeditionen wurden über das Meer ausgesandt (von denen die meisten nicht zurückkehrten; bei seiner Reaktion auf Versagen wahrscheinlich aus Klugheit), und dreimal brach er selbst auf die Insel Zhifu auf, um den sagenumwobenen "Berg der Unsterblichkeit" zu suchen. Er fand jedoch weder das Elixier noch den Berg und starb im September 210 v. Chr. auf einer Reise durch seine östlichen Territorien. Li Si hatte derart viel Angst vor einem Aufstand, sollte die Nachricht vom Ableben des Kaisers verbreitet werden, dass er dessen Tod geheim hielt, bis die Karawane in die Hauptstadt Xianyang zurückkehrte, wo Huhai, der zweitgeborene Sohn des Kaisers (nachdem der erstgeborene Sohn durch eine List Li Sis in den Selbstmord getrieben worden war), zum neuen Kaiser ernannt wurde.

Strategie (Mandat des Himmels)

Qin ist der größte unter den Herrschern, weswegen er der erste sein muss, der fantastische Wunder errichtet, um sein Andenken zu wahren.

China ist die ultimative isolationistische Erbauer-Zivilisation. Qin kann produktivere Arbeitskräfte als jeder andere Anführer mobilisieren, und seine Handwerker können schon früh im Spiel ihre Ladungen direkt auf seine geliebten Wunder anwenden. Sobald sie im Besitz dieser Wunder sind, sollten ihnen ihre Schießpulver-Waffen und die Große Mauer helfen, an den von ihnen entwickelten Ländereien und Wundern festzuhalten. Mit der Fähigkeit "Dynastischer Zirkel" können sie sogar noch mehr aus Bonussen rausholen. Wenn es ihnen gelingt, viele dieser zusätzlichen Vorteile zu bekommen, sollten sie beide Fortschrittszweige schnell durchlaufen können.

Wu Zetian

Wu Zetian
625 - 705

Einzigartige Fähigkeit
Handbuch der Fallen
  • Alle offensiven Spione agieren um 1 Stufe höher. Immer wenn eine offensive Spionagemission erfolgreich ist, erhaltet Ihr außerdem 100 % des Glauben Glaubens, der Kultur Kultur und der Forschung Wissenschaft, die die anvisierte Stadt in dieser Runde verdient hat. Ihr erhaltet einen kostenlosen Spion (und zusätzliche Spionagekapazität), nachdem Ihr Verteidigungstaktiken entdeckt habt. Spione können mit Glauben Glauben erworben werden.
Zivilisationen & Spezialeinheit
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Agenda
Hofintrige
  • Mag Zivilisationen, die keine Bedrohung darstellen. Mag keine Zivilisationen mit starkem Militär oder nahegelegenen Städten.
Religion
Buddhismus
Diplomatiebildschirm
Wu Zetian im 3D-Diplomatiebildschirm

Wu Zetian im 3D-Diplomatiebildschirm

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Menschen können nicht wiedererweckt werden. Alles liegt in des Schicksals Hand. Entscheidend ist, dass die Lebenden am Leben bleiben.

Als erste und einzige Frau auf dem chinesischen Thron gelangte Wu Zetian durch Attentate, Manipulationen und eine gerissene Hofstrategie an die Macht. Während ihr Fokus auf dem Hof lag, veränderte sie aber auch die Funktionsweisen der chinesischen Politik, hin zu einem stärker meritokratischen System und weg vom adligen Patronat.

Wir sind es gewohnt, von den 600er Jahren als einem dunklen Zeitalter zu sprechen. Aber das ist eine Sichtweise, die nur Europa betrifft. Im Rest der Welt ist dies eine Zeit der Expansion und der Vernetzung, ob es sich nun um das Wachstum der islamischen Welt oder die Konsolidierung der Chola-Reiche usw. handelt. In China stand die Tang-Dynastie für die Rückkehr eines großen Reiches im Gefolge der Han-Zeit. Aber die Tang-Dynastie ging noch weiter und schuf eine Reihe multiethnischer Abhängigkeiten sowie eine Blütezeit der Künste, die den Grundstein für spätere und größere chinesische Reiche setzen sollte.

Die Tang-Dynastie war eine Ära der Hofkultur. Porzellan, Tee und alle Erträge aus der Seidenstraße trugen zum Erfolg des Reiches bei, und die Hauptstadt Chang'an war zu ihrer Zeit die größte Stadt der Welt. Tributsysteme, wenn auch nicht auf der Stufe der späteren Ming-Systeme, wurden eingeführt, sowie Protektorate, die bis nach Indien und Iran reichten. Vor allem die Poesie und die Künste erlebten in der Tang-Dynastie eine Blütezeit.

Eine Hofkultur braucht Intrigen. Und hier kommt Wu Zetian ins Spiel. Die Familie Wu war eine wohlhabende Holzhändlerfamilie, und wie bei vielen mächtigen Familien war es üblich, eine Tochter als Konkubine an den kaiserlichen Hof unter Kaiser Taizong zu schicken. Aber Taizong starb, und der kränkliche Gaozong übernahm die Nachfolge.

Gaozong hatte eine Frau, die Kaiserin Wang, aber er bevorzugte eine Konkubine, Xiao, und hatte mit ihr Kinder. Wang versuchte, Gaozongs Aufmerksamkeit von dieser Rivalin abzulenken und setzte sich dafür ein, Wu am Hof zu fördern. Das ging nach hinten los. Wu stieg auf, und sowohl Wang als auch Xiao stürzten – und zwar so sehr, dass Wang Wus Tochter in ihrer Wiege ermorden ließ (oder, nach Ansicht anderer, Wu tötete ihre eigene Tochter und gab Wang die Schuld dafür). Nach ihrem ungeklärten Tod behauptete Wu, von ihren Geistern heimgesucht zu werden.

Wus Einfluss auf Gaozong wuchs, vor allem dann, als dessen Gesundheit nachließ. Dieser Einfluss konzentrierte sich hauptsächlich auf Palast-Intrigen, obwohl sie auch vor einer Eroberung durch Goguryeo (Nordkorea) warnte. Sie begann, ihn hinter einem Perlenschirm zu beraten und war bei allen seinen Treffen anwesend. Nach seinem Tod übernahm ihr Sohn Li Zhi (der Zhongzong-Kaiser) die Macht, vertraute aber schnell seinen Schwiegereltern statt seiner Mutter. Dies löste einen Konflikt zwischen den beiden Familien sowie zwischen Wus Schattenherrschaft und den üblichen Machtmechanismen in Gang – einen Konflikt, den Wu gewinnen sollte. Sie setzte ihren eigenen Sohn ab und ersetzte ihn 684 durch seinen jüngeren, gefügigeren Bruder, Li Dan (Ruizhong).

Hier war Wus Macht noch deutlicher zu spüren. Sie erteilte offen Befehle, erklärte sich 690 selbst zur regierenden Kaiserin und gründete ihre eigene Dynastie: die Zhou. Dadurch war sie die erste und einzige Frau, die jemals auf dem chinesischen Thron saß. Doch als sie im Alter krank und schwächer wurde, verließ sie sich mehr und mehr auf ihre Ratgeber, insbesondere auf zwei Brüder, Zhang Yizhi und Zhang Changzong. Mit der Macht kam auch der Ehrgeiz, und die beiden Zhang-Brüder begannen, jede andere Verbindung oder Ernennung, die Wu außerhalb ihrer eigenen vornahm, zu missbilligen. Schließlich schmiedeten Rivalen am Hof ein Komplott zum Tod der Zhang-Brüder, und Wu war ausnahmsweise nicht in der Lage, ihre Feinde aufzuhalten. Die Zhang-Brüder wurden getötet, und Wu – schließlich doch noch – abgesetzt.

Innenpolitisch leitete Wu eine Reihe von Reformen ein, die sowohl ihre eigene – relativ – bescheidene Herkunft widerspiegelten als auch Barrieren für alle setzten, die in ihre Fußstapfen treten wollten. Sie leitete öffentliche Reformen ein, die weibliche Künstlerinnen einschränkten und der Frauenmode Grenzen setzten, öffnete aber auch Verwaltungsprüfungen für Männer aller gesellschaftlichen Schichten. Darüber hinaus schaltete sie in einer erstaunlichen Machtdemonstration ganze Zweige der kaiserlichen Familie aus und verlagerte den Schwerpunkt der Macht in China weg von den mächtigen Familien und hin zur zentralisierten Bürokratie. Wus Regime wurde durch ihre Geheimpolizei durchgesetzt und beinhaltete die Androhung versteckter Gewalt gegen alle, die sich ihr widersetzen wollten. Doch diese Gewalt richtete sich hauptsächlich gegen den Hof. Für das einfache Volk war Wus Herrschaft relativ aufgeklärt – sie reduzierte das Militär, förderte fähige Beamte und verteilte einen Großteil des kaiserlichen Landes an das einfache Volk.

Auf internationaler Ebene förderte Wu den Buddhismus und erklärte sich sogar selbst zum Maitreya, dem zukünftigen Buddha, aber sie geriet auch offen mit Tibet und westlichen Turkstämmen aneinander. Während Tibet unabhängig blieb, verlor das Tibetische Königreich den Boden, den es in den vergangenen Jahren erobert hatte. Und während Wu in türkischen Gebiete eindrang, sollten die westlichen Nomadenmächte erst einige Jahrhunderte später ihre Chance bekommen.

Strategie

Es gibt Anführer, die Euch direkt bekämpfen, und dann gibt es Wu Zetian. Ihre Fähigkeiten bestehen darin, offensive Spionagemissionen zu starten.

Das China unter Wu Zetian konzentriert sich darauf, ihr Reich aufzubauen und die Zivilisation des Gegners von innen heraus zu zerstören. Ihre Bonusse für Spionage gewähren ihr einen zusätzlichen Spion und helfen auch bei ihren offensiven Spionageoperationen. Wenn sie ihre Feinde erfolgreich ausspioniert, erhält sie Forschung Wissenschaft und Kultur Kultur, um in den Technologie- und Ausrichtungsbäumen aufzusteigen. Diese Forschung Wissenschaft und Kultur Kultur sind beim Fortschritt sogar noch nützlicher, da Heurekas und Eingebungen mit Chinas Fähigkeit Dynastischer Zirkel noch weiter gehen. Ein Kultursieg ist mit Wu Zetian angesichts ihrer Fähigkeit, Große Werke mit Leichtigkeit zu stehlen, und durch den Tourismus Tourismus der Großen Mauer am besten möglich.

Yongle

Yongle
1360 - 1424

Einzigartige Fähigkeit
Lijia
  • Alle Städte erhalten Projekte, bei denen sie 50% ihrer Produktion Produktion in Nahrung Nahrung, Glauben Glaube oder 100%, wenn es sich um Gold Gold handelt, umwandeln können.
Zivilisationen & Spezialeinheit
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Agenda
Yinding
  • Mag Zivilisationen mit positivem Einkommen pro Runde, mag keine Zivilisationen mit negativem Einkommen pro Runde.
Religion
Konfuzianismus
Diplomatiebildschirm
Yongle im 3D-Diplomatiebildschirm

Yongle im 3D-Diplomatiebildschirm

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Ming-Kaiser (Zhu Di)

So mancher Staat ist schon untergegangen, weil der Herrscher die Belange seines Volkes nicht kannte.

Als der am weitesten vorausschauende und nach außen gerichtete der Ming-Kaiser legte Yongle den Grundstein für das internationale System der Ming und baute die Infrastruktur wieder auf. Er tat dies in einem rücksichtslosen Kampf um Legitimität, in dem er alle Gegner seines Anspruchs vernichtete und dann nach außen expandierte, um Unterstützung und ausländisches Gold für das zu sammeln, was Chinas eigentliches Reich werden sollte.

Die Ming-Dynastie war ein Moment der Neukonsolidierung für China. Nach Jahren der Fremdherrschaft errichteten die Han-Chinesen eine Han-zentrierte Macht, die jahrhundertelang Bestand haben und prosperieren sollte. Ming war wohlhabend, friedlich und... für die Zeit... fortschrittlich. Ming war auch erfolgreich darin, seine Nachbarn in seinen Orbit einzubinden. Das Tributsystem zog einen Großteil Ostasiens in ein Schutzbündnis zusammen, das zu regionaler Stabilität und zur Verbreitung konfuzianischer Werte führen sollte. Doch im Laufe der Zeit verfiel Ming in Selbstgefälligkeit und Isolation. Obwohl Ming der Konkurrenz weit voraus war, ging es geschwächt, übermäßig abhängig von ausländischem Gold und unvorbereitet darauf, wie sich die Welt um es herum verändert hatte, aus dem Rennen hervor.

Diese Ereignisse wären vielleicht nicht eingetreten, wenn der Yongle-Kaiser seinen Willen gehabt hätte.

Yongle wurde im Jahr 1360 als Zhu Di geboren. Er war der zweite Sohn eines anderen großen Ming-Kaisers, Kaiser Hongwus. Als solcher war er eine wichtige Person und ein militärischer Befehlshaber, der gegen die Mongolen gekämpft hatte – sowohl gegen die verbliebenen Teile der Yuan-Dynastie als auch gegen die großen Khanate des Westens. Zhu Di war der Nächste in der Thronfolge nach seinem älteren Bruder, Zhu Biao. Nun... so die Geschichte – andere sagen, Zhu Di war gar nicht der Sohn der Hauptgemahlin des Kaisers, sondern einer weniger bedeutsamen Konkubine.

Aber Zhu Biao war der Liebling seines Vaters. Und diese Gunst erstreckte sich auch auf Biaos Familie, einschließlich seines Sohnes. Als Zhu Biao also plötzlich starb, ernannte der Hongwu-Kaiser nicht Zhu Di, sondern Zhu Biaos Sohn als nächsten in der Thronfolge ... und Zhu Di rebellierte.

Zhu Di führte einen dreijährigen Krieg, den er gewann und sich zum Yongle-Kaiser umbenannte. Dann durchkämmte er die Bürokratie rücksichtslos nach jeder Spur des Einflusses seines Neffen. Das war beachtlich – viele Gelehrte widersetzten sich der Machtübernahme und erinnerten sich an die konfuzianischen Edikte, eine friedliche Herrschaft zu akzeptieren. Yongle befahl den Tod seiner Feinde, insbesondere des berühmten Fang Xiarou, aber auch aller, die während Fangs Amtszeit ihr Examen bestanden hatten, aller Verwandten Fangs (bis zum zehnten Grad) und so weiter und so fort. Tausende wurden getötet. Außerdem verbot Yongle die mongolischen Kulturformen, die unter den Yuan vorherrschend gewesen waren.

Yongle machte sich dann daran, eine neue Gesellschaft zu schaffen. Er erweiterte die Rolle der Eunuchen und baute sogar eine kaisertreue Geheimpolizei (das Östliche Depot) auf. Er expandierte auch bei den Gelehrten und Historikern – zumindest bei denen, die damit einverstanden waren, seinen Neffen aus der Geschichte zu streichen (und, wie manche sagen, die Geschichte so umzuschreiben, dass Yongle der Sohn der Kaiserin und nicht einer koreanischen Konkubine war). Diese Herrschaft ging auch von einer neuen Quelle aus: der Verbotenen Stadt, die gebaut wurde, um Peking als neue Hauptstadt zu markieren, und näher an den mongolischen Linien (um besser Krieg führen zu können) und an Yongles alten militärischen Vorposten war. Damit verbunden war der Wiederaufbau und die Wiederbefestigung der Großen Mauer und die Wiedereröffnung des Kaiserkanals.

Hongwu (Yongles Vater) war ein Isolationist; tatsächlich sollte die Isolation die Plage der Ming sein. Aber Yongle war eher das Gegenteil. Er pflegte und erweiterte aktiv das Tributsystem – und genau darum ging es bei den Reisen von Zheng He: neue potenzielle Tributpflichtige zu finden. Diese Reisen gingen nach Indien, an den Persischen Golf und nach Afrika, obwohl die Tribute eigentlich nur aus Ostasien kamen. Von Bedeutung war dabei das Werben um Tibet – schließlich war Tibet für einen Großteil der chinesischen Geschichte eine Quelle buddhistischen Wissens geblieben; die Ming-Zeit macht da keinen Unterschied. Militärisch griff Yongle die Mongolen und Vietnam an, gliederte letzteres in das chinesische Reich ein und löste das Massaker an den Tran-Adligen aus.

Eine weitere Errungenschaft war die Yongle-Enzyklopädie, ein gewaltiges Werk, das das gesamte chinesische Wissen bis zu diesem Zeitpunkt zusammenfasste. Hier findet sich wenig Neues, aber eine Zusammenstellung von allem, was bereits bekannt war.

Yongle starb 1424 im Alter von 64 Jahren bei einem Feldzug gegen die Mongolen.

Strategie

Yongle kontrolliert seine Städte zunächst mit Projekten, und größere Städte erhalten zusätzlich Gold Gold, Forschung Wissenschaft und Kultur Kultur von ihrer Bevölkerung.

Yongle will seine Bevölkerung mit seiner Lijia-Fähigkeit kontrollieren. In seinen Städten wandeln einzigartige Projekte ihre Produktion Produktion in Nahrung Nahrung, Glauben Glauben oder Gold Gold um. Wenn die Stadt dann 10 Bevölkerung erreicht, feiert das die Bevölkerung mit zusätzlichem Gold Gold, zusätzlicher Forschung Wissenschaft und zusätzlicher Kultur Kultur. Seine Zivilisations-Fähigkeit unterstützt die Entwicklung von [Icon_Science] Wissenschaft und Kultur Kultur durch kostenlos und bessere Heurekas und Eingebungen. Der Kauernde Tiger hilft ihm, sein Reich vor Eindringlingen zu schützen, aber es ist die Große Mauer, die ihn zu einem mächtigen Gegner auf dem Weg zum Kultursieg macht.